1/72 Handley-Page "Halifax" B.III 1:72 – Airfix

Diskutiere 1/72 Handley-Page "Halifax" B.III 1:72 – Airfix im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Heute möchte ich mich mal mit einem älteren Bausatz befassen. Vor allem auch, weil ich bisher keinen anderen Bausatz dieser Maschine in dieser...
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Heute möchte ich mich mal mit einem älteren Bausatz befassen. Vor allem auch, weil ich bisher keinen anderen Bausatz dieser Maschine in dieser Version kenne (wenn es denn überhaupt eine Alternative gibt).

Die Halifax wurde aufgrund einer Ausschreibung ab 1935 als zweimotoriger Bomber entwickelt, verlor aber gegen einen Entwurf von Vickers (die daraufhin dei "Warwick" bauten). 1936 gab es eine weitere Ausschreibung für eine Maschine mit zwei Vulture-Motoren, wo HP mit dem selben Entwurf jetzt gegen Avro antrat. Im Gegensatz zu Avro hörte man bei HP aber anscheinend das Gras wachsen und änderte den Entwurf in einen großen, mit vier Merlin-Motoren ausgestatteten Bomber um, während bei Avro die "Manchester" in Produktion ging. HP erhielt einen Auftrag für zwei Prototypen (die offenbar Erfolg hatten).
Im November 1940 traten die ersten Halifax ihren Dienst bei der RAF an und wurde im März 1941 zum ersten Mal eingesetzt, zu der Zeit auch noch bei Tage. Sehr bald stellte sich aber heraus, das die Abwehrbewaffnung für Tageseinsätze zu schwach war, daher wurde sie ab Herbst 1941 nur noch nachts eingesetzt.
Mit der B.III stellte sich am 29. August 1943 eine stark veränderte Version vor, die zur Hauptversion der Halifax wurde. Am Bug befand sich jetzt kein Geschützturm mehr, sondern eine stromlinienförmige Verglasung mit einem einzelnen Vickers-Mg. Auf dem Rumpfrücken befand sich jetzt ein weiterer Turm, der ebenso wie der Heckturm , einen Mg-Vierling trug. Die Seitenleitwerke hatten keinen nahezu dreieckigen Querschnitt mehr, sondern waren fast rechteckig.
Von der Indienststellung an wurden die Halifax ohne Unterbrechung vom Bomber Command eingesetzt.
Außer als Bomber wurde die Halifax auch Ambulanz-, Fracht- und Personentransportflugzeug, sowie als Seeaufklärer und Gleiterschlepper verwendet.

Höchstgeschwindigkeit 454 km/h, Gipfelhöhe 7.300 m, Reichweite 1.660 km mit maximaler Bombenlast,
Länge 21,36 m, Spannweite 31,75 m, Höhe 6,32 m, Leergewicht 17.345 kg, max. Startgewicht 29.500 kg
9 x 7,7 mm-Mg, bis zu 5.900 kg Bombenzuladung

Das Deckelbild zeigt ein nettes Gemälde der zu bauenden Maschine.
 
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Wie man der Bauanleitung entnehmen kann, beinhaltet der Bausatz für sein Alter relativ viel "Innenleben", wie Cockpit, Funkerabteil, Ingenieurs-, Navigator- und Funkerplatz. Alles ist allerdings sehr einfach gehalten. Das Instrumentenbrett ist völlig flach und ohne Prägungen, auch ein Decal dafür ist nicht dabei.
 
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Sehr schade finde ich, das der Bombenschacht nicht enthaltenist und dementsprechend auch nicht geöffnet dargestellt werden kann.
 
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Die Teile sind nicht ganz sauber gespritzt, an einigen Stellen befindet sich Überlaufmaterial. Die Form an sich ist aber durchaus passend, wie man an den Rumpfhälften sieht.
 
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Die äussere Oberfläche ist größtenteils erhaben geprägt, mit den von Airfix gewohnten Nietenreihen. Diese finde ich persönlich aber auch nicht so schlecht, auch wenn die Nieten wahrscheinlich ein bißchen zu groß sind.
 
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Die Tragflächen sind genau so strukturiert. Meine Meinung dazu sagte ich ja schon beim Rumpf.
 
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Wie man gesehen hat, weisen Rumpf und Tragflächen aber nicht nur die Nieten auf, sondern einige versenkte Gravuren finden sich ebenfalls. (Klappen, Bombenschacht)
 
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Die kleineren Teile an den Gießästen erfüllen mich zum Teil mit Freude, weil sie sehr gut aussehen, zum anderen mit etwas Enttäuschung, weil sie einfach schlecht sind.
 
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Die Klarsichtteile sind nicht sehr schön geprägt. Ohne Unterlagen ist es nicht ganz einfach, die Streben richtig zu bemalen. Außerdem sind sie natürlich etwas dick, aber einigermaßen schlierenfrei (was aber nicht bei jedem Exemplar so sein muß).
 
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Nun möchte ich noch auf einige Details eingehen. Die Motoren sind leider in einem Stück gegossen. Das ist nicht nur unzeitgemäß, sondern erschwert die Arbeit sehr. Wenn man nicht sehr großen Aufwand mit dem Eigenbau betreiben will, ist auch die farbliche Gestaltung schwierig.
 
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Die Bordwaffen sind völlig daneben und sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden. Auch deren Halterungen, die berüchtigten Halbfiguren mit den sehr großen Kreisen als Hände sollte man unbedingt weglassen.
 
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Was ich aber sehr gut finde, sind die beweglichen Klappen und Ruder. Das ist ein absoluter Pluspunkt.
 
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Auch das Fahrwerk ist recht gut. Mit etwas schleifen und hinzufügen der Bremsschläuche kann man viel daraus machen. Sogar ein beweglicher Einbau ist möglich.
 
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Im vorigen Bild waren nur die Hauptteile der Fahrwerke zu sehen, weil ich nicht alle Teile schon vom Ast trennen will/wollte. Hier noch das Heckrad.
 
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Nochmal die Teile des Cockpits. Sehr kahl, bieten aber eine gute Basis für eigene Detailierung. Mit den richtigen zusätzlichen Teilen kann man ein kleines Schmuckstück daraus machen. Auf jeden Fall würde es schon besser aussehen, wenn man nur ein Instrumenten-Decal aus der Grabbelkiste hinzufügt.
 
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Die Figuren sind auch nicht sehr schön und sollten weggelassen werden.
 
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Die Motorengondeln mit den Fahrwerksschächten weisen natürlich auch keine Innenstrukturen auf. Hier sollte man testen, wieviel man hinterher davon sieht und dann entscheiden, ob man sie weiter detailieren will und wie weit das geht.
 
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