20.07.2019 Startunfall mit Motorsegler auf der Wasserkuppe

Diskutiere 20.07.2019 Startunfall mit Motorsegler auf der Wasserkuppe im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Auf der Wasserkuppe ist es heute zu einem Startunfall mit einem Motorsegler gekommen. Der Motorsegler war beim Start nach links von der Piste...

macfly

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Auf der Wasserkuppe ist es heute zu einem Startunfall mit einem Motorsegler gekommen. Der Motorsegler war beim Start nach links von der Piste abgekommen und mit Bäumen kollidiert. Der Pilot hat leicht verletzt überlebt. Der Motorsegler ist ein Totalschaden:

Aktuell – Flugzeug kracht gegen Baum – Pilot leicht verletzt
 
lutz_manne

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Startunfall? Die Luftbremsen sind auf dem Foto ausgefahren?! War es ein Startabbruch?
 

macfly

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Startunfall? Die Luftbremsen sind auf dem Foto ausgefahren?!
Die ausgefahrenen Luftbremsen werden eine Folge der Unfallschäden sein. Bei einem Motorsegler werden die Luftbremsen im Flug niemals eingerastet. Sie werden vom Piloten nur mit Muskelkraft gezogen - und die Position der Luftbremsen nach Gefühl justiert, um den Gleitwinkel anzupassen. Sobald man nicht mehr am Hebel zieht, fahren die Luftbremsen von selbst wieder ein - dafür sorgt das Eigengewicht, sowie ein Federmechanismus der Luftbremsen.

Dass die Luftbremsen nach einem Unfall oft ausgefahren sind, liegt daran, dass sie durch Seilzug ausgefahren werden. Wenn in Folge des Unfalls der Flügel vom Rumpf bricht oder sich verbiegt, oder sich der Rumpf verwindet, so dass irgendwas den Seilzug spannt, dann fahren die Bremsen aus.
 

Philipp2911

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Auf der Wasserkuppe wird oft mit Bremsen draußen angerollt. Sieht man speziell bei den Seglern häufig.
 
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Auf der Wasserkuppe wird oft mit Bremsen draußen angerollt. Sieht man speziell bei den Seglern häufig.
Das macht man aber bei Segelflugzeugen um sich dadurch mehr Querruderwirkung bei niedrigen Geschwindigkeiten (Anschleppen) zu erhoffen. Hat bei der Dimona daher kein Belang.
 
atlantic

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Bei einem Motorsegler werden die Luftbremsen im Flug niemals eingerastet. . Sobald man nicht mehr am Hebel zieht, fahren die Luftbremsen von selbst wieder ein - dafür sorgt das Eigengewicht, sowie ein Federmechanismus der Luftbremsen..
wo lernt man denn diesen schmarrn:86:
bist du jemals schon mal mit einem Motorsegler geflogen ?????
 

macfly

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bist du jemals schon mal mit einem Motorsegler geflogen ?????
(Ein Fragezeichen reicht übrigens, um eine Frage zu stellen. Wobei, Ausdrucksweise und Form geben bei dir ja zumindest ein einheitliches Bild ab...)

Und, ja, im Gegensatz zu dir fliege ich regelmäßig damit. Aber ich bin schon ganz gespannt, von welchem Motorsegler du behaupten wirst, dass man dort die Luftbremsen im Flug einrastet - oder welcher Selbstmörder dir das beigebracht haben will. Und wir sprechen von Luftbremsen - nicht von Wölbklappen...
 
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Ach Gott Leute jetzt werdet doch net gleich wieder persönlich! Es kommt ja wohl auf den Flieger an. Lässt man die Klappen bei der SF25 los, fahren sie federbelastet ein. Sie ausgefahren zu rasten (geht bei manchen Falken mit einer Art Vorreiber) ist keine gute Idee da damit gleich die Radbremse mit gezogen.

Bei der Dimona KANN man sie ca halb ausgefahren einrasten (der Klapenhebel hat hierfür extra nen „Detent“) und so anfliegen. Ich denke, das ist das was der werte Kollege meint. Alternativ klar, fliegt man die Störklappen wie allgemein üblich aus der Hand. Aber sie halb ausgefahren zu rasten ist durchaus legitim und dem Gusto des Piloten zu überlassen.
 
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innwolf

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Das macht man aber bei Segelflugzeugen um sich dadurch mehr Querruderwirkung bei niedrigen Geschwindigkeiten (Anschleppen) zu erhoffen. Hat bei der Dimona daher kein Belang.
Ein anderer Grund, gerade auf der Wasserkuppe, mit Start im Gefälle, das Schleppseil wird mit sehr langsamen anziehen durch die Schleppmaschine gestrafft. erst wenn der Segelpilot durchgibt "straff" gibt die Schleppmaschine Vollgas und dann erst Klappen rein und die damit kombinierte Radbremse los. Es darf kein Ruck auftreten, sonst sagt die Sollbruchstelle im Schleppseil "tschüss"!
 
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Ach Innwolf - das hat aber nix mit ausgefahrenen Störklappen beim Anschleppen zu tun, was der Kollege hier beschrieben hat. Du meinst abgebremsten Segler beim Seilstraffen, nicht ausgefahrene Störklappen beim Anschleppen.

Aber wie immer: Hängt vom Typ ab -> nicht jedes Segelflugzeug hat seine Radbremse mit den Störklappen gekoppelt oder hat überhaupt ne Radbremse. In vielen Fällen würdest du gar nicht erkennen können ob der Pilot „auf der Bremse steht“.

Dazu hängt es AUCH massiv am Schlepppilot. Ich hing schon an einigen top Leuten da hast hättest Du das Seilstraffen getrost verschlafen können weil es praktisch keinen Ruck gab.
 
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Dass die Segelflieger die Bremsklappen (oder auch Störklappen genannt) vor dem Start ausfahren, hat meistens nur den einfachen Grund, dass sie beim Anrollen das Schleppseil nicht überrollen. Manche Segler haben nur eine Schwerpunktkupplung, die ist meistens im oder kurz vor dem Radkasten angebracht. Wenn der Schlepppilot nun etwas zügig anrollt und sich das Seil strafft, kann es vorkommen, dass der Segelflieger (auch durch die Federwirkung des Seils) kurz anrollt und das Schleppseil überrollt. Um das zu verhindern, fahren die Piloten die Bremsklappen aus, allerdings nur, wenn die Radbremse mit den Klappen verbunden ist. Es gibt auch Segelflugzeuge, wo die Radbremse als Hebel am Knüppel angebracht ist.
 
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Oder an die seitenruderpedale gekoppelt ist
 
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