Dornier Do B-Bal “Merkur“ – Lüdemann 1:72

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Mein Modell der Focke-Wulf A16 hat mich zum Weitermachen mit diesem Klassiker aus der Erstausstattung der Deutschen Luft Hansa animiert, siehe: Kleinverkehrsflugzeug Focke-Wulf A 16 - 1:72.

Den Bausatz habe ich vor Jahren schon hier vorgestellt: 1/72 Dornier Merkur – Lüdemann.
Angaben zur Geschichte des Vorbilds findet man am einfachsten hier: Dornier Merkur – Wikipedia.



Als weiteres Zubehör hat sich inzwischen noch ein Kartonmodellbaubogen der Firma Reimers eingefunden. Den habe ich vor Jahren mit dem Gedanken gekauft, daraus mal ein ferngesteuertes Saalflug-Modell des Dornier Merkur zu bauen. Verkleinerte Kopien können jetzt bei der Detaillierung helfen, bis hin zu eventuell fehlenden Decals.

 
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Baubericht:

Ich bin keiner, der später nicht mehr sichtbare Dinge modellieren möchte, aber wie bei meiner Focke-Wulf A16 sehe ich hier die Möglichkeit, die Einstiegstür offen zu lassen, so dass man ein wenig in die Kabine spicken kann.

Die historischen Bilder aus dem Innenraum lassen eine große Ähnlichkeit zur Kabine der A16 erkennen. Daher habe ich nochmals ein paar Bögen des Mahagoni-Furniers gedruckt und beginne damit, den Innenraum zu tapezieren. Das lohnt sich aber nur dann halbwegs, wenn man die Einstiegstür, wie schon geschrieben, später offen lässt.



Der vordere Spant (im Lüdemann-Bausatz ein reines Fantasieprodukt und auch noch zu kurz) wird durch einen selbstgebauten ersetzt auf den ich schon mal die Tür aus dem Reimers-Bogen kopiert habe.

 
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Welches Modell bringst Du mit? :hello:
 
JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Moralische Unterstützung. :wink2:

Vielleicht hilft ja auch das ein oder andere Foto im "Doppeldecker-Thread".
 
Swordfish

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Gute Idee mit dem Kartonmodellbogen, hilft sicher weiter bei deinem "Schnitzhandwerk":good:
 
Avanti

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Da kann ich Swordfish nur beipflichten. Jedes Hilfsmittel kann hilfreich sein :-)
 
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Ich denke daran, relativ dicke Vivak-Folien zu nehmen, damit die Scheiben nicht beim ersten Windzug aus dem Rahmen springen. Wenn man die Schnittflächen schwarz streicht, dann sieht man die Dicke nicht mehr. Das gilt übrigens auch für Cockpithauben aus Spritzguss.

Außerdem sollte mir zugutekommen, dass ich kein Pedant bin, was die Perfektion des Modells angeht. Ich bin da eher einer, der Dinge ausprobiert und sie dann so akzeptiert wie sie werden.

Man darf meinen Modellen gerne ansehen, dass sie überwiegend von Hand geschnitzt sind.
 
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Gute einfache Kost ist immer gut! Muss ja nicht immer ein 5-Gang-Menü sein.....:04:
 
urig

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Weiter mit Hausmannskost! :-22:

Da es sein könnte, dass man von hinten durch die geöffnete Tür bis ins Cockpit sieht, habe ich eine Kopie der Vorderseite des Cockpits aus dem Kartonbausatz auf einen Holzblock geklebt, der in die Rumpfspitze passt. Die hintere Tür zum Gepäckraum wurde nachgezeichnet, als Decal gedruckt und auf die mit Furnier versehene Wand geklebt.



Sichtbare Spanten im Innenraum entstanden durch Krepppapier. Die Verkleidung des Daches musste ich als eigenes Stück einkleben, damit am Ende in der Mitte keine Naht zu sehen ist. Der Fußboden erhielt einen Teppichbelag aus einem Farbbild aus der Zeitung. Der Bretterboden des Lüdemann-Bausatzes ist falsch, zeichnet sich aber leider durch den Teppich ab. :evil:

 
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Die Armlehnen der Korbsessel habe ich mit dem Fräser freigestellt, soweit sie im Resin vorhanden waren. Nicht vorhandene habe ich aus Silberdraht neu gemacht. Die Idee ist, nur die drei Sitze direkt am Eingang vollständig zu machen, d.h. inklusive Stuhlbeinen aus Draht. Weiter vorne genügen die vereinfachten Teile aus dem Bausatz.



Dann waren die Fenster dran. Ich habe sie aus Bayer Vivak in 1mm Stärke (aufgrund der Wandstärke des Resinrumpfes) geschnitten und am Ende nur die innere Schutzfolie entfernt. Daher sind die Fenster jetzt noch mit blauer Schutzfolie verschlossen. Zum Fixieren wurde außen ein Tesafilm-Streifen verwendet. Innen habe ich jedes Fenster zweimal mit Future „geflutet“, das dann in den Schlitz kriecht und sie mit dem Rumpf verklebt, zumindest hoffe ich, dass das so funktioniert.

 
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Da haben wir den gleichen kit ausgesucht, um uns so richtig zu "stressen", urig! Der Master von Lüdemann muss richtig gut sein, lediglich die Gussqualität lässt zumindest bei meinem kit extrem zu Wünschen übrig. Wie ich sehe, hast auch Du keine Lösung für den Einstieg von der Kabine ins Cockpit.

Somit kann ein normal gebauter Pilot nicht die Stufe zum Cockpitboden ohne Blessuren erreichen, diese sollte also zumindest in der Mitte abgesenkt sein. Das war eine der wenigen Fotos, die ich dazu finden konnte.

Und da wäre auch ein Steuerrad - aber keine Instrumente!

Das gibt der Bausatz aber nicht her, auch nicht im Umbau, weil die Positionen einfach deutlich andere sind als bei diesem "Original".

In meinem Kit war zu Fensterrahmen und Steuerdrähten ebenso wenig drin wie zu den "Sitzbänken" auf Fläche und Leitwerk. Letzteres soll aber laut Detlef Schorsch im kit sein.
Weil meiner schon fertig gebaut ist, kann ich den Knackpunkt mal zeigen: Mittig über und durch das Cockpit laufen die Steuerdrähte, die zwischen den Scheibenrahmen von unten auftauchen und zum mittleren Heck gehen.
Hier sieht man in den Aufnahmen im Dornier Museum in FN die "Kerbe" zwischen den Fensterrahmen:



und wenn man genauer hinschaut, sieht man auch die Kabel:



wie man hier sieht, sind diee nicht irgendwo am Rand, sondern wirklich in der Mitte:

wo sie dann in der Verkleidung wieder in den Rumpf eintauchen.

Ist ja Deine Vorstellung, darum trau ich mich fast nicht, meine Interpretation hier einzustellen. Aber eben nur fast; hier jedenfalls diese Steuerdrähte von der Seite.



Wie die von unten über Umlenkrollen rauskommen, wied hier dargestellt. Die Fensterrahmen könnten besser sein, ja, es gelingt eben nicht immer alles und irgendwann ist der Nerv dann durch und der Termin auch, dann muss es fertig werden!



Übrigens solltest Du unbedingt nach Fotos suchen, die Deine Kennung mit Ölkühler zeigen! die Dinger waren laufend unterschiedlich.

Falls Du noch zum Fahrwerk kommst, wirst Du vielleicht aus den Teilen im kit verstehen, wie das funktionieren soll: mir ist das nicht klare geworden. Wenn Du willst, gern mehr dazu!
 
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Hallo Christian,

so detailliert und akkurat wie Deines wird mein Modell wahrscheinlich nicht. :thumbup:

Bei meinem Bausatz waren vier solche Bierbänkchen dabei, aber ich glaube nicht, dass Du da viel verpasst hast.



Die Einrichtung des Cockpits sehe ich gelassen, weil man nichts davon sehen wird. Die Umsetzung der Steuerseile im Museum halte ich für plausibel. Mein aufschlussreichstes Bild dazu ist dieses hier:



Es zeigt zwei Seilzugpaare: Eines, das von einem T-förmigen Hebel ausgeht und von daher wohl zum Seitenruder führt und das andere, das zwischen vorderster Stützrolle und T-Hebel in der Verkleidung auf dem Rumpf verschwindet. Eine Zeichnung in Flugzeug Classic 2005-07, Seite 42 zeigt, wie es hinten im Rumpf damit weiter geht.

Dass es getrennte Cockpitscheiben gibt, könnte den Sinn haben, den Strömungswiderstand zwischen Rumpf und Flügel zu reduzieren. Aus dem gleichen Grund ist die Profiltiefe da auch kürzer, so dass ein Diffusor entsteht zur Beschleunigung der Strömung hinter dem Cockpit. Auch das Dach zwischen den Cockpithälften scheint mit einem Blech verschlossen zu sein, damit keiner in die Kabel greift und die Strömung „draußen bleibt“.

Gute Bilder vom Fahrwerk sind auch da, die zeigen, wie dieses funktioniert.

 
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Da hast Du recht, mit den "Bänken" des kits habe ich nichts versäumt. Wahrscheinlich hat mir Detlef Schorsch die Dinger gar nicht eingepackt, um unfreundliche Kommentare zu vermeiden. So sollten die aussehen:


Zum Fahrwerk hat er die aber schon bekommen. Diese Detailaufnahmen habe ich in FN gemacht:
von vorn sieht man, welche Streben wohin gehen sollten

Die Queransicht dazu zeigt nicht so viel.

Aber hier wird klar, wie die Führung aussieht!

Und hier die drei Rohre, aussen fest und mittig beweglich.

Kit Teile oben und realere Ausführung unten hier im Vergleich.

Kein großes Ding, sieht auch kaum einer, aber es sollte schon irgendwie stimmen, wenn man sich mit dem Resinklops so viel Mühe macht.

Deine Mühle gefällt mir sehr; bin gespannt, wie es weiter geht!
 
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Die Frage bei so Kleinkram ist immer die, wie weit man gehen soll. :confused1: Die Haltegriffe in Form von von der Decke hängenden Tennisbällen würde ich vermissen. Also habe ich diese mit Sekundenklebergel und Wasser (damit das Gel gleich abbindet) modelliert. Die beiden besten hänge ich am Eingang auf, wo man sie am ehesten sieht. Sitzgurte gibt es auch nur am Eingang. Die weißen Kopfpolster sind aus dicker Grundierfarbe.



Der Rumpf ist schräg gelagert, damit die Bälle später in Richtung des Erdmittelpunkts hängen und nicht schräg dazu. :hello:

 
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