Splitterschutzboxen im 1.WK ?

Diskutiere Splitterschutzboxen im 1.WK ? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; In enem Zeitungsartikel zum Tag des offenen Denkmals am 11. September habe ich folgenden Ausschnitt gefunden: "..Ewald Both geht mit seiner...

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  1. #1 Bleiente, 05.09.2005
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    In enem Zeitungsartikel zum Tag des offenen Denkmals am 11. September habe ich folgenden Ausschnitt gefunden:

    "..Ewald Both geht mit seiner Veranstaltung noch weiter in die Historie zurück. Sein Thema ist der Erste Weltkrieg. Er zeigt während eines Spaziergangs im Heister Wald zwei Splitterboxen. In diesen Erdwällen wurden zwischen 1914 und 1918 Flugzeuge des Uetersener Fliegerhorstes abgestellt. Außerdem führt Both seine Begleiter zu einen Hügel, der um 1900 als Manöverstellung diente. .."

    http://www.pinneberger-tageblatt.de/fr_rechts.php?aid=22966&kat=5&dir=/Homepage/news

    Gab es im 1.Wk (hier ab 1914 :?! ) schon Splitterschutzboxen ? Oder werden hier für die genannten Erdwälle nur "moderne" Bezeichungen genommen ?
    Und wer sollte den Flugplatz in Uetersen im 1.WK angreifen, die den Schutz der Flugzeuge in Splitterschutzboxen notwendig machten ?
     
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  3. #2 Hans Trauner, 05.09.2005
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    Also ich hab buchstäblich Hunderte von Fotos von WK-I-Plätzen gesehen...nirgends Splitterschutzboxen. Wozu auch? Die RAF plante erst für das Frühjahr 1919 den strategischen Luftkrieg, erst ab Sommer 1918 standen überhaupt entsprechende Maschinen zur Verfügung. Auch im Rheinland kam es bereits zu Angriffen, einzelne Unternehmungen ins Reichsgebiet führten zwar zur Aufstellung von Heimatschutzeinheiten ( Kest etc.) aber trotzdem halte ich es für sehr unwahrscheinlich.

    Natürlich wurden Frontflugplätze von Bombern und 'Jagdbombern ( F2B, Camel etc.) angegriffen, aber auch da gabs keine solchen Boxen.

    Stimmt den die Datierung wirklich? Und die Verwendung? Trotz meiner Aussage oben möchte ich nicht ausschliessen, dass Flak aufgestellt wurde.
    War der Platz auch noch 33-45 in Betrieb?

    H.
     
  4. #3 Bleiente, 05.09.2005
    Bleiente

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    @Hans Trauner

    Naja, es ist das Orginalzitat aus der Zeitung. Deswegen bin ich ja auch stutzig geworden, weil eindeutig von dem ersten Weltkrieg die Rede war / ist :?! .

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :TOP: , soetwas in der Art war mir auch noch im Hinterkopf. Aber fragen kann man ja mal :red: .
     
  5. Hotte

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    Na ja,

    die Leute von der Zeitung haben oft net so viel Ahnung.

    Da wird oft mit Begriffen umhergeworfen.

    Das darf man alles net so ernst nehmen ;)

    Hotte
     
  6. Husar

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    Welche Maße haben diese "Boxen"? Auf dem Fliegerhorst Euren gab es im 1. Weltkrieg Einschiessplätze mit Umwallungen für die starr eingebauten MG's der hier eingesetzten Flugzeuge einer KEST. Möglicherweise ist das damit gemeint?
     
  7. #6 Bleiente, 06.09.2005
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    Maße kenn ich ledier nicht.
    Aber das wäre auch eine Erklärung, die durchaus Sinn machen würde. :TOP:
     
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  9. #7 Bleiente, 12.09.2005
    Bleiente

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    Ja, Hotte hast mal wieder recht gehabt :red:

    "...Aktionen zum Tag des offenen Denkmals in Heist und Haseldorf. „Krieg und Frieden“ war das Motto des diesjähriges Tages des offenen Denkmals. In Heist führte Hobbyhistoriker Ewald Both zu Schutzanlagen für Kampfflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg.
    Bei genauem Hinsehen zeichnen sich unweit des Schlackenweges Erdwälle in Form eines Flugzeuges ab. Es sind sogenannte Splitterboxen. Wallanlagen, in denen die Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges Kampfflugzeuge vor feindlichen Bombenangriffen zu schützen versuchte.
    Mindestes drei dieser Splitterboxen soll es heute noch im Heistmer Wald geben. Der war während des Krieges lediglich eine Schonung und bot daher wenig Schutz. Die Flieger mußten deshalb zusätzlich mit Tarnnetzen vor den Blicken der Aufklärer geschützt werden.
    „Die Flugzeuge wurden mit dem Motor voran in die Stellungen geschoben“, erzählte Ewald Both. Dadurch hätten die Sprengbomben, die alliierte Kampfflugzeuge ab 1943 verstärkt über der Marseille-Kaserne abwarfen, den Maschinen wenig anhaben können. Welche Flugzeuge die Luftwaffe im Wald versteckte, konnte Both nicht sagen. Die meisten Dokumente darüber seien während der Angriffe verbrannt oder kurz vor Ende des Krieges vernichtet worden.
    Der Heistmer Hobby-Historiker Ewald Both führte rund 20 Besucher zwei Stunden lang durch den Wald mit seinen zahlreichen Kriegszeugnissen. Eines davon war ein altes verrostetes Magazin, das vermutlich von einem Flakgeschütz stammte. Es lag den Teilnehmern der Führung gleichsam vor den Füßen.
    ...."
    http://www.uena.de/news/archiv/?id=1712219

    Aber geht glatt so weiter: "Mit den Motor voran in die Stellung geschoben"
    Ist auch ziemlich zweideutig,in doppelter Hinsicht, von der Zeitung formuliert.
     
  10. Hotte

    Hotte Alien

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    Und ne Marseille Kaserne gab es 1943 sicher auch noch nicht :?!

    Das die Maschinen mit den Motor vorran reingeschoben wurden ist ja auch
    100 % Richtig :D

    Aber ob die Mühle nun So oder So in der Box steht, das hat wohl mit der Wirkung der Sprengbomben absolut nix zu tun.

    Naja :TOP:

    Hotte
     
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