Fragen zum Luftdruck am Höhenmesser, QFE, Übergangshöhe

Diskutiere Fragen zum Luftdruck am Höhenmesser, QFE, Übergangshöhe im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Liebe Freunde der Luftfahrt, liebe "Ehemalige", eine etwas komplexere Fragestellung treibt mich heute um, nämlich: In der heutigen Luftfahrt wird...

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  1. #1 umbrellatown, 03.05.2019
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    Liebe Freunde der Luftfahrt, liebe "Ehemalige",
    eine etwas komplexere Fragestellung treibt mich heute um, nämlich: In der heutigen Luftfahrt wird ja nach dem Start auf der sog. Übergangshöhe der Luftdruck am Höhenmesser vom QNH auf Standardluftdruck umgestellt. Wie war das bei den LSK/LV? Aus alten Lehrfilmen meine ich zu wissen, dass bei Start und Landung der QFE benutzt wurde. Wurde dann nach dem Start / vor der Landung auch auf / von 760 mmHg umgestellt? Wenn ja, in welchen Höhen geschah dies?
    Zweite Frage: Welche Art des Luftdrucks wurde bei der Flugvorbereitung (Stichwort "Befohlene Höhe"?) zugrunde gelegt?
    Dritte Frage: Hier https://www.nva-flieger.de/tl_files/images/navigation/strecke-schiessen-bordjournal1.jpg kann man einen Steuermannsplan für Hubschrauberkräfte sehen. Kann mir einer sagen, was die Abkürzungen MWW, Hs(NN), FSM, MPF (unter "Flugvorbereitung") bzw. MK, AW, W (unter "Startvorbereitung - Flugeintragung") zu bedeuten haben?
    Vielen Dank im Voraus und ein schönes Wochenende! :)
     
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  3. #2 HorizontalRain, 03.05.2019
    HorizontalRain

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    Frage 1: Es wurde nix umgestellt, am Start den Höhenmesser auf "0" - also Platzdruck - und das blieb dann so.
    Frage 2: Für alle Strecken gab es Standardflughöhen, zB.: 1850 m, 2450 m, 7300 m, 10050 m oder 11300 m. Am Flugtag wurden dann durch den Steuermann vom Dienst (nach einer Formel, welche ich lange vergessen habe) diese Standardflughöhen in Höhenwerte umgerechnet, welche dann für die jeweilige Standardflughöhe "am Höhenmesser" eingehalten werden mussten. Für den "letzten" Flugdienst NVA (27.09.90) stehen die berechneten Werte noch in meinem Knieplanchett! 1690 m, 2290 m, 7080 m, 9790 m und 10870 m.
    Frage 3: Da sollte sich ein "Hubi" zu äußern!

    HR
     
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  4. #3 umbrellatown, 03.05.2019
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    Danke. Klingt für die "normale" Gefechtsausbildung erstmal logisch. Bei Verlegungen auf andere Flugplätze, Landungen auf ABA oder gar Flügen nach Astrachan muss es doch aber anders gewesen sein, oder?
     
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  5. #4 HorizontalRain, 03.05.2019
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    Nö, aus der nav. Flugvorbereitung kannte man ja die Höhe über NN des anderen FP oder ABA und konnte so schon mal die Differenzhöhe zum eigenen FP "eindrehen" und natürlich durfte man auf dem Start- und Landekanal des Ziel-FP auch mal nach dem QFE dort fragen und dies dann einstellen bzw. den "eingedrehten" Wert entsprechend korrigieren!

    HR
     
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  6. #5 umbrellatown, 03.05.2019
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    Danke! :thumbsup:
    Wenn jetzt noch jemand zum Punkt 3 meines ersten Beitrags etwas sagen kann, bin ich glücklich :)
     
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  7. #6 Tester U3L, 03.05.2019
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  8. #7 Block 5OM, 03.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.05.2019
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    Ich war immer der Meinung, daß, gerade im Landeanflug, der Funkhöhenmesser (RW-UM u.a.) die sichere Informationsquelle war.:question:
     
  9. #8 HorizontalRain, 03.05.2019
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    Nee, nicht wirklich, die beste Informationsquelle war der Blick nach draussen. Bis zum NFF "durfte" man auch gern durch die Panzerglasscheibe direkt nach vorn gucken, aber ab 30 m Höhe hiess es den Blickwinkel durch das linke (feststehende) Teil der Kabinenverglasung einzunehmen, damit man den "Abfangpunkt" bestimmen konnte. Das Abfangen selbst begann in 10 ... 12 m über Grund bei einer Geschwindigkeit von 320 ... 330 km/h ( ~ 90 m/s).

    HR
     
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  10. #9 umbrellatown, 07.05.2019
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    Vielen Dank für Eure Ausführungen - ich konnte leider übers WE hier nicht reinschauen. Ich habe noch das hier gefunden Übergangshöhe und bin nun, denke ich, ausreichend informiert. Danke - es macht Spaß mit Euch :)
     
  11. Hirsch

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    Ich bin auch der Meinung, dass es eine eindeutige Anweisung zum Umstellen von QFE auf Standarddruck gab, also so wie bei Kondruss beschrieben und in den LB/DV zur Navigation ausgeführt:

    Für die Höhenmessung bzw. deren Bezugsebene werden in der DDR festgelegt:
    • Übergangshöhe 900m
      Beim Steigen wird in einer Höhe von 900m auf den Standarddruck STD (760t/1013hPa) umgestellt. Unterhalb dieser Höhe wird nach QFE oder QNH geflogen.
    • Übergangsfläche 1200m
      Beim Sinken durch 1200m wird von STD auf den jeweiligen QFE bzw. QNH umgestellt.
     
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  13. #11 Birke, 24.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 24.06.2019
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    MWW = Magnetischer Wegwinkel
    AW = Abdriftwinkel
    aus den beiden ergibt sich dann auf Grund der Windberechnung der
    MK = Magnetische Kurs
    W = Weggeschwindigkeit, das ist die Geschwindigkeit über Grund. Musste damals noch mit der Windberechnung ausgerechnet werden, GPS gab's ja noch nicht. :wink2:
    HsNN sollte die Sicherheitsflughöhe sein
     
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  14. #12 umbrellatown, 26.06.2019
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    Super, danke! :thumbsup:
     
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