Probleme beim Digitalfunk

Diskutiere Probleme beim Digitalfunk im Navigation, Flugfunk u. Verfahren Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; <mod>Die folgende Diskussion entstand innerhalb eines Themas über den SAR-Dienst im Hubschrauberbereich und wurde hierher ausgegliedert.</mod>...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 Dr. Seltsam, 27.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.11.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    <mod>Die folgende Diskussion entstand innerhalb eines Themas über den SAR-Dienst im Hubschrauberbereich und wurde hierher ausgegliedert.</mod>

    Digitaler Funk hilft da auch nicht immer weiter. Während des großen Hochwassers in New Orleans sind innerhalb kurzer Zeit alle Repeater der digitalen Funkwelt oder deren Stromversorgung abgesoffen und das hochwertige System war komplett lahmgelegt (Wie bei den Elbefluten, bzw. Oderfluten auch das digitale Mobilfunknetz aus den gleichen Gründen teilweise weg war). Aufgrund der geringen Sendeleistung und Reichweite der digitalen Systeme, die ja zwingend auf die Repeater angewiesen sind, kommt man aus so einer Sache kaum wieder raus. Im Gegensatz dazu könnte man ein altes FuG 7b als Relaisstelle mit einem Stromaggregat nahezu überall auf einem Hügel per Hubschrauber absetzen und ein rudimentäres Funknetz aufbauen. Ein Fesselballon wäre da natürlich noch optimaler :FFTeufel:
    Gerade Naturkatastrophen, die flächendeckend den Strom "ausmachen" sind ein schlechtes Beispiel für die Vorteile des Digitalfunks ;)
    Der spielt seine Vorteile eher im Routinebetrieb aus. Wobei die digitale Kommunikation mit Hubschraubern auch nicht ohne ist. Solche Funknetze vertragen es teilweise nicht gut, wenn die Kontaktaufnahme über nicht nebeneinanderliegende Funkzellen erfolgt oder sich der Sender zu schnell bewegt. Dann passiert es gerne, dass der "Anrufer" ausgelogged wird, weil das je eigentlich nicht sein kann. Und gerade Hubschrauber erleiden dieses Schicksal aufgrund ihrer Flughöhe und -geschwindigkeit eher.
     
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  3. #2 gschimmy, 27.11.2006
    gschimmy

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    Tja leider hat man ja seinerzeit, auf Grund mangelnder Bedrohung durch den Ostblock, den Fernmeldedienst im Katastrophenschutz abgeschafft......und jetzt kommen manchmal ganz verschämt die Fragen...hat eigentlich noch jemand Feldfernsprecher, Vermittlungen und FuG 7 b oder 8 die man als Relais nutzen kann.....das einfache fuktioniert halt manchmal am besten......

    ....was bei Digitalfunk auch fehlt, ist das "Leben ind der Lage".....da man nur noch direkt mit der Leitstelle kommunizieren kann, zumindest im Normalfall, bekommt man nicht mit was vielleicht grade um die Ecke passiert...und davon lebt grade die Polizei und teilweise auch der Rettungsdienst, bzw, auch die RTH`s.....und das Problem mit dem Hand over der Repeater bei Luftfahrzeugen und Digitalfunk war und ist ein nicht zu unterschätzendes Problem.....auch ist die Frage der Alarmierung für die Fw und den RD noch nicht abschließend geklärt, da es ( bis jetzt ) keine Funkmeldeempfänger für Digitalfunk gibt.

    Ich denke der gute alte BOS Funk wird uns noch eine Weile erhalten bleiben...

    VG Schimmi
     
  4. #3 Praetorian, 27.11.2006
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    Das wäre mir jetzt neu...
    Vgl. TETRAPOL

    Ebenso hier:
    Sowie hier:
    Es ist also möglich, sowohl wie bisher das generelle Gesabbel zu verfolgen (sogar erweitert um die Möglichkeit der Vergabe von Teilnehmergruppen), aber auch die in der Regel über ortsfeste Basisstationen laufende Kommunikation im Notfall direkt zwischen Endgeräten laufen zu lassen.
     
  5. #4 Dr. Seltsam, 27.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.11.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Gut das sie da nicht schreiben wie groß so ein "Areal" sein darf :FFTeufel:
    Es ist nicht die Frage, ob es technisch geht, den gesamten Funkverkehr zu verfolgen, sondern ob es praktisch gemacht wird.
    Es ist eigentlich kein Modus für den Standardbetrieb, sondern ein "Feature" für besondere Einsatzsituationen.
     
  6. #5 Praetorian, 27.11.2006
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    Laut dem TETRA #25 Plenary Meeting von 2005 sieht es mit den Reichweiten so aus:
    Code:
                       MS range (km)   Handheld range (km) 
    Rural area         53.8            20.7                    Stationary (50 %)
    Suburban area      32.2            12.4                    Stationary (50 %)
    Rural area         22.2            8.5                     Stationary (90 %)
    Suburban area      13.3            5.1                     Stationary (90 %)
    Rural area         33.4            12.9                    Moving (50 %)
    Suburban area      20.0            7.7                     Moving (50 %)
    Rural area         16.9            6.5                     Moving (90 %)
    Suburban area      10.1            3.9                     Moving (90 %)
    MS = Mobile Station (Fahrzeuganlage), Moving (Rural area) = 50 km/h; Moving (Suburban area) = 200 km/h
    Prozentzahlen: Wahrscheinlichkeit, die Minimalanforderungen bezüglich Bit Error Rate im äussersten Reichweitenbereich zu übertreffen.

    Aber so langsam gehört das nicht mehr hierher...
     
  7. #6 Dr. Seltsam, 27.11.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    20 km Reichweite bei 400 Mhz mit dem Handfunkgerät? Ahahahahahaha! :TD:
    Und zu jedem Gerät gehören zwei 111 Liter Samsonite Trolleys für die Batterien :)
    Und ein Strahlenschutzhelm mit Erdungsspiess für den Funker
     
  8. #7 Praetorian, 27.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.11.2006
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    Mit Amateurfunk-Handgeräten und fünf Watt Sendeleistung bekommt man über UHF in freiem Gelände Reichweiten von zehn bis 20 Kilometer durchaus hin...
     
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    Hallo

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  10. #8 gschimmy, 28.11.2006
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    Moin!

    Ich meinte , wie der Dr. richtig bemekrte nicht die technische Möglichkeit eines Kreisverkehres, sondern die Standardbetriebsart und die ist Sternverkehr.

    Und Sternverkehr verhindert das Leben in der Lage, da nur die Leitstelle und nicht die anderen Sprechfunkverkehrskreisteinehmer ( typisch deutsches Wort ;) ) gehört werden können.

    Da hatte ich mich aber etwas mißverständlich ausgedrückt.

    Auch wenn Tetra und Tetrapol ähnliche Systeme sind, so sollten sie nicht verwechselt werden, dazu sind sie zu unterschiedlich und in Deutschland soll Tetra eingeführt werden.

    Erklärung zu Tetra gibt es hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/TETRA

    Die angegebenen Reichweiten halte ich , da das genutze Frequenzband ähnlich dem PMR ist ( 70 cm ), für ziemlich optimistisch.

    PMR erreicht unter guten Bedingungen max 5 km Reichweite bei 500 mW Sendeleistung. Eine Steigerung der Reichweite lässt sich da eher durch eine bessere Antenne als durch eine Leistungeerhöhung erreichen.

    Selbst beim CB Funk im 11m Band liegen die Reichweiten für mobile Anlage zwischen 10 - 30 km und bei HFG`s max. 10 km.

    Reichweite ist nicht nur eine Frage der Sendeleistung, sondern auch des Bandes...
    je kurzwelliger, desto geringer die Reichweite.
    Und wie Du richtig bemerkt hast, die Landschaft, bzw. Bebauung spielt auch eine Rolle.


    Von welchem Band hast Du denn bei UHF gesprochen Praetorian ?

    VG Schimmi
     
  11. grinch

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    Passend zum Thema von heute, 2010 ich seh schwarz :(:

     
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