FA-18 gegroundet

Diskutiere FA-18 gegroundet im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Laut Watscon.ch soll unsere ganze FA-18 Flotte gegroundet sein: Defekte Landeklappe: Gesamte F/A-18-Flotte der Schweizer Luftwaffe gegroundet...

Moderatoren: Grimmi
  1. #1 swissboy, 31.01.2018
    swissboy

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    Laut Watscon.ch soll unsere ganze FA-18 Flotte gegroundet sein:

    Defekte Landeklappe: Gesamte F/A-18-Flotte der Schweizer Luftwaffe gegroundet

    Falls das stimmt ist es einer der Gründe, weshalb eine ein-Typ Flugzeugflotte gefährlich ist. Stellen wir uns vor, das WEF würde eben erst beginnen. Schutz mit Tiger, oder bräuchte es dann Nato Jets?
     
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  3. fant66

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    Dafür sind doch die Freunde aus Zeltweg da, oder ?
     
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  4. Grimmi

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    Die QRA-Flieger wurden prioritär untersucht und hatten keine Probleme. Der Rest der Flotte ist spätestens ab Donnerstagabend wieder einsatzfähig.

    Wegen Ein-Typ-Flotte: Klar gibt es Risiken, aber falls wirklich nötig wird man in solchen Fällen vermutlich weiterfliegen (mit dem vorsorglichen Ersatz des defekten Teils oder auch nicht). Im Friedensflugbetrieb kann man sich umfassendere Wartung erlauben. Schlussendlich ist es aber eine politische und finanzielle Frage wie unabhängig man sein will. Katar zeigt es ja grad auf mit dem Mix den die sich zusammenkaufen, auch wenn es im dortigen Fall nur teuer erkaufte diplomatische Anerkennung ist.
     
  5. rene76

    rene76 Berufspilot

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    Es wurden weitere Risse entdeckt:

    F/A-18 – Resultate der Rissprüfung bei der Luftwaffe
    Bern, 02.02.2018 – Die Überprüfung aller im Flugdienst stehenden F/A-18 Hornet der Schweizer Luftwaffe ergab an drei weiteren Flugzeugen Riss-Befunde. Die betroffenen Maschinen werden vorerst nicht mehr eingesetzt und das weitere Vorgehen wird vertieft abgeklärt.

    Nachdem anlässlich einer Zwischenflugkontrolle an einer F/A-18C Hornet der Schweizer Luftwaffe ein Bruch in einem Befestigungsscharnier der Landeklappe entdeckt wurde, wurde die Kontrolle aller F/A-18 Hornet eingeleitet (siehe Medienmitteilungen vom 31.1.18). Diese Vorsichtmassnahme diente der Abklärung der Flugtüchtigkeit und -sicherheit.

    Die Inspektionen der Befestigungsscharniere der Landeklappe ergaben an drei weiteren Flugzeugen Riss-Befunde. Diese Maschinen werden vorerst nicht mehr eingesetzt. Bei den betroffenen Flugzeugen handelt es sich je um zwei Einsitzer (F/A-18C) sowie zwei Doppelsitzer (F/A-18D).

    Insgesamt wurden in den beiden letzten Tagen 23 F/A-18C/D auf den Militärflugplätzen Meiringen und Payerne untersucht. Weitere 7 Maschinen befinden sich gegenwärtig bei RUAG Aviation im Unterhalt und werden zur Zeit ebenfalls inspiziert.

    Das weitere Vorgehen erfordert vertiefte Abklärungen, die bereits durch die zuständigen Stellen eingeleitet wurden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können keine Aussagen darüber gemacht werden, ob allenfalls Bauteile ersetzt werden müssen, wie hoch die damit verbundenen Kosten sind oder ab wann die Maschinen wieder im Flugdienst der Schweizer Luftwaffe eingesetzt werden können.

    Die Kontrolle der entsprechenden Bauteile auf Risse wurde mit einem speziellen Gerät ausgeführt. Das in der Fachsprache zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Non Destructive Inspection) genannte Verfahren ermöglicht auch kleinste Risse festzustellen. Die bei den Untersuchungen entdeckten Riss-Befunde waren visuell nicht feststellbar.

    Der Luftpolizeidienst (LP24) und die Einsätze der Luftwaffe sind wieder uneingeschränkt gewährleistet. Mögliche Auswirkungen auf den Ausbildungs- und den Trainingsflugbetrieb werden erst nach Vorliegen aller Analysen abgeschätzt werden können.

    Quelle: https://www.vtg.admin.ch/de/armee.detail.nsb.html/69701.html
     
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  6. #5 phantomas2f4, 02.02.2018
    phantomas2f4

    phantomas2f4 Astronaut

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    Da wird doch mit Sicherheit auch der Hersteller Boeing / MDD kontaktiert werden, denn die haben doch wohl die Gesamtübersicht über die F 18 Flotte
    Klaus
     
  7. #6 pok, 02.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 03.02.2018
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    Ist bestimmt schon passiert aber nicht jeder haengt so was an die grosse Glocke. Warum hier sofort in die Oeffentlichkeit gegangen wurde weiss ich nicht. Besonders schlau ist es grundsaetzlich nicht ohne Not sofort bekanntzugeben wenn die Flotte gegroundet wird.
     
  8. #7 Wischmop, 02.02.2018
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    Wischmop Berufspilot

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    Die Luftwaffe in der Schweiz möchte neue Flugzeuge. Da kann es nicht schaden, die alten etwas altersschwach aussehen zu lassen.
     
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  9. Grimmi

    Grimmi Alien
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    Einzelne Steuerflächen werden eh schon ersetzt für die letzten 10 Betriebsjahre - dazu kommt noch eine Wunschliste für neue Sensoren und weiteres, was aber noch von der Politik abgesegnet werden muss.
     
  10. Oli_CH

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    Eben im Radio, ab März sollen 2 Doppelsitzer wieder fliegen, die Risse sollena sugeschlieffen werden. Die ganze Flotte sei zur Zeit am Boden...
     
  11. #10 _Michael, 20.02.2018
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    Es wäre sowieso schnell bekannt geworden, dass die Flotte gegroundet wurde. Den Mitarbeitern, Berufs- und Milizsoldaten auf den Flugplätzen würde ja sehr schnell auffallen, wenn plötzlich keine Hornets mehr im Flugbetrieb sind. Dieses Gerücht würde schnell die Runde machen, und da gerade viele Milizsoldaten doch ein eher kritisches Verhältnis zur Armee haben, würde es wohl auch den Medien zugespielt. Und Schweizer (Boulevard-)Journalisten sagen ganz sicher nicht Nein zu einer guten Kampfjet-Story... Die Luftwaffe ist deshalb besser beraten, gleich proaktiv zu informieren.
     
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  12. #11 TomTom1969, 24.02.2018
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    Diese Meldung, wenn sie denn so im Radio gekommen ist, war und ist falsch. Nur die Flugzeuge, bei denen Risse festgestellt wurden, blieben am Boden.

    Thomas
     
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  13. Sens

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    Da beim Bemerken von Rissen, als Indiz für ein Strukturproblem, nicht ausgeschlossenen werden kann, dass es diese auch in anderen F-18 gibt, die ja alle etwa gleich alt sind, dann lässt man sie im Frieden am Boden, bis eine entsprechende Inspektion stattgefunden hat. Auch wenn man die entsprechenden Ultraschallgeräte besitzt, dann dauert es bei dieser Anzahl F-18 noch Tage. Ohne Ultraschallgeräte dauert es sogar Wochen. Jedes Flugzeug hat Risse, die ständig beobachtet werden und erst bei den anstehenden Inspektionen beseitigt werden, wenn sie nicht eben schon vorher eine kritische Größe erreichen.
     
  14. #13 Sentinel R.1, 25.02.2018
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    Genau das hat @TomTom1969 ja auch geschrieben – zuerst werden alle Lfz gegroundet und die, die nicht betroffen sind, nach der Inspektion freigegeben. Warum die gesamte Flotte längere Zeit stillegen, wenn nur ein Teil betroffen ist? Zumal wir hier von dem Muster reden, mit dem die Schweiz das Air Policing durchführt.
     
  15. #14 TomTom1969, 25.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 25.02.2018
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    Als ehemaliger US-Prüfer (Level II) muss ich schmunzeln :wink2:. Ob bei den F-18 überhaupt ein US-Gerät zum Einsatz kam, habe ich nirgends gelesen.

    Den Vorfall kann man beim Schweizer Verteidigungsministerium nachlesen: https://www.vbs.admin.ch/content/vb...tteilungen-des-vbs.detail.nsb.html/69672.html

    Zusammengefasst: Nachdem man an einer Hornet Risse festgestellt hat, wurde die Flotte gegroundet. Die Alarmrotte war innerhalb 48h wieder einsatzklar, der Rest der Maschinen war einen Tag später durchgecheckt. Der Arbeitsaufwand pro Flugzeug lag bei 2-3 Stunden :cool1.

    Thomas
     
  16. #15 TomTom1969, 25.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 25.02.2018
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  17. #16 Sens, 25.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 25.02.2018
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    Dann haben ja die Schweizer die Geräte für die NDT und das passt ja auch zu den Zeitangaben. Du schreibst, dass der Arbeitsaufwand pro Flugzeug 2-3 Stunden dauert und trotzdem hatte es 48 Stunden gedauert die Alarmrotte wieder einsatzklar zu haben?!
    Montags wurde ein Defekt festgestellt. Die Überprüfung konnte Mittwochnachmittag abgeschlossen werden und ergab keine Beanstandung. Somit stehen diese F/A-18 Hornet ab morgen früh wieder uneingeschränkt für Luftpolizeidienste zur Verfügung.
    Es wird davon ausgegangen, dass bis am Donnerstagabend alle F/A-18 überprüft sind. (25 C und 5 D)
     
  18. #17 TomTom1969, 25.02.2018
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    Nicht ich schreibe das, sondern das VBS. Und Prüfen ist das eine. Erstmal abzuklären, was wie wo zu prüfen ist, das andere. Ich finde da 48h flott.

    Thomas
     
  19. Sens

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    Was zu überprüfen war, das stand ja schon mit der Entdeckung des Schadens am Montag fest. Die Zeitdauer dürfte dem Dienstweg geschuldet sein oder die Geräte waren nicht vor Ort.
     
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  21. #19 TomTom1969, 25.02.2018
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    Oder Du hast keine Ahnung - sorry! Ein unerwarteter Schaden wird festgestellt, Rücksprache mit dem Hersteller der F/A-18, der in den USA sitzt, über das weitere Vorgehen, Festlegen der Prüfanweisung, ggf. der zulässigen Rissanzeigen, etc. Das braucht ein paar Stunden und das darf auch ein paar Stunden dauern...

    Thomas
     
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  22. Sens

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    29.01.2018 anlässlich einer Zwischenflugkontrolle einer F/A-18C Hornet ein Bruch in einem Befestigungsscharnier der Landeklappe entdeckt wurde. Mittels einem speziellen Gerät wurden die Befestigungsscharniere untersucht und überprüft, um in den entsprechenden Bauteilen allfällige Risse zu entdecken.
    Für mich eher ein Beleg dafür, dass der Luftpolizeidienst nicht die reklamierte höchste Priorität hat. Bei einem Bruch reichte ja die Sichtkontrolle der Zwischenflugkontrolle. (Siehe Foto im Link) Liegt kein offensichtlicher Bruch vor, dann ist eine F-18 bis zur nächsten Kontrolle einsatzfähig. Die Schweizer bekommen wie alle Nutzer der F-18 die technischen Reports des Herstellers.
    Die F/A-18-Flotte ist momentan nicht einsatzfähig | NZZ
    Das die Gelegenheit genutzt wurde, öffentlichkeitswirksam gleich die Kontrolle aller Schweizer F-18 durchzuführen, das mag da jeder selbst bewerten. Seien es die 4 Verluste bis 2016 oder die Diskussion über die Gesamtlebensdauer der F/A-18, die mit 5000 Flugstunden pro Jet zurzeit bis 2025 berechnet ist. Eine höhere Abnutzung könnte diese verkürzen, was wiederum die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge dringlicher machen würde.
     
Moderatoren: Grimmi
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