1/72 Tu-22 K Blinder B – Revell

Diskutiere 1/72 Tu-22 K Blinder B – Revell im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; MfG Josef

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    MfG Josef
     

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    Das vierte Modell von ESCI

    Hier das vierte Modell von ESCI.
    Es gibt noch ein Modell eines russ. Bombers von einer anderen Firma aus dem Osten.
    Der Name dieses Typs fällt mir aber jetzt gerade nicht ein.
    Ist aber somit ein fünftes Modell und es gibt diesen Bausatz seit dem letzten Jahr.
    MfG Josef
     

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  4. #3 Rapier, 14.12.2005
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2005
    Rapier

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    Tu-22 K “Blinder B”; Revell; 04371 ; 1/72

    Zum Original vielleicht mal ein paar Auszüge aus einem Buch (Wilfried Kopenhagen, Sowjetische Bombenflugzeuge, 1. Aufl. 1989, transpress Verlag Berlin), das in den derzeit erreichbaren Quellen nicht mehr ganz präsent sein dürfte.

    Die Tu-22 (damals noch von der NATO „Beauty“ – jetzt „Blinder“ – codiert) war der Höhepunkt der Luftfahrtschau am 09.07.1961 in Tuschino. Ab 1963 erfolgte die Zuführung der Serienmaschinen, womit die sowjetischen Fern- und Marinefliegerkräfte erstmals über eine Überschall-Einsatz-Kampfmaschine verfügten. Zum Tag der Luftfahrt 1967 (dann in Domodedowo) wurden 22 Einsatzmaschinen dem Publikum vorgeführt, deren vergrößerte Triebwerksgondeln auf den sich später bestätigten Einbau der Kolessow WD-7 Triebwerke mit je 170,0 KN Schub hindeuteten. Die Tu-22 wurde mehrfach modifiziert. A. N. Tupolew hatte darauf nur noch bis zu seinem Tod Einfluss. Jedoch sind die markanten Antistoßwellenkörper und die Betankungsstutzen auf ihn zurückzuführen.

    Die Tu-22 als freitragender Ganzmetalltiefdecker wurde nach der Flächenregel gestaltet. Die sich daraus ergebende Wespentaille (die am Modell eben nicht so vorhanden ist) gibt Anlass zu einiger Kritik am Bausatz.

    Flugi hat dies im Modellversium bei Bausatzvorstellung

    http://www.modellversium.de/kit/artikel.php?id=1027&origin=sparte

    und Rollout

    http://www.modellversium.de/galerie/artikel.php?id=830

    deutlich gemacht. Andere Modellbaufreunde

    Volker Helms (Bausatzvorstellung)

    http://www.ipmsdeutschland.de/FirstLook/Revell/Rev_Tu-22B/Rev_Tu-22B.html

    Bill dye (Modell)

    http://hsfeatures.com/tu22bd_1.htm

    Meindert de Vreeze (Modell)

    http://www.xs4all.nl/~designer/models/blinder/blinder.htm

    Scott van Aken (Bausatzvorstellung)

    http://modelingmadness.com/scotts/korean/esci/esci9098.htm

    Fred Krause (Bausatzvorstellung)

    http://modelingmadness.com/reviews/mod/krauseblinder.htm

    sehen dies ebenso. Ken Duffey hat einige gute Detailfotos zur Blinder unter

    http://www.lindenhillimports.com/tu-22.htm

    zusammengetragen.

    Es mag dem Bausatz, der ca. 14 Jahre alt ist, zugegeben werden, dass er in einer Zeit recherchiert wurde, als die Unterlagen noch nicht vorhanden waren. Aber grundlegende Aussagen – z. B. das Ausschießen der Schleudersitze nach untern – waren auch damals in o. g. Quelle schon angegeben.

    Es trifft zu, dass Irak und Lybien keine Nachtanksonden bei ihren Maschinen hatten. Jedoch der Umbau in eine Tu-22 KD oder eben der Bau der beiden sowjetischen Maschinen macht – neben den von Flugi oben angegebenen Umbauten viel Eigeninitiative nötig.

    Wenn man mit Fehlern des Bausatzes (Winkel und Ausmaße Tragflächen/Höhenleitwerk und Rumpf in seinen Proportionen) leben kann – und will – den sonst kommt Aufwand wie bei MUF’s Backfire zustande, ist es eine passable Wiedergabe des Originals, nicht mehr und nicht weniger.

    Von der Tu-22 wurden Varianten zum Marschflugkörpertransport, zur Aufklärung und zur elektronischen Kriegsführung sowie eine Schulvariante abgeleitet. Die Blinder ist teilweise noch heute im Dienst, womit sie ihr amerikanisches Gegenstück, die B-58 Hustler deutlich überlebt hat. Kampfeinsätze gab es im Iran/Irak Krieg, intern im Irak (Kurdistan) von Lybien aus im Tschad und Sudan sowie sowjetischerseits in Afghanistan.

    Was mir jedoch schleierhaft ist – Frage an alle USNavy-Spezialisten – das Deckelbild gibt den Überführungsflug nach Lybien wieder. Die F-4 sind soweit ok. Aber VF-51 und dann noch als Trägerschiff die TR - also da hab ich entweder einen Zeitsprung oder ein Verständnisproblem.:?!
     

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    Flying_Wings und neo gefällt das.
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    Die Bauanleitung ist übersichtlich und leicht verständlich. Die gut recherchierten Bemalungsvarianten lassen zwei sowjetische Maschinen Ender der 80er Jahre, eine irakische und zwei Lybische (eine vor und eine nach Gadafi’s Machtübernahme).
     

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  6. Rapier

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    Dementsprechend sorgfältig sind die Abziehbilder ausgeführt. Sicher lässt sich über den Grünton streiten, aber ich find ihn nicht unangemessen überhellt.
     

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    Die Größe der Gussäste ist - schon bedingt durch die bloßen Modellmaße - beachtlich. Hinzukommt aber, dass ESCI seinerzeit keine Teilelemente wie andere Hersteller für seine Formen wählte. D. h. eine volle jeweilige Halbschale von Rumpfseiten und Tragflächenober-/-unterseite ist zu verarbeiten. Die Klebeprobleme liegen auf der Hand.
     

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  8. Rapier

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    Dennoch liegen sorgfältig ausgearbeitete nahezu gratlose Spritzlinge vor, die gut detailliert sind, wenngleich nicht alles stimmig ist. Was ich damit sagen will, ist – beim Bauen direkt aus der Kiste kann ein passables und vor allem schnittiges Modell gebaut werden. Die aerodynamische Güte der Blinder ist nicht zu bestreiten.
     

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    Die Cockpitdetaillierung (man sieht eh’ nichts durch die schmalen Sehschlitzen von Pilot, Navigator und Bombenschütze) ist zu vernachlässigen.:FFTeufel:
     

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  10. Rapier

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    Die Triebwerke dagegen sind ordentlich aufgemacht und durchaus nutzbar.
     

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  11. Rapier

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    Da ein Sprue D fehlt, gehe ich davon aus, dass dieser seinerzeit bei ESCI die Alternativteile für die Tu-22KD (Bodenwanne für AS-4 Flugkörper, Radar und Flugkörper) beeinhaltet. Nur folgerichtig ist auf dem im Revell-Bausatz enthaltenen Sprue E die Bombenlast/-wanne der Blinder B, also die konventionale Bewaffnung.:!:
     

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  12. Rapier

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    Die Klarsichtteile sind (soweit dieses überhaupt gebraucht wird) relativ klar durchsichtig und somit nutzbar.
     

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    Die Maßhaltigkeit ist eher „interpretationsbedürftig“. Will meinen – wenn die Proportionen (für den subjektiven Betrachter – so Ken Duffey zum Weg des „brauchbaren“ Su-27 Modells) stimmen, sollte man’s lassen. Die Blinder auf Riss-Genauigkeit zu bringen, ist nahezu ein Scratchbau – keine Verhältnismäßigkeit.:FFCry:

    Flugi hat zum Problem Wespentaille schon oben geschrieben – das setzt sich in den gesamten Hinterrumpfproportionen fort.
     

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    Damit einher geht, dass der Winkel und die Lage des Höhenleitwerks auch Lücken lassen.
     

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  15. Rapier

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    Wenn man dieses Abstellen will, bleibt nur das Auffüttern des Spalts mit Plastiksheet – wie bei den Flächen auch.

    Man sollte also ernsthaft in Erwägung ziehen, einfach das Modell zu bauen – so wie es ist. Eine gebaue Replik des Vorbilds zu schaffen, artet in’s Uferlose aus.;)
     

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  16. Rapier

    Rapier Space Cadet

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    1. Die Oberflächengüte, Verarbeitung, Detaillierungsgrad und "Ausstattung" eines Bausatzes hat meistens wenig mit dessen Maßhaltigkeit und Maßstabstreue zu tun.

    2. Gerade das hat aber meine von Sen-Zero zitierte Bemerkung ausgelöst. Man kann aus dem Bausatz ein sauberes Modell bauen, was durchaus einer Tu-22 nahekommt. Die wesentlichen Merkmale sind getroffen und die Proportionen insoweit stimmig. Genau diese Philosophie hatte Ken Duffey bei der Flanker Mitte der 90er. Da waren Hasegawa, Italeri und Airfix - die alle nicht 100%ig stimmen - aber es kommt drauf an, dass das Modell eben wie 'ne Tu-22 aussieht. Und das macht der Revell-Bausatz allemal.

    3. Was, wenn die "gravierendsten" Fehler einem Neubau gleichkommen? Ab wann ist ein Fehler gravierend? Ich denke, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Den einen stört eine falsche Pitot-Sonde, der andere kann mit falsch dimensioniertenb Triebwerksauslässen durchaus leben, wenn sie gut genug detailliert sind.

    Egal - mal sehen, ob (außer Flugi) demnächst gebaute Exemplare auftauchen.
     
  17. Flugi

    Flugi Alien

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    ... und
    4. Der Zusammenbau eines Plastikmodellbausatzes ist eine Freizeitbeschäftigung und soll in erster Linie Spass bereiten.
    Er soll weiter die motorische Fingerfertigkeit des Bastlers schulen, die geistige, vielleicht auch die intellektuelle Fantasie anregen und das fertige Modell soll eine Befriedigung über das Erreichte, einen inneren Stolz auslösen.
    Die innere Befriedigung, ein Modell genau wie das Original zu bauen, kommt erst mit den Jahren, nachdem die Phase der Fingerfertigkeit und der Umgang mit Material und Farben überstanden ist. Aber auch hier kommt es immer wieder zu Lernprozessen, wie im wahren Leben.
    Ein Modell wird meist dann am authentischsten, wenn eine innere Beziehung, eine Affinität zum Original besteht, bestand oder aufgebaut wurde.
    Und wenn man dann 400 Modelle gebaut hat, kommt die nächste Erkenntnis, es wird immer ein Modell bleiben und das Original nie wirklich erreichen. ;)
     
  18. Deino

    Deino Alien
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    Esci -> Italeri -> Revell
     

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    Hallo

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  21. AE

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    die Decals sind leicht verändert, damit nicht alle die selben Modelle bauen
     

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