Usbekistan kündigt Kooperation mit NATO auf

Diskutiere Usbekistan kündigt Kooperation mit NATO auf im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; Usbekistan hat den USA das Nutzungsrecht für eine Luftwaffenbasis im Süden des zentralasiatischen Landes entzogen. Die US-Armee habe 180 Tage...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Bleiente, 30.07.2005
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    Usbekistan hat den USA das Nutzungsrecht für eine Luftwaffenbasis im Süden des zentralasiatischen Landes entzogen. Die US-Armee habe 180 Tage Zeit, um ihre Soldaten und Flugzeuge von der Militärbasis Karschi Chanabad abzuziehen, berichtete die Zeitung "Washington Post" am Samstag unter Berufung auf Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Ein entsprechendes Schreiben des usbekischen Außenministeriums sei am Freitag in der US-Botschaft in Taschkent eingegangen. Von der Basis aus wird vor allem die Region um Masar-i-Scharif in Nordafghanistan mit Hilfslieferungen versorgt. Ein Pentagonsprecher sagte, die US-Militäreinsätze in der Region hingen nicht von einer einzelnen Basis ab. Es handele sich um eine "diplomatische Angelegenheit".

    © Copyright AFP 30. Jul, 10:16 Uhr


    Wird die USA umplanen müssen ! Aber wie ?
     
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  3. #2 Bleiente, 03.08.2005
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    Was steckt hinter der Forderung Usbekistans nach der Auflösung des US-Stützpunktes?

    Was steckt hinter der Forderung Usbekistans nach der Auflösung des US-Stützpunktes?
    Das große Spiel um die Kontrolle über Zentralasien ist bereits seit Jahrhunderten im Gange. Manche Spieler werden durch andere abgelöst: Großbritannien, das seine imperialen Prätentionen verlor, wurde durch die USA ersetzt, die auch gleich die Prätentionen mitnahmen; Staaten, die erst im 20. Jahrhundert auf der Landkarte auftauchten, spielen nun ihr eigenes Spiel. Die jüngste Entwicklung in dieser Region - der signifikante Gipfel der Schangaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Astana, die Reise des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld durch die Länder Zentralasiens, die Forderung Usbekistans nach der Auflösung des amerikanischen Stützpunktes binnen eines halben Jahres - bilden nur eine weitere Etappe des Großen Spiels, in dem es jedem Teilnehmer nur um die eigenen Interessen geht.Die USA wollen auch nach der „Befriedung“ Afghanistans ihre militärisch-politische Präsenz in der Region behalten. Der erste Grund dafür ist, daß das Regime des derzeitigen Präsidenten dieses Landes, Hamid Karzai, auch nach den Parlamentswahlen, die auf diesen Herbst fallen, wohl kaum als fest bezeichnet werden kann. Und die USA werden auch künftig daran interessiert sein, eine Transportinfrastruktur für die Verlegung ihrer Truppen nach Afghanistan zu haben. Der zweite Grund ist, sich in der Region festzusetzen und sowohl Rußland, zu dessen traditioneller Einflußsphäre sie gehört, als auch China, das in Zentralasien ebenfalls seine Interessen hat, abzudrängen.


    Kompletter Artikel von Alexej Makarkin (Der Autor ist stellvertretender Generaldirektor des Zentrums für politische Technologien, RIA Nowosti )

    http://rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=17&idart=1465

    oder hier

    http://russlandonline.ru/mainmore.php?tpl=Usbekistan&iditem=128
    So damit hätten wir die erste russische Sicht der Dinge.
     
  4. #3 Bleiente, 21.11.2005
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    US-Kampfflugzeuge ganz aus Usbekistan abgezogen

    Das letzte in Usbekistan stationierte US-Kampfflugzeug hat um 15:40 Ortszeit die mittelasiatische Republik verlassen, teilt die US-Botschaft in Taschkent mit. Zum Abzug von dem Militärstützpunkt Chanabad überreichte ein US-Oberst einem usbekischen Militärvertreter Dankesurkunden für die Stationierung der amerikanischen Streitkräfte seit Beginn der Intervention in Afghanistan. Usbekistan hatte seit einem Jahr, unterstützt von den anderen mittelasiatischen Republiken, Russland und China des Abzug der amerikanischen Militärs gefordert.
    Montag, 21.11.2005
    http://www.aktuell.ru/russland/news/us_kampfflugzeuge_ganz_aus_usbekistan_abgezogen_12654.html
     
  5. #4 Bleiente, 23.11.2005
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    Brüssel (AP) Usbekistan will seinen Luftraum und den Landweg für den Nachschub der NATO-geführte ISAF-Mission in Afghanistan sperren. Dies teilten NATO-Kreise in Brüssel am Mittwoch mit. Vor allem die Truppen der Bundeswehr in Afghanistan beziehen ihren Nachschub über einen Stützpunkt im Süden Usbekistans. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte, die Bundesregierung sei in Kontakt mit usbekischen Behörden. Ziel sei, dass die Bundeswehr den Stützpunkt in Termes auch weiter nutzen könne. Andernfalls habe die Bundeswehr aber Alternativen in Afghanistan selbst oder anderswo, sagte der Sprecher. Die Bundeswehr hat in Termes etwa 300 Soldaten stationiert.
    Mittwoch 23. November 2005
    http://de.news.yahoo.com/051123/12/4rz12.html
     
  6. #5 Nimbus, 23.11.2005
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    Und was sind die Gründe für diese Schritte?
     
  7. Aurel

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    Oder die Bundeswehr hat in Afganistan nen Usbekengeneral geärgert, dessen Neffe nen Großonkel mit Beziehungen zur Usbekischen Regierungsmafia hat ?
    Gründe kann es sicher tausende geben.
    Nur macht das nicht grad viel Mut für den Fall das Afganistan noch heißer wird als es im Moment schon ist. Viele Berichte und Reportagen aus Afganistan sprechen aber leider von einer allmähligen Verschlechterung der Lage.
    Hoffen wir mal das unsere neue Kanzlerin nicht zu tief vor Dabbelju auf die Knie fällt.
     
  8. #7 Nimbus, 23.11.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23.11.2005
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  9. #8 Spike3835, 23.11.2005
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    Die Entziehung der Nutzungsrechte hat einen längeren Hintergrund. Es ist nach Berichten des Spiegel vor einiger Zeit nicht überraschend sondern von langer Hand vorbereitet. Ich denke der Artikel ist bestimmt schon 2-3 Monate alt. Drahtzieher ist dabei Moskau. Den Herren im Kremel sind die amerikanischen Streitkäfte in ihrem Hinterhof schon länger ein Dorn im Auge. Die nächsten Ländern, die die Herren aus Washington als unerwünschte Personen des Landes verweisen werden, werden Kasachstan, Tadschikistan und Kirgisien sein.
     
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  11. #9 Bleiente, 24.11.2005
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    Nach der Ausweisung von US-Truppen will Usbekistan mehreren Nato-Staaten die Überflugrechte für den Einsatz in Afghanistan entziehen. Deutschland ist zunächst nicht betroffen, sieht sich inzwischen aber nach Alternativen zu der früheren Sowjetrepublik um.
    Von Januar an dürften Nato-Militärflugzeuge aus Spanien, Belgien, den Niederlanden sowie aus dem neutralen Schweden nicht mehr über das zentralasiatische Land fliegen, sagte ein Mitarbeiter des usbekischen Außenministeriums am Donnerstag in Taschkent. Das gleiche Verbot droht nach inoffiziellen Angaben auch Frankreich und Großbritannien. Usbekistan ist für die europäischen Mitglieder der Afghanistan-Schutztruppe Isaf der wichtigste Zugang zu ihrem Einsatzgebiet.
    Gegen den Bundeswehrstützpunkt Termes im Süden Usbekistans an der Grenze zu Afghanistan seien keine Sanktionen ausgesprochen worden, zitierte die Agentur Interfax den usbekischen Diplomaten. Angesichts der unsicher gewordenen Lage prüfe die Bundesregierung aber Alternativen zu Termes, sagte der neue Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.
    Seit dem Massaker usbekischer Sicherheitskräfte an mehreren hundert Demonstranten in der Stadt Andischan im Mai ist das Verhältnis zwischen Usbekistan und dem Westen gespannt. Der autoritäre Präsident Islam Karimow hat aus Verärgerung über westliche Kritik bereits US-Truppen des Landes verwiesen. Diese räumten am Montag den Stützpunkt Chanabad.
    Deutschland spreche mit der Nato über andere Möglichkeiten, die in Afghanistan stationierten Truppen zu versorgen, sagte Wilhelm. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, betonte, die Versorgung der deutschen Soldaten in Afghanistan über den Luftwaffenstützpunkt Termes sei gewährleistet.
    Zu dem Flugverbot über Usbekistan erklärte die Nato in Brüssel: „Dies wird nicht unsere Fähigkeit zur Versorgung der Soldaten beeinträchtigen.“ Das Bündnis suche aber nach Alternativen. Wilhelm sagte, die Bundesregierung führe auch Gespräche mit der usbekischen Regierung. Usbekistan habe als Nachbarstaat sicherlich ein eigenes Interesse an der Stabilität Afghanistans. Wohin die Bundeswehr ihren wichtigen Umschlagplatz mit 300 Soldaten verlegen könnte, wurde nicht gesagt. Eine Möglichkeit wäre Masar-i-Scharif in Afghanistan selbst. Allerdings will die Bundeswehr möglichst unabhängig von ihrem Einsatzland sein.
    Außerhalb von Usbekistan kann die Isaf nur zwei Landeplätze nutzen: die französische Luftwaffe hat einen Stützpunkt in Duschanbe in Tadschikistan, die USA unterhalten die Basis Kant in Kirgisien. Karimow näherte sich nach dem Zerwürfnis mit dem Westen wieder an Russland an. Der von den US-Truppen geräumte Stützpunkt Chanabad könne bald von der russischen Luftwaffe übernommen werden, sagten Offiziere im Verteidigungsministerium in Moskau.

    http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1145580
     
  12. #10 Bleiente, 24.11.2005
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    Oder auch nicht, hierzu der russische Vizeregierungschef und Verteidigungsminister Sergej Iwanow:
    "...Der Vizeregierungschef versicherte ferner, dass Russland keine Pläne hat, einen Militärstützpunkt im usbekischen Chanabad einzurichten. "Ich weiß nicht, wer diese Ente in die Welt gesetzt hat", sagte Iwanow.

    Russland habe bereits einen Militärstützpunkt in der asiatischen Region - im kirgisischen Kant. Eine zweite Basis wäre überflüssig.
    Der Militärstützpunkt war bis zuletzt von den USA zur Absicherung der Anti-Terror-Operation in Afghanistan genutzt worden. Unter Druck von Taschkent, dessen Beziehungen zu Washington sich nach dem Blutbad in Andischan (Mai 2005) deutlich abgekühlt haben, beschloss das Pentagon, den Stützpunkt in Chanabad zu räumen. Die Administration von Präsident George W. Bush hatte Taschkent zu einer unabhängigen Untersuchung der tragischen Ereignisse in Andischan aufgefordert, als nach Behauptung von Menschenrechtlern Hunderte wehrlose Bürger niedergeschossen worden waren. ..."

    http://de.rian.ru/world/20051124/42206091.html

    Der letzte Absatz ist als Kommentar ist eine recht rüde Begründung.
     
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