Me 262 A 1-a von Revell

Diskutiere Me 262 A 1-a von Revell im Jets bis 1/72 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Im April 1939 hatte man bei Messerschmitt mit der Projektierung eines neuen Jagdflugzeuges begonnen, dessen Antrieb aus dem System...

Moderatoren: AE
  1. #1 Zimmo, 22.12.2010
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2010
    Zimmo

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    Im April 1939 hatte man bei Messerschmitt mit der Projektierung eines neuen Jagdflugzeuges begonnen, dessen Antrieb aus dem System "Turbine-Luftstrahl" (TL) bestehen sollte.
    Als Höchstgeschwindigkeit wurden für die damalige Zeit unglaubliche 900km/h angepeilt.
    Im Juli 1942 konnte die erste Me 262 mit TL abheben und am 26.07.1944 gelang einer Serienmaschine im Erprobungskommando Lechfeld bei Augsburg der erste Luftsieg durch einen Düsenjäger in der Geschichte der Luftfahrt.
    Die deutsche Führung (politisch) war von diesem neuen Flugzeug höchst beeindruckt und ebenso viele namhafte Jagdexperten der Luftwaffe (Zitat von Adolf Galland: "Es ist, als wenn ein Engel schiebt.").
    Galland und andere Luftwaffenoffiziere erkannten das ungeheure Potential des neuen Strahlflugzeuges als wirksame Antwort auf die alliierten Bomberströme.
    Die politische Führung sah in der Me 262 aber DEN "Blitzbomber" und ordnete an, die neuen Maschinen in der Hauptsache als Schnellbomber zum Einsatz zu bringen.
    Viele Jagdpiloten intervenierten gegen diese Entscheidung, stießen aber, wie so oft, auf taube Ohren und Arroganz, was schließlich in der sog. "Verschwörung der Jagdflieger" (Johannes Steinhoff, Adolf Galland u.a.) mündete, in dessen Folge Galland sogar degradiert wurde.
    Jedoch "durften" die "Aufständischen" ein kleines Kontingent Strahlflugzeuge zu einem Verband zusammenwürfeln und hier zeigte sich, dass die Me 262 ein Jäger war.
    Die immer erdrückendere Übermacht der alliierten Luftflotten und die damit verbundene Zerstörung deutscher Städte und Industrie, liessen die Verantwortlichen umdenken und so wurden die Bombenschlösser an vielen Me 262 entfernt und weitere Jagdstaffeln mit diesem Düsenjäger ausgerüstet.
    Ihre hohe Geschwindigkeit war ein guter Schutz gegen die Kolbenflugzeuge der Alliierten und die starke Bewaffnung (4 MK 108 Kaliber 30mm, ungelenkte Luft-Luft-Raketen) konnte jeden gegenerischen Bomber vom Himmel holen.
    Allerdings gab es auch Schwächen, die die gegnerischen Jagdflieger ausnutzten.
    So war die Me 262 z.B. bei der Landung oder beim Start wehrlos und so mancher Einsatz endete für den Piloten tragisch.
    Mit der weiteren Verschlechterung des Nachschubs an Treibstoff und vor allem an Ersatzteilen blieben die Messerschmitts immer öfter am Boden.
    Erbeutete Maschinen wurden von den Alliierten ausgiebig getestet und die daraus gewonnen Erkenntnisse flossen in den eigenen Flugzeugbau ein.

    Nun zu meinem Modell:
    Hier hat Revell mal wieder gezeigt, dass aus Bünde nicht nur neu aufgewärmte Uraltbauformen kommen können.
    Dieser Kit stammt zwar auch schon aus dem Jahr 1997, beeindruckt aber.
    Sicherlich werden Detailspezialisten das Eine oder Andere "Aber" zu diesem Bausatz anbringen, jedoch finde ich ihn recht gelungen.
    Schöne Oberflächendetails, ein anständiges Cockpit und.....tadaaaaa.....eine Canopy, die passt!!!!!;)
    Einziges Häkchen ist allerdings, nach meiner Meinung, die einteilige Kanzel. Eine mehrteilige Kanzel würde die Option bieten, eine Szene mit geöffneter Canopy darstellen zu können und somit den Blick ins Cockpit ermöglichen.
     

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  3. Zimmo

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    Dank der relativ guten Passgenauigkeit lief der Zusammenbau ohne Probleme von statten.
    Flüssigspachtel kam an der Unterseite und den Klebenähten zum Einsatz.
     

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  4. Zimmo

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    Nun gab es eine Grundierung mit Tamiya Primer.
     

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  5. Zimmo

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    Die Mündungen der MKs habe ich aufgebohrt.
     

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  6. Zimmo

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    Als Farben benutzte ich die Model Air's von Vallejo.
    Für die Unterseite trug ich RLM 76 auf.
     

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  7. Zimmo

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    Für alle Pinselarbeiten (Fahrwerk, Antennendraht) habe ich Revells Aquas benutzt.
     

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  8. Zimmo

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    Für die Tarnung auf der Oberseite nahm ich RLM 81 und RLM 82.
     

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  9. Zimmo

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    Für das Tarnmuster auf den Tragflächen brushte ich zuerst RLM 82 freihand auf, klebte nach Trocknung der Farbe die Ränder mit Pattafix ab und trug dann RLM 81 auf.
     

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  10. Zimmo

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    Nun klebte ich die Canopy an, freute mich dabei noch über die gute Passgenauigkeit und zack....schon hatte ich die Canopy mit Sekundenkleber eingesaut.:FFEEK:
    Trotz sofortiger Gegenmaßnahmen kann man immer noch ein wenig von dem Unfall sehen....Mist!!!:mad:
     

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  11. Zimmo

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    Wie üblich habe ich für die Decals die Modelloberfläche mit Emsal Glänzer vorbehandelt.
    Die Decals waren schon älteren Datums und relativ schwer zu verarbeiten.
    Nach Anbringen der Decals gab es noch eine Schicht Emsal Glänzer drüber.
    Nun folgte ein Washing mit Wasserfarbe und Pastellkreide.
    Danach klebte ich den Antennendraht per Sekundenkleber an, den ich vorher aus Gussast gezogen hatte und lackierte ihn.
    Jetzt kam zum Abschluss als Versiegelung noch eine Lage mit mattem Klarlack über das Modell.
     

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  12. #11 steff80, 22.12.2010
    steff80

    steff80 Fluglehrer

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    Toll umgesetzte Maschine und vor allem tolle Backround Infos!
    Klasse gemacht!

    Gruss Steff!
     
  13. popeye

    popeye leider verstorben

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    Der Zimmo zimmert immer schneller und besser:TOP:

    Schöne Schwalbe geworden, Kompliment.

    popeye
     
  14. #13 Hans Trauner, 23.12.2010
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    Recht saubere Arbeit! Das ganze Antennen- und Staurohrgerödel könnte man feiner machen, aber oob schauts halt so aus.

    Die späten 81/82-lackierten Me 262 hatten Fahrwerke in RLM 66. Und die Sache mit den unlackierten Unterseiten will sich nicht recht durchsetzen, wie es scheint... ;-))

    H
     
  15. Zimmo

    Zimmo Astronaut

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    Me 262 A 1-a

    Hui....Hans, Dir kann man echt nichts unterjubeln.....nicht mal zu Weihnachten!!!;)
    Das Fahrwerk werde ich noch in RLM 66 umlackieren, aber die Unterseite lasse ich jetzt so.:red:
    Es freut mich, dass Euch meine Schwalbe gefällt.
    Ich wünsche Euch schöne Feiertage und 'nen guten Rutsch.:red:

    Grüßle
    Zimmo:)
     
  16. #15 peter2907, 23.12.2010
    peter2907

    peter2907 Space Cadet

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    Mir gefällt deine Präsentation gut. Du gibst Informationen zum Original und ausführliche Erläuterungen zu deinem Modell.:TOP:

    Die maskierten Farbübergänge sind jetzt besser als bei deiner G-10. Leider ist dir das Balkenkreuz auf der linken Rumpfseite verrutscht.

    Das mit der unlackierten Unterseite wusste ich noch nicht. Welche Farbe hatte die denn dann?:confused:

    Nur mal so ein Gedanke: Sind die Decals im Academy Bausatz gut? Dort sind nämlich mehr als genug drin und man könnte, wenn man eh diesen Bausatz bauen möchte einige davon für z.B. das Revell Modell nehmen.:?!
     
  17. #16 Roman Schilhart, 23.12.2010
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2010
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    Es gab keine Passprobleme mit der Kanzel????
    Das erstaunt mich, denn ich habe diesen Bausatz schon mal geklebt und war mit der Form der Haube (zu schmal) nicht zufrieden.
    Für die nächste Revell 262er hab ich mir schon eine Vacu Kanzel besorgt.
    Hat Revell das Teil korregiert - oder hab ich damals schlampig gearbeitet?
     
  18. #17 Hans Trauner, 23.12.2010
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    Roman, da liegt wirklich unterschiedliche Qualität bei. Von recht gut bis gruselig.
     
  19. Zimmo

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    @Roman: Ja, da hat Hans recht. Habe speziell bei Revell oftmals feststellen müssen, dass gewisse Teile bei unterschiedlichen Exemplaren des gleichen Bausatzes erhebliche Qualitätsunterschiede aufwiesen.
    Denke auch an die Mig-3, die bei Dir ja auch schon von der Passform her verhunzt war. Mein Exemplar war o.k.
    Grüßle
    Zimmo :)
     
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  21. #19 Roman Schilhart, 25.12.2010
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    Sehr schön umgesetztes Modell, Herr Zimmo.
    Ein weiterer Fehler, den mein Bausatz der Me-262 hatte (und auch ein weiterer, der noch auf Lager liegt) sind die ungenauen Gravuren - stellenweise wirken sie verschwommen, hier muss man nachgravieren.
    Die einzige Kritik, die ich anzubringen hätte, wären die zu dick wirkenden Fahrwerksklappen.
    Es dürfte aber, vor allem beim Hauptfahrwerk, sehr schwierig sein, das dünnerzuschleifen, weil es eine Art "Stufe" an den Klappen gibt.
    Ansonsten ein sehr eleganter Vogel!
    Beste Grüsse aus Wien
    Roman
     
  22. Zimmo

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    Habe mit "Photo Scape" auch ein bißchen Alterung in ein Bild gebracht.
    Danke an Steff für den Tipp und den Link dazu.
    Ist ein cooles Tool!!!!!!:TOP:

    Zimmo:)
     

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