CDU/CSU für Prüfung der Einführung einer Kerosinsteuer

Diskutiere CDU/CSU für Prüfung der Einführung einer Kerosinsteuer im Luftfahrtgrundlagen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU auf Bundes- und Landesebene wollen sich für die Besteuerung von Flugbenzin einsetzen: AERO...
Schorsch

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Alien
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Etwas irreführend ist die Bezeichnuing "Flugbenzin". Würde das besteuert, würde das die JET A1 Nutzer dieser Welt nicht sonderlich interessieren.
Spannend ist auch das Thema Mehrwertsteuer:
Warum müssen Passagiere für einen internationalen Flug keine Mehrwertsteuer bezahlen? - Klimaschutz-Portal

Eine Besteuerung des Kerosins würde vor allem Europaweit Sinn ergeben (innereuropäische Flüge). Dann wären die Ausweichmöglichkeiten auch geringer (Tankering).

In Europa wurden 2016 etwa 1700 Milliarden Pax-km erflogen. Wenn wir moderat 3kg/100km annehmen, wären das bummelig 51 Millionen t Kerosin.
Das kostet so etwa 550 EUR/t.
Pro 1% Steuern kämen 280 Millionen EUR in die Kasse.
 
pok

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Space Cadet
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Na hoffentlich werden die zusätzlichen Steuereinnahmen dann auch für den Umweltschutz verwendet.
Da muessten Deutschland das Chicagoer Abkommen der ICAO kuendigen, was nicht nur fuer die Lufthansa ruinös waere.
Ein Teil der Passgiere wuerde dann wohl ins nahe Ausland fliegen oder fahren und dort in Auslaendische Flugzeuge umsteigen und ihre Langstreckenreise antreten.

Ich denke nicht man sollte dem Klimawahn auch noch die Deutsche Luftfahrtindustie opfern und dass der Rest der Welt damitmacht glaube ich nicht und das die USA nicht mitmachen wuerde ich sogar wetten.
 
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pok

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Space Cadet
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Nix "leider" ich finde das ich sogar hier in den USA zu viele Steuern bezahle. Ich brauch mein Einkommen selber und kann damit auch sinnvollere Dinge anstellen als jede Regierung der Welt.
 
Schorsch

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Alien
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Nix "leider" ich finde das ich sogar hier in den USA zu viele Steuern bezahle. Ich brauch mein Einkommen selber und kann damit auch sinnvollere Dinge anstellen als jede Regierung der Welt.
Schlussendlich ist ja das Ziel, durch eine moderate Besteuerung eine Lenkungsfunktion zu erzielen. Der Markt ist damit empfänglicher für CO2-arme Technologien.
Das ist im Flugzeugbau so oder so immer eher der Fall gewesen, da der Sprit da einfach ins Geld geht.
Auch wenn ich in der Luftfahrt arbeite, und jede Steuer natürlich Nachteile hätte, ich finde ein gewisser Beitrag sollte zu leisten sein.
 
ramier

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Wofür haben wir denn eine Luftverkehrssteuer: Die Luftverkehrsteuer - Bundesfinanzministerium - Service

"Hintergrund war ein Beschluss der Bundesregierung im Rahmen ihrer Haushaltsklausur am 6./7. Juni 2010 zur Einführung einer ökologischen Luftverkehrsabgabe, mit der auch der Flugverkehr in die Mobilitätsbesteuerung einbezogen und Anreize für umweltgerechteres Verhalten gesetzt werden sollten. " - wenn man eine Kerosinsteuer will dann die Luftverkehrssteuer abschaffen!!!!!
 

innwolf

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Da muessten Deutschland das Chicagoer Abkommen der ICAO kuendigen, was nicht nur fuer die Lufthansa ruinös waere.
Wirklich kündigen, na und, kombiniert mit einer Erklärung daß alle anderen Punkte des Abkommens ( Brandschutz, Flugsicherung, Security ) weiterhin angewandt werden gäbe es keine Probleme.

Andere Fluglinien werden dan trotzdem nach Deutschland fliegen, andere EU-Finanzminister brauchen auch Geld......

Und Beispiel Südddeutschland, weder Flughafentransfer nach Prag, Linz, Salzburg, Innsbruck, Zürich, Basel sind Alternativen von den Verkehrskapazitäten oder Startbahnlängen. Und ggf. Sofia oder Istanbul als Tankzwischenlandung auf den Weg nach Hughara, ein Umlauf 2h länger, slots, Kosten, Zusatzverbrauch?
50 000€ eingesparte Steuern sind da schnell verbraucht bei 70t Kerosin.



ICAO:
Im Artikel 24 des Chicagoer Abkommens vom 7. Dezember 1944, auf dessen Basis die UN-Luftfahrtorganisation ICAO gegründet wurde, ist vereinbart, dass bei Flügen von einem Vertragsstaat in einen anderen das Kerosin an Bord gelandeter Flugzeuge nicht besteuert werden darf. Zur Betankung des Flugzeugs vor Abflug gibt es im Chicagoer Abkommen keine steuerliche Regelung.

Also kein Problem

Es gilt auch:

Allerdings hat jeder Staat die Möglichkeit, einzelne Punkte abweichend zu regeln, sofern er diese Abweichungen der ICAO meldet. (Nebst den verbindlichen Normen gibt die ICAO aber durchaus auch Empfehlungen aus.)


Für unsere Startwinde, die Remoqueur und den Leppo müssen wir auch versteuerten Sprit nehmen, warum sollten Flugurlauber es billiger haben?

PS.:

Die Versteuerung des Flugkarftstoffes vor 40 Jahren hat weder die Spitzenstellung der deutschen Segelflugzeugbauern noch den Bo-Airbus-Hubschraubern geschadet, und die UL-Fliegerei blühte trotzdem auf. Und die Flotte der SEP blieb ewa gleich.

200 Personen 4000km Hughara a 160 und zurück nochmals 160 Liter, dann kostet eben die Reise je Person 250€ mehr, na und.

Wer das Geld nicht hat macht dann Ferien in Zwiesel, gibt hier Arbeitspläze.
 
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Intrepid

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Schlussendlich ist ja das Ziel, durch eine moderate Besteuerung eine Lenkungsfunktion zu erzielen. Der Markt ist damit empfänglicher für CO2-arme Technologien [...] ich finde ein gewisser Beitrag sollte zu leisten sein.
Wenn Umwege in Kauf genommen werden, um Streckengebühren zu sparen, ist das aus Umweltsicht ein Frevel. So könnte man mit Blick auf die Decarbonisierung Luftverkehrssteuer und Airway-Gebühren vorrübergehend durch eine Besteuerung fossiler Brennstoffe ersetzen.
 

innwolf

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Wenn Umwege in Kauf genommen werden, um Streckengebühren zu sparen, ist das aus Umweltsicht ein Frevel. So könnte man mit Blick auf die Decarbonisierung Luftverkehrssteuer und Airway-Gebühren vorrübergehend durch eine Besteuerung fossiler Brennstoffe ersetzen.

Richtig, das gilt auch fürden Straßenverkehr, luftfahrtmäßig off-topic erwähnt. Autobahnen sind auf die Verkehrsleistung und Unfallfolgen bezogen die preisgüsntigsten Straßen. Von daher muß es wenn eine allgmeine Maut geben, nicht aber eine Autobahnmaut, nicht zu Umwegen und Ausweichverkehr animieren, derzeit im Winter bei Kufstein, um österreichishce Maut zu vermeiden viel Verkehr in Kufstein-Stadt. Aber Treibstoff teuerer ist die einfachste Variante, für E-PKW lässt sich auch eine Lösung finden.
 
cool

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Space Cadet
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Wenn Umwege in Kauf genommen werden, um Streckengebühren zu sparen, ist das aus Umweltsicht ein Frevel. So könnte man mit Blick auf die Decarbonisierung Luftverkehrssteuer und Airway-Gebühren vorrübergehend durch eine Besteuerung fossiler Brennstoffe ersetzen.
Und genau das wird auch kommen. Kurzstreckenflugzeuge können da natürlich nicht mitmachen, aber auf der Langstrecke wird dann getankert, was das Zeug hält und das wäre dann GENAU das Gegenteil von dem, was man sich davon erhoffte (also Umweltschutz). Man treibt die Airlines dazu, mit möglichst viel Sprit in die EU zu kommen und das, obwohl der denkbar schlechteste Weg diesen Treibstoff zu transportieren wohl an Bord eines Flugzeugs ist.

Davon abgesehen muss man aber auch dagegen halten, dass die Luftfahrt (ausser fürs "einfach da sein" ) sich um ihre eigene Infrastruktur kümmert. Also wenn ich nicht falsch liege, dann müssen Flughäfen haushalten und Airlines drücken Gebühren für die Flugsicherung ab.
Das, was also zum Teil über den besteuerten Sprit beim KFZ-Verkehr reingeholt wird, bringen die kommerziellen Betreiber von Flugzeugen eh schon auf.
Ich hätte Bedenken, das dies nach hinten losgeht und die europäischen Airlines übervorteilt werden.
 
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Jede Steuer wird am Ende auf den Bürger durchgereicht. Das sollte man mal nicht ganz aus dem Auge verlieren. Das muss nicht wie gern angenommen der direkte Kunde sein, denn wenn der Staat beispielsweise die betroffenen Unternehmen mit direkten und indirekten Fördermitteln (wie üblich) anschließend im internationalen Wettbewerb stützen muss, zahlt das jeder Steuerzahler. Sinkt die Marge des Unternehmens geht das auch sofort in die Löhne der Angestellten. Die zahlen weniger Lohnsteuer und konsumieren weniger. ;) Vielleicht gehen auch noch ein paar (tausend) deutsche Arbeitsplätze flöten... Weniger Flüge, weniger in Hamburg gebaute Flugzeuge, weniger Kundschaft in den Wartungsfirmen, weniger Landungen, weniger Landegebühren, noch mehr staatlich finanzierte Groschengräber als Flughäfen.

Es gibt ja auch Leute die freuen sich, wenn der Staat die Handyfrequenzen versteigert. Sie bemerken aber nicht, daß dem Kunden damit nur eine sachlich und rechtlich völlig unbegründete Telefonsteuer aufgebrummt wird, weil der Netzbetreiber die Kosten für die Frequenzen natürlich auf den Kunden umlegt. Das Netz wird davon aber nicht besser.

Eines ist mal sicher, staatliche Alleingänge in Sachen Steuern sind in der globalen Welt zuerst einmal ein gigantischer Wirtschaftsnachteil, über den die anderen Länder feixen. Die EU schafft es ja nicht mal die Unternehmensteuern zu vereinheitlich, so wichtig ist jedem Land der eigene Vorteil.
 
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innwolf

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Davon abgesehen muss man aber auch dagegen halten, dass die Luftfahrt (ausser fürs "einfach da sein" ) sich um ihre eigene Infrastruktur kümmert.
Warum aber Heizöl besteuern, aber Flugkerosin nicht, warum auf Heizgas Steuern? Ist Hughara-Urlaub wertvoller als die Heizung im Gasthof von Bayrisch-Eisenstein?

Segelflugvereine betreiben ihre Flugplätze ohne Zuschüsse, Flug"häfen" wie Memmingen, Hof, Bayreuth, Paderborn- Cassel-Calden usw. haben erhebliche Defzite und wurden mit Staatszuschüßen schon beim Bau subventioniert. Und Berlin-Brandenburg wurde auch nicht durch die Fluglinien finanziert.
 

edge

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Das scheint mir mehr auf eine Neiddiskussion hinauszulaufen. Ich weiss aber auch nicht, warum ich meinen Autodiesel auf der beruflichen Fahrt versteuern muss und der Landwirt die selbe Steuer rückvergütet bekommt. Warum zahlt die Bahn Stromsteuern, während tausende Industriebetriebe davon ausgenommen sind?

Vielleicht sollte man sich deshalb auf die Kerosinsteuer und ihre Vor- und Nachteile in der Diskussion um den gewerblichen Luftverkehr beschränken.
 
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Speedy#32

Speedy#32

Flieger-Ass
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Ich wäre für Mindestpreise je nach Strecke gestaffelt. Mich kotzen die ganzen Billigfliegern tierisch an bzw die Leute, die sie nutzen. Alleine die Idee über Norwegen in die USA zu fliegen, weil es billiger ist :evil:
Ich fliege immer den kürzesten Flug aus der Airline mit dem besten Service und zahle dann halt etwas mehr. Ich hab Familie auf beiden Seiten des Atlantiks und würde auch gern jedes Jahr 2x fliegen. Aber irgendwo muss auch mal Abstriche machen. Aber unsere heutige Gesellschaft ist zum kotzen, wenn es darum geht auf einander Rücksicht zu nehmen.
 
pok

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Space Cadet
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Ich wäre für Mindestpreise je nach Strecke gestaffelt. Mich kotzen die ganzen Billigfliegern tierisch an bzw die Leute, die sie nutzen. Alleine die Idee über Norwegen in die USA zu fliegen, weil es billiger ist :evil:
Ich fliege immer den kürzesten Flug aus der Airline mit dem besten Service und zahle dann halt etwas mehr. Ich hab Familie auf beiden Seiten des Atlantiks und würde auch gern jedes Jahr 2x fliegen. Aber irgendwo muss auch mal Abstriche machen. Aber unsere heutige Gesellschaft ist zum kotzen, wenn es darum geht auf einander Rücksicht zu nehmen.
Das ist ja sehr loeblich und ich respektiere Deine und auch Gretas Entscheidung und verstehe das ihr Euch gut bzw besser fuehlt wenn ihr das tut.
Nur was ich gar nicht verstehe und respektiere ist wenn mir jemand oder eine politische oder pseudoreligioese Gruppe vorschreiben will was ich fuer Konsumentscheidungen treffe.
Wer soll Mindestpreise festlegen ? Warum einen Markt wieder reglementieren der muesam in den 80er und 90er Jahren dereguliert wurde und wovon alle profitiert habe.
 
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