Phantom = Abschleppwagen?

Diskutiere Phantom = Abschleppwagen? im Andere Konflikte Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo zusammen ich hab kürzlich eine Story gelesen, wo ein Phantompilot einem Kollegen über die Südvietnamesiche Grenze half, damit dieser mit...

pilotace

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Hallo zusammen

ich hab kürzlich eine Story gelesen, wo ein Phantompilot einem Kollegen über die Südvietnamesiche Grenze half, damit dieser mit seiner beschädigten Maschine nicht in Gefangenschaft geriet. Er soll ihm geholfen haben, indem er mit seiner eigenen Maschine die andere "anschob".

Meine Frage: Ist das wirklich so passiert? Wenn ja, wie soll das funktioniert haben? Und das ohne die eigene Maschine stark zu beschädigen?:?!
 

AM72

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Kann ich mir so nicht vorstellen :

Eine Phantom wird wohl wenigstens ein Triebwerk brauchen um überhaupt zu fliegen. Und wie dann einer da schieben soll ....
Nee - kann ich mir generell nicht vorstellen.
 

AM72

Alien
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Übersetz das doch mal bitte einer ...
 

Hog

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Original geschrieben von Arne
Übersetz das doch mal bitte einer ...

fertisch...

keine Gewähr dass das alles stimmt...


Es war der 10. März 1967, in feindlichem Luftraum über Hanoi. Die letzten von insgesamt 44 F-4 Kampfflugzeugen beendeten gerade ihren Bombenangriff auf Nord Vietnam als sowohl Capt Bob Pardo als auch sein Flügelmann Capt Earl Aman von feindlichem Feuer getroffen wurden. Aman’s Flugzeug war in schlechterem Zustand. Durch zwei Treffer in den Treibstofftank hatte er nur noch 2000 Pfund Treibstoff übrig anstatt der 7000 Pfund die er benötigt hätte um sicher zum Tankflugzeug zurückzukehren.

Pardo wusste dass er schnell etwas unternehmten müsste, wenn es Aman schaffen sollte. Als erstes versuchte er unter Verwendung von Amans Bremsschirm der beschädigten Phantom zu helfen. Mit entfaltetem Bremsschirm versuchte Pardo sich hinter Amans Flugzeug zu setzen so dass er dass Bremsschirmgehäuse (???) benutzen konnte um das Flugzeug in Richtung Tanker zu schieben. Das funktionierte nicht. Die Turbulenzen waren zu stark.

Pardo entschied sich dafür, es mit dem Fanghaken an Amans Flugzeug zu versuchen. Er manövrierte sich unter Amans Flugzeug und bekam den Fanghaken gegen die Windschutzscheibe seiner F-4 Phantom. Erfolg. Inzwischen war in Amans Flugzeug so wenig Treibstoff verblieben, dass Pardo ihn anwies die Triebwerke abzustellen. Pardos Schubmanöver funktionierte, aber die beiden Flugzeuge mussten direkt hintereinander auf einer Linie bleiben. Pardo schob das Flugzeug immer für 15 bis 20 Sekunden, um dann die Balance zu verlieren und zur Seite wegzurutschen. Dann musste er sein Flugzeug neu positionieren
und weiterschieben. Inzwischen lies der Druck von Amans F-4 die Scheibe an Pardos Jäger zerspringen. Als das Spinnennetz von Rissen wuchs, machte sich Pardo verstärkt Sorgen. Er lies den Haken die Scheibe hinuntergleiten wo er auf eine kleine metallene Fläche traf. Der Haken hielt, und das Schubmanöver ging weiter. Um seine eigene Phantom in der Luft zu halten schaltete Pardo ein Triebwerk für die letzten 10 Minuten ab.

Nachdem er Amans Flugzeug fast 88 Meilen geschoben hatte, erreichten die beiden beschädigten Phantoms freundlichen Luftraum. In 6000 Fuß Höhe, praktisch ohne Resttreibstoff retteten sich die beiden Piloten und ihre Waffensystemoffiziere mit dem Fallschirm in Sicherheit.

„Das war ein höllisches Flugzeug [keine Garantie dafür, „hell“ ist so ein Universalwort ;)]“, erinnerte sich der pensionierte Lt. Col. Bob Pardo später. „Ein Flugzeug das zwei Flugzeuge so weit aus Vietnam herausbringt spricht sehr für die Leute die es gebaut haben.“
 

AM72

Alien
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Danke für Deine Arbeit Hog - bist ein feiner Kerl !:TOP:

Ja - irre Storry ! das nenne ich Einsatz bis zu letzt, ist ja echt der Wahnsinn...

Nun wissen wir warum auch die Air Force -Flugzeuge Fanghaken haben : Abschleppstangen sind Pflicht !:TD:
 

Voyager

Guest
Die Geschichte wurde auch in einer Folge der US-Militäranwalts-Fernsehserie "JAG" aufgegriffen. Allerdings schoben dabei natürlich zwei F-14 die Nummer...
Auf die Pardo-Geschichte wird dann im Abspann hingewiesen.
 

Talon4Henk

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Der Sohn von Pardo war als ich in Sheppard als Schüler zur Ausbildung war dort Fluglehrer.
Er hat die Story halt auch mal erzählt.
 

pilotace

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Echt ne faszinierende Sache, das nenn ich Mut und Kameradschaft.:TOP:
Danke für die schnelle und kompetente Antwort.
 
christoph2

christoph2

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So ein "Push" ist übrigens auch in Korea durchgeführt worden.

Der schiebende Pilot war Robinson Risner, der angeschobene war Joe Logan. Passierte im Jahre 1952.

Logans Maschine wurde über feindlichem Gebiet beschädigt und er konnte es alleine nicht bis nach Südkorea schaffen. Alles war besser als über Nordkorea auszusteigen - also schob Risner seinen Flügelmann mit seiner Sabre bis über das chinesische Meer (Nähe Cho Do Island) wo er aussteigen konnte um gerettet zu werden - tragischerweise jedoch ertrank Lt. Logan nachdem er sich in seinem Fallschirm verfangen hatte.
 
Thema:

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