Heinkel He 177 Großzerstörer?

Diskutiere Heinkel He 177 Großzerstörer? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Gibt es eigentlich Belege, daß Heinkel He 177 "Großzerstörer" gebaut und / oder eingesetzt wurden? :confused: Alleine die Bewaffnung mit 33 21cm...

Moderatoren: mcnoch
  1. redram

    redram Kunstflieger

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    Gibt es eigentlich Belege, daß Heinkel He 177 "Großzerstörer" gebaut und / oder eingesetzt wurden?
    :confused:
    Alleine die Bewaffnung mit 33 21cm Raketen wirkt ziemlich abenteuerlich.
    Ich habe bisher keine Bilder oder Zeichnungen gefunden...
     
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  3. #2 Reinhard, 26.11.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.11.2010
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Richtige Belege oder gar Fotos kenne ich auch nicht .
    Nach "Flugzeug Classic Special 4" hat das Erprobungskommando 25 mehrere getestet. Die 33 210-mm-Raketen wurden nach oben abgeschossen, 60 Grad nach vorn.
    Nach der Aufstellung waren es 4 Flugzeuge:
    http://www.ww2.dk/oob/bestand/jagd/bekdo25.html
    Nach anderen Angaben sollen es 5 gewesen sein.
    Zu einem richtigen Einsatz kam es sehr wahrscheinlich nicht, obwohl z.B. die englische Wikipedia sowas behauptet.

    So soll das ausgesehen haben:
    http://i37.photobucket.com/albums/e68/GTwiner/he-162/177Roc.jpg

    Es gibt einen Umbau-Set in 1:72, vielleicht kriegt man darüber was raus.

    P.S.
    Die Raketen starteten wohl auch etwas nach Steuerbord, konnten einzeln, zusammen oder in 2 Salven abgeschossen werden. Der Start sollte auf etwa 2100 m erfolgen.
    Erprobt wurde das gegen Ballons, bei angeblich auch erfolgten Einsätzen gegen alliierte Bomber traf man nicht auf diese.
    Abgebrochen wurden die Versuche auf Grund des Mitte 1944 so starken Begleitschutz ,daß die Überlebenschance der He-177 bei so einem Einsatz praktisch Null betrug.
     
  4. #3 Wolfgang Henrich, 26.11.2010
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    Von wem gibt es diesen Umbausatz?
     
  5. #4 Reinhard, 26.11.2010
    Reinhard

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  6. Daishi

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  7. #6 JohnSilver, 26.11.2010
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    Im Buch von Griehl/Dressel über die He 177/277/274 steht dazu etwas, leider ohne Foto.

    Danach sind zunächst im Januar 1944 5 He 177 A-3 zum "Großzerstörer" umgebaut worden, von denen eine Maschine Bruch machte und 3 weitere von Tieffliegern zerstört wurden. Die übrig gebliebene Maschine wurde im März 1944 in Tarnewitz erprobt.

    Danach wurden weitere He 177 umgebaut, die "schussklaren Großzerstörer" am 2.4.1944 nach Udetfeld zum Übungsschießen verlegt. In Werneuchen wurde hiernach bei 3 He 177 ein FuG 216/217, bei 4 weiteren das FuG 16 Y eingebaut.

    Im Juni 1944 sind die verbliebenen 8 Maschinen in Finow, bei einer Vorführung vor der Luftwaffenführung haben sich dabei bei einer Maschine infolge eines fehlerhaften Relais alle 33 Werfergranaten selbständig ausgelöst, danach war das Vertrauen in den "Großzerstörer" merklich geschwunden.
    Über einen scharfen Einsatz liegen laut Buch keine Angaben vor.

    Grüße,
    Robert
     
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  9. #7 redram, 26.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2010
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    Tja, ich kenne eben auch nur das Zitat aus dem Buch von Griehl / Dressel.
    Und die Frage nach Bildmaterial hat sich ergeben, da ich mit dem Gedanken spiele, mir den Umbausatz von Schatton zuzulegen.
    Die Qualität der Schatton Produkte spricht übrigens für sich selbst:

    Maschinenkanone MK 103 im Maßstab 1/72(!).
    Man beachte die Durchgebohrten Löcher der Mündungsbremse.

    [​IMG]

    [​IMG]
     

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  10. #8 aljarreau, 29.11.2010
    aljarreau

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    Im Buch "Deutsche Kampfflugzeuge des 2. Weltkriegs" (Dörfler Verlag) steht, dass tatsächlich eine Umbauversion der Greif als "Großzerstörer" geplant war. Stichwort "geplant". Diese Greifs sollten Raketenwerfer (vielleicht Wf.Gr. 21), schräg nach oben rechts gerichtet, auf ihren Tragfächen eingebaut haben.
    So sollten sie sich von unten an den Bombern "anschleichen" und dann ihre Raketen abfeuern. Der Jagdschutz der Alliierten machte dieses Konzept jedoch undurchführbar. Und auch sonst scheint mir diese Idee recht unlogisch: Bei der Nachtjagd war die Methode der "Schräge Musik" überaus erfolgreich, aber nur weil die Lancs, Halifaxes und Stirlings keine nach unten gerichtete MG-Stände besaßen. Die B-17 und B-24 hatten ja bekanntlich welche. Hinzu kommen die Sichtverhältnisse: Bei Nacht ginge es ja noch, aber bei Tag bliebe ein so großer "Kasten" wie die Greif ja nicht ungesehen, also bestände die Gefahr, schon mehrere Kilometer vor dem Ziel erkannt und abgeschossen zu werden.
     
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