Abwurf-Zusatztanks aus laminiertem Papier

Diskutiere Abwurf-Zusatztanks aus laminiertem Papier im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Ich habe in einem Buch über die P-51 im 2. Weltkrieg gelesen, dass dort Zusatztanks aus laminiertem Papier zu Einsatz kamen, die zwar nur wenigen...
mcnoch

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Alien
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Ich habe in einem Buch über die P-51 im 2. Weltkrieg gelesen, dass dort Zusatztanks aus laminiertem Papier zu Einsatz kamen, die zwar nur wenigen Stunden dem eingefüllten Treibstoff widerstehen konnten, dafür aber ernorm Material sparten. Nun haben ja auch in den späteren Kriegen immer mal wieder Engpässe bei solchen Abwurf-Zusatztanks bestanden. Wurde diese Technik dort noch mal angewandt, oder waren/sind die heutzutage immer aus Metal?
 
Simon R

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Das bezweifle ich. Raketen baut ja heut auch keiner mehr aus Sperrholz, wie es zum Ende des 2. WK die Nazis praktizierten...
 

Orion

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Weils irgendwie gerade dazu passt:
In seinem Buch "Clear & Present Danger" beschreibt
science-fiction ( ;) ) Autor Tom Clancy eine Bombe deren Hülle aus Cellulose besteht. Weiß jemand ob es ähnliche Versuche tatsächlich gab oder gibt?
 
highphlyer

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Also ich weiß dass zum Beispiel unsere Tornados im scharfen Einsatz nicht mit den Tanks fliegen und geflogen sind die sie jeden Tag dran haben. Es gibt da spezielle "Wegwerf-Tanks" die dafür da sind nicht mehr mit nach Hause gebracht zu werden, weil man halt ohne Tanks weniger Luftwiderstand hat und schneller abhauen kann.
Vom Material sind die dann einfach dünner und einfacher ausgelegt. In Lechfeld gibts ne riesen Halle voll mit den Dingern.
 

Leiste

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zu den Tornado Tanks , mal sehen , ob Ich es noch zusammen bekomme
Materialstärke ist gleich
haben 3 gleiche Kammern ( Wegwerftanks) und Brauchen somit kein KS-Verteiler im Tank
haben nur einen Voll und Leer Geber ,keine Berechnung der KS-Menge im Tank möglich ( deswegen fliegen die Kutscher diese Tanks nich so gerne )
sind somit Billiger

mal sehen ob noch einer mehr weiß und mich eventuell verbessern kann
 

Voyager

Guest
Es gibt wohl auch zwei verschiedene Tornado "Einsatztanks". Die "normalen" bis 500 KIAS, die Leiste nannte und die Überschalltanks, äusserlich erkennbar an zwei kleinen zusätzlichen Leitwerken. Wobei ich letztere bei der Bundeswehr nie gesehen habe.
 
highphlyer

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Du meinst damit aber nicht die Hindenburg Tanks, oder? Die haben nämlich auch vier Leitwerke, sind größer, fliegen aber nur die Engländer und ich mein die Saudis.
 
christoph2

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mcnoch schrieb:
Nun haben ja auch in den späteren Kriegen immer mal wieder Engpässe bei solchen Abwurf-Zusatztanks bestanden. Wurde diese Technik dort noch mal angewandt, oder waren/sind die heutzutage immer aus Metal?
Während des Krieges in Korea bestand ein sehr hoher Bedarf an Abwurfttanks für F-86 Sabres - mir ist nicht bekannt das man dort auf andere Materialien zurückgegriffen hat. Der Mangel an Tanks schränkte die Anzahl der geflogenen Missionen deutlich ein (den genauen Zeitraum müsste ich nachschlagen, aus der Hüfte geschossen würde ich sagen Anfang 1952).
Das Problem lag weniger am Vorhandensein der benötigten Rohstoffe als mehr daran das einfach nicht genügend Tanks produziert wurden und an der Logistik diese nach Korea zu bringen.
 

Voyager

Guest
highphlyer schrieb:
Du meinst damit aber nicht die Hindenburg Tanks, oder? Die haben nämlich auch vier Leitwerke, sind größer, fliegen aber nur die Engländer und ich mein die Saudis.
Nein, die meine ich nicht. Die 2250 Liter "Hindenburger" Tanks haben hinten Kreuz oder X-förmig angesetzte Stabilisatoren und werden von der Bundeswehr nicht genutzt. Ich meine den 1500l Überschalltank. Der hat die gleichen Stabilisatoren wie der reguläre 1500l Tank jedoch oben noch ein "Doppelleitwerk". Ich habe den bisher nur bei deutschen Vorserienmaschinen und britischen/saudischen Tornados gesehen
 

AM72

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Irgendwie sind wir hier weg von der ursprünglichen Fragestellung ;)

Diese Papp-Tanks aus dem WWII sind bekannt. Es war eine Rohstoff/Kostenfrage. Er brauchte nicht viel mitmachen : Wenn es zum Luftkampf kam, dann weg damit ( wenn er vom Anflug ohnehinn nicht schon leer und abgewurfen war)
Abwurftank : der Sinn dieses Wortes kam ja bei fast jedem Kampfeinsatz zum Tragen.
Heute sieht das anders aus :
Die Buden fliegen schneller, die Tanks sind größer und teurer, müssen viel mehr aushalten.
Dementsprechend können sie nicht mehr aus Pappe gefertigt werden, kosten auch einiges mehr.
Und werden im normalen Einsatz kaum abgeworfen.
 

Voyager

Guest
Arne schrieb:
Und werden im normalen Einsatz kaum abgeworfen.
Bei einem (hypothetischen) Jagdbombereinsatz war es "damals im kalten Krieg" ein übliches Verfahren das Ziel mit dem Sprit aus den Zusatztanks mit Unterschallgeschwindigkeit anzufliegen. Vor oder mit den Waffen werden die Tanks abgeworfen, um die Maschine "fluchtfähig" zu machen.
Beim Tornado ist zum Beispiel der Einsatz des MW-1 oder JP-223 Submunitionsbehälters mit Zusatztanks gar nicht möglich. Die Submunition würde beim Ausstoß mit den Tanks an den Unterflügelstationen kollidieren.
Die abgeworfenen Tanks wurden, z.B. beim Kosovo Konflikt, ja auch gerne als "Beweis" eines Abschusses vom "Feind" präsentiert.
 
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HorizontalRain

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Und werden im normalen Einsatz kaum abgeworfen.
Das könnte man heute auch Niemanden "verkaufen", wenn die Teile ständig abgeworfen werden würden. :engel:

Bei der MiG-21 war es allerdings im Prinzip eher unwirtschaftlich mit ZB zu fliegen ohne ihn "wegzuschmeissen", mit dem 490l-ZB ging es gerade noch, aber der 765l-ZB, in Fachkreisen auch als "Schwabberbottich" bekannt, hat sich wegen des hohen "Stirnwiderstandes" oder etwas wissenschaftlicher - indizierten Widerstandes - fast selbst "aufgefressen".
Im Einsatzfall wären die ZB deshalb IMMER gefallen und zwar sofort nachdem sie leer gewesen wären, für einen 490er wäre das ca. 4min nach dem Start, in etwa 5500m Höhe gewesen! Bei einem Geschwaderstart kann man sich leicht vorstellen, dass dies nicht ohne Folgen (am Boden) geblieben wäre. :(

HR
 
mcnoch

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Arne schrieb:
Und werden im normalen Einsatz kaum abgeworfen.
Danke für die Infos.

Ich habe über die F-15C im Golfkrieg 1990/91 gelesen, dass ihnen durch das ständige Abwerfen der Zusatztanks selbiger auszugehen drohten. Per Befehl durften sie sie nur im Notfall und während eines Kurvenkampfes abgeworfen werden. War keine beliebte Massnahme bei den Piloten, aber offensichtlich gab es nicht mehr genug davon.

Und während der Kosovo-Einsätze wurde auch ein ähnliches Verbot erlassen.

Dass die Papier-Dinger allerdings bei den heutigen Geschwingigkeiten nicht mehr mithalten können macht allerdings Sinn.
 
Schorsch

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HorizontalRain schrieb:
... hohen "Stirnwiderstandes" oder etwas wissenschaftlicher - indizierten Widerstandes - fast selbst "aufgefressen". ...
Interessant was Du schreibst. Aber das mit dem Widerstand ist glaub ich ein kleines Missverständnis. Indizierten Widerstand gibt es nicht, sondern nur induzierten. Der allerdings kommt infolge von Auftrieb. Abwurftanks erzeugen aber keinen Auftrieb. Ein Zusatztank erzeugt vor allem:
- Druckwiderstand (den man durchaus als Stirnwiderstand bezeichnen kann)
- Reibungswiderstand (eher zweitrangig)
- Wellenwiderstand, wenn das Flugzeug schnell fliegt, aber das ist ein komplexeres Thema. Kann bei konformen Tanks mit Sicherheit ein echtes Problem sein.
 
HorizontalRain

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mit dem Widerstand ist glaub ich ein kleines Missverständnis
Richtig, man sollte sich nach so vielen Jahren doch nicht mehr unbedingt auf sein löchriges Gedächtnis verlassen und gleich in der Vorschrift nachschauen. ;) Dort wird in den Tabellen für die Kraftstoffberechnung die Abkürzung ISW verwendet, wobei das "I" für INDEX und das "SW" für Stirnwiderstand steht. Der ISW bewegt sich für die MiG-21MF zwischen 9 und 25 (in Abhängigkeit der Konfiguration).

HR
 
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