Lufthansa

Diskutiere Lufthansa im Airlines Forum im Bereich Einsatz bei; Zurzeit vielleicht, aber was die LH in Zukunft bedroht ist eine Bundesregierung mit Beteiligung der Grünen, die es sich sicher nicht nehmen...
pok

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Space Cadet
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Nein, das ist doch eine reine Drohkulisse?
Zurzeit vielleicht, aber was die LH in Zukunft bedroht ist eine Bundesregierung mit Beteiligung der Grünen, die es sich sicher nicht nehmen, lassen den, Lufthanseaten ordentlich ins Handwerk zu pfuschen, das ist die reale Gefahr.
Was aus diesen Kreisen so alles droht, wurde hier ja schon hinreichend diskutiert, Stichworte Kurzstreckenverbot, Rationierung von CO2 pro Kunde, Flugzeuge mit alternativen Antrieben, ein weites Feld für teure Experimente.
 
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cool

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Space Cadet
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EDDF
Im Moment sieht es so aus, als ob die Bundesrepublik Deutschland für umgerechnet 9 Mrd €, 2 Aufsichtsratsposten von insgesamt 21 , und 25% Aktien von einer Firma bekommt, die im Moment als gesamtes Unternehem nur 3,8 Mrd € wert ist.
Soweit ich das korrekt verfolgt habe, bekommt Lufthansa 20% der Aktien zu Sonderkonditionen, von denen ich als Kleinanleger nur Träumen kann. Dazu kommen Kredite durch die KfW, die konsequenterweise auch wieder zurückgezahlt werden müssen. Gibt es den etwas "Geschenkt"? Die zwei Aufsichtsratposten gibts quasi "umsonst".
Gehen wir mal davon aus, dass es der LH in paar Jahren wieder gut geht, dann hat der Bund hier ein gutes Geschäft gemacht.

Auf der anderen Seite (Insolvenz und Geschäftsaufgabe) stehen Arbeitslose 5stelliger Höhe die mitunter überdurchschnittlich gut verdient hatten und deren Arbeitslosengeld entsprechend ausfällt. Dazu kommen weitere Stellen und Gelder bei Zulieferern und wenn es nur der Bäcker in Kelsterbach ist.

Wenn ich sehe, wie die Automobilbranche in all den Jahren hofiert wurde und bei der es zu echten Geschenken (Abwrackprämie) kam, dann wäre es hier fahrlässig wegen einer solchen Krise ungeahnten Ausmaßes einfach den Laden runter gehen zu lassen. Zumal man die LH mögen kann oder auch nicht, aber sie ist konkurrenzfähig, obwohl akzeptable Gehälter gezahlt werden und die Arbeitsbedingungen gut sind.
 

Alpha

Testpilot
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@Christoph West: Schönes Beispiel, wie sinnlos eine zu starke Vereinfachung ist. So generiert eine Tages"zeitung" täglich Schlagzeilen, die mit den Fakten dann nichts mehr zu tun haben... ;-)

Cool hat´s doch gut erklärt.
 
Christoph West

Christoph West

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Bedeute, ist die Firma nur groß genug, Stichwort systemrelevant, brauchen nicht mehr Manager und Mitarbeiter die Verantwortung für den Betrieb tragen sondern können diese im Zweifel an die Allgemeinheit abgeben. Weil man ja rein rechnerisch als Staat keine andere Wahl hat.
 

Rhönlerche

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Es ist richtig, LH jetzt zu retten. Aber es ist auch richtig, eine gewisse Mitsprache dafür zu erwarten und Zinsen zu nehmen. Einfach nur schnell sehr viel Geld rüberreichen, geht irgendwie auch nicht. Das bedeutet auch nicht, dass sich der Staat ins Tagesgeschäft einmischt. Aber natürlich will der Staat Standorte und Arbeitsplätze möglichst erhalten. Das finde ich auch legitim. Die Steuerzahler bezahlen das ja und bürgen für die Milliardenkredite.
 
Intrepid

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... Stichworte Kurzstreckenverbot, Rationierung von CO2 pro Kunde, Flugzeuge mit alternativen Antrieben ...
Wenn der Konzern pfiffig wäre, wäre er schon längst in der Richtung unterwegs. Vielleicht doch mal mit Flixbus/-train kooperieren?
 

Alpha

Testpilot
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Bedeute, ist die Firma nur groß genug, Stichwort systemrelevant, brauchen nicht mehr Manager und Mitarbeiter die Verantwortung für den Betrieb tragen sondern können diese im Zweifel an die Allgemeinheit abgeben. Weil man ja rein rechnerisch als Staat keine andere Wahl hat.
Darum geht´s doch gar nicht.

Die Manager und Mitarbeiter der LH tragen die Verantwortung und den Erfolg der Airline. Es dürfte ja niemandem entgangen sein, dass wir hier von einer der erfolgreichsten Airlines reden die stets Rekordgewinne eingefahren hat - die sind schon gut aufgestellt. Und gleichzeitig dürfte es niemandem neu sein, dass LH ausschließlich durch den gleichen Umstand den Betrieb einstellen musste, wie alle anderen Airlines auch - Corona und dessen Folgen. Dass es auch volkswirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, seinen Airline-Infrastruktur mit allen von Cool beschriebenen Folgen eingehen zu lassen, ist wohl auch 99% der Leute klar.

Die anderen 1% können sich ja ausmalen, wie ein Jahr später ein großer (staatlich gestützter) fremder Airline-Konzern den hiesigen Bedarf deckt und dabei weder für Steuern noch für Arbeitsplätze sorgt. Gleichzeitig liegen dann viele Tausend ex-Angestellte der LH im Topf der Sozialkassen. Wer das für richtig hält...
 

Av8tor

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Gleichzeitig liegen dann viele Tausend ex-Angestellte der LH im Topf der Sozialkassen.
Welche bei Fortbestehen der Lufthansa dann auch ordentlich Lohnsteuer und Sozialabgaben an den Staat abführen.
 
AIRBUG

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Zumachen den Laden.Neuanfang ohne die ganzen alten Nassauer im Management und in Reihe Null.
 

Michael aus G.

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leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
Vieleicht weht ja der Wind auch aus einer ganz anderen Richtung, z.B. verhindern einer Übernahme.

Investor Thiele steigt bei Lufthansa ein – Strebt er dort auch nach Macht?

Demnach hat Thiele über seine Investmentgesellschaft KB Holding am 5. März zunächst die Meldeschwelle von drei Prozent überschritten. Einen Tag später meldete er dann einen Anteilsbesitz von 5,29 Prozent.

Thiele selbst wollte sich auf Anfrage aus persönlichen Gründen nicht äußern. „Wir freuen uns über das Investment und sehen es als Beweis des Vertrauens in unsere Strategie und Zukunftsaussichten“, heißt es bei Lufthansa.

Die Motivation des 78-jährigen Unternehmers ist unklar.
Heinz Hermann Thiele - Der Mann, dem jetzt ein Zehntel der Lufthansa gehört

"Kein Interesse an einer Einflussnahme auf die Geschäftsführung" hieß es in einer kurzen Pflichtmitteilung der Lufthansa Group zum zehn-Prozent-Einstieg Thieles sinngemäß, die inzwischen nicht mehr aufrufbar ist. Die nächsten Hauptversammlungen werden zeigen, ob das in Zukunft weiter gilt.
Betrachtet man Thieles frühere Geschäfte, weis man allerdings wenig schmeichelhaftes zu berichten.

Bei Knorr-Bremse müssen die Arbeitnehmer 42h wöchentlich arbeiten - ohne Lohnausgleich. Tariflich gelten 35h. Deswegen ist Thiele 2004 aus dem Arbeitgeberverband ausgestiegen.
Wenn der dort Aufsichtsratschef wird, und das will er vermutlich auch, können sich Spohr und COCKPIT schon mal warm anziehen. Dagegen wird die CoVid-Krise dann wie ein Kindergeburtstag wirken...
 

Philipus II

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Ich würde es ihm absolut zutrauen den Laden in 2-3 Jahren zu sanieren, aber das würde ein Massaker für Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen werden. Erwirbt er bis zur Hauptversammlung 25% plus 1 der Stimmrechte kann er die geplante Kapitalerhöhung ohne Unterstützung anderer Anteilseigner verhindern und soauf eigene Faust den Staatseinstieg sabotieren. Praktisch macht das nur Sinn, wenn er zusätzlich enorme Kredite gewährt, da der Liquiditätsbedarf bis zur Normalisierung des Flugbetriebs enorm ist. Die Züge "Finanzierung über Banken" und "Finanzerung über Anleihen" sind schon lange abgefahren. Den Rettungsplan abzulehnen könnte zudem weiter einbrechende Kurse und damit eine Chance zum Erwerb weiterer Anteile sein. Insgesamt ist das Risiko eines solchen Projekts schlicht enorm.
 
lutz_manne

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"Bei Knorr-Bremse müssen die Arbeitnehmer 42h wöchentlich arbeiten - ohne Lohnausgleich. Tariflich gelten 35h. Deswegen ist Thiele 2004 aus dem Arbeitgeberverband ausgestiegen."

Ohh... da kommen mir gleich die Tränen. Vermutlich ist keiner der Angestellten in der Gewerkschaft, oder? Tja, ein Kapitalist wird seltenst freiwillig Arbeitnehmerfreundlich sein. Das muss man eben durchsetzen. Dafür gibt es Rechte die man einfordern kann. Oder man kuscht. Dann muss man sich nicht wundern...
 
Intrepid

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Auch nicht schlecht: "Die Regierung soll in den Lufthansa-Verhandlungen in letzter Minute eine Abnahme aller Airbus-Bestellungen zur Bedingung für Staatshilfen gemacht haben. Eine Übersicht der 148 offenen Bestellungen."

 
lutz_manne

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Das passiert wohl wenn man Politiker ist und gleichzeitig im Aufsichtsrat bei Airbus und nun bald bei LH, oder was?
 

Rhönlerche

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Oder es ist Rache für das ganze öffentliche Gezicke? Man baut einfach eine neue Hürde in die Verhandlungen ein und zeigt mal, wo der Hammer hängt? So viel Zeit dürfte nicht mehr bleiben und so viele Alternativen gibt es auch nicht mehr, wenn LH nicht bald chinesisch sein will?
 
Schorsch

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Bedeute, ist die Firma nur groß genug, Stichwort systemrelevant, brauchen nicht mehr Manager und Mitarbeiter die Verantwortung für den Betrieb tragen sondern können diese im Zweifel an die Allgemeinheit abgeben. Weil man ja rein rechnerisch als Staat keine andere Wahl hat.
Ich finde diesen Spruch "aber letzten Jahr noch dicke Milliarden gemacht" immer so dämlich. Eigentlich darf nur gerettet werden, wer letztes Jahr richtig dicke Gewinne eingestrichen hat. Denn das deutet auf ein gesundes Unternehmen hin. Die Läden, die 2019 schon Probleme hatten, sollte man hingegen eher ihren Weg gehen lassen.
Ordnungspolitisch werden gerade in der EU größere Böcke geschossen als die "Rettung" von Lufthansa.
 
Intrepid

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Eigentlich darf nur gerettet werden, wer letztes Jahr richtig dicke Gewinne eingestrichen hat.
Bei den Zuschüssen an kleine Unternehmen war das Bedingung. Nicht "richtig dicke", aber Der Antragsteller musste versichern, dass der Finanzierungsengpass nicht bereits vor dem 1. März bestanden hat. Der Antragsteller musste zusätzlich erklären, dass es sich bei dem Unternehmen zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht um ein "Unternehmen in Schwierigkeiten" handelte. Und der Begriff "Unternehmen in Schwierigkeiten" war dann je nach Branche definiert.

Alles andere macht keinen Sinn. Wenn man schon überlegt, die Abstands-Maßnahmen so zu lockern, dass eine Risikogruppe sich besonders schützen muss, dann muss man auf der anderen Seite für eine Förderung auch die fittesten Unternehmen aussuchen. Alle Unternehmen können eh nicht überleben.
 
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