MiG-21 als Kernwaffenträger

Diskutiere MiG-21 als Kernwaffenträger im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; ich habe das Bild von dem Bedienteil wieder gefunden . Mfg Fishbed792 http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?threadid=58674...
crossiathh

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Nachdem die Kernwaffen in Größe und Gewicht so reduziert waren um von Jagdbombern und Jagdflugzeugen eingesetzt zu werden wurde nicht nur die Su-7, sondern ab ca. 1966 auch die MiG-21 (und später u.a auch die MiG-23 Varianten und die MiG-29 für diese Rolle vorgesehen).

In den letzten Ausgaben der Fliegerrevue Extra und auch in einigen Beiträgen hier im Forum wurde das Thema immer wieder gestreift und hier nun ein Versuch die vorhandenen Informationen unter einer Überschrift zusammenzutragen und zu diskutieren.

Erwartungsgemäß gestaltet sich die Suche nach Informationen sehr schwierig. Nicht nur das es sich um ein Thema höchster Geheimhaltung handelt, auch gibt es bisher anscheinend wenig Informationen ehem. „Eingeweihter“. Erschwerend kommt hinzu das es nur wenige Spuren gibt, welche von diesem besonderen Einsatzzweck der MiG-21 zeugen. Das ist u.a. auch dem Fakt geschuldet das der „große Bruder“ 1989/1990 die Anzahl der Kernwaffenträger im gesamten Warschauer Pakt drastisch reduziert hat. Als Konsequenz wurden die Jagdflugzeuge, welche als Sonderrolle für den Einsatz der Spezialwaffen (Im russischen Sprachgebrauch: СпецАб - Специальная Авиационная бомба) vorbereitet/vorgerüstet waren, rückgebaut bzw. die entsprechenden Ausrüstunggegenstände entfernt. Das betraf nicht nur die MiG-21, sondern u.a. auch die MiG-23 und die MiG-29.

Glücklicherweise gibt es immer wieder doch Informationen und Hinweise zu dieser Ausrüstung und deren Funktion.

Wer nun aber geheimnisvolle Codierungsblöcke und Fernzündmechanismen an Bord der Flugzeuge vermutet muß enttäuscht werden. Die Spezialwaffenausrüstung bestand grundsätzlich zunächst aus einem oder mehreren Steuerblöcken, welche die Beheizung der Elektronik der Bombe, den scharfen Abwurf bzw. unscharfen Notabwurf der Waffe, die Detonationsart und die Verwendung der Fallschirmbremsung regelte. Zusätzlich gab es ein entsprechendes Steuerpult in der Kabine und einen speziellen Träger für die Su-7/17/22 bzw. MiG-21/23 als Teil der Ausrüstung. Spätere Flugzeugversionen vewendeten universelle Bombenträger, welche die Spezialwaffen als eine von verschiedenen Bombenlasten aufnehmen konnten (z.B. MiG-27/29).
Der Pilot konnte die Waffe scharf oder gesichert (für den Notfall) abwerfen. Weder gab es Kodierungen noch Installationen für ein Fernaktivierung (Funk) an Bord des Flugzeugs oder des Trägers. Wenn solche Dinge implementiert waren dann sicher nur innerhalb der Waffe.
Ausserdem verfügten einige Flugzeugtypen über halb- und vollautomatische Bombenwurfvisiere, welche den Bombenwurf aus dem Steigflug (LSK/LV Terminologie) unterstützten. Mittels Integration in den Autopilot konnte das Flugmanöver bis zum Abwurf auch automatisiert erfolgen. In der LSK/LV hatten die Su-22, die MiG-23BN und die MiG-29 entsprechende Visiere integriert.
 
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Die erste spezialwaffenfähige Serienversion der MiG-21 war ein spezielle Version der MiG-21PFM (Erzeugnis 94N), welche u.a. nach Polen, der ehem. CSSR und Rumänien in den Warschauer Pakt geliefert wurde. Hierzu erhielt die MiG-21PFM den Steuerblock fest integriert, wobei die entsprechenden Sicherungsschalter an der rechten Kabinenwand angebracht wurden. Ein entsprechendes Foto hat Fishbed792 bereits im Forum bereitgestellt http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=846022#post846022.
Zusätzlich wurde im Einsatzfall ein entsprechendes Steuerpult oberhalb des starren Visiers statt des Pult für den Hauptschalter und die Durchladeknöpfe des GP-9 Kanonenbehälters der MiG-21PFM installiert. Anbei eine entsprechende Fotocolage der „9713“ (http://www.targeta.co.uk/pages/041_2375_RT8a.htm) der ehem. CSSR mit einer Darstellung des Steuerpults, welches den Waffenwahlschalter überbrückte, den Abwurf bzw. Notabwurf der Spezialwaffe regelt. Ausserdem gab es Schalter für den fallschirmgebremsten Abwurf, zur Einstellung der Detonationsform (Boder oder Luft) und Signalisation über die Bereitschaft der Spezialwaffe (Eingehängt/Bereit/Scharf).

Foto mit freundlicher Unterstützung von mrdetonator.
 
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Die Kernwaffe wurde mittels dem Spezialträger BD3-66-21N (БДЗ-66-21Н) am Rumpf befestigt. Dabei steht das „N“ für „Träger“ (Носитель). Da die Bodenfreiheit nur sehr eingeschränkt vorhanden ist wurde der Träger sehr flach gestaltet. Da nun aber das entsprechende Bombenschloß D3-47D (Д3-47Д) über den Träger hinausragte mußte eine entsprechende Aussparung im Flugzeugrumpf vorgesehen werden (Ein Bild findet man bereits hier: http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=1092829&highlight=Heft+%22MiG-21MF+detail%22#post1092829). Das unterscheidet eine potentiell kernwaffenfähige MiG-21 (Siehe auch Beitrag: http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=1265012#post1265012).

Die MiG-21 verfügte aber nicht über ein entsprechendes Bombenwurfvisier, welches die Varianten des Bombenwurfs aus dem Steigflug regelten bzw. unterstützten.
Der Bombenwurf aus dem Steigflug mußte entsprechend trainiert werden, was wohl auch entsprechend geschah (Siehe Beitrag von fibonacci http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=839274&highlight=Man%F6ver+dem+Hochziehen+15%B0#post839274). Allerdings wird der Bombenwurf aus dem Steigflug insbesondere in der Variante nach Hilfspunkt und Abwurfwinkel 10°-45° (Siehe Bild aus einem MiG-21bis Handbuch) auch im konventionellen Bombenwurf verwendet und kann daher allesfalls als ein Indiz für einen geplanten Kernwaffeneinsatz gewertet werden.
 
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In den späteren MiG-21 Varianten wurden keine gesonderten Versionen geschaffen, sondern der entsprechende Steuerblock und das Steuerpult nach Bedarf im Cockpit installiert. Allerdings wurden nur entsprechende Baulose mit der Aussparung für den Spezialträger im Rumpf ausgestattet. Das Steuerpult wurde überarbeitet und Unterbringung des Steuerblocks ist bei der MiG-21S/M/MF anders als bei der MiG-21SM/SMT/bis gestaltet.
Der Steuerblock der MiG-21SM/SMT/bis wurde von Fishbed792 hier bereits gezeigt siehe Beitrag 1 des Themas. Eingebaut wird dieser im vorderen Bereich des Cockpits rechts vor dem Visier. Anbei der entsprechende Block in einer MiG-21SMT.
 
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Hallo Rhönlerche,
das entsprechende Steuerpult wurde bei den späteren MiG-21 Varianten, wie bei der MiG-21PFM auch, am oberen Kabinenrahmen befestigt. Dieser unterschied sich aber zum ersten Modell. Eine weitere entsprechende Collage in einer MiG-21bis habe ich hier einmal dargestellt.

So das soll ersteinmal ein Anfang sein. An dieser Stelle vielen Dank an fishbed792, DiDi, mrdetonator und auch ESPEZ (und dem Flugplatzmuseum Cottbus - Immer eine Reise wert).

Wäre schön wenn wir weitere Dinge zusammentragen könnten und vielleicht auch klären können wie ein möglicher Einsatz durch die ehem. LSK/LV geplant war.

+++ Collage wird derzeit neu bearbeitet. Kommt später wieder online. Daher als "Platzhalter" nur das Steuerpult. +++
 
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Die erste spezialwaffenfähige Serienversion der MiG-21 war ein spezielle Version der MiG-21PFM (Erzeugnis 94N), welche u.a. nach Polen, der ehem. CSSR und Rumänien in den Warschauer Pakt geliefert wurde. Hierzu erhielt die MiG-21PFM den Steuerblock fest integriert, wobei die entsprechenden Sicherungsschalter an der rechten Kabinenwand angebracht wurden. Ein entsprechendes Foto hat Fishbed792 bereits im Forum bereitgestellt MIG 21 Cockpiterklärung.
Zusätzlich wurde im Einsatzfall ein entsprechendes Steuerpult oberhalb des starren Visiers statt des Pult für den Hauptschalter und die Durchladeknöpfe des GP-9 Kanonenbehälters der MiG-21PFM installiert. Anbei eine entsprechende Fotocolage der „9713“ (041_2375_RT8a) der ehem. CSSR mit einer Darstellung des Steuerpults, welches den Waffenwahlschalter überbrückte, den Abwurf bzw. Notabwurf der Spezialwaffe regelt. Ausserdem gab es Schalter für den fallschirmgebremsten Abwurf, zur Einstellung der Detonationsform (Boder oder Luft) und Signalisation über die Bereitschaft der Spezialwaffe (Eingehängt/Bereit/Scharf).

Foto mit freundlicher Unterstützung von mrdetonator.
und so sieht es im Original in der Mig 21 PFM 7904 aus .

Mfg Fishbed792
 
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Und hier noch die zum Vergleich die rechte Cockpitseite der MiG-21PFM "7913". Man sieht hier die entsprechen vier Schalter bzw. man sieht sie nicht weil sie ausgebaut wurden. Das gleiche Bild ergibt sich für die MiG-21PFM "8001" (http://myaviation.net/?pid=01338135). Auch hier sind die Schalter entsprechend entfernt.
Das Bild mit freundlicher Unterstützung von mrdetonator.
 
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Nun, speziell was die Fliegerrevue Extra betrifft, kann man wohl nicht nur von "gestreift" reden. Schließlich haben es die Autoren im Beitrag im letzten Heft geschafft, alle wesentlichen Komponenten - Bombe, Träger, Schnittstelle zum Flugzeug und Bedienteil - in Form von Fotos zu dokumentieren und - das finde ich persönlich bemerkenswert - im wesentlichen mit eigenen Fotos, statt mit Skizzen. Dessen ungeachtet ist es natürlich erfreulich, wenn hier mal ein so interessantes Thema konzentriert angegangen wird. Bin gespannt, welche interessanten Bilder und Dokumente noch auftauchen, hab' aber auch gleich ein paar Fragen.
Hauki,
um eine Konzentrierung und Diskussion geht es mir und zum Start habe ich auch einige Dinge zur Disposition gestellt.
Ich fürchte aber wenn wir uns über die, zugegeben unglückliche, Wortwahl und was wann wo schon einmal benannt wurde diskutieren laufen wir in die falsche Richtung.
Für mich persönlich halte ich die Fliegerrevue Extra für eines der derzeit besten Luftfahrtmagazine weltweit und der Artikel über Spezialwaffen war im deutschsprachigen Raum ein sehr gute Beitrag.
Aber nicht jeder liest die Fliegerrevue (Extra) und meine "Skizzen" (Die haben wirlich Arbeit gemacht :( ) solllen einen Eindruck vermitteln wie diese Dinge ausgesehen haben. Die hätte ich auch ohne Vorlagen nicht machen können. ;)
Aber so ist das nun mal ... man hat nicht immer die (Copyright-)Rechte alles in der Öffentlichkeit zu präsentieren und diese Rechte versuche ich zumindest respektieren.
Aus meiner Sicht haben so alle Beteiligten so die Chance die Augen aufzuhalten und nach "echten" Fotobeweise zu suchen. Das Fishbed792 sein Bild reingestellt scheint meine Vorgehensweise zumindest ein Stück weit zu bestätigen. Danke Fishbed792 ... so macht Forum Spaß.

Ist belegt, daß die rumänischen PFM zur Version 94N gehören?
Quelle: "Mikoyan MiG-21 (Famous Russian Aircraft) von Yefim Gordon" (ISBN 1857802578). Dem Buch kann man entnehmen das es Rumänien die Variante 94A und 94N im Einsatz hatte. Das heisst in meinen Augen nicht zwangsläufig das ein Spezialwaffeneinsatz vorgesehen war und auch nicht das die restlichen Komponenten (Träger, Pult usw) geliefert wurden.
Aber ich denke es gibt jetzt zwei Punkte (Schalter im Cockpit und Aussparung im Rumpf) die jemand in seinem nächsten Rumänienurlaub nutzen kann, um das an vielleicht überlebenden MiG-21PFM zu verifizieren.

Kannst Du die Gestaltung des Steuerpults für jede der genannten Versionen belegen?
Der Steuerblock, welcher hier gezeigt wurde und welcher in z.B. in der MiG-21bis verbaut wurde paßt schlicht und ergreifend nicht in die MiG-21S/M/MF. Dafür kenne ich nur einen Augenzeugen, welcher diesen Block für diese Varianten (und eigentlich auch nur für die "M") installiert gesehen hat. Tut mir leid ... kein Foto und keine "Skizze".
Den "Fotobeweis" für den Einbau in einer MiG-21SMT habe ich ja reingestellt (Copyright - crossiathh).
 
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Und hier noch die zum Vergleich die rechte Cockpitseite der MiG-21PFM "7913". Man sieht hier die entsprechen vier Schalter bzw. man sieht sie nicht weil sie ausgebaut wurden. Das gleiche Bild ergibt sich für die MiG-21PFM "8001" (http://myaviation.net/?pid=01338135). Auch hier sind die Schalter entsprechend entfernt.
Das Bild mit freundlicher Unterstützung von mrdetonator.
Ich kann die 4 für die Spez. Ausrüstung montierten Schalter sehen , nur die Beschriftung ist nicht angebracht .
Anders ist es da bei meiner 7904 , siehe ( http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=846022#post846022 ) da ist das Schalterkästchen noch nicht montiert , das Problem ist , der Sitz muß raus , damit man das Panel aus und nach der Montage des Pultes wieder einbauen kann .


Kann man die Quelle auch näher benennen?
Bei der NVA wie auch bei anderen Armeen gibt es Dienstvorschriften .
Diese Flugmanöver wurden in einer DV A 111/1/115 zusammengefaßt , "Besonderheiten der Steuertechnik der Navigation .... der Mig 21 Bis .
Solche ähnliche Bücher gibt es auch zu anderen Typen der Mig und anderen Flugzeugen .
Irgendwo habe ich auch noch Polylux - Folien für den Unterricht der Piloten im JG-9 , da sind auch solche Manöver aufgezeigt .

Mfg Fishbed792
 
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bei der NVA wie auch bei anderen Armeen gibt es Dienstvorschriften .
Diese Flugmanöver wurden in einer DV A 111/1/115 zusammengefaßt , "Besonderheiten der Steuertechnik der Navigation .... der Mig 21 Bis .

Mfg Fishbed792
@ all

dazu eine Frage. Kann jemand etwas mit der Bezeichnung (einer Bombe) P-50-75 anfangen? Handelt es dabei ggf. um eine "Verschleierungsbezeichnung" für die 450kg Nuklearbombe 244N?

HR

PS: @Fishbed792, ich weiss, was Du uns mit
sagen willst:), aber richtig nennt sich das Teil nur: A (für Anleitung) 111/1/115. Natürlich gab es auch die Bezeichnung DV (Dienstvorschrift), zB. die DV 101/0/006 "Organisation und Planung der Flüge der Jagdfliegerkräfte". Zusätzlich gab es auch noch LB (Lehrbuch), zB. LB 101/6/004 "Luftkampf". Damit aber nicht genug, es gab auch noch das HB (Handbuch), zB. das HB 101/5/002 "Verhalten in besonderen Fällen während des Fluges mit den Flugzeugen 94, 96, 96F, 76, 68 und 69". Wer nun denkt, das wars - falsch. Einen hab` ich noch, den K (Katalog), zB. K 146/3/002 "Gefechtsdokumente Luftverteidigungsdivision und Front- und Militärtransportfliegerkräfte - Muster". Der Systematik folgend sollte es auch noch "? xxx/2/yyy" und "? xxx/4/yyy" geben, aber da kenne ich selbst kein Beispiel:engel:
 
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PS: @Fishbed792, ich weiss, was Du uns mit sagen willst:), aber richtig nennt sich das Teil nur: A (für Anleitung) 111/1/115. Natürlich gab es auch die Bezeichnung DV (Dienstvorschrift), zB. die DV 101/0/006 "Organisation und Planung der Flüge der Jagdfliegerkräfte". Zusätzlich gab es auch noch LB (Lehrbuch), zB. LB 101/6/004 "Luftkampf". Damit aber nicht genug, es gab auch noch das HB (Handbuch), zB. das HB 101/5/002 "Verhalten in besonderen Fällen während des Fluges mit den Flugzeugen 94, 96, 96F, 76, 68 und 69". Wer nun denkt, das wars - falsch. Einen hab` ich noch, den K (Katalog), zB. K 146/3/002 "Gefechtsdokumente Luftverteidigungsdivision und Front- und Militärtransportfliegerkräfte - Muster". Der Systematik folgend sollte es auch noch "? xxx/2/yyy" und "? xxx/4/yyy" geben, aber da kenne ich selbst kein Beispiel:engel:
Da gibt's offenbar noch viel mehr. In meiner Sammlung habe ich entdeckt:

Programm Nr. 100 / 5 / 081 (...) für die allgemeinmilitärische Ausbildung in den Luftstreitkräften und der Luftverteidigung: 1985

R (für Richtlinie) 101 / 8 / 006 Auswertung des Materials der objektiven Kontrolle: 1983

Ordnung 104 / 9 / 550 Meteorologische Sicherstellung der Flüge und Ordnung 109 / 9 / 556 Ordnung Flugsicherung: 1982
 
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Da gibt's offenbar noch viel mehr. In meiner Sammlung habe ich entdeckt:

Programm Nr. 100 / 5 / 081 (...) für die allgemeinmilitärische Ausbildung in den Luftstreitkräften und der Luftverteidigung: 1985

R (für Richtlinie) 101 / 8 / 006 Auswertung des Materials der objektiven Kontrolle: 1983

Ordnung 104 / 9 / 550 Meteorologische Sicherstellung der Flüge und Ordnung 109 / 9 / 556 Ordnung Flugsicherung: 1982
Danke, wieder etwas gelernt! Dann sollte es wohl auch noch die "7" geben.

Die P-50-75 sind in Bulgarien produzierte Übungsbomben
Aha, also nix "Nuke" - auch hier vielen Dank für die Auklärung.

HR
 
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Hallo ,

ich habe mal das Deckblatt fotograpiert , das Heft ist Din A 5 .


Mfg Fishbed792
 
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ich habe mal das Deckblatt fotograpiert , das Heft ist Din A5.

Mfg Fishbed792
Interessant und zwar in zweierlei Hinsicht: Den Geheimhaltungsgrad "Besondere Dienstsache!" kannte ich bisher noch nicht:HOT: und persönliche Vorschriften (wenn ich es richtig entziffere, steht da "Ltn. Ihle" oben drauf) gab es bei uns in Preschen auch nicht.

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Das hat ja Fishbed792 dankenswerterweise bereits getan in dem er den Titel des Dokuments schon benannt hat. Dazu hier gleich noch einmal die Abwurfvariante mit 105°.
Coole 105° - wurde so etwas auch wirklich geflogen? Und bei einem zu frühen release ging die Bombe irgendwohin ballistisch...
Sieht ja recht abenteuerlich aus, im Looping unterhalb der eigenen Bombe herzufliegen...
das im anderen Beitrag weiter vorn gezeigte Verfahren (im Westen "Loft" genannt) gab bzw. gibt es ja sozusagen "standardmäßig" überall auf der Welt...
 
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