Unbekannter Flugzeugrumpf – Wer kann helfen?

Diskutiere Unbekannter Flugzeugrumpf – Wer kann helfen? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Private Fotos, die in den Siebel-Werken (1934-45) entstanden sein sollen, zeigen einen Flugzeugrumpf. Es fehlen konkrete Hinweise auf das...
Stefffien

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Private Fotos, die in den Siebel-Werken (1934-45) entstanden sein sollen, zeigen einen Flugzeugrumpf. Es fehlen konkrete Hinweise auf das Aufnahmejahr oder den konkreten -ort. Der Rumpf stammt von keiner mir bekannten Siebel-Entwicklung oder -Produktion bei Siebel (Fw 44, He 46, Ju 88, Do 17 ... ).
Hat jemand einen Tipp?
 
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AGO Scheer

AGO Scheer

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Sehr schöne Fotos!

Hab jetzt die Fh oder Si Entwürfe nicht so auf der Linse, aber das sieht mir sehr nach einer Atrappe für einen eigenen Entwurf aus. Also für mich Attrappenbau, nicht Serienfertigung.
 
Emzet59

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Steffen, Du hattest mir ja auf anderem Wege schon die Fotos zukommen lassen. Meine Vermutung deckte sich ja mit der von René, vielleicht mit der Zielrichtung Konzept- oder Rekordflugzeug. Die für die damalige Zeit sehr ausgefeilte aerodynamisch günstige Anordnung der Kabinenverglasung scheint dafür zu sprechen. Für einen Doppeldecker (Anschlußpunkte für Verstrebung hinter Kabine ?) ist die Pilotenposition relativ weit vorn ... .
Nach den bisher mir bekannten Unterlagen konnte ich auch nicht den Ort ausfindig machen, wo genau das Foto entstanden ist.
Könnte ja bei der Recherche helfen.
 
Airboss

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Die oberen Beschläge müssen nicht zwangsläufig auf einen Doppeldecker hinweisen, möglich wären auch Streben a la Focke Wulf Weihe.
Vorne am Bug könnte oben der Kühllufteinlass sein, darunter das Loch für die Propellerwelle, die Lufthutze an der Seite der Auslass für den Auspuff? Das sind aber alles nur Gedanken meinerseits.
Wäre es auch möglich, dass das ganze nur eine Art Lehrmodell ist, um vielleicht dem Nachwuchst Techniken zu vermittelt anhand eines verworfenen Projektbaus oder so?
 
AGO Scheer

AGO Scheer

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Lehrmodelle gab es natürlich, aber nur konkrete Serienmaschinen, oder ausgemusterte V-Maschinen. Der Attrappenbau war geheim, da war ganz bestimmt kein Lehrling dran.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Wow, da bin ich ja mal sprachlos. Man meint, alles aus der Zeit schon mal irgendwo gesehen zu haben, und dann kommt sowas. :TOP:
Habe momentan aber auch keine Idee, nur dass es sich wahrscheinlich nicht um ein Anschauungs- oder Lehrmodell handelt. Ich denke, das ist strukturell und baulich schon was Ernsthaftes.

Ansonsten hätte ich vielleicht noch ein Wasserzeichen drauf gemacht, weil solche Fotos dann gern mal die Runde machen im Netz.
 

78587?

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Das sieht durchaus nach was "richtigem" aus.
Nach oben abgestrebte Flächen, keine Fenster, grosse Rumpfklappe..... vielleicht etwas für Fracht oder Post ?

.
 
HoHun

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Moin!

Private Fotos, die in den Siebel-Werken (1934-45) entstanden sein sollen, zeigen einen Flugzeugrumpf. Es fehlen konkrete Hinweise auf das Aufnahmejahr oder den konkreten -ort. Der Rumpf stammt von keiner mir bekannten Siebel-Entwicklung oder -Produktion bei Siebel (Fw 44, He 46, Ju 88, Do 17 ... ).
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Toller Fund!

Was mir spontan so auffällt:

Die Gebäude im Hintergrund sehen für mich nicht unbedingt nach Fabrik aus. Mit den vielen Toren würde ich eher an so etwas wie eine Feuerwache denken, evtl. noch aus der Zeit, als diese Pferdegespanne eingesetzt hat.

Ist der Rumpf aus Holz oder eher aus Metall? Die Helligkeitsverläufe auf den einzelnen Elementen weisen für mich eher auf Metall hin, aber ich bin nicht so der Bildauswerte-Held. Metall würde meiner Meinung nach gegen einen Attrappenbau sprechen, weil dort meinem Eindruck nach durchgängig (und sehr professionell) mit Holz gearbeitet wurde.

Gegen eine geheime Attrappe würde auch das Vorhandensein von Privatfotos sprechen, insbesondere mit der vor dem Rumpf stolz posierenden Crew. Wenn die Attrappe geheim war, war privates fotografieren sicher verboten, und es wurde sicher erwartet, dass die Belegschaft schon den Versuch unterband, stand sich wie auf diesen Fotos in Pose zu stellen.

Das Flügelprofil, das aus dem Rumpfanschluß-Fachwerk zu erahnen ist, ist ebenfall interessant. Es sieht auch wie ein unterseitig flaches Profil, das in den1930ern zwar noch beliebt, aber insbesondere durch die Entwicklung der NACA-Profile schon im Veralten begriffen war. Für ein Rekordflugzeug wäre das wahrscheinlich keine gute Wahl.

Wie das Cockpit geschlossen würde, kann ich mir nicht ganz vorstellen.

Am Bug ist eine 45°-Kante in der Beplankung zu erkennen, die sich bei manchen Junkers-Konstruktionen mit Bugmotor finden läßt. Gleichzeitig sieht der Bug für mich aber nicht so aus, als ob man dort einen Motor montieren könnte.

Spekulativ frage ich mich daher, ob es sich bei der Konstruktion vielleicht um einen Zweimot handelt, der eventuell sogar Tragflächen eines bereits existierenden anderen Typs mit einem neuen Rumpf verbindet. Der Stil der Linienführung erinnert mich vage an die Henschel Hs 124, die auch über ein unterseitig flaches Profil verfügte.

Die Details des Rumpfes, wie die Anschlußpunkte am Rumpfrücken, der lange Schlitz in der Verkleidung und die merkwürdige Nase, kann ich nicht einordnen. Auch die flache Windschutzscheibe, die aerodynamisch eher ungünstig ist und normalerweise nur bei Maschinen mit Panzerglas-Windschutz zu finden ist, verstehe ich nicht. (Optisch ist flaches Glas natürlich günstig.)

Wenn doch ein Motor in die Nase passt, müßte es wohl ein kleiner aufrechtstehenden Reihenmotor mit Stirnkühler sein, dessen Abgase entweder nur an Steuerbord oder durch die halbverkleidete Öffnung auf Höhe des Cockpits abgeleitet werden sollten. Vielleicht würde ein Jumo 204 oder 205 dort passen? Das wäre dann für den angepeilten Zeitrahmen tatsächlich ein fortschrittlicher Motor. Die Bugverkleidung sieht aber so glatt und eng aus, dass ich spontan nicht so richtig an einen Bugmotor glaube.

Soweit mein Brainstorming ... :-)

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Ganz wilde Theorie: :biggrin: Der Motor saß in Rumpfmitte und der Schlitz ist für die Abgasdüsen. Die Propellerwelle läuft bis ganz nach vorn durch, wo man eine Öffnung erkennen kann. Die Schlitze darüber sind für die Kühler.
Schwerpunkt- und lagemäßig passt das aber nicht wirklich, ich weiß: Schlitze zu hoch, Motor recht weit hinten.
 
HorizontalRain

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Ganz wilde Theorie: :biggrin: Der Motor saß in Rumpfmitte und der Schlitz ist für die Abgasdüsen. Die Propellerwelle läuft bis ganz nach vorn durch, wo man eine Öffnung erkennen kann. Die Schlitze darüber sind für die Kühler.
Schwerpunkt- und lagemäßig passt das aber nicht wirklich, ich weiß: Schlitze zu hoch, Motor recht weit hinten.
Weshalb eigentlich nicht? Bei der Piaggio P.119 lag der Motor auch recht weit hinten, weshalb es dann auch wegen der langen Welle Probleme mit Vibrationen gab.

HR
 
JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Ich glaube ja auch an ein Flugzeug mit Mittelmotor, was mich aber ein wenig stört, ist, dass man abgesehen von der großen Öffnung hinten nirgends eine Wartungsklappe o.ä. sieht, der Rumpf ist rundum glatt.

Falls der Schlitz oben im Rumpf für die Abgasanlage ist, dann sollte unterhalb davon der/ein Motor eingebaut werden, aber wie bekommt man den da hin? Umständlich durch die große Öffnung?

Irgendwie erinnert mich das Ganze etwas an das Mittelmotor-Projekt Ago Ao 225 (siehe z.B. das Buch von René).
 
Emzet59

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Die Theorie mit dem Mittelmotor würde zum einen die meiner Flugschülermeinung nach doch recht weit vorne liegende Kabine, zum anderen die Abgashutze im Kabinenbereich erklären, die vielleicht nur eine Kühlluftableitung ist.
Auch wenn ich gerne an ein Siebel-Foto glauben würde, die Garagen im Hintergrund sind mir (bisher) von keiner Aufnahme her bekannt.
 

78587?

Space Cadet
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Es sind keine "Türen" am Führerraum zu erkennen, der Zugang könnte da über die hintere Luke gedacht gewesen sein, dann würde ein Mittelmotor im Wege sein.
An der Nase, bzw Verkleidung ist links eine Ausbuchtung nach oben zu sehen, ein BMW IV ist asymmetrisch, hat die Ansaugung und Nockenwelle linksseitig. Die Lufteinlässe könnten für die Kühler sein, die "F-13" hat diese ja auch vor dem Motor

.
 
AGO Scheer

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Robert hat ja schon auf mein Buch verwiesen: Dann schaut euch mal das Foto der Attrappe des AGO Verkehrsflugzeuges (S.51 unten) an.
Die sieht auch (optisch) flugfertig aus...bin immer also immer noch bei Attrappe.

Wäre es ein V oder Musterflugzeug müsste es doch bereits erfasst sein.

Ansonsten war ich zuerst auch bei einer zweimotorigen, obwohl als Einmot vorn tatsächlich gut ein stehender Reihenmotor reinpassen würde. Wenn das so wäre, spräche das wieder für Attrappe, da hier gar nichts "triebwerkmäßig" an Hauben oder Klappen zu erkennen ist.

Mein Gedanke bezüglich des Bug bei einer Zweimotorigen: Auch wie bei der ersten Weihe mit A-MG Stand. Kann man schlecht sehen, aber ist der Bug evtl. (Wie bei der Weihe) nach oben offen?

Mittelmotor? Auch möglich.
Aber was sollte damit der Einsatzzweck sein?

Auf alle Fälle: Interessantes Thema!
Es bleibt spannend.
 
Junkers-Peter

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Jumo-Diesel kann man als Motor ausschließen, da war die Propellerwelle oben und Abgasdüsen beidseitig, außer bei den Diesel mit Turbolader. Aber das ist zu weit hergeholt. BMW IV finde ich ein wenig zu alt für das Projekt.

Mmhh, und wenn ich mir den Tragflächenanschluss so ansehe, wirkt der nicht sehr vertrauenserweckend. Das ist z.B. nur eine leichte Formleiste, die das Tragflächenprofil andeutet. Vielleicht doch Attrappe? Und Waffenstand vorn wäre auch möglich. Es bleibt spannend - und schwierig.
 
HoHun

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Moin!

Mein Gedanke bezüglich des Bug bei einer Zweimotorigen: Auch wie bei der ersten Weihe mit A-MG Stand. Kann man schlecht sehen, aber ist der Bug evtl. (Wie bei der Weihe) nach oben offen?
Danke für Dein Vergleichsfoto ... könnte das vielleicht ein neuer "Renn"-Rumpf für Weihenflügel sein? Die Anschlußpunkte für die Abstrebung sind schon auffällig, und die generelle Auslegung und die allgemeine Gewichtsklasse könnte auch hinkommen.

Oder wenn wir bei Ago bleiben, gäbe es da ein Zweimot-Muster mit ähnlich gut passenden "wiederverwendbaren" Tragflächen?

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
Stefffien

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Die Theorie mit dem Mittelmotor würde zum einen die meiner Flugschülermeinung nach doch recht weit vorne liegende Kabine, zum anderen die Abgashutze im Kabinenbereich erklären, die vielleicht nur eine Kühlluftableitung ist.
Auch wenn ich gerne an ein Siebel-Foto glauben würde, die Garagen im Hintergrund sind mir (bisher) von keiner Aufnahme her bekannt.
Hast du Bilder von der Produktionsstätte im ehemaligen Pianowerk Ritter? Vielleicht dort und nicht an der Dessauer Straße?
 
Airboss

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Stell doch mal ein Bild bei den Bilderrätsel - Ratefüchsen ein.

Anderer Ansatz: Ist das Foto vielleicht in die Privatsammlung "gerutscht" und stellt gar keine deutsche Entwicklung dar? Kann man anhand der Personen (z.B. der Kollege mit Uniform) vielleicht erraten, welches Land es ist? Ich meine vielleicht ist es in Deutschland, vielleicht gibt es aber auch Hinweise auf ein anderes Land.
 
Thema:

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