Bitte um Identifikation eines Flugzeugteils

Diskutiere Bitte um Identifikation eines Flugzeugteils im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Ich habe einige Fotos vom Bau eines sehr leichten, einmotorigen Sportflugzeugs in Holzkonstruktion erhalten. Eines davon zeigt ein Teil, bzw....

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  1. Jemiba

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    Ich habe einige Fotos vom Bau eines sehr leichten, einmotorigen Sportflugzeugs in
    Holzkonstruktion erhalten. Eines davon zeigt ein Teil, bzw. eine ganze Reihe davon,
    die ich nicht so recht zuordnen kann. Vielleicht sind es Endleisten für die Tragflächen-
    hinterkante (die Krümmung könnte darauf hinweisen) ? Habe diverse Cutaways anderer
    Flugzeuge zu Rate gezogen, aber einer Lösung bin ich nicht wirklich näher gekommen.
    Hat jemand 'ne Idee ?
    Von dem Flieger habe ich sogar schon selbst einen Cutaway angefertigt, unter Zuhilfenahme
    aller mir bis dato zur Verfügung stehenden Quellen. Den möchte ich jetzt ganz gerne Über-
    arbeiten, aber dazu wäre es eben schön, wenn ich diese Dinger nicht an eine völlig falsche
    Stelle packe ! :rolleyes:
     

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  3. #2 JohnSilver, 12.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2014
    JohnSilver

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    Mein erster Gedanke: das ist das Innenleben einer Landeklappe, dem spricht aber die große Menge an Teilen entgegen.

    Zu welchem Typ sollen die denn gehören?

    Und, sind die ganzen zu sehenden Teile für den Bau EINES Flugzeugs gedacht oder evtl. für mehrere?
     
  4. Jemiba

    Jemiba Testpilot

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    Also, es handelt sich um diesen Typ hier http://www.flugzeugforum.de/threads/76376-Bilderraetsel-2014?p=2040598#post2040598
    Und das dumme ist, der hatte keine Landeklappen ! Ob die Dinger nur für ein Exemplar gedacht waren,
    oder schon "auf Halde" gebaut wurden, weiß ich leider auch nicht. Gebaut wurde nur ein, wenn man
    die MS.661 dazu zählt zwei Exemplare. Eine Serienproduktion war auch nicht im üblichen Sinne vorgesehen,
    die zukünftigen Besitzer sollten sich ihre Flugzeuge gefälligst selbst bauen, mittels gekaufter Pläne. Auf einem
    Foto ist ein Tragflügel auf der Helling zu sehen (da sieht man auch, dass keine Klappen vorgesehen waren)
    und darunter liegen 'ne ganze Menge Nasenleisten, auch mehr, als man wahrscheinlich für den Prototyp ge-
    braucht hat, die Länge ist allerdings nicht erkennbar. Vielleicht war das eine Vorsorge gegen eventuelle
    Unfälle während der Testphase ?
     
  5. #4 JohnSilver, 12.11.2014
    JohnSilver

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    Wenn ich mir die Fotos in deinem alten Beitrag im keypublishing-Forum ansehe, wäre ich mir da nicht so sicher. Dort ist auf dem mittleren Foto links an der Hinterkante der Tragflächen eindeutig ein durchgehender Spalt zu erkennen. Oder hat sich die MS.661 hier von der 660 unterschieden?

    Auch in deiner Zeichnung bei secretprojects ist eine Linie an der Hinterkante, die auf Landeklappen schließen lassen könnte.
     
  6. Jemiba

    Jemiba Testpilot

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    Erstmal vielen Dank für deine Hilfe ! Der eine oder andere hat bestimmt schon gemerkt, dass ich immer
    wieder mit diesem Miniflieger ankomme, aber, obwohl gebaut, ist halt wenig darüber zu finden, für mich
    ist es eine hochinteressante Suche, ich finde das Ding irgendwie niedlich und habe schon soo viel Zeit
    dahinein investiert !
    Die Landeklappen sind tatsächlich ein Unterschied zwischen 660 und 661. Letztere war schon wesentlich
    verfeinert und nicht mehr für den Amateurbau vorgesehen. Ich habe aber einen Ausschnitt von dem besagten
    Foto des 660-Flügels im Rohbau angehängt, dort sind durchgehende Rippen, die es bei Klappen à la 661 m.E.
    nicht geben würde. Einige andere Fotos zeigen die Unterseite recht gut und da sind auch keine Klappen sichtbar.
    Die längslaufenden Linien auf meiner Zeichnung sind nur die Holme .. und waren, wie mir ein anderes Foto
    aus der Serie zeigt, wohl gar nicht, oder höchstens ganz schwach sichtbar. Ich hatte auch Risszeichnungen,
    die in einigen Publikationen erschienen sind genutzt und bin damit diversen Fehlern aufgesessen. Und ein be-
    sonders grober Schnitzer entstammt interessanterweise der veröffentlichten Übersichtszeichnung des Herstellers !
    Wie gesagt, durch diesen Fotofund kann, bzw. muß ich etliches korrigieren, aber "fertig und erledigt" wäre doch
    auch langweilig, oder ? :wink:
     

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  7. #6 JohnSilver, 13.11.2014
    JohnSilver

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    Ich schon wieder. :wink:

    Noch Mal etwas Brainstorming. :wink:

    Auf dem Foto mit den vielen Teilen kann man erkennen, dass unterschiedlich viele von diesen Metalldingern offensichtlich mit 2 Holzleisten zusammengefügt wurden.
    Ich erkenne eine einzelne "Schiene", bei der nur ein kleines Stück Leiste ober- und unterhalb der "Öse" befestigt sind (roter Pfeil), dann 3 zusammen hängende "Schienen" (gelber Pfeil), 9 oder mehr "Schienen" (in der Hand) und möglicherweise noch längere Teile hinten an/auf der Kiste.
    Die Form der einzelnen Metallteile scheint aber immer gleich zu sein.

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    Wenn es sich tatsächlich um diesen Flieger handelt, muss die Konstruktion meines Erachtens etwas mit dem Flügel zu tun haben, da die Form des Rumpfes nirgends über eine längere Strecke konstant ist. Für mich sieht es auch so aus, als ob die Biegung der Metallteile zu der Wölbung der Tragfläche passen könnte.

    Die Frage ist, wohin damit? Evtl. zwischen die Rippen? :headscratch:
     
  8. Jemiba

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    . und genau deshalb ist es gut, jemanden zum "brainstorming" zu haben ! :TOP:
    Ich bin auch für die, nennen wir sie mal "Rührlöffel" bisher auch immer von Holz
    ausgegangen. Da könnte der Amateur jeden einzelnen mit der Laubsäge ausfuddeln
    und dann mittels Dampf oder Wasser über einer Form biegen. Und diese Endleiste
    könnte auch jeweils ein Stück sein. Habe neulich bei ..., also, einem Baumarkt mit
    bekannt großer Holzabteilung, nur spaßeshalber mal das Sortiment durchsucht (nein,
    ich war nicht nur deswegen da !) und es gibt gefräste H-Leisten. Habe mir auch nochmal
    das Bild aus "Les Ailes" angesehen, wie die MS.660 auf dem Küchentisch gebaut werden soll.
    Ich finde diese Dinger nicht darauf, aber erkennbar sind die fertigen Querruder. Sehen eigentlich
    aus, wie abgeflachte Toblerone-Schachteln aus Holz, aber vielleicht war die Beplankung so dünn,
    dass man solche Stringer gebraucht hat ? Oder sie gehören ins Höhenleitwerk ?
    Da liegen dann wieder definitiv zuviele von in der Kiste, aber das war ja vielleicht auch
    schon eine Bevorratung für mehrere Exemplare.
    Wie gesagt, ich beschäftige mich schon seit etlichen Jahren immer wieder mit diesem Ding,
    jetzt möchte ich es halt genau wissen ! :wink:
     

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  10. #8 chopper, 13.11.2014
    chopper

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    Also irgenwie passen diese kompliziert geformten Teile (Metall?) nicht zu der simplen Konstruktion der MS.

    Die Maschine ist überaus einfach aufgebaut. Die Flügelrippen entsprechen im Aufbau der Bauweise der 30iger Jahre, ich habe selbst noch in den fünfziger Jahren an einem SG 38 mitgebaut. Die Flügelrippen waren ähnlich aufgebaut, aber wesentlich solider. Alles sollte am Küchentisch von Laien aus einfachen Materialien herstellbar sein.
    Wo sollen, auch von der Grösse her, diese Teile eingebaut werden?
    Vor allem, warum soll man diese einfache Konstruktion mit solchen schwierig herzustellenden Teilen unnötig verkomplizieren?
    Wenn die Teile aus Metall bestehen sind sie ein Fall für geübte Metallflugzeugbauer, sind sie dagegen aus Holz, erfordern sie spezielles, formbares Holz und Kenntnis der entsprechenden Verarbeitungstechnologie.
    Das alles spricht gegen die eigentliche Intention der Konstrukteure, ein einfaches Flugzeug mit einfachen Mitteln zu bauen.

    Es würde mich daher nicht wundern, wenn die gezeigten Teile mit dem Flugzeug nichts zu tun haben.
     
  11. Jemiba

    Jemiba Testpilot

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    Ich bin eigentlich der Meinung, dass diese Teile auch komplett aus Holz gefertigt wurden. Ich gestehe, ich habe
    keinerlei Erfahrung im Flugzeugbau, aber solche Teile, auch eine größere Zahl davon aus Sperrholz auszusägen,
    ist kein Hexenwerk und sie mittels Dampf/Feuchtigkeit und einer Form in Form zu bringen, eigentlich auch nicht.
    Bei letzterem weiß ich so in etwa, wovon ich rede, habe mal eine Weihnachtspyramide als Laubsägearbeit ange-
    fangen (nie vollendet !) und Stunde um Stunde gleichartige Teile ausgesägt und zum Teil auch gebogen. Als
    wesentlich größeres Problem sehe ich hier bei der Anfertigung der gebogenen Windschutzscheibe und der trans-
    parenten Kabinenabdeckung (zweiseitig gekrümmt !). Das diese Teile nur ausversehen in die Fotoserie geraten
    sind, habe ich auch schon überlegt, aber ich halte das für nicht sonderlich wahrscheinlich, da scheinbar gezielt
    der Bau der MS.660 dokumentiert werden sollte.
    Meine Vermutung geht daher im Moment dahin, dass die Querruder (und vielleicht die Höhenruder) nicht die
    simplen "Holzschachteln" waren, als die sie in der Konstruktionsskizze dargestellt sind. Ich habe mir den Text
    im Lacaze-Buch nochmal angesehen, werde aber jetzt mal einen französischen Muttersprachler konsultieren,
    um da nicht die Fehler zu machen, die mir damals schon immer meine Französischlehrerin angekreidet hat.
     
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