Die Goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - NIAI-1 Fanera 2 von MikroMir im Maßstab 1:72

Diskutiere Die Goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - NIAI-1 Fanera 2 von MikroMir im Maßstab 1:72 im Bauberichte online Forum im Bereich Modellbau; Die Russen wurden ja gerade zu den Anfängen der Luftfahrt von der westlichen Welt nicht so recht ernst genommen. Wer sich die Mühe macht, mal...
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Die Russen wurden ja gerade zu den Anfängen der Luftfahrt von der westlichen Welt nicht so recht ernst genommen. Wer sich die Mühe macht, mal genauer einzusteigen, wobei das großartige Werk Reda Stars 5 von Lennart Andersson eine lustvolle Einstiegsdroge sein kann, der findet Innovative und mutige Konstruktionen an allen Ecken und Enden. MikroMir kümmert sich dankenswerter weise immer öfter um genau diese Preziosen, die fast unbekannt sind. Wer eine erste Einsicht zu diesem Flieger sucht, findet sie hier.
Der Bausatz 72-004 liegt schon länger bei mir rum und rückt durch die vom Wettbewerb in diesem Forum erzeugte Stimmung jetzt nach oben gespült. Das Deckelbild zeigt ja schon, dass es sich hier nicht um massenware handelt - kann interessant werden.



Ein Blick in die Bauanleitung ist ebenso ernüchternd wie sie neugierig macht: Es gibt wohl - nicht nur bei Mikro-Mir - eine neue Sitte, Bauanleitungen nicht nur besonders klein zu drucken, sondern auch so, dass sie nur ungefähr zur Positionierung helfen. Hier ist offenbar ein Musterbeispiel für diese Kunst!



Jedenfalls scheint es nicht allzuviele Teile zu geben- schaun wir mal, wie die so aussehen:
Das Hauptteil sind Rumpf und Flächen: Sauber und mit ganz wenig flash. Fängt ja gut an!



Inneneinrichtung mäßig, Leitwerke und ruder recht dick, aber ohne Sinkstellen und mit wenig flash. auch die feinen Teile links machen einen guten Eindruck.



Jetzt geht's zum Motor und en Anbauteilen. Offensichtlich war der Modellbauer, der den Master hergestellt hat, ein Künstler. Leider wird in der Produktion etliches von seiner Präzision und Finesse verloren. Bin gespannt, wie die Teilchen schließlich passen.



Und der für den Gesamtwindruck entscheidende Anteil: die Glasteile! Eine überraschende Idee, den Oberrompf komplett so herzustellen. Sieht brauchbar aus, wenn auch nicht begeisternd wie die Teile bei SBS zum Beispiel, aber zumindest klar und ohne Schlieren. Leider sind die Strukturen der Rahmen, vor allem im hinteren Bereich, verloren gegangen.



Appetit bekommen? Ich schon - bei so seltenen Vögeln bin ich immer für alles bereit!
 
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Die Anzahl der Teile ist ja übersichtlich: es sieht in der Trockenmontage so aus, als wenn die Passungen recht gut wären. Zur genaueren Überprüfung montiere ich mal den Oberrumpf, also die großen Klarsichtteile. Gut geschützt mit Tamiya-Band abgeklebt lassen sich die Beiden Hälften am sichersten verbinden, wenn ein dünner Sheet-Streifen als Dach untergeklebt wird.


Die untere Tragflächenhälfte bildet ja auch den unteren Rumpf. Darauf sind zwei Profilspanten zu kleben, die den Oberrumpf seitlich schließen. Passt prima, die Montagehilfe im Teil ist sehr hilfreich und sinnvoll, sodass man die unklare Bauanleitung nicht braucht.



Wäre ja schön, wenn jetzt auch noch die Flächen-Oberteile passen: auf einer Seite ok.



Und auf der anderen ebenfalls! Da scheint der Spachtel nur minimal nötig zu werden, was vor allem wegen der Nähe der Fenster-Zonen schon sehr angenehm ist.

Der Leitwerksträger passt ebenfalls augend in die Oberrumpfschale - auch hier wieder gescheite und wirklich nützliche Montagehilfe!!



Wie sieht das denn dann von unten aus?



Auch hier nur wenig Spachtel-Einsatz erwartbar! Die Lücken vorn könnten noch kritisch werden - später: erst mal kommen die anderen Baugruppen dran.
 
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Na, da bin ich mal gespannt, wie sich das Modell auf Deinem Basteltisch entwickeln wird!
vg von Jürgen
 
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Da freue ich mich, Gilmore - kann ich Dich doch im Weiteren um Rat fragen - und es sieht so aus, als wenn das nötig würde.

Eigentlich ist MikroMir für gute Masse bekannt. Wer trotzdem vorher trocken zusammensteckt und nachmisst ist aber auch bei diesem Kit besser dran: Die schicken Radverkleidungen meine ich hier: Wenn sie zusammengebaut werden, passt kein Rad mehr rein, zumindest keines mit annähernd den maßstabsgerechten Dimensionen: Rund 1,2 mm sollte der Freigang breiter sein als das hier gebotene. Nachdem die Räder ja rund sind - zumindest in diesem Bausatz - ist es sinnvoll, die Innenkontur der 1,2mm starken "Radkastenverbreiterung" vorab zu schaffen: geht schnell mit Punch & Die!



Der äußere Überstand läßt sich ja leichter entfernen. Aber nachdem es ja heißt, wer misst misst Mist, probieren wir est mal, ob das Rad reinpasst:



Soweit ok. Bleibt noch eine Kleinigkeit: Der Radträger sollte nicht nur durch den Radkasten, sondern auch in die Radnabe passen. Tut er auch, wenn man es aufbohrt. Die Nabe hat übrigens auf der anderen Seite eine Art Achsstummel: wenn man der Radkasten entsprechend durch das Loch für den Radträger von innen aufbohrt, gibt das eine prima Rasterung für das Rad, was den Zusammenbau sicher erleichtern wird.

 
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Zur Beruhigung mal was Simples: die Inneneinrichtung! Simpel vor allem, weil ich keine Bilder oder Dokus davon gefnden habe, selbst hier nicht . Im Kit ist ja ohnehin nicht viel aber für die Inneneinrichtung gibt es 5 Sitze, einen Steuerknüppel und einen Instrumententräger mit Fotofolie und Ätzteilplatte!!!

Fangen wie mal mit der Möblierung an: es sollen Pilot und 4 Paxe sein - wobei wohl wegen der schwachen Motorisierung ohne gepflegte Startbahnoberfläche meist nur 1 bis 2 Paxe in die Luft kamen. Egal, die Sitze sind schon mal da - ohne Gurte. Dafür aber mit Steuerknüppel! Und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, mit Pedalen.



Ja, und jetzt kommen wir weg vom Einfachen: wo in aller Welt hat der Macher der Bauanleitung die Info her, der Instrumententräger zu verbauen - wie genau???




Wie schon gesagt, auch hier wird die alte Regel gewahrt: je kleiner die Details, umso kleiner und ungenauer auch die Darstellungen in der Bauanleitung!
Mir kommt da gerade ein irrer Gedanke: Da gibt es doch diesen polnischen Hersteller von Vacu-Bausätzen: der zeigt ja immer wieder, dass jede Konstruktion völlig losgelöst von vorhandener Doku neu erfunden werden kann. So geht das hier scheinbar auch: der arme Kerl, der den Master gebaut hat, kriegt seine tolle Leistung nicht honoriert: man erfindet einfach was Neues, wenn man sein Werk nicht verstanden hat. Vielleicht spricht der auch einen anderen Dialekt, sodss eine nicht digitale Kommunikation unmöglich ist?

Egal, die Form des Trägers sollte zu Denken geben, vor allem die halbrunden Flanken und der Überstand der größeren Wand. Das Ätzteil passt zumindest nicht in die kleine Fläche, auf die der Pfeil zu zeigen scheint. Sehr wohl aber auf dei Größere!



Wenn wir das Ernst nehmem und die Rundung im Dach sehen, wo such der Überstand genau reinpasst - wie wäre es denn damit?



Das liegt genau vor dem Pilotenauge, der nach vorn sonst eh nichts sieht. War scheinbar nicht so wichtig - automatic landing systen in den frühen Dreißigern in Sibirien? Man kann es ja nicht wissen!!
 
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Da mir nichts besseres einfällt, kommt der stufige Kasten ins Dach, nachdem er mit Film (!) für die Instrumente und deren Abdeckung per Ätzteil komplettiert ist.



Die Unterschale kriegt auch noch den schicken Gashebel aus @bolleken96 's Zauberküche. Die Späne auf dem Boden künden von dem bevorstehenden Zusammenbau des Rumpfes: vorher werden die Spanten, die das "Dach" seitlich schließen, so bearbeitet, dass die Flächen sauber schließen: nur eine Kleinigkeit, die aber sowohl die Formtreue als auch meine Arbeitszeit recht positiv beeinflussen werden.



Wie man hier sieht passen Fläche und "Dach" richtig gut zusammen. Könnte sein, dass es keinen Spachtel an diesen Nähten braucht.



So, jetzt noch die andere Fläche, und dann ist der Rochen fertig!
 
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Wer die Baubeschreibung zum Thema Motor anschaut, ist entweder ein Kenner des Shvetsov Motors oder er kratzt sich am Kopf und sucht erst mal Bilder vom Original. Davon gibt es ja einige, und ich brauche sie auch dringend! An das zentrale Motorgehäuse kommt unten (wo ist das?) ein paar Bauteile dran, die nach Vorbildfoto wohl die Ölwanne und ein Nebenantriebsblock sein könnten. Das Teil, das ich Ölwanne genannt habe, wurde zwischenzeitlich Opfer des Teppichmonsters, obwohl ich in meinem Bastel-refugiom aus gutem Grund gar keinen habe. Also irgend sowas selber machen und die verschiedenen Möglichkeiten abchecken, wie der Nebentantriebsblock denn an den Motor passt. Es kommt zur Vorstandsentscheidung: schnell, und wahrscheinlich falsch. Das ist der Anblick von hinten.



Links die hochkomplizierte Vorrichtung zum Ablängen der Stößelrohre (Shvetsow hatte doch keine Königswelle, denke ich). Das ist übrigens der vordere Gehäusedeckel. Die Stößelrohre passen so genau an die Kipphebelverkleidung auf den Zylinderköpfen.



Das macht schon mal Mut!
 
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Ein Typenschild steht dem Motor auch gut - auch wenn es eigentlich an ein deutsches Halbkettenfahrzeug gehört.



Hinten kommt der andere Deckel drauf, von dem die Ansaugrohre zu den Zylinderköpfen gehen. So wird auch klar, dass der hintere Teil des N-Triebs den Vergaser beherrbergt - die Stufe ist wohl der Luftfilter, günstig nach hinten orientiert.



Ein Propeller fehlt auch noch: der im Kit ist hauchdünn gegossen und mit sehr feinen Strukturen an der Nabe versehen - sowas dürfte es gern auch bei anderen Modellbaukits geben!!



Jetzt haben wir alles zusammen: der Townend Ring - der wohl anfangs noch nicht angebaut war - passte nach einer geringfügigen Behandlung mit Schleifpapier und hat eine scharfe Lippe, wie sich das gehört. Ob der Prop immer Metallblech zur Verstärkung hatte? Im Vorbild sah das jedenfalls gut aus.
Die Abgasrohre sind nur vorlackiert, das Geweih hat die Passprobe bestanden. Anbau von dem Gerödel aber erst ganz am Schluss...

Damit dieser - der Schluss - auch näher kommt, kriegt der Rumpf seine Nase.



Jetzt fehlt noch das pièce de résistance, nämlich die unteren Fenster. Dafür braucht es absolute Ruhe!
 
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Die unteren Fenster sind grundsätzlich einfach zu verbauen - nur ihre optischen Qualitäten sind eher weniger überzeugend. Außerdem hat sich eine blinde Stelle entwickelt, ausgerechnet in einem der "Bugfenster". Diese beiden Gründe ließen mich zur Radikalchrirurgie bewegt: Der "durchsichtige " Teil der Bugfenster wird ausgesägt. So bleibt der Rahmen stehen. Da ich ohnehin entschlossen war, meiner Vorliebe für geöffnete Türen und Fenster hier nicht zu fröhnen, kann Tesafilm helfen: erstklassige Durchsicht und - nach meiner Erfahrung - jahrelange Stabilität sind die Beweggründe. An einem Fenster war der Versuch erfolgreich, denke ich. Rechts das blinde ausgeschnittene Fenster.



Jetzt muss ich nur noch die Sägespäne sauber rauskriegen....
 
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Wir nähern uns meiner so unbeliebten Lackiererei. Die Grundfarbe wird ja weiß sein: da wäre eine Vorbehandlung mit weißem Primer geeignet. Um Risiken zu verringern, wird dazu der Rumpf mit den wichtigsten Anbauteilen komplettiert. Zunächst das Leitwerk:



Passt vorzüglich und hier sind die Positionierstifte wirklich von Nutzen - kommt ja nicht immer vor. Insegsamt gibt es zur Passung nichts zu meckern, kleine Nacharbeiten mit 500er Grundierung von Gunze aus dem Glas reichen völlig.



An der Hinterkante der Flächen sind ebenfalls dankenswerterweise Markierungen zur Positionierung der Träger für die Querruder zu finden.
Ätzteile - wieder eine Aufgabe für die ruhige dritte Hand.
 
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Natürlich sind die Zangen der Dritten Hand viel zu grob für diese Teile. Also zuerst mal mit Pinzette und angehaltenem Atem probiert - geht, also vielleicht beim fünften Versuch, aber könnte besser sein! Dann kam die Idee mit der Tupfer-Pinzette.



Eine Wohltat! Jeder Versuch erfolgreich und die Positionierung ist perfekt. So wird die zweite Reihe zügig fertig und das ohne - außer im Makro - sichtbare Kleberspuren.



Jetzt nur noch schnell das Querruder montiert! Die Positionierung ist am einfachsten mit Klebeband zu lösen: so bleibt ein gleichmäßiger Abstand gesichtert. Ich freue mich, dass es an einer Seite fast perfekt funktioniert: nur 2 der Halter lassen sich nicht verbinden. Das zeigt wieder mal, was passiert , wenn man sich zu früh freut! Es ist glücklicherweise die Seite der mit Klammer-Pinzette positionierten Träger, das wäre reparabel.



Auf der anderen Seite - shit happens!
Ich werde wohl alle Träger demontieren, die Klebeflächen "entklebern" und dann die wohl einzig richtige Methode verwenden:
Positionieren des Seitenruders mit Klebestreifen
Positionieren der Träger mit der Klammer-Pinzette und dann verkleben.

Aber heute nicht mehr....
 
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Bei Tageslicht sieht das alles noch viel erschreckender aus. Was soll's: man muß ja halten, was man versprochen hat.
Diese Seite zeigt noch ein wenig Zick-Zack, aber im Grunde sind es nur 1 bis 2 von den Dingern, die aus der Reihe tanzen.



Hier sieht es schon besser aus: nur ein Füßchen schwebt noch in der Luft. Das gönn ich ihm!



Vielleicht fällt mir noch was ein, um das Lackieren zu verschieben...
 
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Was bin ich froh, dass MikroMir diese Masken im Kit hat! Diese Konturen am Modell auszuschneiden ist sicher möglich, aber selbst das Maskieren ist eine Angelegenheit, bei der sich die Härchen im Nacken etwas aufstellen. Und klar- mit meinen Grabschern habe ich prompt eines der mühsam angekünstelten Querruder wieder demontiert , glücklicherweise ohne bleibenden Verlust eines Trägers: der winzige äußere war nach Bodenkontakt des Querruders so freundlich, sich nur eine halbe Stunde zu verstecken.
Jetzt kommt erst mal eine Grundierung drauf, Gunze 1000.




Nach dem Trocknen werden dann die nötigen Nacharbeiten sichtbar sein. Die beseitigen und die Anbauteile hinzufügen (Fahrwerk, Trittplatten auf der Fläche, Griffleiste über dem BB Heckfenster und Führung desselben, da es der einzige Zugang ist und als Schiebefenster eingebaut) sind die nächsten Aufgaben - und dann geht es wirklich los mit dem Lackieren...
 
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Die 2 Teile je Fahrwerksseite sind schon mal ein Story wert: Die Fahrwerksbeine haben unterschiedliche Nummern, aber da ich keinen Unterschied - auch nicht mit Lupe - erkennen konnte, war mir das dann wurscht, denn sie waren schon ausgetrennt - beide. Gleiches gilt für die "Querlenker". Nie gedacht. das hier ein "L" so wichtig werden könnte. Die sind zu lange für die in der Flächenunterseite erkennbaren Markierungen, und überhaupt verspricht das eine Lösung Typ Mausefalle zu werden. Ein Gück, dass es hier keinen schwergewichtgen Resin-Anteil gibt.

Nach einigem Aufbohren / Auffräsen wurde das Geraffel schließlich einfach mal montiert - eine Kontrolle der Winkel ist mangels Doku eh unwichtig. Ich tipe auf leicht positiven Sturz.



Wer es genau wissen will:



Zwischenzeitlich habe ich Zweifel, ob die in Beitrag 5 vorgestellten Radkästen überhaupt nötig sind. Dazu kommen wir noch!
 
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Das mit dem Schiebefenster und dem Haltegriff ist recht fieselig, das mache ich erst ganz am Schluß und somit hoffentlich nur ein mal.
Dagegen können die Randbügel jetzt dran. MikroMir spart ja nie mit Überraschungen: so sind an diesem Rahmen die Kleinteile unglaublich spröde und es gibt auch noch einen geringen Formversatz - kaum reparabel. Ehe ich mir oder schlimmer den Teilchen was abbreche, greife ich zum Rioja! Allerdings nur zu dessen "Verpackung", einer Art Netz aus 0,4mm Messingdraht. Wie gesagt - nichts wegwerfen!



Und die Markierungen für die Montageposition werden aufgebohrt! So sind wir Maschinenbauer nun mal.
Der Lohn der kleinen Mühe in großer Vergrößerung:



Nein, die unsauberen Stellen werde ich nicht nacharbeiten, außer der Naht - vielleicht.
Lackiert wird mit Gunze Aequous hobby "ganz in Weiß", aber in Gloss. Drei mal: traue niemals den Masken, denke ich, deshalb zuerst nur eine Art Nebel zum "Abdichten". Und es hat doch tatsächlich geklappt!



Oben die Seite, die noch die Originalverglasung hat. Unten die mit Tesafilm reparierte.



Es fällt mir schwer, eine wesentliche Verschlechterung durch die Reparatur zu erkennen. Die unsaubere Innenkante ist die Innenkontur des Bauteils, kein Lackierfehler oder so was. Das beruhigt mich auch nicht richtig.



Trotzdem - ich habe schließlich nicht vor, irgendwelche Wettbewerbe zu gewinnen - bin ich mit diesem Ergebnis einverstanden.



Die Decals sind schon mal mit Liquid Film behandelt. Heute ist Sonntag und jetzt lassen wir alles mal zur Ruhe kommen. Der Rioja wäre ja auch noch da...
 
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Glück muss man haben! Die Decals sind nicht zerfallen und ließen sich auch gut verarbeiten.



Damit auch Pilot und Paxe in den Flieger können, muss ja noch das BB Seitenfenster ein Führung bekommen, damit es zurückgeschoben werden kann. DUnd es muss auch der Handgriff her.



Ger Griff wird mit gezogenem Gußast hergestellt, ein wenig strömungsgünstig. Den Rahmen für das Schiebefenster liefert 0,3mm Bleidraht mit einem Haftkleber montiert. Ok, unten muss ich wohl noch mal ran, wie das Foto fordert.



Damit sich der Glanzlack, die Decals und überhaupt alles freundlich verbindet, nutze ich einen Klarlack in seidenmatt - außer für die Fenster. Das Ergebnis ist erschreckend.



Der weiße Untergrund wird deutlich weniger weiß, dafür wird aber sichtbar, dass die Decals einen über die roten Konturen hinausgehenden weißen Untergrund haben - der wird durch den Klarlacke gefühlt weißer! Grundsätzlich ist eine weiße Grundlage gut für das Rot, aber warum breiter?? Schließlich ist weiß ja nie nur immer die gleiche Farbe.
Da werde ich wohl noch eine Schicht zulegen müssen. Modellbau ist ein steter Quell der Freude - und der Überraschungen...
 
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Da ich mit Decals auch die reinste "Freude" und immer viele "Überraschungen habe, wie du es so schön sagst, rate ich dir, die Decals immer so knapp wie möglich
auszuschneiden....!:07:
 
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Ich probier mal, die roten Pfeile mit einer von der silhouette geschnittenene Maske abzudecken. Immer wieder faszinierend, wie das Ding ganz feine Konturen schneidet - richtige Einstellung vorausgesetzt.. Die Rumpfseiten decke ich ab.



Auch der Rumpfdeckel wird abgeklebt. Nebel auf den Fenstern möchte ich eigentlich vermeiden.



Dann die Flächen und der Rücken vorsichtig mit weiß übernebeln - ich glaub, das hat funktioniert!



Die Pfele auf dem Leitwerk lasse ich so, wie sie sind, das geht noch. Jetzt kommen die Tüpfelchen auf dem i: die Endausrüstung mit den noch fehlenden Anbauteilen: zuerst die Räder samt Verkleidung.



Dann noch der Motor samt den Abgsarohren, die Pitots auf dem Dach und die Probe an der BB-Fläche.



Ich glaub es kaum: Kaum Wochen ist das her, dass ich mit dem Rochen angefangen habe! Ein flottes Ding für zwischendurch - das sicher eine kleines Dio verdient. Wenn es soweit ist, wäre das im Roll-out!
Zunächst aber vielen Dank für's Mitfreuen und -leiden!
 
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Diesen skurrilen Exoten hast Du aber schön hingekriegt, trotz der Widrigkeiten, die Du elegant umschifft hast.
 
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Die Goldenen Jahre der zivilen Luftfahrt - NIAI-1 Fanera 2 von MikroMir im Maßstab 1:72

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