Fluggesellschaften suchen dringend Piloten-Nachwuchs

Diskutiere Fluggesellschaften suchen dringend Piloten-Nachwuchs im Ausbildung und Jobs Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Nach einem Bericht der Zeitschrift "Aero International" waren Piloten noch nie in der Geschichte der Luftfahrt so gefragt wie momentan. Demnach...
Nummi

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nach rastlosen Jahren zurueck in der Niederlausitz
Nach einem Bericht der Zeitschrift "Aero International" waren Piloten noch nie in der Geschichte der Luftfahrt so gefragt wie momentan. Demnach werden jedes Jahr weltweit rund 17.000 neue Flugzeugführer gesucht. Allein die Lufthansa benötige jährlich rund 430 neue Piloten - ihre Töchter Lufthansa Cargo, CityLine und Germanwings nicht mitgerechnet.
"Der klassische Weg geht entweder über eine Flugschule oder über eine Ausbildung bei einer Fluggesellschaft", sagte Holger Bausch, Luftfahrtexperte der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt. Eine Ausbildung koste zwischen 40 000 und 75 000 Euro - hinterher müssten Piloten daher oft hohe Schulden abbezahlen. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Piloten hätten Auszubildende derzeit aber relativ gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,528756,00.html
Wer will noch mal, wer hat noch nicht...:TD:
 
Porter_Pilot

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naja, ist halt der übliche "Schweinezyklus" - nur diesmal halt ein wenig extremer..

Mal ein lustiger Incident á la 9/11 und alles sieht auf einlmalwieder gaaaanz anders aus..

viele Grüße
Alex
 

747F/E

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@Nummi
Der derzeitige / zukünftige Pilotenbedarf mag sich entwickeln wie er will; Knackpunkt/Basis der Entscheidung zu einer stabilen, weil vom Auf- / Abtrend losgelösten Linienpilotenlaufbahn, bleibt in Deutschland schlicht und ergreifend der bestandene DLR- Test. Ohne diesen Test läuft weder "abinitio" noch als "ReadyEntry" nämlich absolut NICHTS; sprich ohne diesen Test kommst du nie und nimmer als F/O oder CPT auch nur für eine Minute jemals auf einen wirklich sicheren Arbeitsplatz ins Cockpit eines Flag Carriers.... So einfach ist das.
 
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@Nummi
Ohne diesen Test läuft weder "abinitio" noch als "ReadyEntry" nämlich absolut NICHTS; sprich ohne diesen Test kommst du nie und nimmer als F/O oder CPT auch nur für eine Minute jemals auf einen wirklich sicheren Arbeitsplatz ins Cockpit eines Flag Carriers.... So einfach ist das.
****
Ein guter Bekannter von mir, welcher seit ca. 8 Jahren Pilot ist, hat den DLR-Test nie gemacht, hat noch nicht mal Abi und fliegt seit 8 Jahren ohne Unterbrechung und Arbeitslosigkeit. Die Jobs die er hatte waren alle sicher und haben ihn jetzt auch ins Cockpit der Air Berlin gebracht wo er FO auf 737 ist. Zudem betreibt er seit 5 Jahren eine Website (www.cockpitjobs.de) und kennt sich in der Branche gut aus. Seiner Meinung nach brauchts den DLR-Tets noch nicht mal bei den Flag Carrieren wenn die Personalsorgen haben. Und im Falle eines Einbruchs im Luftverkehr werden die Lufthanseaten wohl eher nach Sozialplan und anderen Dingen entscheiden wen sie entlassen und nicht nach DLR-Test.

Selbst der ADAC sucht mittlerweile händeringend CHPLer (S.61 aktuelle Flug REVUE) und in der Annonce steht nichts von DLR-Test. Und der ADAC hatte in der Vergangenheit IMMER auf DLR-Test bestanden.

Ist alles eine Frage der Dringlichkeit und natürlich des Angebots an Piloten. Bestes Beispiel ist ja auch dass es noch nie möglich war (offiziell) von den Heeresfliegern zur Fliegerstaffel der BPol oder Länderpolizeien zu wechseln. Hier im FF gibts aber mehrere Fälle wo das schon ganz anders gelaufen ist. Mittel und Wege gibts also immer. ;)

lg
 

Lennart

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Trotzdem sollte man jungen, verschuldungswilligen Nachwuchsfliegern nicht verschweigen, daß der Bedarf meist für Piloten mit Erfahrung gilt.

Der erste richtige Job (sprich längerfristig, hilfreiches Muster, ausreichend Stunden und genug Geld um den Gerichtsvollzieher von der Matte zu halten) ist für einige meiner Kumpels jedenfalls nach wie vor eine echte Hürde.

Kann einem natürlich egal sein, wenn man bei LH oder Staat untergekommen ist, oder von Haus aus den finanziellen Rückhalt im Po stecken hat, aber wer´s auf eigene Kappe macht sollte zumindest sehenden Auges diesem Weg beschreiten und auf Risiken vorbereitet sein.
 

Rhönlerche

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Ein Studium gibt es aber auch nicht umsonst. Und die Chancen, eine teure Pilotenausbildung wieder reinzuholen, waren lange nicht mehr so gut.

Man muß allerdings weltweit mobil sein, denn das stärkste Wachstum gibt es in Asien.
 

Lennart

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Das Studienargument hinkt meiner Meinung nach.

Noch betragen die reinen Studiengebühren max 500€/Semester, das heißt im Normalfall zwischen 5000 und 7000€ für die reine Ausbildung.

Lebenshaltungskosten sind für Pilotenschüler zugegeben weniger, weil die Ausbildung kürzer ist, aber wenn man mal von einem Mimimalbudget von 500€ (nur Wohnen, Essen und das nötigste)/Monat ausgeht, hat der Student etwa 30k plus die 5000 Gebühren ausgegeben und der Pilot etwa 12000 plus die 50-60.000 für die Scheine, meist noch was extra wegen längerem Auslandsaufenthalt.

Und das muß über einen kleinen Zeitraum rausgeballert werden, sprich Schulden (wenn Papa es nicht gerade richtet).

Ich will es keinem vermiesen, aber mit Scheuklappen sollte das keiner wagen. Ist ja auch nur meine Meinung.
 

phantomas2f4

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Nach einem Bericht der Zeitschrift "Aero International" waren Piloten noch nie in der Geschichte der Luftfahrt so gefragt wie momentan. TD:
Deshalb bedienen sich die Fluggesellschaften auch gerne bei der BW und zahlen entsprechend hohe Ablöse.
Klaus
 
Schorsch

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mit Elbblick
Das Studienargument hinkt meiner Meinung nach.

Noch betragen die reinen Studiengebühren max 500€/Semester, das heißt im Normalfall zwischen 5000 und 7000€ für die reine Ausbildung.

Lebenshaltungskosten sind für Pilotenschüler zugegeben weniger, weil die Ausbildung kürzer ist, aber wenn man mal von einem Mimimalbudget von 500€ (nur Wohnen, Essen und das nötigste)/Monat ausgeht, hat der Student etwa 30k plus die 5000 Gebühren ausgegeben und der Pilot etwa 12000 plus die 50-60.000 für die Scheine, meist noch was extra wegen längerem Auslandsaufenthalt.

Und das muß über einen kleinen Zeitraum rausgeballert werden, sprich Schulden (wenn Papa es nicht gerade richtet).

Ich will es keinem vermiesen, aber mit Scheuklappen sollte das keiner wagen. Ist ja auch nur meine Meinung.
Tut es nicht, es läuft gesund auf zwei Beinen. Ich habe -- hört, hört -- studiert. Ein guter Kumpel von mir hat Pilotenausbildung gemacht, nicht bei der Hansa oder so, sondern Holzweg. Wir haben es mal ausgerechnet: Im Endeffekt war mein Studium zwar billiger, aber dafür war mein Einstiegsgehalt auch niedriger. Jetzt bin ich Ingenieur, und wir werden selbstredend zu gering entlohnt ( ;) ), aber trotzdem noch ganz gut. Viele andere Jobs bieten schlechtere Einstiegsgehälter, ohne mit unbedingt kürzerem Studium daher zu kommen. Und wer nicht Pilot wird, wird nicht konsequenterweise Ingenieur (auch wenn es ne Menge L+R Studenten gab, die sich irgendwann mal bei der Hansa beworben hatten). Eine straffe P-Ausbildung dauert 2 Jahre. Ein straffes Hochschulstudium der besseren Art 5. Dabei wiegen die Lebenshaltungskosten nicht die Ausbildungskosten auf, aber man darf die 3 Jahre früheren Berufseinstieg nicht vergessen. In dieser Zeit hat der Pilot mindestens 150 bis 200kEuro verdient, wenn der Ing gerade erst anfängt, mit schlechterem Basisgehalt.

Ergo: Pilot werden lohnt sich, wenn
  • man (oder viel besser: Papi) das Geld vorstrecken kann
  • man die Ausbildung erfolgreich abschließt
  • man einen Job bekommt
... und natürlich die körperlichen Voraussetzungen erfüllt. Mit Kurzsichtigkeit jenseits der 4 Dioptrin habe ich das Bewerben gar nicht erst versuchen brauchen. Finde Airbus machen auch irgendwie spannender als Airbus fliegen.
 

aviator62

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Wie sieht es denn grundsätzlich aus, sofern man das sagen kann. Ich bin bereits 20 Jahre in der Sportfliegerei (Lehrberechtigung usw.) und trage mich mit dem Gedanken, über den CPL in die "Berufsfliegerei" zu wechseln. D.h. es soll auch beim CPL bleiben (den ich zunächst erweben müsste).

Hat man dort überhaupt noch Chancen?

Wie ist Euere Erfahrung?

Grüsse sendet

Aviator62
 
Porter_Pilot

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interessante Diskussion.

Wie sieht es denn grundsätzlich aus, sofern man das sagen kann. Ich bin bereits 20 Jahre in der Sportfliegerei (Lehrberechtigung usw.) und trage mich mit dem Gedanken, über den CPL in die "Berufsfliegerei" zu wechseln. D.h. es soll auch beim CPL bleiben (den ich zunächst erweben müsste).

Hat man dort überhaupt noch Chancen?

Wie ist Euere Erfahrung?

Grüsse sendet

Aviator62
CPL-VFR oder CPL-IFR?

viele Grüße
Alex
 

aviator62

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Hi Alex,

CPL-IFR...sollte es schon sein....

Gruss

Aviator62
 
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Hi Alex,

CPL-IFR...sollte es schon sein....

Gruss

Aviator62
das würde ich Dir auch empfehlen, wenn dann mindestens CPL-IFR, besser direkt gleich ATPL- wenn Du es finanzieren kannst..

Problem: Mit nem JAR-FCL CPL-IFR kannst Du nicht mehr soviel fliegen wie früher, selbst in der Businessfliegerei wird meist der ATPL verlangt (die Lizenz ist dann erstmal CPL-IFR frozen ATPL)..

viele Grüße
Alex
 
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