Cockpitverglasung allgemein

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Moderatoren: AE
  1. Dani

    Dani Space Cadet

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    Hallo liebe FF-ler!

    Da ich kein vergleichbares Thema über die Suchfunktion finden konnte und annehme, dass auch andere ambitionierte Anfänger, wie auch fortgeschrittene Modellbauer, daran Interesse haben werden, will ich hier ein neues Theard über die Bemalung und Detaillierung von Jet-Canopies bzw. allgemeinen Cockpitverglasungen aufmachen.

    Bis vor Kurzem noch, war ich der Typ Modellbauer, der die Kanzeln, egal ob „Warbirdhaube“ oder die Canopy eines Kampfjets, gar nicht, oder nur schlecht bemalt aufs Modell gepappt hat. Ich denke, für alle ist ersichtlich, dass diese Vorgehensweise Minuspunkte im Bezug auf den Gesamteindruck des fertigen Modells bewirkt hat. Mit dem Einzug der Airbrush-Pistole in meinen Bastelwerkzeugbestand, fing ich dann an, die Hauben mittels Maskierung etwas detailgetreuer aussehen zu lassen. Dies aber eben nur von der "Außenseite".

    In diesem Stadium befinde ich mich nun immer noch. Wie einige von euch vielleicht bereits wissen, bastele ich zurzeit an meiner Italeri MiG-29A in 1:72. Bei diesem Modell möchte ich, den für mich maximal möglichen Detailierungsgrad erreichen und will dazu auch Sachen realisieren, die ich bei früheren Modellen für überflüssig, oder für zu schwierig eingestuft habe. Auch finden bei diesem Projekt auch erstmalig Ätzteile Verwendung.

    Dies führt dann auch (endlich) zu meinen Fragen, mit denen ich dieses Theard eröffnen möchte.

    1.) Wie lackiere, bzw. maskiere ich die Klarsichtteile von innen? Gibt es dabei allgemein etwas zu beachten?

    2.) Wie bringe ich, die als Ätzteile vorhandenen Rückspiegel, an der vorderkannte der Canopy am besten an, ohne dabei das empfindliche Klarsichtteil zu beschädigen? Die Spiegel dabei vorher, oder nach dem Einkleben bemalen?

    3.) Den gesamten Detailierungsvorgang noch vor dem Lackieren des eigentlichen Modells, oder am Schluss als einer der Letzten Arbeiten am Modell realisieren?

    Ich hoffe, das hier die „Alten Hasen“ im Plastikmodellbau (Achtung: nicht aufs tatsächliche Alter bezogen ;) ) Leuten wie mir Tipps geben können, um vielleicht etwas mehr aus ihren Modellen herausholen zu können. Es müssen jetzt nicht nur Antworten auf meine Fragen sein, sondern können auch gemachte Erfahrungen, Besonderheiten bestimmter Maßstäbe, Eigenbauten oder gemachte Fehler sein.

    Ich danke schon mal im Voraus für eure Mithilfe und bin gespannt, was hier so geschildert wird!

    Dani
     
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  3. Auita

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    Hallo Dani,

    zum ersten Punkt kann ich was sagen.
    Es gibt bestimmt viele Möglichkeiten Kanzelstreben von innen zu bemalen...
    Eine z.B. ist, von innen gar nix zu machen, sondern von außen!

    Du lackierst zuerst die maskierte Kanzel (wenn die Klarsichtteile noch klarsichtig sind) in der Innenfarbe des Cockpits... danach kannst Du den Vogel lackieren, wie Du willst, Du wirst immer die zuerst aufgetragene Farbe als Innenfarbe der Kanzel strebe sehen...
     

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  4. #3 Rock River, 15.07.2008
    Rock River

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    1.) Wie lackiere, bzw. maskiere ich die Klarsichtteile von innen? Gibt es dabei allgemein etwas zu beachten?
    - Da gibts eigentlich zwei Möglichkeiten: entweder du klebst die Haube nicht nur von aussen, sondern auch von innen exakt ab. Das ist aber bei einigen hauben gar nicht so einfach; in kleineren Maßstäben (z.B. 72) kann man sich da auch mit dem Trick behelfen, die Innenseite einfach komplett abzukleben, die Aussenrahmen exakt und dann von außen zuerst mit der Innenfarbe (bsp Schwarz) zu lackieren und auf diese Lackierung dann die originale Aussenfarbe. Ergebnis: du hast eine Innenrahmenfarbe wie gewünscht, allerdings 'hinter' dem Klarsichtplastik, also eher glänzend. Ich mache das bei Hauben, die sich von innen schlecht bis gar nicht abkleben lassen.


    2.) Wie bringe ich, die als Ätzteile vorhandenen Rückspiegel, an der vorderkannte der Canopy am besten an, ohne dabei das empfindliche Klarsichtteil zu beschädigen? Die Spiegel dabei vorher, oder nach dem Einkleben bemalen?
    - Auf jeden Fall würde ich solche Arbeiten nur am noch oder bereits abgeklebten Klarsichtteil durchführen. Wenn du bspweise ein Ätzteil hast, das vor die Vorderkante der haube geklebt wird (so ein halbrundes Ding, evtl. mit Spiegeln dran), dann würde ich das vor Lackierung anbauen, weil man die u.U. noch etwas einschleifen muss, weil sie nicht unbedingt 100%ig passen.
    Deshalb auch die abgeklebten Klarsichtteile. Handelt es sich lediglich um ein paar Winzspiegel, kann man die natürlich auch ganz zuletzt ankleben (per Minitröpfchen Sekundenkleber am Zahnstocher), dann ist die "Wiederabbrechgefahr" am geringsten.

    3.) Den gesamten Detailierungsvorgang noch vor dem Lackieren des eigentlichen Modells, oder am Schluss als einer der Letzten Arbeiten am Modell realisieren?
    -Na ja - siehe oben. Da muss man zwischen Zweckmässigkeit und Abbrechgefahr entscheiden - es macht z. b. wenig Sinn, Miniteile zu einem frühen Zeitpunkt anzubauen, wenn noch diverse 'grobe' Arbeiten an dem Teil ausstehen; sonst kann man relativ sicher sein, dieses Winzteil noch mehrmals ankleben zu dürfen...sofern man es wiederfindet:)

    GRuss
    RR
     
  5. thud68

    thud68 Space Cadet

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    Lieber nicht! Besser ist es, solche Teile wie Rückspiegel, Scheibenwischer, Anstellwinkelgeber, etc. mit Ponal oder ähnlichem Weißleim anzukleben. Da diese Teile kaum Masse aufweisen, ist eine dynamisch belastbare Verbindung viel wesentlicher, als eine starre wie sie Sekundenkleber herbeiführt. Erstmal hat man mehr Zeit, das Teil auszurichten und wenn was schief geht kann man den Kleber wieder entfernen und man hat einen weiteren Versuch, ohne dass es häßliche Kleberückstände vom Sekundenkleber gibt. Ponal macht die Verbindung auch viel widerstandsfähiger gegen Vibrationen (Transport im Auto), als Sekundenkleber.
     
  6. #5 Rock River, 15.07.2008
    Rock River

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    Na ja, auch ne Möglichkeit. Ich hab mit Sek.-Kleber aber keine Probleme in dieser Hinsicht. Und m. E. wird Ponal auch steinhart und damit unflexibel, oder? (ich arbeite nicht damit)
    Worauf man aber bei Sek.-Kleber noch achten muss (fällt mir gerade ein): Beispielsweise eine Haube mit frisch eingeklebtem Spiegel o. ä. nicht gleich geschlossen aufsetzen - die Ausdünstungen von dem Zeug versauen sonst von innen die Klarsichtteile, daher auch das Einkleben solcher Teile in den Rumpf selber lieber mit normalem Plastikkleber oder eben auch Ponal, etc.
    RR
     
  7. thud68

    thud68 Space Cadet

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    Genau, das ist ein weiteres Problem von Sekundenkleber. Das Zeug ist halt ziemlich aggressiv.
     
  8. #7 Spoelle, 15.07.2008
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    Da stimme ich dir vollkommen zu!
    Seitdem ich den "Trick" mit Weissleim für Klarsichtteile kenne hab ich nicht mehr milchige Kanzeln etc! :TOP:
    Der weitere Vorteil ist das Ponal quasi farblos aushärtet -> bleibt also unsichtbar!
     
  9. #8 Rock River, 15.07.2008
    Rock River

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    Hält das denn auch auf Dauer (Jahre)? Ist ja eigentlich f. Holz...
    Doof wäre ja so eine lackierte Verbindung, die irgendwann mal einen Riss aufweist, weil Ponal gemerkt hat, dass es Polistyrol ja eigentlich gar nicht klebt...;)
    RR
     
  10. #9 Spoelle, 15.07.2008
    Spoelle

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    Also ich hab bisher diverse Kanzeln damit verklebt und das hält bombenfest. Denke mal wenn man daran reissen würde, Sturz etc pp würde das sicher kaputt gehen, wäre bei Sekundenkleber aber sicher nicht anders.
     
  11. Dani

    Dani Space Cadet

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    Danke Leute, habt mir schon sehr weitergeholfen! :TOP:

    Noch mal ne Frage zu dem Sekundenkleber. Da es ja nun mal bei Ätzteilen üblich ist, mit Sekundenkleber zu arbeiten, hätte ich, wenn ich mir hier im Forum keinen Rat geholt hätte, quasi mit selbigem "drauf los geklebt".
    Gut, jetzt gehen über diese Art von Kleber die Meinungen auseihnander.

    Ist eine geringfügige Trübung bereits beim Auftragen/Trocknen zu erwarten, oder nur dann, wenn die Haube geschlossen ist, und das ganze nicht atmen kann?

    (Ponal, ist das dieser Leim, der solche Fäden zieht und ewig zum trocknen brauch, oder weißer Holz-/Bastelleim? :red: )
     
  12. #11 Spoelle, 15.07.2008
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    Also ich verwende Ponal Express, habe den bei meiner Hasegawa F-14B auch mal für die Ätzteile verwendet. Bin damit recht zufrieden weil der Leim etwas Zeit braucht bis er klebt und man noch einige Zeit Korrektumöglichkeit hat. Im Übrigen saut man damit nicht so rum.
    Bei einem anderen Modell, einer F-14D hatte ich nämlich Sekunderkleber verwendet... gab eine Riesensauerei in der Cockpitwanne und einige Teile sind zu schnell am falschen Ort festgeklebt.
     
  13. #12 Rock River, 15.07.2008
    Rock River

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    Dieser Sekundenklebereffekt (eintrüben von Klarsichtteilen) tritt vor allem dann auf, wenn die Klebestelle nicht 'atmen' kann, genau. Beispielsweise eine mit Sek-Kleber befestigte Windschutzscheibe (hinten noch offen) kann schon milchig werden, auch wenn die nicht mal komplett 'zu' ist. Da ist wirklich Vorsicht geboten! Klebst du damit, sagen wir mal, die Verglasung einer B-17, P-3 oder was Ähnliches ein, kannst du sicher sein, dass die nachher von innen dicht ist.

    Ponal ist das weiße Zeug - ohne Fäden. Habs bisher nur für Holz benutzt, werde das jetzt aber auch mal hier entspr. testen.
    RR
     
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  15. #13 Rock River, 15.07.2008
    Rock River

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    gab eine Riesensauerei in der Cockpitwanne und einige Teile sind zu schnell am falschen Ort festgeklebt.[/QUOTE]

    ----------------------

    Jaa, da muss man genau 'zielen':) Ganz nützlich ist das das Sekundenkleber-Gel-Zeug - das ist ein, zwei Sekunden langsamer = leichte Korrekturmöglichkeit.
    RR
     
  16. Dani

    Dani Space Cadet

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    Ja, ich nehm auch immer dieses Gel, wurde mir schon eher dazu geraten!
    Gut, dann werd ich mal nach diesm Ponal Ausschau halten, werds auf jeden Fall mal ausprobieren!

    Die trüben Scheiben bei Bombern oder allgemein kleinen Klarsichtteilen kenne ich noch aus meiner Anfangszeit. :TD: Hab dann immer gesagt, "das is Tauwasser nach nem kalten Morgen" ! ;)
     
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Thema: Cockpitverglasung allgemein
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