EINMALIG IN DER WELT "Startbahn Walpersberg"

Diskutiere EINMALIG IN DER WELT "Startbahn Walpersberg" im Alte Flugplätze Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; EINMALIG IN DER WELT "Startbahn Walpersberg" und das Thema "Das goldene Dreieck" Da ich eine gewisse Zeit für den Verein "WALPERSBERG" tätig war...
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EINMALIG IN DER WELT "Startbahn Walpersberg" und das Thema "Das goldene Dreieck"

Da ich eine gewisse Zeit für den Verein "WALPERSBERG" tätig war, will ich über diese
besondere und weltweit einmalige Startbahn einmal auch hier kurz berichten.

Der Walpersberg liegt nahe bei der Ortschaft Kahla und direkt bei dem Dorf Grosseutersdorf in Ostdeutschland.
Vor dem 2.Weltkrieg wurde unter diesem Berg besonders guter Ton abgebaut, der für die Herstellung von Porzellan verwendet wurde.
Im 2.Weltkrieg wurde der ganze Berg mit Stollen und teils grossen Werkshallen für die Produktion der ME-262 ausgebaut.
Da es rund um den Berg kein ideales Gelände für einen Flugplatz gab, wurde eine
grosse Betonstartbahn direkt auf dem Kamm des Berges gebaut.

Die montierten Flugzeuge wurden dann mit einem Schrägaufzug auf die Startplattform gebracht.
Aussen, unterhalb des Berges, gab es ebenfalls grosse Montage- und Werkshallen, wovon noch heute viele Reste zu sehen sind.
Die Stollenanlagen sind fast alle noch erhalten und wurden nach dem Krieg von der Volksarmee noch ausgebaut und verwendet.

Diese Kriegsfabrik war Ende des Krieges die grösste Produktionsstätte für die ME-262.
Unterhalb des Berges sollen auch die Gebrüder "HORTEN" einige Werkstätten betrieben haben, wo sie ihren "NURFLÜGLER" bauten.
Als die Amerikaner einrückten fanden sie zahlreiche halb- und ganzfertige Maschinen sowie auch einzelne Triebwerke vor.
Dieses ganze Material wurde dann nach Amerika gebracht.

1945 fertigten die Amerikaner diesen Stollenplan an, der auch unter CIOS-Plan bekannt ist.
In der Mitte dieses Planes ist auch die Startbahn eingezeichnet.
Die grösseren schwarz markierten Flächen sind Bunkermontagehallen ausserhalb des Berges, mit Verbindungen zu den Stollenanlagen im Berg.

C&P by WB.e.V
 
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ME-262 werden zum Start bereitgestellt.

BILD ENTFERNT.
 
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Heutiger und noch einziger Haupteingang in das unterirdische Stollensystem.

Foto von MAX54 2004.
 
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Hier standen die grossen Aussenmontagehallen, die teilweise 4m dicke Betonwände hatten.
Das Bild zeigt den Eingang von der Halle in den Berg.

Foto von MAX54 2004.
 
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Hallo!
Dort waren wir vor zwei Jahren auch schon mal!

Heutiger und noch einziger Haupteingang in das unterirdische Stollensystem.
Ja, aber wenn man davor steht, merkt man deutlich eine starke kühle Zugluft. Also, da gibts noch mehr Eingänge. Hier zum Beispiel, aber ohne vernünftige Ausrüstung gingen wir da nicht rein.

Alle nachfolgenden Fotos habe ich im Oktober 2008 gemacht.
 
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Christian K

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Offenbar wurden dort auch Zwangsarbeiter, zum Teil aus dem Ausland, herangezogen. Jedenfalls sind die Gedenktafeln zum Teil auch in polnischer und italienischer Sprache.
 
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Wie von "MAX54" bereits erwähnt, wurde die Anlage nach dem 2. Weltkrieg von der NVA weiterbetrieben, aber als was? Überhaupt kann man sich heute nicht vorstellen, das dieses hügelige Gelände etwas mit Flugzeugen zu tun hatte. ;)
Aus NVA-Zeit dürfte das Tor und das dahinter befindliche Gebäude stammen.

Gruß
Christian
 
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Hallo!
Dort waren wir vor zwei Jahren auch schon mal!


Ja, aber wenn man davor steht, merkt man deutlich eine starke kühle Zugluft. Also, da gibts noch mehr Eingänge. Hier zum Beispiel, aber ohne vernünftige Ausrüstung gingen wir da nicht rein.

Alle nachfolgenden Fotos habe ich im Oktober 2008 gemacht.
OK, sogenannte Schatzsucher sind immer mal dabei einige alte Eingänge zu erforschen.
Natürlich kenne auch ich noch einige versteckte Eingänge, die aber keinesfalls normal nutzbar sind.Dieses ist nur mit einer bestimmten und guten Ausrüstung möglich und äusserst gefährlich.
Der offizielle noch bestehende Eingang ist jedoch der, welcher hier von mir auch gezeigt wird.Dieser ist durch ein dickes Stahlgittertor gesichert.
Den Walpersberg sowie andere Kriegsrüstungsprojekte in Deutschland kenne ich nun mal durch meine damalige Tätigkeit mehr als genau.
Auch besitze ich viel eigenes Foto und Filmmaterial, wobei hier die Veröffentlichung, aufgrund der Rechte, nicht immer einfach ist.

Aussergewöhnliches Foto und Filmmaterial von der V2 Produktionsstätte "DORA" (Nordhausen) ist ebenfalls in meinem Besitz sowie über die Anlagen im
"JONASTAL" und "POLTE1" und 2 in Arnstadt usw.

Netten Gruss,
MAX54
 
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Offenbar wurden dort auch Zwangsarbeiter, zum Teil aus dem Ausland, herangezogen. Jedenfalls sind die Gedenktafeln zum Teil auch in polnischer und italienischer Sprache.
Ja, es wurden in fast allen Rüstungsbetrieben vor und während des Krieges Zwangsarbeiter eingesetzt,immer auch unter sehr unmenschlichen Bedingungen.
Sehr viele dieser Zwangsarbeiter mussten diese harte Arbeit mit ihrem Leben bezahlen.
Als Gedenken veranstaltet das Land Thüringen sowie der Verein "Walpersberg" jährlich eine Gedenkveranstaltung, woran auch noch überlebende Zwangsarbeiter teilnehmen.
 
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Flugi

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Offenbar wurden dort auch Zwangsarbeiter, zum Teil aus dem Ausland, herangezogen.....
Der Satz offenbart wenig Wissen zur damaligen Situation in jener Zeit. ;)
Wie @MAX54 schon andeutet, dort ist 1944/45 mehr passiert als nur Bunker und Startbahnbau. Es waren in der Mehrzahl nur ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die sich unter menschenunwürdigen Bedingungung zu Tode arbeiten durften.
Wie in einem anderen Thread schon vorgestellt, beschreibt dieses kleine Büchlein (ISBN 978-3-930588-82-4) sehr anschaulich, die ganze Tragik und Schicksale am Walpersberg.
 
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Ja, so war das wirklich.

Es gibt auch noch ein Buch direkt zum "WALPERSBERG".

Es nennt sich "DECKNAME LACHS" von W.Müller und W.Schilling.

Nicht alle Bücher zu diesen Themen "Geheimes in Thüringen" entsprechen vollständig inhaltlich der Wahrheit.
Da ich bei meinen Tätigkeiten speziell für Auslandkontakte, also Zeugenbefragungen, Bildmaterialbeschaffung, Verbindungsaufbau zu Behörden usw. eingesetzt war, kamen auch viele andere Tatsachen ans Licht, die in manchen Büchern völlig falsch beschrieben wurden.
Dieses bezieht sich jedoch nicht direkt auf den Walpersberg, sondern zu historischen Ereignissen im Jonastal, Truppenübungsgelände Ohrdruf usw.

Gruss,
MAX54
 
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Der Satz offenbart wenig Wissen zur damaligen Situation in jener Zeit. ;)
Tschuldigung, aber ich war damals nicht dabei und kann mich somit auch nur auf mir vorliegende Erkenntnisse berufen.
 
FREDO

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Dann hast Du leider sehr wenig Erkenntnis bisher. Ich empfehle da mal eine Lesung in entsprechender Literatur zum Thema Zwangsarbeiter im 3. Reich.

Nimms nicht krumm, aber mach das Bildungssystem dieser und vergangener Zeit nicht schlechter als es ist bzw. war.

Grüße
FredO
 
MAX54

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Wenn wirklich Interesse besteht, dann werde ich mich bemühen, dieses Thema "Alte Flugplätze, Rüstung in der Fliegerei (historisch) usw." hier auszuweiten.
Ich werde mal alle meine Unterlagen dazu sichten und für das Forum sortieren.

Gruss,
MAX54
 

koehlerbv

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Wenn wirklich Interesse besteht, dann werde ich mich bemühen, dieses Thema "Alte Flugplätze, Rüstung in der Fliegerei (historisch) usw." hier auszuweiten.
Bitte ja! Und bleib' erstmal beim Walpersberg bzw. dem Gesamtkomplex REIMHAG - das bietet schon genug Stoff! Vor allem, da meist das "Gesamtgefüge" ausser Acht gelassen wird - "der Walpersberg" alleine wäre ja nichts gewesen, der funktionierte nur in einem System.

Und in absehbarer Zeit ist ja ein kleines FF-Treffen im Zusammenhang mit dieser Gegend und diesem Objekt geplant.

Sehr interessiert ist
Bernhard
 
Howy-1

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Und in absehbarer Zeit ist ja ein kleines FF-Treffen im Zusammenhang mit dieser Gegend und diesem Objekt geplant.

Sehr interessiert ist
Bernhard
Achso? Hab ich da irgendwo irgendwas überlesen? Wann soll das denn stattfinden?
Das interessiert mich auch sehr.

LG Dirk
 
EDGE-Henning

EDGE-Henning

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Sehr Interessant wären auch neue Erkenntnisse aus dem Bereich Jonastal. Allerdings sollten sie nicht auf Quellen von Büchern eines T.M. stammen :-)
 
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