Absturz MiG CSSR im Bayrischen Wald?

Diskutiere Absturz MiG CSSR im Bayrischen Wald? im Andere Konflikte Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Habe gerade mal bei eBay durchgeschaut und habe das gefunden. Zitat: Das Teil ist aus einem Absturz, wie auch die übrigen MiG-15/17 Teile in...
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Habe gerade mal bei eBay durchgeschaut und habe das gefunden.

Zitat:
Das Teil ist aus einem Absturz, wie auch die übrigen MiG-15/17 Teile in anderen Auktionen von mir. Der Unfall ereignete sich ca 1961 im Bayerischen Wald. Bei aufliegender Wolckendecke hatten eine Mig-15 und eine MiG-17 im Tiefstflug Baumberührung. Entweder hatten sich die Piloten verirrt, oder sie wollten im Westen Urlaub machen! Das Teil war in der Tragfläche eingebaut. Entweder für Querruder oder Landeklappen ansteuerung. + Versandkosten 10,-€ für Deutschland, Ausland nach Anfrage.


Das ist doch Unsinn oder weis jemand was darüber?!

MFG SRO
 
EDGE-Henning

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Warum also sollte sich ein CSSR-Pilot nicht auch mal in den Westen verirren? Ob Absichtlich oder Fahrlässig lassen wir mal dahingestellt....

Hier der Beweis:

(c) Fighting Colors "MiG-21"

Das ist aus dem MiG-21 Heft aus der "Fighting Colors" -Serie von Squadron Signal, SRO.
Wie alle Squadron Signal Hefte sehr zu empfehlen!
 
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Tja an die ehemalige CSSR habe ich garnicht gedacht,
ich hatte an eine NVA - Maschine gedacht.
Aber trozdem sehr interessant!

ja so wie das mit dem Auslöser aussieht....

@Psycho-Dude Danke für die Info.Aus welcher Zeitung ist denn der Artikel?

MFG SRO
 
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FredRomminger

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MIG 21 - Absturz am 25.11.1968

In dem Jahrbuch des Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein - 1998 - hat ich u.a. mit Daten aus meinem umfangreichem Archiv mitgeholfen, eine umfassende Chronik der Flugunfälle im Chiemgau (das Land um den Chiemsee im Landkreis Traunstein) zu erstellen, u.a. auch die Notlandung der tschechischen MIG 21 bei Kraimoos. Der tote 29 jährige Pilot Oberleutnant "Frantisek Kvapil" aus Pribram wollte in den Westen überlaufen. Die Maschine flog über den Österreichischen luftraum in den Bayerischen Raum ein. Hubschrauber des HTG 64 hatten kurz vor der mißglückten Notlandung die Maschine geortet, aber wieder aus den Augen verloren. Beim Grenzübergan g Furth im Wald wurde der blumengeschmückte Sarg den tschenchischen Behörden übergeben und das Wrack von einem Luftwaffenberge-kommando nach Manching zur Auswertung gebracht
Im Nieder- und Oberbayerischen Raum kam es öfters zu Luftraum-verletzungen durch östlichen Militärmaschinen, z.B. landete ein tschech. Mil-Hubschrauber bei der Raststätte Bernau am Chiemsee. Auch dieser Hubi wurde nach der Auswertung in Manching an die CSSR zurückgegeben! .....
All diese Daten befinden sich in meiner in Arbeit befindlichen Duko über "Crash im Süddeutschen Raum, seit Anbeginn der Luftfahrt bis heute!"
22.06.1961 F-100 - Absturz am Chiemsee....
12.08.1957 AT-6 Zieldarsteller Absturz bei Traunstein
13.06.1944 B-24 Absturz am Surberg
25.04.1945 Lancesterlandung bei Erlstätt..

mfg Fred
 
Bleiente

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:Ich bin sehr an dieser und vergleichbarer Gesichten interessiert! ...
@Veith,
vielleicht interessiert Dich dann dieser Artikel auch ?

Eine kleine Zeremonie findet am heutigen Samstag um 10.45 Uhr in Kraimoos statt. Es wird ein Marterl aufgestellt als Erinnerung an den Absturz einer tschechischen MIG 21 am 25. November 1968, bei dem der Pilot ums Leben kam. Hauptinitiator dieses Gedenkens ist Alfons Wieshuber aus Unterweißenkirchen, selbst ehemaliger Starfighterpilot. Zu der Gedenkfeier, bei der Pfarrer Josef Kreuzpointner das Marterl segnen wird, erwarten die Veranstalter auch zwei Generäle, davon einen aus Tschechien.
Unter der Überschrift »Der Pilot erlebte die Freiheit nicht mehr« berichtete das Traunsteiner Wochenblatt von dem spektakulären Absturz: Kurz vor 15 Uhr an jenem 25. November versuchte dem Bericht zufolge ein tschechischer Oberleutnant seinen Düsenjäger auf einer Wiese nördlich von Kraimoos aufzusetzen. Dabei sei die Maschine jedoch nach etwa 30 Metern in einen Waldzipfel geraten und habe, bei einer geschätzten Geschwindigkeit von wenigstens 200 km/h, wie der Berichterstatter einer überregionalen Zeitung herausgefunden zu haben glaubte, eine große Schneise in den Wald gerissen. Dabei sei das Flugzeug weitgehend zerstört worden, der Pilot, der verheiratete 29-jährige Oberleutnant Frantisek Kvapil aus Pribram sei von einem splitternden Baum am Kopf tödlich getroffen worden. Der Traunsteiner Chefarzt Dr. Franz Huber habe nur noch seinen Tod feststellen können. .....
http://www.traunsteiner-tagblatt.de/includes/mehr.php?id=10366

Obwohl den Absturz selber hatten wir ja weiter oben schon.
Ach ja falls man sich in Preussen fragt was ein "Marterl" ist :
http://de.wikipedia.org/wiki/Flurkreuz
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildstock


Sehr löbliche und vorbildhafte Geste, dem Piloten zu gedenken. :TOP: Auch etwas was erst jetzt möglich ist und zu Blockzeiten wohl völlig undenkbar gewesen wäre.
 
Bleiente

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Und noch einer :
"
Wir gedenken aller ehrenhafter Flieger, auf welcher Seite sie auch gestanden haben", machte bei der Feierstunde an der Absturzstelle der Vorsitzende des Jägerkreises Süd, Generalmajor a. D. Gunter Lange (Neuburg a. d. Donau) deutlich. Der frühere Kommodore des Jagdgeschwaders 74 "Mölders" in Neuburg, Militärattaché in Moskau und Kommandeur der 4. Luftwaffendivison in Kalkar, hegte an der Überläufer-Version erhebliche Zweifel. Jeder Flugzeugführer wisse, was im Cockpit eines Kampfflugzeuges alles möglich sei: Elektrikausfall, Versagen der Navigationsinstrumente, bewusst gestörte Signale des Gegners oder der Verlust der Orientierung.
http://www.chiemgau-online.de/lokalnachrichten/tt_text.php?id=14486
 
ManfredB

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Veith

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Danke,
ich hatte bisher eine Fahnenflucht vermutet. Diese Aussage ist allerdings recht eindeutig: "Nachdem Kvapil den Flugplatz Fürstenfeldbruck überflogen hatte und trotz Landefreigabe weiterflog, wird vermutet, dass er die Orientierung verloren hatte und den Versuch unternahm, in sein Heimatland zurückzufliegen. Dazu reichte der Treibstoff nicht mehr aus."
 
ManfredB

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@Veith, in Ergänzung dazu noch eine der verfügbaren Seiten in tschechischer Sprache
==> Pomníky letců - Pomníky letců - Německo - Československé letectvo 1945 - 1992 - 25.11.1968 - npor.František Kvapil
==> google-Übersetzung

Ausschnitt /Zitat:
... Die Tatsache, dass das Flugzeug beim Versuch, nach 1989 wegzufliegen, abstürzte, wurde von einigen Fachzeitschriften verbreitet. Diese Hypothese wurde sicherlich in der Zeit nach August 1968 aufgezeichnet, in der das Ereignis eintrat. Die Untersuchung ergab jedoch eindeutig einen Orientierungsverlust.
Npor. František Kvapil, Pilot der 1. Klasse, Mitglied der 1. SLP in České Budějovice, verlor seine Orientierung und meldete diesen Zustand nicht. In einem verzweifelten Versuch, seinen Standort herauszufinden, flog er zuerst in das Gebiet Österreichs und dann in den Südosten Deutschlands. Während des Fluges verpasste er 17 permanente Flughäfen, auf denen er landen konnte. Er wollte jedoch nicht desertieren und suchte immer noch nach seiner Position
. ...
Interessant der Fakt mit den 17 'verpassten' Flugplätzen ....
 
Veith

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Ich kann kein Tschechisch, aber der übersetzte Satz liest sich komisch: "Die Tatsache, dass das Flugzeug beim Versuch, nach 1989 wegzufliegen, abstürzte, wurde von einigen Fachzeitschriften verbreitet."

Meine Spekulation: "Dass das Flugzeug beim Versuch wegzufliegen [abzuhauen] abstürzte, wurde nach 1989 von einigen Fachzeitschriften verbreitet." Woher Google "Die Tatsache" hernimmt, weiß ich nicht.
 
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Absturz MiG CSSR im Bayrischen Wald?

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