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Aktuelles Video der USS Carl Vinson vor Korea

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  1. #21
    Rock River

    Avatar von Rock River
    Zitat Zitat von koehlerbv Beitrag anzeigen
    Das ist mal eine ehrliche Aussage, die aber auch ein differenzierteres und vorsichtigeres Posting nach sich ziehen sollte.

    Hier nur einige Gedanken, warum Nordkorea eben doch ein Problem darstellt und es bisher noch nicht "gelöst" wurde, wenn doch die Möglichkeiten hierzu scheinbar (!) so einfach sind:
    1. Nach mittlerweile 70 Jahren des bestehenden Herrschaftssystems ist nicht davon auszugehen, dass im Fall eines Konfliktes das nordkoreanische Staatsvolk mit Jubel seine Befreiung erwartet.
    2. Nordkorea hat in der Breite eine zutiefst veraltete Technologie und Ausrüstung zur Verfügung, aber auch
    - einige sehr hässliche Mittel zur Verfügung
    - 1,3 Millionen Mann (und Frau) im aktiven Dienst und damit eine der grössten Armeen der Welt
    - knapp fünf Millionen Reservisten, von denen viele in einem Krieg reell einsetzbar sind (siehe nächster Punkt)
    - ist sich seiner technologischen Defizite garantiert bewusst und hatte dafür genügend Zeit, sowohl strategisch als auch taktisch darauf zu reagieren und entsprechende Pläne für den "Tag X" zu schmieden und einzuüben.
    - Sollten derzeit führende Köpfe der "KVDR" "ausfallen", steht mehr als hinreichend Ersatz zur Verfügung, der weiter im Sinne der Doktrin der Staatsgründer weiter verfahren würde.
    3. Südkorea ist eine der Top-Industrienationen der Welt. Und es ist eben der direkte Nachbar und dicht besiedelt. Wer bei Namen wie beispielsweise Hyundai, Samsung und Kia nur an Autos und Smartphones denkt, ist vollkommen falsch gewickelt. In einem Konflikt zwischen Nordkorea und Macht X wäre Südkorea (mit Ansage) das erste Opfer und würde auch dann nicht mehr funktionieren, wenn die 1.3 bis 5 Millionen der nordkoreanischen Streitkräfte nur mit Holzknüppeln angreifen würden. Auch schon der beeinträchtigte Finanzsektor Südkoreas würde Tsunamis auslösen.
    4. Weitere Länder würden reagieren, China vermutlich an erster Stelle, Japan wäre auch betroffen, Russland würde sich positionieren. Und egal, wer es als erster tut: Kämen wirklich Kernwaffen ins Spiel, erstmals seit mehr als 70 Jahren und zum zweiten Mal insgesamt, wäre eine Reaktion / Positionierung aus jedem Staat der Erde der Welt zu erwarten, die zu weiteren (politischen) Veränderungen führt.

    Also: Ich denke schon, dass wir alle es sehr deutlich spüren würden, wenn aus der schon scheinbar ewigen andauernden Koreakrise ein heisser Konflikt werden würde. Und US-Verteidigungsminister Mattis weiss angeblich nicht mal, von eine seine Trägergruppen ist. Nach wirklich kluger Politik sieht das nicht aus - die Kim Jong-un-Truppe (und viele andere) sind darauf nicht hereingefallen.

    Bernhard
    Recht schönen Dank für deine Ausführungen.
    Die Punkte 1 und 2 können wohl so stehenbleiben, auch wenn es sich bei den Schlußfolgerungen nicht um gesicherte Erkenntnisse handelt, was ja gerade bei Nordkorea auch nicht so einfach ist.
    Punkt 3 könnte so passieren - muss aber nicht. Südkorea ist auch nicht wehrlos.
    Ein 'Totalausfall' Südkoreas hätte natürlich weltweit Folgen, allerdings nicht zwingend gravierender Art für Mitteleuropa. Man wäre u. U. überrascht, wie relativ schnell die Welt das kompensieren würde.
    Der Einsatz von Kernwaffen wäre zunächst eine unsagbare Katastrophe für die Region, aber weniger für uns. Die unvorsehbaren Folgen wie eine mögliche Eskalation, könnte uns und die Welt natürlich massiv betreffen, das ist klar.
    Die Auswirkungen eines örtlich begrenzten Konflikts wären hier möglicherweise deutlich weniger dramatisch als du befürchtest.
    Die meisten Nationen würden sich m. E. lieber nicht in irgendeiner Art und Weise verwickeln lassen, sondern zugucken und eher sehen, wie sie von einem Ausfall südkoreanischer Industrie profitieren können - mal etwas lax und zynisch gesagt.
    Es bleibt Spekulation - ich hatte schon per PN mit @Augsburg Eagle vermerkt, dass meine Eingangsbemerkung vielleicht etwas naiv klingt und somit die leicht gereizten Reaktionen hervorgerufen hat; mir ist schon klar, dass jede Art von Krieg auf der kor. Halbinsel möglicherweise eine üble Kettenreaktion hervorrufen kann. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass das keineswegs so sein muss - na ja siehe oben.
    Gruss
    RR

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  3. #22
    Monitor

    Avatar von Monitor
    Zitat Zitat von Rock River Beitrag anzeigen
    ...
    Der Einsatz von Kernwaffen wäre zunächst eine unsagbare Katastrophe für die Region, aber weniger für uns. ...
    Das hatte Goethe auch schon mal erkannt: https://www.amazon.de/gp/aw/cr/rR2MQ57N6D07SHW
    "Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
    Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
    Wenn hinten, weit, in der Türkei,
    Die Völker aufeinander schlagen.
    Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
    Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
    Dann kehrt man abends froh nach Haus,
    Und segnet Fried und Friedenszeiten."
    Solange wir selber nicht verstrahlt sind, alles im Grünen Bereich.

  4. #23
    Rock River

    Avatar von Rock River
    Zitat Zitat von Monitor Beitrag anzeigen
    Das hatte Goethe auch schon mal erkannt: https://www.amazon.de/gp/aw/cr/rR2MQ57N6D07SHW


    Solange wir selber nicht verstrahlt sind, alles im Grünen Bereich.
    Ich hoffe mal, du hast mich da nicht falsch verstanden - aber genauso (Zitat) könnte das aussehen.

  5. #24
    koehlerbv


    Du hast eine sehr ... einfach gestrickte Sicht auf die heutige Welt.

    Kriege in geographisch weit entfernten Ländern - das spürte man oft auch schon sehr viel früher, mehr oder weniger. Heute sieht das komplett anders aus: Weltwirtschaftlich gesehen relativ weniger bedeutendere Länder "weit weg" im Nahen und Mittleren Osten - und wir spüren bis heute die Auswirkungen der Kriege dort. Relativ kaufkräftige Ländern wie Irak, Iran, Syrien, Libyen sind als Ex- und Importländer weitgehend weggebrochen. Es könnte uns heute also noch besser gehen.
    Sicherheitskontrollen an den Flughäfen, Überwachung von Reisewegen, eine gestiegene Terrorgefahr (deren gefühlte Auswirkung der spürbarere Teil ist), Millionen Menschen auf der Flucht vor Tod und Verelendung, die nun wiederum in fernen Ländern - so auch bei uns, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft - Schutz und Hilfe suchen. Dies ändert wiederum die Stimmung in Teilen der Bevölkerung, die zwar in allen europäischen Ländern eine Minderheit, aber leider auch der Teil mit der grössten Klappe sind.
    Aber das ist ja alles weit weg, wir merken da fast nichts davon ... Dabei kann man das Resultat neuer Ereignisse in diesem Komplex jedes Mal selbst an den Zapfsäulen unserer Tankstellen und bei der Heizkostenabrechnung feststellen.

    Wirtschaftsfachleute tendieren dazu, dass es am kommenden Montag nach dem ersten französischen Wahlgang schon zu einem ersten Beben an den Börsen und Finanzmärkten kommen könnte, wenn die unselige Le Pen eine gewisse Prozentzahl an Stimmen bekommen würde, und noch spürbarer würde es sein, wenn in der Stichwahl Le Pen und Mélenchon gegeneinander antreten würden. Und würde letzteres eintreten und Frankreich würde den Euro und die EU verlassen, kann man sich die Verwerfungen in Europa sehr leicht vorstellen. Und das ist "nur" eine demokratische Wahl.

    Wir reden aber hier über einen potentiellen Krieg. An diesem wären die elfgrösste und die grösste Volkswirtschaft der Erde beteiligt, und er wäre erfahrungsgemäss nicht schnell zu Ende - ganz im Gegenteil. Verstrickt darin wären weiterhin die Wirtschaftsmacht Nummer 2 in der Welt und die Nummer 12, und die EU und die NATO müssten sich positionieren (wenn auch nicht zwingend mitmachen).
    Und Du meinst, das wird nicht so schlimm und wir spüren (fast) nichts? Nochmals: Schau Dir an, was alles in Südkorea *massgeblich* produziert wird (und wiederum, was Südkorea einführt) und überlege Dir, was nur geschehen würde, wenn nicht mehr sicher wäre, ob von dort wirklich auch noch in time geliefert werden könnte.

    Bernhard

  6. #25
    Augsburg Eagle

    Avatar von Augsburg Eagle
    Ich fand die Überschrift in der Printausgabe treffender:
    Seltsame Reise eines Flugzeugträgers

  7. #26
    bushande


    Zitat von Intrepid
    Wodurch war Karthago groß geworden?
    Zitat Zitat von GorBO Beitrag anzeigen
    Handel und Seefahrt
    Wollte ich ursprünglich auch antworten, wenn ich mich denn nicht noch mal belesen hätte und der eine oder andere Eroberungsfeldzug der Karthager fällt da leider wohl doch ins Gewicht. Haaaaach, wenn's nur so einfach wäre.

  8. #27
    Monitor

    Avatar von Monitor
    Zitat Zitat von bushande Beitrag anzeigen
    Wollte ich ursprünglich auch antworten, wenn ich mich denn nicht noch mal belesen hätte und der eine oder andere Eroberungsfeldzug der Karthager fällt da leider wohl doch ins Gewicht. Haaaaach, wenn's nur so einfach wäre.
    Damals war ja auch noch Platz genug zum Erobern. Heute ist alles aufgeteilt.
    Und ein Speer richtet nicht so viel Schaden an wie eine Atombombe.

  9. #28
    bushande


    Zitat Zitat von Monitor Beitrag anzeigen
    Damals war ja auch noch Platz genug zum Erobern. Heute ist alles aufgeteilt.
    Und ein Speer richtet nicht so viel Schaden an wie eine Atombombe.
    Wohl gesprochen!

  10. Hallo

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  11. #29
    Flusirainer


    wenn ich mich denn nicht noch mal belesen hätte und der eine oder andere Eroberungsfeldzug der Karthager fällt da leider wohl doch ins Gewicht.

    Dann stehen der USA also auch noch ihr eigenes Karthago bevor?

  12. #30
    Rock River

    Avatar von Rock River
    Zitat Zitat von koehlerbv Beitrag anzeigen
    Du hast eine sehr ... einfach gestrickte Sicht auf die heutige Welt.

    Kriege in geographisch weit entfernten Ländern - das spürte man oft auch schon sehr viel früher, mehr oder weniger. Heute sieht das komplett anders aus: Weltwirtschaftlich gesehen relativ weniger bedeutendere Länder "weit weg" im Nahen und Mittleren Osten - und wir spüren bis heute die Auswirkungen der Kriege dort. Relativ kaufkräftige Ländern wie Irak, Iran, Syrien, Libyen sind als Ex- und Importländer weitgehend weggebrochen. Es könnte uns heute also noch besser gehen.
    Sicherheitskontrollen an den Flughäfen, Überwachung von Reisewegen, eine gestiegene Terrorgefahr (deren gefühlte Auswirkung der spürbarere Teil ist), Millionen Menschen auf der Flucht vor Tod und Verelendung, die nun wiederum in fernen Ländern - so auch bei uns, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft - Schutz und Hilfe suchen. Dies ändert wiederum die Stimmung in Teilen der Bevölkerung, die zwar in allen europäischen Ländern eine Minderheit, aber leider auch der Teil mit der grössten Klappe sind.
    Aber das ist ja alles weit weg, wir merken da fast nichts davon ... Dabei kann man das Resultat neuer Ereignisse in diesem Komplex jedes Mal selbst an den Zapfsäulen unserer Tankstellen und bei der Heizkostenabrechnung feststellen.

    Wirtschaftsfachleute tendieren dazu, dass es am kommenden Montag nach dem ersten französischen Wahlgang schon zu einem ersten Beben an den Börsen und Finanzmärkten kommen könnte, wenn die unselige Le Pen eine gewisse Prozentzahl an Stimmen bekommen würde, und noch spürbarer würde es sein, wenn in der Stichwahl Le Pen und Mélenchon gegeneinander antreten würden. Und würde letzteres eintreten und Frankreich würde den Euro und die EU verlassen, kann man sich die Verwerfungen in Europa sehr leicht vorstellen. Und das ist "nur" eine demokratische Wahl.

    Wir reden aber hier über einen potentiellen Krieg. An diesem wären die elfgrösste und die grösste Volkswirtschaft der Erde beteiligt, und er wäre erfahrungsgemäss nicht schnell zu Ende - ganz im Gegenteil. Verstrickt darin wären weiterhin die Wirtschaftsmacht Nummer 2 in der Welt und die Nummer 12, und die EU und die NATO müssten sich positionieren (wenn auch nicht zwingend mitmachen).
    Und Du meinst, das wird nicht so schlimm und wir spüren (fast) nichts? Nochmals: Schau Dir an, was alles in Südkorea *massgeblich* produziert wird (und wiederum, was Südkorea einführt) und überlege Dir, was nur geschehen würde, wenn nicht mehr sicher wäre, ob von dort wirklich auch noch in time geliefert werden könnte.

    Bernhard
    Nein, gar so....einfach gestrickt ist meine Sicht auf die Welt nun auch wieder nicht.
    Ich möchte das jetzt hier auch mal abschließen - nicht, weil mir deine Ausführungen nicht zusagen; ganz im Gegenteil, das hast du alles sehr schön ausführlich und schlüssig dargelegt, sondern weil ich denke, es ist so ziemlich alles gesagt.
    Soviel noch:
    Meine 'auslösende' Bemerkung bezog sich mehr auf direkte Einflüsse und Beeinträchtigungen eines möglichen Krieges auf der Halbinsel.
    Das so ziemlich immer alle bedeutenden Geschehnisse diesen oder jenen begrenzten oder gar weltweiten Effekt haben, ist schon klar und auch nichts Neues.
    Das ist doch mehr oder weniger der 'Standard' der Welt - mal mehr, mal weniger einschneidend, oft negativ - vom zweiten Weltkrieg will ich mal gar nicht anfangen, aber auch danach - vom Koreakrieg über die Ölkrise bis Syrien. Natürlich hat das Einflüsse - ob nun Hamsterkäufe, an der Tankstelle oder in der Europa- und Innenpolitik.
    Dem sind wir und alle anderen ohnehin sozusagen permanent ausgesetzt, mal mehr, mal weniger. In einer perfekten Welt ginge es natürlich allen immer besser.
    Ich halte es lediglich für möglich, dass ein Koreakrieg #2 u. U. in Mitteleuropa nicht ganz so dramatische Einflüsse hätte, wie z. B. du sie befürchtest. Habe ich ja schon erwähnt.
    Allerdings nehme ich auch nicht für mich in Anspruch, hier zwingend recht haben zu wollen - wie auch?
    Es fehlt halt der Präzedenzfall und mit ein bisschen Glück bleibt das auch so.
    Dir nochmals schönen Dank für die Mühe und Zeit, die du hier auf deine Ausführungen verwendet hast.
    Gruss
    RR

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