1/72 Iljuschin Il-4 „Bob“ – Revell

Diskutiere 1/72 Iljuschin Il-4 „Bob“ – Revell im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Zum Original: Entsprechend der damaligen sowjetischen Nomenklatur, die keine Konstrukteurskürzel sondern Verwendungsbezeichnungen vorsahen,...

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  1. Rapier

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    Zum Original:

    Entsprechend der damaligen sowjetischen Nomenklatur, die keine Konstrukteurskürzel sondern Verwendungsbezeichnungen vorsahen, absolvierte die spätere Il-4 als DB-3f (dalnaja bombardirowtschik – Fernbombenflugzeug) im Januar 1940 ihren Erstflug und fand ab Mitte 1941 Zugang zu den Truppenteilen.

    Auch wenn die Grundzüge der Konstruktion bereits in der DB-3 innewohnten, hat Sergej Iljuschin eine Optimierung von Triebwerk/Zelle zur Wartung am Einsatzort vorgenommen, so wie ihn insbesondere die Marineflieger mehrfach gefordert hatten. Herausragendster Einsatz der Flugzeugfamilie war die Nacht vom 08./09.08.1941, als mit der DB-3 erstmals sowjetische Flugzeuge Berlin angriffen.

    In der Produktion bis 1944, die 5.256 Flugzeuge hervorbrachte, entwickelte sich die Il-4 zum wichtigsten mittelschweren Bomber der SU im Großen Vaterländischen Krieg. Modifizierungen waren insbesondere die fortlaufende Weiterentwicklung der Tumanskij/Schwezow M-87/88-Sternmotoren, die von 746 kW (ca. 1.000 PS) auf über 820 kW (etwa 1.100 PS) gebracht wurden, der Einbau von Torpedoziel-/Einstelleinrichtungen, vier statt drei Mann Besatzung, Kalibervergrößerung der Abwehrbewaffnung, selbstdichtende Tanks etc.

    Zum Modell:

    Die Ursprünge sind in der damaligen DDR, im VEB Plasticart, zu suchen. Die Form ist von Axel Dietz, das Urmodell von FREDO, so dass ich hoffe, dass in diesen Thread einigen Anekdoten und Insiderwissen Einzug finden.

    http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=6642&referrerid=4733

    Wenn auch auf der Frühjahrsmesse 1990 in Plasticart-Verpackung und unter eigenem Label vorgestellt, fand der Bausatz i. d. R. Verbreitung unter Master Modell und Revell (wie auch Be-6, G24 2. Serie usw.).

    Mit der IL-4 setzte Axel Dietz seine Handschrift weiter fort, die schon bei der An-14 und der Junkers G23/G24 zu erkennen war.

    Zur Vertiefung:

    -Bücher

    Kopenhagen, Sowjetische Bombenflugzeuge, Transpress, 1989

    -Periodika

    Modellbau Heute 09/90

    Zum Bausatz:

    Revell hat zu Beginn der 90 (wie die Be-6, die G24) die 1/72er Plasticart Modelle unter seinem Label vertrieben. Revell-Nummer der Il-4 war die 04324, die später die Do-335 von dragon erhielt, als sie unter Revell vermarktet wurde (hat was gleichnishaftes…);)

    Die ansprechende Box-Art ist übrigens von Axel Dietz, der auch sehr schöne schwarz-weiß Zeichnungen zu historischen Flugzeugen fertigt.:TOP:
     

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    Die Abziehbilder sollen bei Revell besser sein. Die wären bei den von mir gewohnten Bausatzvorstellungen jetzt auch da. Jedoch wurden für die Dauer unseres Umzugs diue Bausätze an einem sehr humiden Ort gelagert, was Decals und Bausanleitungen sicher nicht so bekommen wäre. Leider wurde die Umzugskiste, in denen die herausgenommenen Bausatzteile sind noch nicht geortet. Deshalb hier der Platzhalter. :red:

    Dafür hat Plasticart 5 Bemalungsvarianten in petto. Laut mbh 9/90

    1. gelbe 3 des 9. Minentorpedoregiments der Nordmeerflotte 1943 (blau umrandete Sterne)
    2. „Chabarowski Komsomol“ des 36. Minentorpedoregiments der Nordmeerflotte 1944
    3. „Grosja“ (Blitz) 6. Fliegerregiment der DA 1943, Kommandeursmaschine
    4. weiße 4, 119. Marineaufklärer-Regiment, Schwarzmeerflotte 1943
    5. gelbe 25, 1. Fliegerregiment der DA, 1944

    - Decals -

    Über die Bauanleitung werde ich mich auch später auslassen müssen.

    Plasticart hat Explosivdarstellungen von Axel Dietz wie bei der An-14/Junkers G24.

    - Bauanleitung -

    Auf dem ersten (geteilten, da Packungsgröße) Spritzgussast sind die wesentlichen Flächen und Rumpfteile. Bereits hier lässt sich erahnen, welche Funktionsteile bei den 132 Einzelteilen vorhanden sind und wie diese das Modell beleben können, so man sie entsprechend einsetzt.:TD:
     

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  5. Rapier

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    Wenn auch der eine oder andere bei den erhabenen Details die Hände heben wird – bei Monogram und Heller war das zu der Zeit genauso. Und so schlecht sind sie nicht. Sauber ausgeführt, Nieten und Panellinien stimmig – und vor allem auch innen. Auch die Klappen und die Rumpfstruktur innen ist gut wiedergegeben.

    Was aber bereits bei Sprue A auffällt – die Motoren sind die frühen, aerodynamisch weniger sauber „verpackten“ und die Fläche ist die frühe Metallfläche. Später wurde weniger strategische Rohstoffe verwandt, eine Holzfläche folgte.

    Vielleicht hatte Plasticart aber auch noch die DB-3 geplant, dort hätte alles nämlich besser rangepasst. :!:
     

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    Was der Blick von unter offenbart ist, dass die Formenbauer richtig mitgedacht haben. :TOP:

    Die Auswerferstellen sind allesamt in Bereichen, die man später ohnehin nicht mehr einsehen kann.:!:
     

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    Dieses und die Details in Fahrwerksschächten und im Rumpfinneren waren damals nicht und sind heute auch noch nicht durchgesetzter Standart.:TD:
     

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    Der „Rest“ Sprue A – gleich beidseitig fotomontiert.
     

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    Sprue B ist auch in weiß gehalten. Das Plaste an sich ist sehr hart und spröde. Abtrennungen der Teile vom Gussast mittels Laubsäge seinerzeit. Kaum Grat, sehr viele Außenlastvarianten möglich (Torpedos, Zusatzbehälter…
     

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    …und diese wunderbar gestaltete 1000 kg Seemine, die ein Holzleitwerk hat, das – ebenso wie die aerodynamische Spitze – beim Aufprall auf’s Wasser vom Minenkörper abtrennte.:TOP:
     

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    Einige Details der Unterseite.
     

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    Sprue B nochmals von unten, es gilt das oben gesagte.:)
     

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    Als Detail mal die Struktur des Cockpitsegments.
     

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    Und dessen Montageort im Rumpfrücken. Alles in Allem ein ausreichend detaillierter Bausatz.
     

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    Sprue C ist schwarz, traditionell spritze Plasticart mehrfarbig ab. Er enthält sämtliche Kleinteile …
     

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    … so auch einzelne Propellerblätter, weshalb eine Segelstellung im Modell – Motorprobleme als Dioramaidee – ohne weitere möglich wäre. Auch hier bitte wieder die Strukturen beachten.:!:
     

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    Denn Motorblock und Leitwerk Seemine sind wieder gut getroffen.
     

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    Die Klarsichtteile von oben in der Totale.
     

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    Von unten erkennt man jedoch viel besser die Details an den Innenwänden, die (farblich hervorgehoben) schon ausreichen sind für das Interieur – beachtet man das, was man ohnehin nur noch davon sieht.
     

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