1/72 Martin Marietta X-24A & X-24B – Mach 2

Diskutiere 1/72 Martin Marietta X-24A & X-24B – Mach 2 im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Das Forschungsflugzeug X-24 spielte auf dem Weg zum Space Shuttle eine wichtige Rolle. Es gehörte zu einer Reihe von flügellosen...
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Das Forschungsflugzeug X-24 spielte auf dem Weg zum Space Shuttle eine wichtige Rolle. Es gehörte zu einer Reihe von flügellosen Auftriebskörpern, die im NASA Flugversuchszentrum in Edwards, California von 1963 bis 1975 getestet wurden. In den Versuchen sollte nachgewiesen werden, dass es möglich ist, derartige Flugkörper nach der Rückkehr aus dem Weltall kontrolliert und sicher zu fliegen und an einem vorbestimmten Ort zu landen.

Der zum Fliegen notwendige aerodynamische Auftrieb derartiger "Auftriebskörper" wird durch deren Körperform erzeugt. Feste Flossen und bewegliche Klappen dienen zur Stabilisierung und Steuerung des Flugwegs. Mit einem Raketenmotor versehen, konnte die X-24 nach dem Abwurf vom Trägerflugzeug auf Überschallgeschwindigkeit und große Flughöhen beschleunigen, um dann antriebslos zur Landung zu "segeln".

Die X-24A flog insgesamt 28 Mal. Sie erreichte eine Geschwindigkeit von Mach 1,6 und max. 13,2 km Höhe. Die in der X-24A untersuchte Form wurde 1995-2001 nochmals für das X-38 Crew Return Vehicle (CRV) verwendet, das für die internationale Raumstation ISS gedacht war.

1972 wurde die X-24A zur X-24B umgebaut, wobei sich die Form drastisch änderte, sozusagen von der fliegenden Kartoffel zum Pfeilflugzeug. Jetzt wurden Mach 1,76 und 22,6 km Höhe erflogen. Die X-24B flog 36-mal. Heute steht sie im Air Force Museum in Dayton, Ohio.

Literatur:
[1] Jay Miller, Charles Yeager: The X-Planes. X-1 to X-29, Specialty Press (MN), 1983
[2] Hans-Jürgen Becker: NASA Luftfahrtforschung und bahnbrechende Entwicklungen, Motorbuch-Verlag, 2005
[3] NASA - Dryden Image Gallery :!:sehr empfehlenswert :!:
 
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Die Schachtel des Mach2-Bausatzes ist unerwartet riesig: 40 x 26 x 3,5 cm3. Sie enthält lediglich einen Gussrahmen, einen Abziehbilderbogen, ein Blatt mit Skizzen und ein paar lose Teile. Ganz im Unterschied zu den spartanisch kleinen Boxen der anderen Prototypen, die immer so voll sind, dass man hinterher den Deckel kaum mehr wieder bekommt. Die Formen des vorliegenden Bausatzes stammen aus dem Jahre 2000. Daher vermutlich das etwas großzügigere Design. Außerdem sind sie weniger abgenutzt als bei älteren Mach2-Modellen.
 
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Die Bauanleitung ist, wie gewohnt: Einfach und auf dem Kopierer vervielfältigt.
 
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Alle Teile sind übersichtlich an dem einen riesigen Gussast angebracht. Hier die Rückseite.
 
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Und hier die Vorderseite. Oben und Mitte rechts die Teile für die X-24B. Mitte links und unten die X-24A. Man kann die X-24 also zweimal vollständig bauen. Aber Vorsicht! Am Ende nicht zusammen fotografieren, denn es gab immer nur EIN Flugzeug in unterschiedlichen Bauformen.:FFTeufel: Aus diesem Grund sind viele Teile der beiden Versionen auch im Bausatz identisch: Fahrwerksschächte, Cockpits, Heckflossen, Antrieb und Heckklappen.:)
 
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Nun zur Kontrolle der Formen anhand der Zeichnungen aus [1]: Länge und Spannweite passen schon mal ganz gut.:)

Die vordere Rumpfhälfte der X-24A ist etwas zu plump (rundlich), die Flossen sollten unten etwas gekürzt und tiefer mit dem Rumpf verbunden werden. Ich kann im Moment nicht absehen, ob dies beim Bau möglich sein wird. An der Basis der Flosse sieht man zwei tiefe Senkstellen zum Spachteln. Die Gravuren der Ruder sind zu schwach, die der Rumpfpanels sind mir (wie immer) zu stark auch wenn sie hier sehr harmlos sind.



Die X-24B ist ein paar Grad zu spitz. Ich vermute, dass man damit leben muss, denn andernfalls müsste man am Flügel sehr viel Material zusätzlich anbringen. Auch hier sollte man versuchen, die Flossenvorderkanten etwas nach unten zu ziehen.

 
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Hier die beiliegenden Abziehbilder und zwei gegossene, zueinander identische Cockpithauben.
 
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Die Qualität der Hauben ist sehr mau. Ich habe sie nur deshalb auf die Cockpitöffnung gelegt, um den Übergang zum Rumpf zu prüfen. Bei der X-24A (links) bleibt ein größerer Spalt als bei der B (rechts). Mein Vorschlag wäre, die Kanzel anzupassen, abzuformen und dann ein Tiefziehteil anzufertigen.
 
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Dieses "vereiste Wegkreuz" ist die Instrumentenkonsole. Eines hängt am Gussast, das andere liegt lose bei. Ich habe keine Ahnung, ob das Absicht ist oder wo das (samt Gussast) abgebrochen sein soll. Hier ist die Idee, das Ding glatt zu schleifen und eine Kopie der Cockpitfotos aus den Bildern in [3] aufzukleben.
 
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Eine der insgesamt vier Flossen im Detail, mit den oben erwähnten Senkstellen und schwachen Gravuren. Das lässt sich richten. Oben rechts ein Teil des Raketenmotors.
 
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Die Oberfläche hat "Pfirsichhaut" und ist damit für ein Naturmetallfinish der X-24A zu rau.
 
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Die X-24B dagegen kann man teilweise oder vollständig in Weiß spritzen.
 
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Hauptfahrwerksstreben, Flugzeugheck und der Bugfahrwerksschacht.
 
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Mit der "Hellebarde" hat man versucht, das Staurohr am Bug inklusive Anstellwinkelgeber als Spritzgussteil nachzubilden. Das lässt sich aber ersetzen und verbessern. Die Räder kommen mir für den Maßstab OK vor.
 
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Hier die Cockpitwanne mit den Fußpedalen. Auch das ist für den Maßstab voll OK.
 
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Die Unterseite der X-24B ist auf der Innenseite etwas beschädigt. Das kann man aber wegschleifen. Außerdem hat es im Innenraum genügend Platz. Nasenbalast sollte man beim Bau nicht vergessen!
 
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Hier 3 von 7 Raketendüsen und ein Hauptfahrwerksschacht. Die fehlende Düse ist zu verschmerzen, sie hatte sich schon vor dem Verschließen des Plastikbeutels verabschiedet.




So, das war’s. Ich wünsche allen (und mir selbst) viel Spaß beim Bau und am fertigen Modell. :)
 
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