Deutsche Luftwaffenprojekte aus dem 2. Weltkrieg

Diskutiere Deutsche Luftwaffenprojekte aus dem 2. Weltkrieg im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Das Thema 'deutsche Luftwaffenprojekte' in der Zeit des WWII ist heftig umstritten, zum einen unter unseren Modellbauern, zum Anderen unter den...
Luca

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Das Thema 'deutsche Luftwaffenprojekte' in der Zeit des WWII ist heftig umstritten, zum einen unter unseren Modellbauern, zum Anderen unter den Luftfahrthistorikern.
Bei diesem Thema geht es nicht um den Gedanken, was wäre wenn ...
Was wäre, wenn die Luftwaffe diesen oder jenen Jet-Fighter mehr gehabt hätte. Dann wäre der WWII doch sicherlich gewonnen worden. Nein, darum geht es nicht.
Fakt ist, dass alliierte Truppen aus Ost und West dieses große Unheil beendet haben.
Trotz allem lief die deutsche Flugzeugentwicklungen auf Hochtouren. Me 262, Ar 234 usw. waren erst der Anfang.
Als die alliierten Truppen mit dem Aufräumen begannen, fielen ihnen unglaublichen Mengen an Entwicklungsunterlagen in die Hände. Flugzeugprojekte, die kurz vor der Vollendung standen, Windkanalmodelle, Prototypen, die nie flogen.

Hier eine der bekanntesten Entürfe, von denen ein Prototyp flog, der Krieg dann beendet war.
 
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Es handelt sich um die Horten IX, bei Gotha als Go 229 entwicklet.
Jetzt gammelt sie in einem amerikanischen Museumslager vor sich hin.

Luca
 
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Die HS 132 sollte der erste jet-getriebene Sturzkampfbomber werden. Geflogen ist sie nie.
Es gibt ein retuschiertes Foto, hier als Grafik nachempfunden.

(C) seht in der Regel auf den Grafiken bzw. Fotos
 
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Hier eine Grafik der Arado P.377, eine 'fliegende Bombe', eingesetzt in einem Mistel-Gespann. Leitflugzeug sollte u.a. eine He 162 sein.

Dieses Muster ist vielleicht durch ein Modell der Fa. Dragon (1/72) bekannt.
 
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Die Heinkel 162 gehörte zu den Flugzeugen, für die in kurzer Zeit schon projektierte Versionen fast fertig durchkonstruiert waren.
Hier eine Grafik einer He 162 mit anderen Tragflächen und einem anderen Leitwerk. Diese Konfiguration sollte mit wenig Umbauaufwand erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bringen.
 
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Sofort nach Ende der Kampfhandlungen durchkämpften alliierte Fachleute die deutschen werkhallen und Ing.-Büros auf der Suche nach diesen deutschen Wunderwaffen. Gerade die USA profitierten strak von dieser legitimen Beutesuche.

Aber auch die damalige UdSSR war nicht untätig. Z. B. große Teile der Junkers-Entwicklungsmannschaft werkelten in der Gefangenschaft an laufenden Projekten weiter.
Zustande kam die Junkers EF 132. Hier eine gute Grafik, wie sie ausgesehen hätte.
Sicherlich wissen einige von euch mehr über das Schicksal dieser Entwicklung
 
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Wie kam es zu der Flut der vielen Projekte, je näher das Kriegsende kam?
Es gibt eine Vermutung: Viele der Ingenieure machten sich durch solche spektakulären Entwürfe natürlich unentbehrlich und konnten u.U. dem Frontdienst entgehen. Anders sind die doch teils abenteuerlichen Ideen nicht zu erklären, Ideen, bei denen schon von Anfang an klar war, dass sie nicht fliegen würden, weil sie teils starke Konstruktionsfehler beinhalteten.
Ich denke nicht, dass in diesem Thread diese Projekte Berücksichtigung finden sollten. Ich persönlich beschäftige mich nur mit ernsthaften Entwürfen, solche, die möglicherweise unter anderen Umständen hätten verwirklicht werden könnten.
Darunter zählen die Muster, die zum Jägernotprogramm eingereicht wurden, zum anderen zivile Flugzeuge, deren Entwicklung aud die Nachkriegszeit verschoben wurden.

Messerschmidt entwickelte einen zweimotorigen kolbenmotor-getriebenen Bomber, die Me 329. Sie existierte bereits als 'MockUp', als Holzmodell.
(C) Messerschmidt
 
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Hier nochmal eine Grafik der Me 329.

Die Forschung um die deutschen Luftwaffenprojekte des WWII ist unter dem Namen 'Luft '46' bekannt geworden.

www.Luft46.com ist auch eine hervorragende Webseite, die sich mit diesem Thema umfassend beschäftigt. Viele bekannt gewordene Projekte werden hier vorgestellt, und zwar mit allen verfügbaren Daten, Orginalzeichnungen und Fotos.
Dor finden sich auch eine Unzahl wunderbarer Grafiken.

Ich möchte diese Webseite jedem empfehlen.

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So, ich mach jetzt erstmal 'ne Pause:D
Es gibt noch sehr viel zu sagen und zu zeigen.

Ich weiß, dass dieses Thema schon lange heiß diskutiert wird.
Aber lasst euch nicht davon abschrecken.
Wer gerne sein Modell zeigen möchte - hier ist sicherlich ein guter Platz, denn jeder sollte das bauen, was ihm Spass macht.

Luca
 
Maik

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Mit der Ho IX beschäftige ich mich schon längere Zeit. Ich möchte dazu auch das Buch "The Horten Ho IX/ Ho 229 Technical History" von David Myhra empfehlen.

Auf 280 Seiten kann man neben zahlreichen Detailfotos auch Interviews mit an der Entwicklung und Erprobung beteiligten nachlesen - allerdings in englisch.

Die Grafik der V2 oben im Beitrag ist übrigens falsch bemalt. Alle Ho IX Versuchsmaschinen waren an der Oberseite einfarbig grün bemalt - ohne Tarnschema. Und Hakenkreuze trugen sie schon gar nicht. Die V3 im NASM hat zwar jetzt welche in der Art wie sie auf der Grafik mit der V2 zu sehen sind - die müssen aber von den Amis aufgemalt worden sein.


Wenn ich irgendwann meinen Baubericht zur "halbnackten Ho IX" wiederbelebe werde ich hier und da noch ein paar Details und Hintergründe einstreuen.
 
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Luca

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Original geschrieben von Maik
Mit der Ho IX beschäftige ich mich schon längere zeit. ich möchte bei dazu auch das Buch "The Horten Ho IX/ Ho 229 Technical History" von David Myhra empfehlen.
...
Wenn ich irgendwann meinen Baubericht zur "halbnackten Ho IX" wiederbelebe werde ich hier und da noch ein paar Details und Hintergründe einstreuen.
Super :TOP: Das Modell würde doch jetzt absolut passen.

Zum Tarnschema der Ho IX - da wurde ja schon viel phantasiert, aber du hast recht, mir ist auch nur das Einheits-Grün bekannt.
Das Hakenkreuz wurde vermutlich bei einer der Ausstellungen der Beutemaschinen in den USA aufgemalt. Wäre nicht das erste Mal gewesen.

Luca
 
Maik

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Hier ist der angefangene Bericht.

Inzwischen habe ich mir den Jumo 004 von Aires zugelegt - und so einen "Profilkamm" habe ich mittlerweile in professioneller Ausführung bei Rai-Ro entdeckt - und gekauft.
 

n/a

Guest
Der Sohn von Erwin Ziller hat mir erzählt das die Jumo-Triebwerke
von schlechter Qualität gewesen sind und das deswegen auch
eines ausgefallen ist. Eigentlich hätte er damit gar nicht starten
dürfen. Zu empfehlen wäre auch das Buch von Reimar Horten
und Peter Selinger.

Gruß Jumo213
 

Blackhawk

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Es gab da auch noch die Bachem Ba349 Natter. Es gab ein paar Versuchstarts und das war es dann.
 
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Kobra

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Sack AS-6 mit Motor Argus As 10S-3 wurde von "Mitteldeutsche Motorwerke" gefertigt unter führung von Arthur Sack.

(C)weiß ich nicht mehr:red:
 
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