Michael "Bully" Herbig - "Ballon"

Diskutiere Michael "Bully" Herbig - "Ballon" im Foto und Film Forum im Bereich Literatur u. Medien; Ich gehe mal davon aus das mehrere aus dem FFM den Film "Ballon" gesehen haben . Mich würde mal interessieren welche flugfähige Mi-2 ist das die...
Egbert

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Ich gehe mal davon aus das mehrere aus dem FFM den Film "Ballon" gesehen haben . Mich würde mal interessieren welche flugfähige Mi-2 ist das die im Film fliegt ? Wo ist sie zu Hause in Deutschland ? Vieleicht weiß es jemand im Forum .

der Holger
 
JohnSilver

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Alien
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Aus dem Presseheft zum Film:

Stasi und NVA betreiben im Film einen enormen personellen und technischen Aufwand, damit kein zweiter Fluchtversuch per Heißluftballon unternommen werden kann. Dabei kommt auch eine Flotte von sowjetischen Militärhubschraubern des Modells MIL Mi-2 zum Einsatz.
Im deutschsprachigen Raum gibt es nur ein einziges flugfähiges Exemplar dieses Typs, der unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt und nicht mehr eingeführt werden darf. Eigentümer des hierzulande seltenen Fluggerätes ist der Lederwarenfabrikant Valerian Kießling, der den Mehrzweckhelikopter einst aus Polen importierte und ihn für Just-in-Time-Lieferungen an seine Auftraggeber nutzt.
Die Dreharbeiten mit dem Hubschrauber fanden auf dem Verkehrslandeplatz in Kulmbach statt, den Michael Bully Herbig aufgrund des „Retro-Looks“ als Militärstartfeld der Nationalen Volksarmee ausgewählt hatte. Die Visual-Effects-Firma ScanlineVFX sorgte später am Computer dafür, dass der Showdown nicht nur einen einzelnen Hubschrauber zeigt, sondern eine ganze Flotte, die entlang der innerdeutschen Grenze Jagd auf den gestarteten Ballon macht.
Quelle

Mich würde interessieren, wie Dir der Film gefallen hat, ich habe ihn noch nicht gesehen. Ist er so gut, wie die Vorschusslorbeeren erwarten lassen?
 
Egbert

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Der Film ist gut umgesetzt , hat mir gefallen . Da hat man sich Mühe gegeben und auf viele Kleinigkeiten geachtet . Kann man anschauen .
Für mich war der "Brüller" die Pilotenhelme für die Mi-2 Besatzung . Diese weißen "Töpfe" geht gar nicht . In der Mi-2 wurde mit Kopfhaube geflogen .
Aber gut gemachter Film .

der Holger
 
Gepard

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Für mich war der "Brüller" die Pilotenhelme für die Mi-2 Besatzung . Diese weißen "Töpfe" geht gar nicht . In der Mi-2 wurde mit Kopfhaube geflogen .
In den 80er Jahren wurde die Mi-2 mit Helm geflogen. Und der Helm war orange.

Der Film ist eine handwerklich gut gemachte Räuberpistole. Der Inhalt ... Naja, so wie sich eben "klein Bully" aus der autonomen Gebirgsrepublik Bayern die DDR so vorgestellt hat. Gut und Böse sind klar verteilt, wie sich das für massentaugliches Krawallkino eben so gehört. Die Guten gewinnen am Ende. Ist doch klar. Das war in der Ami Verfilmung des Stoffs auch nicht anders.
Für jemanden, der die DDR live und in Farbe erlebt hat und nicht den dringenden, unstillbaren Wunsch in sich verspürte in den Westen zu gehen ist der Film ein Schinken, der mehr als irritierend wirkt und bei dessen Genuss die Augenbraue mehr als einmal ungewollt nach oben strebt.
Für den Rest ist es ein tolles Kinoerlebnis.

Fazit: Kalter Krieg Kinofilm, in dem westdeutscher Regisseur den Leuten aus dem Osten erzählt wie sie damals gelebt haben.
Was soll's, gab schon schlimmere Sachen.
 
Egbert

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Ich dachte der Film spielt im Jahre 1979 .
 
JohnSilver

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Alien
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...Die Guten gewinnen am Ende. Ist doch klar. Das war in der Ami Verfilmung des Stoffs auch nicht anders....
Soll keine Kritik sein, aber den verstehe ich jetzt nicht.
Da das Ganze eine Verfilmung einer tatsächlich vorgekommenen Flucht ist (realitätsnah verfilmt oder nicht sei mal dahin gestellt), musste der Film doch ein gutes Ende nehmen.

Oder meinst Du etwas anderes?

Die Sache mit dem Helm wäre mir als Wessi gar nicht aufgefallen... :wink2:
 
Gepard

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Soll keine Kritik sein, aber den verstehe ich jetzt nicht.
Da das Ganze eine Verfilmung einer tatsächlich vorgekommenen Flucht ist (realitätsnah verfilmt oder nicht sei mal dahin gestellt), musste der Film doch ein gutes Ende nehmen.

Oder meinst Du etwas anderes?
Die ganze Story basiert auf einer Geschichte, die es tatsächlich gegeben hat. Das ist wahr.
Aber abseits von dieser Grundstory ist der Film hollywoodmäßig überzeichnet. Die Bösen auf der einen Seite, die Guten auf der anderen Seite. In jedem guten actionlastigen Film gibt es dieses Gut vs Böse Schema. Das ist ganz unabhängig von der Herstellernation. Nimmt man einen Film aus dem Westen, dann ist der Osten der Böse. Schaut man sich die alten sowjetischen Schinken an (z.B. "Im Alleingang", "Absprung im Planquadrat ..."), so sind die Amis die bösen Jungs und die sowjetischen Kämpfer werden als strahlende Helden dargestellt.
Das ist halt so. So funktioniert Propaganda. Seit die Bilder laufen lernten.
Und Bully Herbigs Film ist vom selben Schlag. Propaganda. Gut gemachte Propaganda. Aber eben Propaganda.
Wenn man das im Hinterkopf behält, dann kann man sich köstlich unterhalten lassen. Man kann mit den Titelhelden mitfiebern und sich darüber freuen, dass sie den bad guys ein Schnippchen schlagen.
Mein Rat ist, schnappt euch euer Mädel und ne Tüte Popcorn. Geht ins Kino und amüsiert euch. Aber glaubt nicht alles was ihr da seht.
 
Gepard

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Ich dachte der Film spielt im Jahre 1979 .
Hier mal eine Ausschnittsvergrößerung aus einem Foto, das in der HS-16, der Grenzfliegerstaffel, aufgenommen wurde. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man den orangenen Helm des Ljotschiks.
Leider ist die Qualität des Bildes recht schlecht. Es soll aus dem Jahr 1979 oder 1980 stammen, also direkt aus der Zeit, wo der Film spielt.

 
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Augsburg Eagle

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Der Film ist eine handwerklich gut gemachte Räuberpistole. Der Inhalt ... Naja, so wie sich eben "klein Bully" aus der autonomen Gebirgsrepublik Bayern die DDR so vorgestellt hat. Gut und Böse sind klar verteilt, wie sich das für massentaugliches Krawallkino eben so gehört.
Ein interessanter Kommentar, in Anbetracht der Tatsache, dass die DDR ihr Volk eingesperrt hat.
Für jemanden, der die DDR live und in Farbe erlebt hat und nicht den dringenden, unstillbaren Wunsch in sich verspürte in den Westen zu gehen
Nur gab es eben einige, die diesen Wunsch verspürt haben. Und deren Geschichte wird in dem Film erzählt.
 
Gepard

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Ein interessanter Kommentar, in Anbetracht der Tatsache, dass die DDR ihr Volk eingesperrt hat.
Nur gab es eben einige, die diesen Wunsch verspürt haben. Und deren Geschichte wird in dem Film erzählt.
Ich habe mir lange überlegt ob ich auf diesen Zwischenruf reagieren sollte. Es könnte wieder ein unschönes Ost-West Stück geben.
Aber ich will deine Worte dennoch nicht unbeantwortet stehen lassen.
Sie zeigen nämlich ein Bild der DDR, dass in der autonomen Gebirgsrepublik Bayern gepflegt wurde und wird. Und dementsprechend ist auch der Film gemacht worden.
Ich finde es traurig, wieviel ihr von uns nicht wisst. Und das was ihr zu wissen glaubt ist von der Propaganda des kalten Krieges durchzogen.

Leider.

Du schreibst, dass es einige gab, die in den Westen fliehen wollten. Nein! Es waren nicht einige. Es waren Tausende, Zehntausende, Hundertausende. Aber deren Geschichte wird nicht in dem Film erzählt.
Und nein, die DDR hat nicht ihr Volk eingesperrt. Dieses Geschichtsbild, nämlich die DDR als großes Gefängnis zu bezeichnen, ist falsch. Es passt aber zu Helmut Kohls Satz aus den 80ern, dass die DDR ein großes KZ gewesen sei.
Und genauso stellst du dir die DDR vor. Als ein großes KZ. Rundherum gab es eine meterhohe Mauer. Alle naselang gab es Wachtürme. Auf diesen Türmen saßen schießwütige Grenzer und ballerten auf alles was sich bewegt.
Die DDR Mauer begann in deinem Geschichtsbild irgendwo östlich von Lübeck, zog sich um das ganze Land, ehe sie auf Usedom an der Ostsee endete. Und entlang der Ostseeküste schipperten die Boote der Grenzbrigade Küste und versenkten jede Luftmatratze, die außerhalb der Nichtschwimmerbegrenzung zu finden war.
So hat man euch in Bayern die DDR geschildert. Als ein großes Gefängnis aus dem keiner raus durfte und deshalb jeder fliehen wollte.

Eigentlich hätte dieses Weltbild spätestens im Sommer 1989 Risse bekommen müssen. Kannst du dich an die Flüchtlinge in der Prager Botschaft erinnern? Oder an die zehntausenden DDR Touristen, die von Zeltplätzen am Balaton über die österreichische Grenze in den freien Westen geflohen sind?
Hast du dir mal die Frage gestellt, wie die überhaupt an den Balaton oder nach Prag gekommen sind, wenn es nicht irgendeine Art von Reisefreiheit gegeben hat?

Würdest du mir glauben, dass es zwischen der DDR und der Tschechoslowakei überhaupt keine Sperranlagen gab? Keine Mauer, kein Zaun, kein Minenfeld, keine Selbstschussanlagen? Es gab Grenzübergangsstellen, aber die unterschieden sich kaum von denen zwischen Frankreich und Westdeutschland.
Würdest du mir glauben, dass es möglich war einfach mal so in die Tschechei zu fahren? Einfach kurz entschlossen in den Trabi setzen und auf ein Bier rüber nach Tschechland fahren? An der Grenze einfach nur den Personalausweis zeigen und das war's. Gute Fahrt!
Glaubst du wir das, oder meinst du ich erzähle hier Märchen?
Glaubst du mir, dass wir jedes sozialistische Land Europas bereisen konnten? Zugegeben, das war nicht ganz so einfach, dazu brauchte man nämlich ein Visum.
Und die Visa für Polen, Ungarn, Bulgarien udn Rumänien waren limitiert. Unsere Bruderländer waren eher daran interresiert zahlungskräftige Westtouristen ins Land zu lassen, als uns aus der DDR. Mit unseren Aluchips konnten die nämlich nichts anfangen.
Und die SU? Die war damals paranoid. Die hat nicht jeden ins Land gelassen.
Trotzdem konnte man auch die UdSSR bereisen.
Ich hab es getan. Ich habe Moskau gesehen und das Herz Russlands, zwischen Moskau und dem Ural. Ich bin im Tientschan herumgekraxelt, das war kurz vor der chinesischen Grenze. Ich habe im Kaspisee gebadet. Und nein, das ist nicht der größte Süßwassersee der Welt. Der ist verdammt salzig.
Ich habe die Ölfelder Bakus gesehen und den Kaukasus, die endlosen Weiten der Ukraine und die dichten Wälder Weißrusslands.
Ich habe auch Polen bereist. Den "freundlichen" Begrüßungschor "Svabske swine, svabske psie!" (deutsche Schweine, deutsche Hunde) habe ich noch heute im Ohr.
Und das habe ich als normaler Tourist gesehen. Ich hatte keinerlei Previlegien. Ich war nicht mal in der SED.
Ich habe eine junge Frau kennengelernt, die mit Jugendtourist nach Rom gefahren ist. Keine Ahnung welches Vitamin B die hatte um an soclhe Reisen zu kommen! Ich hatte diese Chance nie.
In meinem Dorf wohnt jemand, der zu DDR Zeiten Aufbauarbeit in Syrien geleistet hat. Und nein, er war auch nicht in der SED!

Das alles wirst du mir nicht glauben, denn es widerspricht deinem Bild von der DDR als großem Gefängnis, aus dem niemand heraus durfte.

Die DDR hatte mehr als eine große Macke. Und ich will sie auch nicht wieder zurück.
Aber so, wie sie in den Medien dargestellt wird, war sie eben nicht.
Wer das nicht weiß, der ist dazu verdammt die Fehler der Geschichte zu widerholen. Und in der DDR wurden jede Menge Fehler gemacht.

Vielleicht treffen wir uns ja mal in der realen Welt.
Und dann sollten wir uns auf ein Bier zusammensetzen und über unser Leben in den beiden deutschen Staaten reden.
Einfach nur reden und zuhören was der andere sagt.
Einfach zuhören und versuchen zu verstehen.
Und nicht dem Meinung sein, wir wüßten besser, wie der auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs gelebt hat.
 
Augsburg Eagle

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Bavariae capitis
Es passt aber zu Helmut Kohls Satz aus den 80ern, dass die DDR ein großes KZ gewesen sei.
Und genauso stellst du dir die DDR vor. Als ein großes KZ.
Du kannst mir glauben, dass ich mir sicher nichts, aber auch gar nichts, so vorstelle, wie Helmut Kohl es irgendwann genannt hat.
Würdest du mir glauben, dass es zwischen der DDR und der Tschechoslowakei überhaupt keine Sperranlagen gab? Keine Mauer, kein Zaun, kein Minenfeld, keine Selbstschussanlagen?
Aber natürlich glaube ich Dir das.
Vielleicht treffen wir uns ja mal in der realen Welt.
Und dann sollten wir uns auf ein Bier zusammensetzen und über unser Leben in den beiden deustchen Staaten reden.
Einfach nur reden und zuhören was der andere sagt.
Einfach zuhören und versuchen zu verstehen.
Das würde mich sehr freuen. Es dürfen auch zwei Bier sein :TOP:
 
Friedarrr

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Sie zeigen nämlich ein Bild der DDR, dass in der autonomen Gebirgsrepublik Bayern gepflegt wurde und wird. Und dementsprechend ist auch der Film gemacht worden.

Die DDR hatte mehr als eine große Macke. Und ich will sie auch nicht wieder zurück.
Aber so, wie sie in den Medien dargestellt wird, war sie eben nicht.
Wer das nicht weiß, der ist dazu verdammt die Fehler der Geschichte zu widerholen. Und in der DDR wurden jede Menge Fehler gemacht.
Und wer erkennt den Fehler der hier gemacht wurde?
Muss man das machen?
 
GorBO

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Bei Gepard scheint zumindest die Ostpropaganda gewirkt zu haben. Wiedermal schäme ich mich ein Sachse zu sein.
Na dann scheinen ja wenigstens bei Dir 28 Jahre Umerziehung ihr Werk vollbracht zu haben.
 
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Nun ja, sein Bild von der Welt, von vergangenen Zeiten und fernen Ländern baut man sich mit Hilfe der Medien. Im weitesten Sinne, dazu gehören mündliche Überlieferungen und Legenden, Bücher, Bilder, Filme, Lieder und was nicht alles. Und die schreibt eigentlich immer der Sieger.
Unser Bild von den eroberten ostelbischen slawischen Völkern haben wir aus christlichen Chroniken. Unser Bild der Germanen aus römischen Chroniken. Unser Bild des 20.Jahrhunderts aus Hollywood. Wenn Gepard das "Propaganda" nennt, liegt er nicht falsch, auch wenn wir uns ja ganz sicher sind, das wir das richtige Weltbild haben.

Das aktuelle DDR-Bild ist genau so ein Siegerbild. DDR=Stasi. Es gibt kein aktuelles Feature, keinen Film, zu welchem Thema auch immer, in dem das MfS nicht eine zentrale Rolle spielen würde. Das ist ein Zerrbild der damaligen Realität. Glaub mir, im täglichen Leben der meisten DDR-Bürger spielte "Guck-Und-Horch" meistens genau gar keine Rolle. Und nein, es wollte nicht jeder in den Westen. Die Mehrheit hat einfach nur ihr Leben gelebt, sich und ihren Kindern eine Zukunft gestaltet. Sich über die Widrigkeiten des Alltags geärgert. Ob die im Osten größer oder kleiner waren als im Westen? Auch die Antwort auf diese Frage ist nicht leicht zu geben.

Ja, in der DDR hat es einen Haufen kapitale Fehler, Dummheiten, Ungerechtigkeiten und auch menschenunwürdige Verbrechen gegeben. Aber die DDR-Gesellschaft ist nicht damit gleichzusetzen. Und das ist ein Fehler der Siegermentalität und eine Ursache von vielen Problemen der heutigen Zeit. Bei einem weiteren Bier könnte man sich zum Beispiel auch über Wertmaßstäbe, was im Leben wie wichtig ist, unterhalten. Auch da gab es Unterschiede. Und auch da bestimmt der Sieger, was in der Rückschau richtig und falsch ist.

Zurück zum Film. Eine spannende Geschichte, handwerklich perfekt gemacht. Das vermittelte DDR-Bild entspricht nicht dem Bild, was ich habe. Aber das ist nicht schlimm, ein James-Bond-Film vermittelt ja auch kein stimmiges Bild der britischen Gesellschaft.

gero
 
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Joa ohne die Gebirksrebuplik Bayern wären schon Anfang der 80er die Lichter in der DDR ausgegangen...
Ick bin froh das mir der ganze Mumpitz wie FDJ und NVA Wehrpflicht bzw Zwangsdienst für ein Studium erspart geblieben ist.
 
H.-J.Fischer

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Hallo Gepard,

ich äußere mich in den Foren ungern zu solchen Themen, da ich aber ein paar Bücher von dir im Schrank habe interessiert mich deine Meinung nun doch.
Und jetzt frage ich mich, müssen wir die Geschichte der ehemaligen DDR umschreiben?
Haben wir in den 1960er Jahren in der Schule umsonst Kaffee und sonstiges für euch gesammelt?

Liebe Grüße
Hans-Jürgen
 
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Haben wir in den 1960er Jahren in der Schule umsonst Kaffee und sonstiges für euch gesammelt?
Wer hat denn diesen Kaffee bekommen?
In meinem Bekanntenkreis waren eigentlich alle zufrieden mit Rondo und ImNu. Kaffeesammlungen aus dem Westen kamen bei uns jedenfalls nicht an. War auch gar nicht nötig.
 
H.-J.Fischer

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Wer hat denn diesen Kaffee bekommen?
Hallo Jörg,

keine Ahnung wohin diese Pakete gingen, war damals ja Grundschüler und habe dies nie hinterfragt.
Laut Lehrerin sollte das an die armen Leute im Osten gehen, vielleicht alles nur Betrug...?

Gruß
Hans-Jürgen
 
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Gepard, danke für das Bild der HS-16 Mi-2. Mit Abstand der beste Beitrag dieses Themas.:thumbsup:

Kleiner Nachtrag : Ich fand es 1990 schon 1A und heute immer noch, wenn mir Außenstehende mein Leben in der DDR erklären und was ich darüber zu denken habe. Danke.
 
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