Abhörgerät WW2 ?

Diskutiere Abhörgerät WW2 ? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; hi, hat jemand vielleicht eine ahnung zur funktionsweise dieser abhörstation, sieht eher nach eine satellitenschüssel aus ? schon sehr...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 doppeldecker, 30.03.2010
    doppeldecker

    doppeldecker Sportflieger

    Dabei seit:
    13.05.2009
    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Frankfurt
    hi,

    hat jemand vielleicht eine ahnung zur funktionsweise
    dieser abhörstation, sieht eher nach eine satellitenschüssel aus ?
    schon sehr interessant was man schon damals so eingesetzt hat

    grüße
    :HOT:
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Reinhard, 30.03.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.03.2010
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Das ist keine Abhörstation, sondern ein Horchgerät.
    Die Funktionsweise zeigt eigentlich die Bildunterschrift:
    UBz: eines der riesigen Horchgeräte, die auch das leiseste Motorengeräusch auffangen.

    Das technische Grundprinzip hat schon etwas Ähnlichkeit mit einer Satellitenschüssel.

    Die ganzen komischen Konstruktionen an dem Ding dienten dazu,die Richtung und Pi mal Daumen Entfernung anfliegender Flugzeuge festzustellen.Und alles im hörbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums-also im Bereich des für den Menschen hörbaren Schalls.
    Auf dem Bild sieht man ja recht deutlich,daß rechts und links einer horcht, und der in der Mitte das Ding vermutlich dreht.Im Seitenwinkel und Höhenwinkel.Daraus konnte man damals ausreichende Angaben über einen anfliegenden Luftgegner ermitteln.

    Zu der Zeit war das auch keine technologische Meisterleistung, selbst in der Sowjetunion gab es ähnliches. Ganz normaler Stand der Technik vor 70 Jahren.
     
  4. #3 albatros32, 30.03.2010
    albatros32

    albatros32 Flieger-Ass

    Dabei seit:
    17.10.2006
    Beiträge:
    407
    Zustimmungen:
    29
    Ort:
    Zw.Rhein und Maas
    Hi Doppeldecker !
    Schönes Bild hast du da ausgegraben !
    Es zeigt einen "Ringtrichter-Richtungshörer" (RRH) der Luftwaffe.
    Vorläufer dieser Geräte ( mit 4 einzeln montierten Trichtern) wurden schon im I.WK. benutzt.
    Der RRH konnte mit Hilfe des Sonderanhängers 104 in einer Last verfahren werden.Die Anbringung der "Trichter" als Ring ersparte das Ausrichten dieser nach dem Instellunggehen, wodurch die Einsatzfähigkeit schneller hergestellt werden konnte.
    Flugzeuge konnten ( je nach Wetterlage ) auf Entfernungen zwischen 12000-15000 m mit einer Abweichung von +/- 2° in Höhe und seite geortet werden.
    In der Mitte sitzt der "K7", welcher den "Verzugsrechner" bedient, links der "K8" am Seitentrichter und rechts der "K9" am Höhentrichter.
    Einfache Erklärung der Funktionsweise :
    Höhen- und Seitenrichter schwenken die Trichter solange, bis auf ihren jeweiligen "Kopfhörern" das Geräusch in beiden Ohren gleich klingt und melden dann an den "K7" : "Mitteleindruck" , worauf dieser mit Hilfe des (mechanischen) Verzugsrechners die Differenz zwischen dem Zeitpunkt des Entstehens des Schalls und dem Eintreffen am RRH ermittelt und somit den Vorhalt des angeschloßenen Scheinwerfers ( oder seltener direkt der Flak) bestimmt.

    Wenn du´s selber mal testen möchtest, gibt´s dazu einen Versuch aus einer Kindersendung:
    Nimm 2 Trichter und befestige sie z.B. an einer Mütze etc. . Verbinde nun die Trichterenden mithilfe kleiner Schläuche mit deinen Ohren.
    Sofern du beide Trichter schön gerade ausgerichtet hast, wirst du sehr genau bestimmen können, aus welcher Richtung ein Geräusch ertönt !:TD:
     
  5. L29

    L29 Testpilot

    Dabei seit:
    04.07.2005
    Beiträge:
    679
    Zustimmungen:
    35
    Beruf:
    Elektroniker
    Ort:
    LOWK
    also mit dem elektromagnetischem Spektrum hat das nichts zu tun, weil Schallwellen keine EM-Wellen sind, sondern Druckwellen (Longitudinalwellen)
    EM-Wellen wären (im sichtbaren Bereich) das Licht.

    das Gerät funktioniert in etwa wie ein Gramophon und verstärkt die Schallwellen in den großen Trichtern. ich denke dann werden die Schallwellen von einem Mikrophon aufgenommen und evtl verstärkt an die Kopfhörer weitergegeben.
     
  6. #5 derBruchpilot, 30.03.2010
    derBruchpilot

    derBruchpilot Fluglehrer

    Dabei seit:
    14.01.2005
    Beiträge:
    180
    Zustimmungen:
    31
    Ort:
    Koblenz

    Anhänge:

  7. Anzeige

    Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  8. #6 Reinhard, 30.03.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.03.2010
    Reinhard

    Reinhard Guest

    @L29,
    ach,hör auf mit solchem Unsinn.
    Im Grundprinzip überlagert sich deine pseudowissenschaftliche Deutung mit meiner Erklärung.
     
  9. #7 doppeldecker, 31.03.2010
    doppeldecker

    doppeldecker Sportflieger

    Dabei seit:
    13.05.2009
    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Frankfurt
    klasse & danke für eure mühe !
    jetzt bin ich wieder ein bissle schlauer ::TOP:
     
Moderatoren: mcnoch
Thema:

Abhörgerät WW2 ?