P-47D Superbolt "Hairless Joe" - Tamiya 1/48

Diskutiere P-47D Superbolt "Hairless Joe" - Tamiya 1/48 im Props bis 1/48 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Die 56th Fighter Group der Eighth Air Force war eine, wenn nicht sogar die erfolgreichste Fighter Group auf dem europäischen Kriegsschauplatz im...
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Die 56th Fighter Group der Eighth Air Force war eine, wenn nicht sogar die erfolgreichste Fighter Group auf dem europäischen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg.
Die aus den drei Fighter Squadrons 61st, 62nd und 63rd bestehende Fighter Group flog während ihrer gesamten Einsatzzeit die P-47 Thunderbolt in den Baureihen -C, -D und M. Die 56th Fighter Group oder noch bekannter unter dem Namen "Zemke's Wolfpack" war während des gesamten Krieges in England stationiert, zuerst in Kings Cliffe, dann in Horsham St. Faith, Halesworth und schließlich in Boxted.
Die 56th FG errang 677 Luftsiege über die deutsche Luftwaffe bei einem Verlust von 128 eigenen Maschinen, zwei Drittel dieser Maschinen ging bei Bodenangriffen verloren. Von den Besatzungen gerieten 36 Piloten in deutsche Kriegsgefangenschaft, acht konnten der Gefangschaft entgehen und 84 Piloten verloren ihr Leben. Flugunfälle kosteten zusätzlichen 48 Piloten das Leben.

Einer der bekanntesten und hoch dekoriertesten Fliegerasse der 56th Fighter Group war Lt. Col. David Schilling. Seine Zeit bei der 56th begann im Januar 1943 und endete im Januar 1945. Er kommandierte zuerst die 62nd Fighter Squadron und wurde später Commanding Officer der 56th Fighter Group. Während seiner Einstatzzeit schoss er 22.5 deutsche Maschinen, vornehmlich Bf 109 und Fw 190, ab. Fünf dieser Abschüsse errang er alleine am 23. Dezember 1944 (drei Bf 109 und zwei Fw 190). Zusätzlich zu den Luftsiegen erhob Schilling Anspruch auf 10.5 am Boden zerstörte Flugzeuge. David Schilling starb 1956 bei einem Autounfall in England.

David Schilling.
(Quelle: http://www.warbirdsresourcegroup.org/)
 
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Mein Modell stellt die P-47D-25 mit der Seriennummer 42-26641 dar. Es war eine der ersten Superbolts, die der 56th Fighter Group zugewiesen wurde.

Fotos dieser Maschine sind in zahlreichen Publikationen abgedruckt und geistern ebenfalls durch das I-Net. Es sei hier aber auch auf Literatur einschlägig bekannter Autoren wie Roger A. Freeman und Jeff Ethell verwiesen. Diese P-47D stand ebenfalls Modell für zahlreiche Farbprofile (interssanterweise sind diese mitunter recht unterschiedlich, aber dazu später mehr).

Das Modell der Firma Tamiya ist bis auf die Decals, fotogeätze Gurte und die Motorverkabelung aus dem Kasten gebaut. Für weitere Details des Bausatzes sei auf folgende Bausatzvorstellung hingewiesen.

Die Maschine ist als "Hairless Joe" bekannt - sie trägt den Namen zwar nicht als Schriftzug, aber die auf die linke Motorverkleidung aufgemalte Cartoon-Figur heißt so.
 
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Beginnen wir mal mit einem kleinen Walkaround im Maßstab 1/48. "Hairless Joe" von hinten links.

Die Superbolts erreichten England in Naturmetall - einigen Fighter Groups stand nach der erfolgreichen Invasion der Alliierten ein Umzug in die befreiten Gebiete vor, um näher am Kampfgeschehen zu sein. Für die 56th sollte dies nicht zur Realität werden, jedoch stand dies damals noch nicht fest. Um für den möglichen Fall eines Umzugs auf das Festland gewappnet zu sein, begann man die naturmetallenen Maschinen zu tarnen, da auf dem Kontinent eine viel größere Gefahr eines deutschen Luftangriffs herrschte als in England. Da diese Tarnlackierung quasi im Felde durchgeführte wurde, sind weder die genauen Farbtöne noch die Tarnschemen bekannt. Bei den Farben wird man sicherlich auf vorhandenes Material der RAF zurückgegriffen haben. Aber auch individuelle Eigenmischungen sind nicht auszuschließen und fanden sehr wahrscheinlich Verwendung.
 
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Etwas weiter um das Modell geschlichen.

Die Tarnung ist freihand gesprüht. Über die Farben herrscht Unklarheit - ich habe mich für Töne der RAF entschieden, Dark Green und Ocean Gray für die Oberseite. Die von mir verwendeten Farben sind von Xtracolor.
 
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Und wieder vorne angelangt.

Der Knackpunkt am "Hairless Joe" ist die Lackierung der Unterseite - die einen meinen es ist nicht lackiert, die anderen wiederum es handelt sich um einen hellen Grauton, möglicherweise Medium Sea Gray der RAF. Die Originalfotos sprechen leider keine deutliche Sprache auch Farbprofile, Decalanleitungen und Gemälde gehen unterschiedliche Wege.
Ich habe mich also für eine Kombination aus beiden entschieden, naturmetallene Unterseite (am Modell durch Alclad 2 realisiert) und Unterseite der Cowling und Tragflächenvorderkante bis hinter die beiden vorderen exhaust waste gates Medium Sea Gray (Xtracolor).
 
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Ein Blick auf die inneren Fahrwerkstüren und die waste gates. Die Abgasspuren sind freihand mit der Airbrush aufgetragen. Man sollte an den inneren Türen nicht vergessen dort ebenfalls Abgasspuren aufzubringen, ist ganz typisch für Thunderbolts. Die Fahrwerksschächte sind Zinc Chromate Yellow lackiert.
 
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Der Verlauf des Tarnmusters auf der Oberseite der Tragflächen ist rein spekulativ, meines Wissens nach gibt es kein Foto, welches das Originalmuster zeigt.
 
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Und nochmal ein Blick von der anderen Seite. Die Rahmen der Kanzelverglasung wurden meistens nicht mit lackiert, dies war auch der Fall bei "Hairless Joe".
 
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An den Fahrwerksbeinen habe ich die Bremsleitungen ergänzt. Etwas unangenehm fallen in dieser Nahaufnahme die Auswerferstellen auf den Innenseiten der Beinverkleidungen auf :red:
 
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Ein Blick auf das Instrumentenbrett - aus dem Kasten gebaut, mit einem Decal und viel Weichmacher realisiert.
 
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Ein Blick von oben ins Office. Die "Hairless Joe" war als Kommandeursmaschine natürlich sehr gepflegt, aber nichts desto trotz habe ich auf ein wenig dezenten Dreck im Bereich der Flügelwurzel und der Waffenschächte nicht verzichten wollen. Stellt euch vor ihr verlaßt euer Auto, indem ihr über die Motorhaube klettert - die bleibt dann auch nicht lange sauber - schon gar nicht wenn ihr auf einer Wiese parkt :) ;)
 
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Hier ein Blick auf die rechte Cockpitwand - out of the box. Resinersatz wäre reine Geld- und Zeitverschwendung.
 
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Die Unterseite - für P-47 im ETO typisch, die doppelten Stars & Bars, hier beide in Übergröße. Lackierung wie gesagt mit Alclad 2.
 
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Nochmal von unten - D-Day Streifen und ETO-Streifen sind in Eigenregie lackiert. Nicht vergessen, der eigentliche Auspuff der P-47 sitzt vor dem Spornrad, also habe ich dort entsprechend gealtert.
 
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Für die, die sich fragen: Wer zur Hölle ist "Hairless Joe"?

In der 56th FG herrschte die Tradition die Cowlings der Thunderbolts mit Charakteren der damals sehr beliebten Cartoonreihe "Li'l Abner" (aus der Feder von Al Capp) zu dekorieren. Einer dieser Charaktere ist auch "Hairless Joe" - wo er allerdings keine Haare hat, konnte ich nicht herausfinden :)
 
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So zum Abschluß noch ein paar Aufnahmen.
 
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Ich habe darauf getippt, das die roten "no step" Markierungen nicht überlackiert wurden - bei anderen getarnten P-47er war dies auch der Fall.

Der Innenbereich der intercooler doors könnte etwas mehr Details vertragen - da ist leider nur Luft.
 
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