Unbekanntes Symbol an Me 163 S in UdSSR

Diskutiere Unbekanntes Symbol an Me 163 S in UdSSR im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Auf Fotos der Me 163 in der UdSSR ist am Seitenleitwerk rechts oben ein interessantes Symbol zu erkennen. Was für ein Symbol ist das, wie sieht es...

Moderatoren: mcnoch
  1. Maik

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    Auf Fotos der Me 163 in der UdSSR ist am Seitenleitwerk rechts oben ein interessantes Symbol zu erkennen. Was für ein Symbol ist das, wie sieht es genau aus ? Es scheint ein Flugzeug zu symbolisieren, und wurde vermutlich von den Russen angebracht. Evtl. ein Symbol der Einheit, die diese Beuteflugzeuge untersucht hat.

    Leider ist es nur sehr unscharf, aber dennoch deutlich zu sehen. Auf der linken Seite war das Symbol übrigens offenbar nicht angebracht. Ich habe schon einige Profile der Me 163 S Nr. 94 gesehen, jedoch noch keines auf dem auch dieses Symbol angebracht war. Ich habe jetzt zwei unterschiedliche Fotos gesehen, auf denen das Symbol vorhanden ist, demnach handelt es sich wohl auch nicht um eine nachträgliche Bearbeitung des Fotos.
     

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  3. #2 Bleiente, 30.06.2007
    Bleiente

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    Das ist das Zeichen des Versuchszentrum LII denn auf besseren Bildern kann man die kyrillischen Buchstaben erkennen, in in dem Flugzeugsymbol stehen.
    Wobei deas kyrillischen L die Schnauze des Flugzeuges bildet.
    Es ist an der "94" übrigens auf beiden Seiten angebracht.

    Das gleiche findet man auch an den He 162 die in der SU erprobt wurden sind.
     
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  4. Maik

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    Danke, gibt es irgendwo eine gut erkennbare Abbildung dieses Zeichens ?

    Und hatten die Russen mehrere Me 163 S ? Auf diesem Foto von der linken Seite erkenne ich nichts dergleichen. (Ist ein gedrehter Ausschnitt von einem Foto bei der die Me 163 S Kopfüber in einem Windkanal hängt)
     

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  5. #4 Bleiente, 30.06.2007
    Zuletzt bearbeitet: 30.06.2007
    Bleiente

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    Hier eine Zeichung an der He 162 (da ist das Zeichen aber in Rot)
    http://wp.scn.ru/en/ww2/f/454/1/0/1

    Meines Wissens nach mindestens zwei Me 163S und eine Me 163B, muss aber noch einmal nachlesen.

    PS: lt. Sobolew "Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtindustrie" waren bis Ende 1945 insgesamt 10 Me 163 (davon 7 Me 163S) in die UdSSR gebracht wurden. Allerdings war davon nur eine Maschine flugbereit, die anderen teils beschädigt oder ähnliches.
    Es kann also gut sein das das Zeichen nur auf der flugfähigen Maschine angebracht war (als Nutzer) und die im Windkanal eine nicht flugfähige war / ist.
     
  6. PeWa

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    Irgendwie habe ich gerade eine "Feedback"-Erinnerung.:FFTeufel: Eben erst habe das gelesen und schon wieder aber diesmal mit Ergebnissen.:TOP:
     
  7. #6 Airtoair, 30.06.2007
    Zuletzt bearbeitet: 30.06.2007
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    Wie schon von @Bleiente geschrieben, hatten die Sowjets insgesamt 10 Me 163 in die UdSSR gebracht: 3 Einsitzer Me 163B und 7 Doppelsitzer Me 163S. Es wurden aber mindestens zwei Maschinen im Flug erprobt: Die Me 163S Nr. 94 und eine Me 163B ohne spez. Kennung.
    Im Buch "Soviet Rocket Fighters" von Y. Gordon (Midland Verlag, ISBN 1-85780-245-4) ist eine Anzahl an interessanten Fotos der sowjetischen Me 163 zu sehen, darunter auch Flugaufnahmen, wie diese von der Me 163B. Beachte das Schleppseil! Da kein Treibstoff für das Raketentriebwerk zur Verfügung stand, konnten die Me 163 nur im Gleitflug erprobt werden. Dazu wurden die Maschinen jeweils von einer Tu-2 auf die nötige Höhe geschleppt.
    Die Me 163B scheint ausser den roten Sternen keine weiteren Markierungen zu haben. Die Sterne sitzen übrigens nicht an der selben Stelle wie bei der Me 163S Nr.94.
     

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  8. #7 Airtoair, 30.06.2007
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    Hier noch ein Beweis, dass das Signet des LII auf der Me 163S Nr.94 auch auf der linken Seite angebracht war. Auch wenn die Qualität des Fotos leider nicht sehr gut ist, so kann man das Signet doch deutlich erkennen.
     

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  9. #8 Airtoair, 30.06.2007
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    Hier ein Bild, auf dem das Signet des LII etwas besser zu erkennen ist. Ueber die Farbe des Signets kann ich Dir leider keine Auskunft geben.
     

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  10. #9 Airtoair, 30.06.2007
    Zuletzt bearbeitet: 30.06.2007
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    Und schliesslich noch der Versuch einer Ausschnittvergrösserung. Das Signet ist ein stilisiertes Flugzeug, wobei der Bug aus dem kyrillischen Buchstaben Л (L) und der Rumpf aus zwei И (I) besteht, was von oben nach unten gelesen eben ЛИИ (LII) ergibt.
    Die Qualität der Bilder ist leider nicht sehr berauschend. Ich hoffe, sie helfen Dir trotzdem.
     

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  11. Maik

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    Klasse Fotos, vielen Dank ! Man kann sogar die Antenne gut erkennen. wenn ich jetzt noch wüßte welche Farbe das Zeichen hatte ...

    Es scheint auf jeden fall deutlich heller zu sein, als der rote Stern, aber dunkler als der weiße Rand um den Stern, wobei das aber auch täuschen kann. Ich tendiere daher doch eher zu weiß.

    Bei der Gelegenheit noch eine ergänzende Frage, gibt es Fotos auf denen erkennbar ist ob bzw. wie der Düsenaustritt bei der Me 163 S verschlossen war ? Es war je kein Triebwerk eingebaut.
     
  12. DDA

    DDA Alien

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    Bist Du sicher,daß bei den Flugversuchen kein Triebwerk eingebaut war?
    Mark L Gallei, der sowjetische Testpilot, der die Me163 im Flug erprobte, schreibt in seinen Erinnerungen nichts darüber, daß das TW ausgebaut wurde, sondern nur, daß mangels Treibstoff die Maschine nur im Segelflug getestet werden konnte und das ihm einmal beim Schleppflug das Schleppseil riß, was ihm dank des Gewichtes des Schleppseiles direkt am Flugzeugbug einiges an Kopfschmerzen bereitete.
    Der finale Tod der Maschine war jedoch der Test mit veränderter Schwerpunktlage. Er wurde recht weit nach vorn (für eine schwanzlose Maschine, ca 3% Flügeltiefe) verlegt, sodaß die Maschine nur mit voll gezogenem Ruder einigermaßen gehalten werden konnte (allerdings nicht in horizontaler Lage). Beim Aufsetzen mit hoher Sinkgeschwindigkeit sprang die Maschine noch einmal hoch, verlor ihre Landekufe und brach beim zweiten Aufsetzen auseinander.

    Die Erprobung wurde mit einer zweiten Me163 fortgesetzt.

    frei entnommen aus M.L. Gallai "Über unsichtbare Barrieren"

    Axel
     
  13. #12 Maik, 03.07.2007
    Zuletzt bearbeitet: 03.07.2007
    Maik

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    Das kein Triebwerk eingebaut war bezieht sich auf die zweisitzige Me 163 S, die grundsätzlich kein Triebwerk hatte. Man sieht auf den Fotos, dass die Kühlschlitze seitlich des Triebwerksauslasses fehlen, das war aber auch bei einigen motorisierten Me 163 B der Fall. Ich vermute, dass bei der Me 163 S auch der Auslass selbst verschlossen war, konnte bisher aber noch kein aussagekräftiges Foto finden.
     
  14. Maik

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    Jetzt muss ich noch einmal nachhaken, diesmal nicht wegen dem LII-Symbol, sondern wegen der Farbgebung. Im 48er Umbausatz von CMK wird für die Lackierung Humbrol 114 und 115 (also russisches dunkelgrün oben und unten grau). Wenn ich mir aber die Fotos ansehe und mit meinen Humbrol Farbchips vergleiche, scheint mir die Unterseite dafür doch zu hell zu sein (s. 1. Foto). Ich könnte mir vorstellen, dass die Unterseite RLM 76 lackiert war. Was denkt Ihr darüber ?

    Außerdem fällt bei der Nr. 94 auf, dass die Steuerflächen an der Flügelhinterkante sehr hell sind. Könnte es sein, dass die unlackiert waren ? Welche Farbe käme dann dafür in Frage ?
     

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  15. #14 Wolfgang Henrich, 02.11.2007
    Wolfgang Henrich

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    ich glaube nicht dass man anhand dieser s/w Fotos auf einen eventuellen grau oder blauwert einer Farbe schließen kann. Bei den Rudern denke ich auch nicht dass sie eine andere Farbe haben sondern einfach nur anders im Winkel zur Sonne stehen.
     
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    Hallo

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  17. Maik

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    Hmm ja, kann auch sein, dazu könnte auch der Unterschied in der Oberflächenbeschaffenheit eine Rolle gespielt haben. Beim ersten Bild im Thread scheinen diese Flächen auch etwas heller zu sein, aber lange nicht so hell wie hier.
     
  18. #16 Capovau, 06.11.2007
    Capovau

    Capovau Guest

    Ich kann noch ein Foto ergänzen.

    Quelle:
    Mark Lasarewitsch Gallai
    Über unsichtbare Barrieren-Erinnerungen eines Testpiloten.
    Militärverlag der DDR 2.Auflage


    Gallai hat im Wesentlichen die Erprobung der Me 163 in der UdSSR durchgeführt. In o.g. Quelle ist ein Bericht über die Erprobung und auch die etwas peinliche Erklärung für den Absturz der ersten Erprobungsmaschine.

    Bei Bedarf könnte ich einen OCR Scan machen und zum Download bereit stellen. Allerdings sollten sich schon mehr als einer für den Bericht interessieren, denn es wären etliche Seiten zu bearbeiten.

    Gruß
    Thomas
     

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