Decals, Lack - paar Fragen

Diskutiere Decals, Lack - paar Fragen im Decals und Weichmacher Forum im Bereich Tips u. Tricks; Hallo, bevor ich was versaue, lieber vorher nachgefragt als zu spät: Reicht es vor Decalanbringung nur die Decalstellen mit Glanzlack zu...

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  1. #1 Tomoise, 05.09.2005
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    Hallo,

    bevor ich was versaue, lieber vorher nachgefragt als zu spät:

    Reicht es vor Decalanbringung nur die Decalstellen mit Glanzlack zu lackieren, oder sollte man das ganze Modell komplett machen (Nicht das nach der Endlackierung die Decal lackierten Stellen anders aussehen)?

    Will man an die aufgebrachten Decals noch teilweise Tamya Masking Tape anbringen, und noch etwas mit Airbrush bestäuben, soll man vorher nochmal mit Glanzlack versiegeln, oder halten das die Decals auch ohne Lackierung aus?

    Oder muss man wirklich nach jedem Arbeitsschritt lackieren, und die Wartezeiten in Kauf nehmen?

    Ich meine, das Modell ist mit Farbe gebrusht. Dann erstmal Klarlack, dann Decals, dann nochmals Klarlack, dann maskieren, bestäuben, dann Endlack?

    Sind insgesamt 3 mal Lackieren, kann man sich nicht wenigsten ein mal sparen?

    Dann habe ich hier einen Model Master Klarlack Nr. 1561, der komischerweise ziemlich braun in der Flasche daherkommt (wie whiskey). Wie ist der mit der Airbrush zu verarbeiten (Verdünner usw.)? Ist das ein enamel basierter Lack?


    Ich weiss, viele Fragen, bin für jede Antwort dankbar.
     
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  3. #2 PeepingBear, 05.09.2005
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    Decals und Klarlack

    Moin,

    wenn Du nur die Stellen unter den Decals glänzend lackierst, wird die versiegelnde Endlackierung ü. a. wohl unterschiedlich fleckig im Glanz- / Mattgrad werden, so ist es mir ergangen und so las ich es auch von anderen.

    Vor dem Verschmutzen des Modells würde ich in jedem Fall einen Klarlack ü. a. als Schutz anbringen. Nimm Glanzlack, wenn Du mit verdünnter Farbbrühe arbeiten willst oder Mattlack, wenn Du mit Pastellkreidestaub "ferkeln" möchtest.

    Maskierklebeband direkt auf Decals dürfte im Desaster enden (hab ich mich noch nicht getraut, aber der Kleber unter Decals ist nicht SO stark.) Überhaupt: Die Decals sollten auch im gleichen Maße mit versifft werden, alles andere sieht etwas seltsam aus. (Nur unsere CH-53 bekamen manchmal die Kennungen am Heck gesäubert, ohne das der Ruß ringsum entfernt wurde.)

    Du kannst Dir die Glanzlackschicht unter den Decals sparen, wenn Du mit Xtra Colour arbeitest, diese Farben sind selbst glänzend und sofort für Decals aufnahmebereit.

    Der Model Master Klarlack 1561 müsste ein Kunstharz (Enamel) Lack sein. Dass er in dicker Schicht (in der Flasche) ZART hellbräunlich / gelblich ist (wie Tullamore Dew Whisky ;) ) geht noch, da Du ja nur eine dünne Schicht aufträgst. Sieht der Lack eher wie Glenfiddich aus, ist er deutlich überaltert (oxidiert) und wird Dir kaum noch nützen. Klarlacke vergilben gerne ein wenig unter Licht und Lufteinfluss.

    Probier doch Acryl-Klarlack, der härtet bombenfest aus und gilbt angeblich weniger (Testmodell noch zu frisch für feste Aussage), allerdings solltest Du die darunterliegenden Enamel-Schichten mehrere Tage durchtrocknen lassen (pessimistische Empfehlung). Falls der schnelltrocknende Acryllack auf nicht vollständig abgebundenen Enamellack kommt, kann das zu feinsten Rissen oder Miniatur-Orangenhaut führen.

    Grüße

    Jan
     
  4. #3 Tomoise, 05.09.2005
    Zuletzt bearbeitet: 05.09.2005
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    Hallo,

    OK, also komplett lackieren


    Leider reichen meine Whiskey Kenntnisse nicht um den optischen Unterschied zwischen Glennfiddich und Tullamore Dew zu unterscheiden.
    Zum Alter kann ich nix sagen, da ich den Lack geschenkt bekommen habe. Er ist aber noch original verschlossen, stand aber bestimmt schon einige Zeit vorher unbenutzt rum. Zudem würde ich ihn ungern wegwerfen, da es relativ viel ist (50ml Fläschchen). Würde Dir ein Foto zur Beurteilung ob es sich um Glennfiddich oder Tullamore Dew handelt reichen?
    Kann ich diesen eigentlich mit der Modell Master Airbrush Verdünnung verdünnen? (Natürlich falls der Whiskey noch i.O. ist)

    Wäre auch eine Möglichkeit, dann kann ich anschließend auch mal ein Ölfarben Washing ausprobieren, ohne das ich Angst vor Anlösung des Lacks haben muss, da Ölfarbe auf Acryl ja nicht anlöst.

    Danke erstmal
     
  5. #4 Wolfgang Henrich, 05.09.2005
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    Es kommt immer darauf an, wie man arbeitet. Man muss nicht unbedingt ein volle hochglänzende Schicht über das ganze Modell legen, um Decals aufzubringen. Ich lackiere meistens so(auf mattem Anstrich), dass ich eine etwas mehr als seidenglänzende Oberfläche an den Stellen erhalte, wo die Decals hinkommen. Die Bereiche neben Decals lass ich nur leicht mit übernebeln, so dass ich gerade eine homogene, leicht seidenmatte Oberfläche erhalte. So bekommt man eine möglichst dünne Klarlackschicht. Wenn man sogar direkt seidenmatte Lacke wie z.B. Gunze Farben verwendet, ist eine Glanzlackschicht bei sauberer Lackierung garnicht mehr nötig. Allenfalls reicht es, wenn man die Bereiche der Decals noch einmal vorsichtig mit einem Poliertuch überpoliert.
    Beim abkleben/maskieren, auch mit überlackierten Decals, wäre ich vorsichtig. Nicht immer hilft die "Schutzlackierung". Besonders dan nicht, wenn man es mit schlecht haftenden Decals zu tun hat. Besser wäre es, mit einer Papiermaske oder Parafilm zu maskieren. Zumindest aber das Tamiyatape ein paarmal vorher auf den Tisch zu kleben, damit es weiter an Klebekraft verliert. Eine sehr gute Möglichkeit zum maskieren bieten auch Post-It's.

    Wenn Dir der Modell-Master Lack suspekt erscheint, dann lackiere einfach mal auf ein altes Modell oder einen Joghurtbecher und schaue mal, wie er sich verhält. Belibt er gelb oder trocknet er nicht usw.
    Auf keinen Fall direkt auf das Modell damit nach dem Motto "schade drum wenn man die 50ml wegwirft" oder wie wir in Köln hier sagen "et weet schon jut gehn". Denn nichts ist ärgerlicher, als sich sein Modell zum Abschluß mit Klarlack zu versauen, nur weil man ein paar Cent sparen wollte.

    Wenn Dir der
     
  6. #5 papasierra, 05.09.2005
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    Ich denke, das hängt auch von der Größe des Decals und von der Dicke der darüber lackierten Schicht ab. Ein großes Decal ist mehr gefährdet als ein kleines. Dazu eine nicht zu dünne Schicht Lack drüber und den ruhig auch mal einige Tage aushärten gelassen, sollte keine Probleme geben. Trotzdem ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
    Ach ja: Je schneller die Maskierung wieder runter kommt, um so geringer ist die Gefahr, dass sie was mitnimmt.
     
  7. Mig-21

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    @Tomoise
    die schlechte Erfahrung mit einer teilweisen Glanzlackierung zwecks
    Decals-Vorbereitung habe ich leider auch mal gemacht.
    Habe dann damals versucht mehrmals matt drüber zu sprühen - habe mir
    dann doch nochmal ne Glanz-Farblos geholt, glänzend, und dann wieder matt gesprüht.
    Maskieren kann man auch mit nichtklebenden Materialien ( Papier, Folie...) und nur an den Rändern, wo gerade keine Decals sind, mit Klebeband fixieren.
    Ich kann mich allerdings nicht erinnern, jemals nach dem Auftragen von Decals nochmals gesprüht zu haben ( außer eben Klarlack ).

    Gruß, Mig-21

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    Hallo

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  9. #7 Tomoise, 05.09.2005
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    Ihr habt Recht.

    Die Gefahr das Modell zu versauen ist zu groß. Ich nehm mir lieber mehr Zeit, lackier das Modell zwischendurch immer ganzflächig mit einem vorher getesteten Lack, und das maskieren muss auch irgendwie ohne KlebeTape über den Decals gehen. Da schneid ich mir aus Papier einfach eine Schablone aus und halte die einfach drüber, die MaskierRänder müssen eh weich werden.
     
  10. geiser

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    Also kann ich, auch wenn ich matte Decals habe, zuerst mit Klarlack, dann Decals + Alterung, dann noch Klarlack und zuletzt Seidenmatt(das modell sollte zuletzt nicht glänzen)?
     
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