Frog und NOVO

Diskutiere Frog und NOVO im Modellbau allgemein Forum im Bereich Modellbau; Ob es sich hierbei um das erste kooperativ entstandene Modell handelt ist heute leider nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Interessant aber ist...
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Astronaut
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Ob es sich hierbei um das erste kooperativ entstandene Modell handelt ist heute leider nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Interessant aber ist, dass sich der Herstellungsort nicht eindeutig belegen lässt.
Als Hersteller fungiert EMSTK "Modellist" aus der Kooperative (Genossenschaft) "Sportindustrie"
Das Modell der Bersnjak -Issaew BI-1 ist möglicherweise nicht vielen Modellbauern bekannt.
In der Luftfahrthistorie der UdSSR hingegen hat es einen ikonischen Stellenwert als erster Raketenjäger der Sowjetunion.





Glücklicherweise ist auch dieser Bausatz, so klein er auch sein mag, sehr gut aufgenommen worden und erregte auch das Interesse anderer Anbieter.

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zivilpfeil

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Ach ja... dieser Bausatz. Als ich den Spritzling das erste mal in der Hand hatte, dachte ich der kommt mit Holzspeichenrädern für einen Leiterwagen... War dann aber doch nur Vorsichtsmaßnahme, damit die Räder genug Kunststoff abbekommen...

Martin
 
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Wie schon gewohnt, kam dieser Bausatz zu einem späteren Zeitpunkt auch in anderer Verpackung von anderen Anbieter auf den Markt.
Da wäre die sonst unbekannte Firma "UNIVERSAL".



Später outete man sich dann doch als "MODELLIST":



Zu guter letzt war dann auch die Kooperative "SKARABEI" mit diesem Modell im Angebot dabei:



Aber aufgepasst, dann kam ein "doppeltes Lottchen".

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Es gab noch eine weitere Variante der BI-1 mit Staustrahltriebwerken! Der Bausatz war vermutlich nur in einem Folienbeutel verpackt; deshalb hier ein Auszug aus der Bauanleitung. Es ist auch das Logo des herstellers sichtbar.
 
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Das doppelte Lottchen!

Nun, der Hersteller war VEZ Woronesh.
Allerdings hat man beim Karton (ja der Bausatz hatte so etwas!) auf die zusätzliche Variante auf dem Deckelbild verzichtet.



Der Blick in den Karton zeigt dann sein durchaus interessantes Innenleben.



Aber auch hier gab es dann "Trittbrettfahrer", leider haben die ebenso wie VEZ auf die zweite Variante nicht hingewiesen.
Muss ich wohl wieder machen.

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So hier nun die späteren Anbieter.
Da wäre "natürlich" EASTERN EXPRESS, die ja nur vertreiben:



Später dann auch bei MAQUETTE:



Da es MAQUETTE ja nicht mehr gibt, findet man nun den Bausatz bei der Nachfolgefirma MSD:



Immer der von VEZ Woronesh entwickelte Typ, und immer ohne den deutlichen Hinweis auf die Möglichkeit den sechsten Prototyp (den mit den Staustrahltriebwerken an den Flügelenden) bauen zu können.

Aber die kleinen Genossenschaften hatten es ehedem schwer ihre Produkte auch lukrativ zu verpacken wie man noch sehen wird.

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Im Jahre 1991 gründete sich in Charkow die Firma "SPECTRUM".
Produktionspalette dieser Firma waren wichtige Dinge für die Frau (und den helfenden Mann) daheim, wie Wäscheklammern usw.
Der Direktor allerdings frönte einem sehr schönen Hobby, dem Modellbau.
So ist es sicherlich kaum verwunderlich, wenn man bei "SPECTRUM" sich auch bald mit der Entwicklung von Modellen beschäftigte.
Ziel war es mit den einfachen technischen Möglichkeiten ein Modell der sowjetischen Luftfahrt zu produzieren, welches noch nicht im gängigen Sammlermaßstab 1:72 verfügbar war.
Ein Urmodell entstand und im Charkow wurde bei der 8.GPP eine Form erstellt. Dieses Unternehmen ist insofern interessant, als dort seit Mitte der achtziger Jahre ein Souveniermodell der MiG-23 im Maßstab 1:100 hergestellt wurde.
1992 war es dann schließlich soweit. Im Dorf Liman bei Charkow begann die Produktion eines neuen Plastikmodells.

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Ja, und was wurde da auf der Kolchose hergestellt?
Das Modell der Jakowlew UT-2:



Bis 1993 wurde der Bausatz in der nun nicht unbedingt ansprechenden Verpackung verkauft:



Mit der Einführung der Marktwirtschaft in der Ukraine gelangte die Form in das Charkower Werk "Avtoruchka".

Eine Produktion wurde dort nicht mehr aufgenommen und der Verbleib der Form ist unklar, möglicherweise ist sie verschrottet worden.

Mittlerweile existiert ein neues Modell der UT-2 von A-Model.
Gegründet wurde A-Model vom Schöpfer des Urmodels der UT-2 von SPECTRUM.

Während Spectrum noch weiter existierte und sich auf die Produktion von Hüllen für Stifte spezialisiert hat, sind andere Genossenschaften nicht so erfolgreich am Markt geblieben, obwohl auch sie Modelle heraus brachten, die es bis dahin noch nicht gab.

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mirage

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Sehr schönes Modell, aber leider im falschen Thema :biggrin:
 

Andreas Beck

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so´ne sch...., sorry, sollte in den Stammtisch, Kann der Admin das HIER bitte löschen ??
Schönen Abend noch, Jörg!!
 
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Nun, auch mit dem Gesetz zur Bildung von kooperativen Pruduktionsgemeinschaften war viel Aufregung und Hektik am Anfang verbunden.

So etablierte sich in dieser "wilden" Anfangsphase auch die Kooperative "Start".
Ein für Flugzeugmodelle gut gewählter Name.

Erstes Produkt von Start war eine Jak-7.



Ansässig war die Kooperative in Moskau, die Bausätze wurden aber bei einer branchenfremden Firma hergestellt.
So war es mit der Qualitätskontrolle auch nicht zum Besten bestellt.

Im Bausatz waren zahlreiche Varianten möglich. Neben der auf dem Deckelbild gezeigten JAK-7 waren es die Varianten JAK-7B, JAK-7 V und JAK-7 DI.

Die Genossenschaft "START" verkaufte die Bausätze für etwa 80 Kopeken, war dann aber sehr schnell vom Markt verschwunden, und der Bausatz?

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START war weg, aber plötzlich gab es eine YAK-7 von HOBBY.



Dieser Bausatz wurde, für die damalige Zeit nicht unüblich oft an den Zeitungsverkaufsständen von "SOYUZPESHAT" angeboten und zu einem sehr moderaten Preis unter einem Rubel angeboten.

Allerdings litt die Form massiv unter der rücksichtslosen Massenproduktion.
Es wurde sogar eine Modifikation zu einer YAK-9 vorgenommen, welche sich nur durch einen neuen Rumpf von der ursprünglichen Ausgabe unterschied.
Auffällig war aber eine deutlich andere Verarbeitung, wahrscheinlich sind die Spritzlinge an verschiedenen Orten und Maschinen produziert worden, aber das ist nur eine Vermutung.

Mit dem Ende der UdSSR verschwand dann sehr schnell dieser Bausatz vom Markt und konnte nur noch auf den allbekannten Wegen des Tauschhandels erworben werden.
Viele glaubten, nun sind die Formen Schrott, aber manchmal irrt man sich auch.

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Maquette, ja dieses etwas ominöse Handelshaus hat natürlich auch bei der Jakowlew zugeschlagen.
Man machte aus diesem einen Bausatz gleich mal ein wenig mehr.



Da wäre also die Yak-7A.

Aber da geht noch mehr.



Zuerst einmal die YAK-7 DI. Dies ist die Prototypversion für die Yak-9.

Schließlich noch dann Trainerversion YAK-7 V /UTI:



Die Gussqualität verbesserte sich in keiner Weise. So war auch wohl die Nachfrage eher zurückhaltend und nach einer Produktionscharge um das Jahr 2000 herum verschwand der Bausatz vom Markt und der momentane Zustand ist unklar.

Doch zu einem anderen Modell von Jakowlew wäre da noch etwas zu sagen.

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Noch einmal zurück zu "START".
Neben der doch recht bekannten Jak-7 hatte START auch noch ein weiteres Modell im Angebot, die Jak-15.
In seiner Erstauflage war es (natürlich) wieder ohne viele Informationen über den Hersteller.



Aber auch dieser Bausatz ging dann an Hobby über.



Der Bausatz wurde in größerer Anzahl produziert und auch in Russland weitreichend vertrieben, eigene Typen hatten immer einen recht hohen emotionalen Wert.

...und dann war Hobby vom Markt verschwunden.

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Man wird es sich schon denken können, verschwindet eine Firma, verschwindet der Bausatz nicht automatisch mit.

EASTERN EXPRESS, dieses etwas undurchsichtige Handelsunternehmen aus Moskau griff auch bei der Jak-15 zu und bot den Bausatz unter der internen Nummer 72200 an.



Allerdings war das Modell nicht sehr lange im Programm von EASTERN EXPRESS zu finden.
Mittlerweile ist der Bausatz vom Markt verschwunden und sein Verbleib unklar.

Allerdings gibt es durch diverse Hersteller auch ausreichend Ersatz.

In der Zeit des Umbruchs in der UdSSR, gab es zahlreiche weitere Firmen, die ein durchaus exotisches Programm aufgelegt hatten.

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Die frühen neunziger Jahre waren Jahre des Umbruchs in der ehemaligen UdSSR. Die berühmt - berüchtigte "Russenmafia", die sich drastisch ändernde Lebenssituation für viele Menschen und auch der Versuch von Vielen mit eigenem Business durchzustarten.
Übrigens für Geschäftsleute sagt man im Russischen "Bissinesmän"
Das traf natürlich auch auf den Modellbau zu. Die Produktion der FROG / NOVO Modelle hat den Modellbau in der UdSSR förmlich beflügelt und so ist es sicherlich nicht verwunderlich, wenn Firmenneugründungen in Moskau mit START / HOBBY beispielsweise und vielfach auch in der Ukraine stattfanden.

Ein wenig bekanntes Beispiel aus der Ukraine ist da SENTIS.
Eintragung in das Handelsregister der Stadt Charkow am 3. Dezember 1991.
Der genaue Geschäftsinhalt vom Ersteintrag ist nicht überliefert, im Juni 1994 hingegen wurde SENTIS zu einer Firma für Installationsarbeiten jeglicher Art.
Und dazwischen?

Man versuchte sich wie viele andere auch in der Produktion von Plastikmodellen. Bekannt und gesichert ist allerdings lediglich ein Modell im Maßstab 1:72.
Knapp ein Jahr nach der Firmengründung präsentierte man mit der Nieuport IV DUX das erste Modell.



Man wählte die russische Version die in Moskau bei den DUX-Werken produziert worden war.
Bekannt ist die Maschine durch Pjotr Nesterow, der am 27. August 1913 mir einer Nieuport IV den ersten Looping, bekannt dann auch als "Nesterow-Schleife" flog.
Allerdings entspricht das SENTIS Modell in keiner Weise einer Nieuport IV. Alle Maße sind falsch und der Gesamtaufbau ist sehr einfach gehalten. So gibt es keinerlei Cockpiteinrichtung.

Nicht eindeutig nachweisbar ist das Modell einer Nieuport 24bis. Hier soll es nur zu einigen Testabspritzungen gekommen sein, Bilder oder Anleitungen liegen dafür nicht vor.

Auch wenn die Nieuport IV sich nur sehr kurz als Modell präsentierte, gab es in dieser Zeit einige andere Modell aus der frühen Epoche der Luftfahrt.

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