Abstürze und Sicherheit bei Airlines und Airliner

Diskutiere Abstürze und Sicherheit bei Airlines und Airliner im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Hallo Leute, nachdem es ja in den letzten Tage im Zusammenhang mit der gehäuften Anzahl an Unfällen mit verheerenden Ausgängen hier immer wieder...

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  1. #1 Bleiente, 24.08.2005
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    Hallo Leute,
    nachdem es ja in den letzten Tage im Zusammenhang mit der gehäuften Anzahl an Unfällen mit verheerenden Ausgängen hier immer wieder zu Einzeldisskusionen gekommen ist, möchte ich den geäußerten Wunsch nach einem eigenen Thema mal kurz nachkommen.
    Hier also mal meine allgemeine Meinung und meine Sicht zu den Perspektiven:

    1.) Richtig ist das die augenblickliche Häufung und die kurzen Zeitabschnitte Zufall sind.
    2.) Unrichtig und zu vereinfachend ist die Feststellung das in den letzten Jahren nur wenig los war und dieser Ausreisser sich nicht wiederholen kann.
    3.) Ich erwarte in den nächsten Jahren zum einen einen globalen Anstieg der Häufigkeit (Anzahl) von schweren Unfällen und eine Steigerung der fatalen Auswirkungen der Unfälle / Abstürze.

    zu 1.) muss wohl nicht viel sagen
    zu 2.) Vielfach lässt man hier ausser acht das die Ereignisse vom 11.09. und die darauffolgenden Anschläge und Versuche auf Flugzeuge sehr wohl sich postiv auf die Gesamtsicherheit ausgewirkt haben. Diese unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen klingen jetzt ab.
    zu 3.) Diese Aussage treffe insbesondere mit dem Hinblick auf die anderen Regionen (Afrika, Südamerika und Asien) die zwar gerne vergessen werden aber auch dazugehören. In diesen Regionen nimmt der Flugverkehr immer weiter zu die Anzahl der Flugzeuge wird größer und die Anzahl der Fluggäste steigt auch weiter. Der Kostendruck der auf den einzelnen Airlines lastet wird dort teilweise völlig unbekümmert zur Kenntniss genommen. Das fliegende Material veraltet zusehends. In immer mehr Regionen werden Airport in Wohngebiete hineinwachsen oder auch umgekehrt, dies ist leider eine fatale Auswirkung der wirtschaftlichen Anziehungskraft. Weiter kommt hinzu das unsere westliche Konsumgesellschaft immer weiter neu Regionen für den Tourismus und dann für den Massentourismus erschliessen will / muss. Wenn dann die bodengestützte Infrastruktur nicht in den gleichen Schritten mitwächst werden zuviele Flugbewegungen mit immer größeren Flugzeugen in diesen Flugräumen notwendig.

    Prinzipell will ich mich dem Spiegel-Artikel nicht ganz anschliessen das wir unabänderlich in jeder Woche einen Absturz eines Verkehrsflugzeuges zu erwarten haben. Aber wir müssen uns daraufeinstellen das, wenn sich nichts tut und die allgemeinen Tendenzen sich verstärken, dies tatsächlich Routine werden kann.

    So habe fertich.
     
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  3. #2 Schorsch, 24.08.2005
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    Tach. Dieses Thema finde ich besonders interessant, da ich mich hier und da mal mit Abstürzen und Beinahe-Abstürzen beschäftigt habe.

    Der Spiegel hat sogar recht, dass tendenziell mehr Flugzeuge abstürzen werden. Was ist der Grund?
    Wie Bleiente schon richtig sagt sind die "Bösen" die vielen kleinen Fluggesellschaften Asiens, Afrikas und Südamerikas, welche mit gebrauchtem Gerät oft unter widrigen Bedingungen arbeiten. Dabei wäre es zu einfach, dies nur auf die "Wartung" zu schieben. Es fehlt an Sicherheitskultur, was im Heimatland der Vollkaskoversicherung ja anders ausieht.

    Die Hersteller haben das Ihrige gößtenteils getan. Ein zweites TCAS oder ein noch besseres EGPWS werden nicht helfen. Operative Verbesserungen sind jedoch auch in westlichen Fluggesellschaften noch möglich.

    Man nähert bei allen Dingen stets langsam an ein mögliches Optimum an. Die Frage ist, wie viele Abstürze pro eine Million Flugbewegungen sind das Minimum? Meine Statistik hört leider 2001 auf. Derzeit sind wir eher bei 0.5 bis 1 Abstürze pro 1 Million Flugbewegungen. Falls jemand die Excel-Datei haben möchte, schickt mir ne e-Mail.
     

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  4. #3 Bleiente, 24.08.2005
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    Unfallforscher fordern Videoaufnahmen im Cockpit

    Nach dem Absturz eines führerlosen Urlauberjets mit 121 Toten in Griechenland fordern Unfallforscher die Einführung von Videoaufnahmen im Cockpit als Ergänzung zur Blackbox. Experten aus vielen Ländern seien sich einig, dass die Videokameras wesentlich bessere Informationen liefern könnten als die bisher eingesetzten Stimmrekorder, berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" am Mittwoch vorab. "Internationale Standards für Videorecording gibt es längst", sagte Axel Thiel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen in Braunschweig.
    afp, Mittwoch, 24. Aug, 14:01 Uhr
    http://www.rheinpfalz.de/perl/cms/c....html&path=/ron/welt&id=050824115651.deimcbx7

    Inwieweit dies eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Aufzeichungseinrichtungen ist, kann ich nicht beurteilen. Aber was hält eigentlich das fliegende Personal davon ?
     
  5. #4 Intrepid, 24.08.2005
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    Warum die sehr großen Fluggesellschaften sich um so mehr um die Sicherheit bemühen müssen, läßt sich auch durch die Statistik erklären (die Zahlen sind beispielhaft, nicht unbedingt aktuell):

    Eine kleinere Fluglinie mit 10 Flugzeugen fliegt vielleicht 20000 Flugstunden im Jahr. Bei einem schweren Unfall auf 1000000 Flugstunden macht das alle 50 Jahre ein Ereignis. Das ist ein Risiko, welches vom Management durchaus in Kauf genommen werden kann.

    Eine große Fluggesellschaft mit 500 Flugzeugen und 1000000 Flugstunden im Jahr wäre bei gleich guter Sicherheit jedes Jahr mit einem schweren Unfall in den Medien. Das würde eine solche Fluggesellschaft nicht durchstehen und schließlich in Konkurs gehen.

    Also muß eine große Fluggesellschaft besser als der Durchschnitt sein. Eine kleine Fluglinie kann nach einem Disaster schnell abgewickelt werden und mit neuem Namen und neuem Outfit wieder auferstehen.
     
  6. #5 Schorsch, 25.08.2005
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    Wobei ich bezeweifle, dass das Management solche Erwägungen macht. Ich sehe bei kleinen Fluggesellschaften eher das Problem, dass ihnen vielfach die Infrastruktur fehlt. Lufthansa als Beispiel einer großen etablierten Fluggesellschaft ist eine Institution auf dem Gebiet der Sicherheit mit anerkannter Kompetenz in Wartung und Ausbildung.
    In vielen Ländern (selbst in Europa) muss man den Aufsichtsbehörden vorwerfen, zu lax zu sein und gerne mal ein Auge zuzudrücken. Warum z. B. muss die niederländische Aufsichtsbehörde eine türkische Airline grounden? Hätten die Türken doch selbst machen können, oder? Warum beschweren sich dann offizielle Stellen aus der Türkei? Da herrscht dann doch nun wirklich ein Mangel an Sicherheitskultur.
    (man stelle sich vor wo der A-340 der Air Fance ohne Schubumkehr und/oder abgefahrenen Reifen zum Stehen gekommen wäre)
     
  7. #6 Bleiente, 25.08.2005
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2005
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    Turkish Airlines soll untaugliche Maschine eingesetzt haben

    Kontrollen der türkischen Luftfahrtbehörde offenbaren katastrophale Zustände bei den Fluggesellschaften des Landes, selbst die staatliche Turkish Airlines ist betroffen. Nach den Flugverboten für den Charterflieger Onur Air im Mai waren die Checks verstärkt worden.
    Die Kontrolleure stellten eklatante Mängel bei den türkischen Fluggesellschaften fest, berichtete die Zeitung "Milliyet". Sogar die staatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines habe bei 22 Flügen eine fluguntaugliche Maschine eingesetzt. Seitdem die Luftfahrtbehörde ihre Kontrollen wegen des europäischen Flugverbots für die türkische Onur Air verstärkt hatte, seien Bußgelder von umgerechnet 20.000 Euro gegen insgesamt zwölf inländische Fluggesellschaften verhängt worden.
    Viele der kontrollierten Fluggesellschaft verschieben laut "Milliyet" besonders in den Sommermonaten die regelmäßig vorgeschriebenen technischen Wartungen ihrer Maschinen. Die Flugzeuge blieben im Dienst, weil die Airlines in der Hochsaison keine Passagiere verlieren wollen.
    Behördenvertreter betonten in der Zeitung, die Mängel seien nicht hinnehmbar. Notfalls würden auch in der Türkei Flugverbote ausgesprochen. Verkehrsminister Binali Yildirim räumte Personalengpässe bei den Kontrolleuren ein und kündigte an, die Probleme würden unmittelbar nach der parlamentarischen Sommerpause mit Hilfe eines neuen Luftfahrtgesetzes angegangen.
    Erst am Mittwoch hatte ein türkisches Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland im Luftraum über Tschechien den Funkkontakt verloren und war von tschechischen Kampfflugzeugen bis zur deutschen Grenze geleitet worden.
    25. August 2005
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,371369,00.html

    Bewegt sich da was ? Oder ist es nur Aktionismus ?
    20.000 Euro bei ingesamt 12 Airlines, macht ein durchschnittliches Bußgeld von ?
     
  8. #7 Bleiente, 25.08.2005
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    Paris stellt unsichere Fluglinien an den Pranger

    Paris (AFP) - Nach der verherrenden Serie von Luftfahrtunglücken will Frankreich unsichere Fluggesellschaften an den Pranger stellen. Eine "schwarze Liste" werde am Montag auf der Website der Luftfahrtsicherheitsbehörde DGAC veröffentlicht, kündigte Verkehrsminister Dominique Perben in Paris an. Sie werde Airlines und Chartergesellschaften nennen, die Frankreich aus Sicherheitsgründen nicht mehr anfliegen dürfen. Daneben werde eine Liste mit sicheren Airlines gestellt.
    Die Ankündigung nach der ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause kam überraschend. Frankreich hatte eigentlich eine entsprechende Initiative in der EU abwarten wollen, die laut EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot bis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres in Kraft treten könnte. Auf nationaler Ebene hatte Paris bisher nur ein Gütesiegel für Airlines angekündigt, die bereit sind, sich besonderen Sicherheitsüberprüfungen zu unterziehen. Eine nationale schwarze Liste veröffentlicht in Europa schon Großbritannien.
    ....
    Perben kündigte weiter an, die Veranstalter von Pauschalreisen zu verpflichten, ihren Passagieren immer die transportierende Gesellschaft anzugeben. Zudem sollen die Kontrollen bei Zwischenstopps verschärft werden. Der Leiter der französischen Luftfahrtsicherheitsbehörde, Michel Wachenheim, hatte allerdings noch am Dienstag darauf verwiesen, dass ihm eine Ausweitung der Kontrollen kaum möglich erscheine.
    Demnach lässt sich das Problem nur in den Herkunftsstaaten der Airlines wirksam bekämpfen, die nach den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) regelmäßige Kontrollen sicherstellen müssen. Allerdings halten sich laut Wachenheim rund 30 Länder nicht an die Vorgaben. In 15 Ländern würden die Unzulänglichkeiten als schwerwiegend betrachtet.
    Donnerstag 25. August 2005, 14:59 Uhr
    http://de.news.yahoo.com/050825/286/4nuv7.html

    Na, mal sehen wer auf der Bösen und und auf der guten Liste stehen wird.
     
  9. #8 Schorsch, 25.08.2005
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    Es zeigt sich doch immer wieder, dass Airliners aus Nordafrika, Türkei, Osteuropa und z. T. von anderen Mittelmeeranreinerstaaten Defizite in punkto Sicherheit haben. Wenn bei einem Flugzeug nichtmal die Reifen gewechselt werden, kann man sich vorstellen, wie es generell mit der Wartung aussieht. Ich wäre dafür, eine regide Null-Toleranz Politik zu fahren.
    Speziell hat sich gezeigt, dass kleine Charterlinien am miesesten sind. Zusammengeleaste alte Flugzeuge, Piloten aus allen Ecken der Welt mit verschiedenen Philisophien, Konkurrenz gegen andere Niedrigpreisairlines, kein wirkliches Interesse an Kundenbindung, geringe Kapitaldecke. Ne sehr brisante Mischung.
     
  10. #9 Bleiente, 25.08.2005
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    Die Schweiz ändert ihre bisherige Einstellung und schliesst sich den französischen Vorstellungen zu einer Veröffentlichung von auffälligen Airlines an.

    "...Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wird in einer Woche eine Liste mit vollständig in der Schweiz verbotenen Gesellschaften im Internet publizieren, wie einem BAZL-Communiqué zu entnehmen ist. Publiziert würden aber nur jene Gesellschaften, von denen sämtliche Flugzeuge ein Landeverbor hätten.

    Zuerst hatte Perben die französischen Pläne vorgestellt. Vom BAZL hatte es noch am Nachmittag auf Anfrage geheissen, die Schweiz könne die «schwarzen Listen» aus Gründen des Datenschutzes und des Haftungsrechts nicht veröffentlichen.
    ..."

    http://www.bernerrundschau.ch/pages/index.cfm?dom=31&rub=100004702&nrub=0&sda=1&Artikel_ID=101028801

    Klingt schon mal nach richtigen Schritten in Richtung Transparenz und Information an die Fluggäste.
     
  11. #10 mastermind, 26.08.2005
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    Hallo alle zusammen!

    Mich würd auch einmal interessieren was aus der "Task Force" des Luftfahrtbundesamtes geworden ist, die ja nach dem Birgenair-Absturz 1996 eingerichtet wurde.

    Und zur Flugsicherheit in Europa:
    Mir ist generell der griechische Luftraum ein ziemlicher Dorn im Auge. Radarüberwachung fehlanzeige (Ausnahme in Athen)....ILS auch nicht vorhanden (Ausnahme wiederum Athen). Ich verstehe nicht wie die EU es einfach so zulässt, dass Griechenland, was ja in der Ferienzeit ein großes Verkehraufkommen hat, so ein Luftverkehrssystem hat, das auf dem Stand von etwa 1950 ist. Ich kritisiere hier natürlich nur, wenn die Infos noch aktuell sind...wobei ich nicht glaube, dass die Griechen wirklich etwas geändert haben. ;) :D :engel:

    mfg
    mastermind
     
  12. #11 bluebird, 29.08.2005
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    Ebenso verheerend wie die Rechtschreibung, die uns manche Redakteure von SPIEGEL und Co. und von Nachrichtenagenturen zumuten . . .
     
  13. #12 bluebird, 29.08.2005
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    Schwarze Liste für fünf Airlines

    heute meldet der SPIEGEL (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,371889,00.html):

    "Die französische Zivilluftfahrtbehörde hat erstmals die internationalen Fluggesellschaften öffentlich gemacht, die keine Flugerlaubnis im Nachbarland für Frankreich erhalten. Darunter ist neben asiatischen und afrikanischen Airlines auch eine aus den USA.

    Paris - Auf der im Internet veröffentlichten schwarzen Liste der Dirección General de Aeronáutica Civil (DGAC) stehen die Air Koryo aus Nordkorea, die Air Saint-Thomas aus den USA, International Air Service aus Liberia sowie Lineas AER aus Mosambique (LAM) und Phuket Airlines aus Thailand. Zudem ist auch die für LAM fliegende Chartergesellschaft Transairways auf der Verbotsliste verzeichnet. Die Liste informiert umgekehrt auch über die Gesellschaften mit Lizenz.

    Frankreich ist damit in Europa nach Großbritannien und Schweden das dritte Land, das eine derartige Liste publik macht. Auch die US-Luftfahrtbehörde veröffentlicht die mit Flugverboten über den USA belegten Fluglinien.

    Die Liste im Netz: www.dgac.fr"

    ("im Nachbarland für Frankreich" ist wohl "doppelt gemoppelt".)
     
  14. #13 bluebird, 29.08.2005
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    In ersten Medienkommentaren wurde "Enttäuschung" geäußert. Angesichts der Fülle unsicherer Fluggesellschaften sei diese kurze Liste "ein Tropfen im Ozean", hieß es im französischen Rundfunksender Europe 1. Im "schwarzen Monat August" hat es bislang fünf schwere Flugzeugunglücke mit mehr als 330 Todesopfern gegeben.

    zum vollständigen Artikel:
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,371889,00.html
     
  15. #14 Bleiente, 29.08.2005
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    Belgien - 9 Airlines mit Flugverbot

    "....In Belgien unterliegen neun Fluggesellschaften, die Luftfracht transportieren, einem Start- und Landeverbot. Passagierflieger stehen nicht auf der so genannten Schwarzen Liste der belgischen Behörden, die am Montag in Brüssel bekannt wurde. Ein Flugverbot «aus Gründen der operationellen Sicherheit» wurde demnach gegen Africa Lines (Zentralafrikanische Republik), Air Memphis (Ägypten), Air Van Airlines (Armenien), Central Air Express (Demokratische Republik Kongo), I.C.T.T.P.W. (Libyen), International Air Tours Limited (Nigeria), Johnsons Air Limited (Ghana), Silverback Cargo Freighters (Ruanda) und South Airlines (Ukraine) verhängt.
    .."

    http://www3.hna.de/index_im_brennpunkt/00Mehrere_Fluggesellschaften_in_Frankreich_und_Belgi.html
     
  16. n/a

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  17. #16 AirStation.de, 29.08.2005
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    Jedes Land bringt im INet seine eigene Liste raus. Da müsste man ja ständig suchen. Finde gut dass Deutschland das europaweit unterstützt. Schlecht is allerding das der Amtsschimmel in der EU extrem langsam ist.
     
  18. #17 Schorsch, 29.08.2005
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    Gibt es nicht auch dieses Obstrukt namens EASA? Warum köchelt da jede Luftfahrtbehörde vor sich hin. Wenn schon die Griechen, welche ja immerhin nicht erst seit gestern EU-Mitglied sind, sowie die Zyprioten da Probleme haben ihre eigenen Fluggesellschaften zu überwachen, muss das bei Fluggesellschaften aus Ruanda kaum verwundern.

    Nun tritt die EU-Komission ja jedem Mitgliedsland auf die Füße, wenn es diese oder jene Richtilinie nicht umsetzt, wieso nicht mal auch in diesem Bereich?

    Anscheinend herrschen noch große Vorbehalte dagegen solche Kompetenzen an eine Behörde abzugeben, die noch in der Werdung begriffen ist und deren Effektivität noch nicht bewiesen ist (von manchen sogar jetzt schon bezweifelt wird).
     
  19. #18 beistrich, 30.08.2005
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    Die größten Verzögerungen entstehen eh immer durch den Rat (den Regierungen)
     
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    Hallo

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  21. #19 IberiaMD-87, 30.08.2005
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    Vollkasko-Mentalität ist in vielen Kulturen gar nicht üblich und man nimmt eben Risiken in Kauf.

    ---

    Die Taskforce des LBA wirkte eher lächerlich und nicht weltlich kompetent. Auf der LBA-Homepage werden ja nicht mal Flugzeugtypen korrekt geschrieben...

    Da wird dann aus McDonnell Douglas gerne McDonald Duglas :rolleyes:

    Und der Absturz der Birgenair B757 wurde 1996 medienträchtig derart mißbraucht, daß völlig unterging, daß die B757 von der Condor gewartet wurde (ohne hier ein eigenes Thema starten zu wollen).
    Alleine der Begriff "Exotenflieger" für alles nicht deutschsprachige spiegelte nur wider, daß angeblich wir nicht die Exoten wären.

    Wenn ich meine japanische Oma frage, ob JAL exotisch ist oder LH, dann ist die Antwort doch klar?

    Ciao
     
  22. #20 Bleiente, 01.09.2005
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    Zwei Airlines haben in der Schweiz Flugverbot

    Für zwei Fluggesellschaften gilt in der Schweiz derzeit ein Flugverbot. Sie stehen auf der «schwarzen Liste», welche das Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZl, heute veröffentlicht hat. Die Schweiz nicht anfliegen dürfen die Flash Airlines aus Ägypten und die Air Van Airlines aus Armenien. Die Liste enthält jene Gesellschaften, von denen aus Sicherheitsgründen sämtliche Flugzeuge in der Schweiz mit einem Landeverbot belegt sind.

    http://www.tagblatt.ch/index.jsp?ida=222028
     
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Abstürze und Sicherheit bei Airlines und Airliner

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