1/72 Sea Lynx Mk.88/88a, Vergleich Fujimi/Airfix/Matchbox

Diskutiere 1/72 Sea Lynx Mk.88/88a, Vergleich Fujimi/Airfix/Matchbox im Hubschrauber Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Hallo, um eine deutsche Sea Lynx in 1/72 zu bauen, bieten sich im Wesentlichen 3 Möglichkeiten: - Revell Sea Lynx Mk.88 (überarbeiteter...
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Hallo,

um eine deutsche Sea Lynx in 1/72 zu bauen, bieten sich im Wesentlichen 3 Möglichkeiten:

- Revell Sea Lynx Mk.88 (überarbeiteter Matchbox-Bausatz)
- Fujimi Sea Lynx Mk.88
- Airfix Sea Lynx Mk.88A (diese Variante liegt dem Bausatz Navy Lynx HMA.8 bei)

Hierbei handelt es sich bei der Mk.88 um die ursprüngliche Variante mit konventionellen Rotorblättern und rundlicher Radarnase.
Mk.88A ist die aktuelle kampfwertgesteigerte Variante. Die wesentlichen äußeren Änderungen beinhalten neue BERP-Hauptrotorblätter mit breiten Blattspitzen, einen geänderten Heckrotor mit umgekehrtem Drehsinn, eine schlankere Nase mit darunter angeordnetem Radom (und je nach Rüstzustand mit FLIR-Turm auf der Oberseite) sowie geänderte Sponsons (Fahrwerkträger).

Zu den Bausätzen:

Revell:

Dieser Bausatz stellt eigentlich einen Lynx-Prototypen dar, dem Revell lediglich andere Türen und Decals beigelegt hat. Diese Maschine unterscheidet sich erheblich von den Serienmaschinen. Ich habe diesen Bausatz vor langer Zeit gebaut, mir liegt aber kein Bausatz mehr vor. Aus diesen beiden Gründen werde ich auf diesen Bausatz nicht weiter eingehen. Wenn jemand diesen Bausatz besitzt, bitte ich um eine Vorstellung im Anschluß an den nun folgenden Vergleich (gerne auch in diesem Thread [Edit: siehe den Beitrag von PeepingBear am Ende dieses Threads]). Ein Kauf wegen der Decals lohnt nach meiner Ansicht nicht, die Kennungen sind zu klein.

Fujimi:

Hier die Packung:
 
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Der Bausatz beinhaltet drei Spritzlinge, hier der erste:
 
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Die „Gravuren“ sind teils erhaben, teils sehr tief. Das Hauptgetriebe ist angedeutet, es kann von oben eingesehen werden, da die Lynx keine herkömmliche Taumelscheibe besitzt, sondern der Rotor über eine unter dem Rotorkopf liegende „Spinne“ angesteuert wird, deren Steuerstangen im Rotormast verlaufen (Ziel: Bauhöhe sparen). Die Detaillierung des Hauptrotorkopfes ist in Ordnung, der Heckrotor eher primitiv.

Hier der zweite Spritzling:
 
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Airfix:

Der Airfix-Bausatz besteht aus sieben Spritzlingen. Die wesentlich höhere Anzahl hat zwei Gründe: zum einen liegen noch alle Teile für eine frühe Lynx (in unserem Fall also Mk.88) bei, zum anderen sind die Spritzlinge Airfix-typisch keine geschlossenen Rahmen, sondern eher einzelne Äste.
 
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Weitere Teile. Der Hauptrotorkopf ist besser detailliert als bei Fujimi, der Bereich zwischen Blattdrehhebel und Schwenkgelenkdämpfer ist aber zu dünn. Hier ist Fujimi näher am Original. Die Schiebetüren sind beweglich ausgelegt, die daraus resultierenden überdimensionierten Türschienen stören das Gesamtbild erheblich.
 
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Hier die neuen Teile für den Super Lynx (HMA.8, Mk.88A, Mk.21A). Die wesentlichen Änderungen wurden berücksichtigt, im Detail sind jedoch die Unterschiede HMA.8/Mk.88A nur teilweise berücksichtigt worden.
 
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Kommen wir zu den Unterschieden:
Betrachtet man die Form des Rumpfes, hat Airfix das Original besser, wenn auch nicht perfekt getroffen. So erscheint mir Fujimis Lynx im Bereich Hinterrumpf zu bauchig und der Heckrotorträger weist nicht den typischen Verlauf nach schräg unten auf. Im Gegensatz dazu ist die Triebwerkverkleidung bei Fujimi allerdings deutlich zu flach (grüner Kreis). Airfix hat die Gitterabdeckungen der Lufteinlässe nicht beigelegt, Fujimi hat sie fest angegossen. Im Original sind beide Zustände möglich.
Die rechteckige Form des vorderen Seitenfensters hat Fujimi wesentlich besser getroffen (blauer Kreis).
Beide Bausätze leiden etwas darunter, dass beide Hersteller versuchten, die Navy Lynx und Army Lynx mit denselben Rumpfteilen zu realisieren. So sind bei Airfix die Montagepunkte der Kufen mit Abdeckungen zu verschließen (was wahrscheinlich nicht ohne größere Spachtelarbeiten vonstatten geht). Fujimis Lösung mit dem separaten Unterrumpf gefällt mir da besser.
Bei beiden Bausätzen nicht berücksichtigt wurde die spezielle Form der Verkleidung des Zwischengetriebes, die bei den deutschen Mk.88 und Mk.88A anders ist als bei der HMA.8 (roter Kreis). Ebenfalls fehlt das rechtwinklige Leitblech am Heckrotorträger der Mk.88A. Die Beule in der Verkleidung des Heckgetriebes (resultierend aus einer Verlegung des Kegelrades auf die andere Seite, um den Drehsinn umzudrehen) wurde von Airfix berücksichtigt.
Das Ölkühler?gehäuse backbord am und der Schallschutz im Rumpf sowie Lasthaken und „Deckfanghaken“ fehlen bei beiden.
Keiner der Bausätze weist die Möglichkeit eines Sonareinbaus auf, die Bewaffnungsmöglichkeit Sea Skua bei MK.88A fehlt ebenso wie eine Winde oder eine MG-Lafette.
 
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Ebenfalls entgangen ist beiden Herstellern die Tatsache, dass die Backbord-Tür der deutschen Maschinen sich durch eine andere Position des Fensters auszeichnet. Revell hat diese richtig getroffen (und für die andere Seite falsch übernommen...)
 
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Kommen wir zu den Versionen:

Fujimi bietet die Mk.88 83+04, wobei nach meiner Meinung die Kennungen zu klein sind. Die Marine-Anker sind geflügelt. Leider keine der späteren Nosearts.
 
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Hier die Bemalungsanleitung. Die Unterseite fehlt. Das untere Hoheitsabzeichen der Mk.88 ist am Hinterrumpf zwischen den Sponsons
 
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Airfix hat die zweite neugebaute Mk.88A 83+21 im Programm. Die Decals sind Airfix-typisch (ich musste in 5 Kartons schauen um einen Satz zu finden, der kaum verdruckt ist). Wieder keine Noseart, aktueller Anker
 
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Hier die Bemalungsanleitung. Vorsicht: Die Bemalungsanleitung zeigt eine der neugebauten Maschinen (83+20 aufwärts). Sollte jemand eine der bei ECD umgerüsteten Maschinen (bis 83+19) bauen wollen, hier unterscheidet sich die Schrift der Kennung und die Position des Hoheitsabzeichens unter dem Rumpf (etwas weiter hinten). Einfach aus der +21 eine +12 machen, geht also für Mk.88A nicht.
 
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