Fotoätzteile selbst herstellen

Diskutiere Fotoätzteile selbst herstellen im Ätzteile, Resin, Vacu und Umbauten Forum im Bereich Tips u. Tricks; Moin, ich möchte gerne wie Pierre Greutert Fotoätzteile für einen EC-135 selbst herstellen...

A340-313X

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Moin,

ich möchte gerne wie Pierre Greutert Fotoätzteile für einen EC-135 selbst herstellen.
http://www.aircraftresourcecenter.com/Gal4/3301-3400/gal3394_F-4E_Greutert/20.jpg
Meine Frage ist:

- was brauche ich für die Herstellung von eigenen Fotoätzteilen?
- wie lange dauert sowas?
- und wie funktioniert die Herstellung eigener Fotoätzteile?

Ich hoffe ihr könnte mir weiterhelfen.

MfG Björn
 
BauAir

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Schau einfach bei Ätztechnik Saemann nach ... da findest Du alles was Du benötigst ...
 

A340-313X

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Toll, aber wie mache ich den Ätzteile?

MfG Björn
 
BauAir

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Der Ablauf ist dort ziemlich detailliert beschrieben.

Als erstes benötigst Du exakte Zeichnungen der Teile, die Du ätzen willst. Am besten mit einem CAD oder vektor-orientierten Grafikprogramm erstellen. Dann mußt Du natürlich auch noch die Rahmen und Haltestege dazuzeichnen. Von diesen Zeichnungen mußt Du spiegelverkehrte, "lichtdichte" Folien herstellen (Vorder- und Rückseite getrennt). Aus diesen Folien werden Taschen gemacht, wobei sich die Zeichnungen genauestens decken müssen (bedruckte Seiten innen). In diese Taschen wird das mit Fotolack beschichtete Messingblech gelegt und von beiden Seiten mit UV-Licht belichtet. Danach werden die unbelichteten Lachschichten mittels Entwicklerbad entfernt und die belichteten Teile fixiert. Nun geht's ab in das Ätzbad. Nach dem Durchätzen der unbelichteten Stellen sind die Ätzteile noch zu säubern und können verwendet werden.

Sowohl die Entwicklerlösung und natürlich auch das Ätzbad chemisch relativ aggresive Flüssigkeiten sind (von Chemikern werden sie allerdings als "harmlos" bezeichnet - die sind ja andere Sachen gewohnt) sind einerseits umfangreiche Schutzmaßnahmen bei der Arbeit mit den Chemikalien notwendig, andererseits sind auch "neutralisierte" Chemikalien als Sondermüll zu behandeln. Ich persönlich kann mich mit der Aussage, daß Eisen-III-Chlorid harmlos sein soll, nicht wirklich anfreunden. Ein "Wässerchen" welches Metalle frißt ist keinesfalls wie eine gewöhnliche Haushaltschemikalie (Putzmittel etc) zu behandeln.

Ich hoffe, daß ich Dich nun nicht verschreckt habe, aber wenn Du auf ARC die Entwicklung der Phantom von Pierre Greutert verfolgst, dann kennst Du warscheinlich auch seine Bilder-Seite. Dort zeigt er auch eine Zusammenfassung seines Airbus A-380, für welchen er die Triebwerksschaufeln geätzt hat. Bei einer weiteren Phantom (F-4S) erläutert er den Vorgang des Ätzens sehr genau. Auf ARC müßtest Du diesen Beitrag suchen - auf seiner Bilder-Seite ist das leider nicht dokumentiert.

Noch Fragen?
 
Deino

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BauAir schrieb:
Ich persönlich kann mich mit der Aussage, daß Eisen-III-Chlorid harmlos sein soll, nicht wirklich anfreunden. Ein "Wässerchen" welches Metalle frißt ist keinesfalls wie eine gewöhnliche Haushaltschemikalie (Putzmittel etc) zu behandeln.

Keine Sorge ... ist tatsächlich so !!! Nur weil dieses "Wässerchen" Metall frißt, macht es noch lange nichts Deinen Fingerchen ! :FFTeufel:

Chemisch gesehen liegt das nur am unterschiedlichen Redoxpotential der Beteiligten Metalle bzw. Metallionen !

Leider besteht bei solchen Dingen immer noch zu sehr das Bild von "alien-artigen" Säuren, die sofort jedes Gewebe auflösen ....

Gruß, Deino :D
 
papasierra

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Und nichts verschlabbern von dem Eisen-III-Chlorid! Die Flecken gehen nie wieder raus. In Kreisen von Elektronik-Bastlern, die damit ihrer Platinen ätzen, wird das Zeugs deshalb auch Schweinerei-Chrlorid genannt. :D
 

n/a

Guest
Die Flecken bekommt man mit Ascorbinsäure (Vitamin C) wieder raus, man muss sie nur etwas einwirken lassen.
 

A340-313X

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Als erstes mache ich ein Panel für den EC-135.

Die Grundrisse habe ich schon mit einem CAD-Programm gezeichnet. Was muss dann auf die Rückseite?

mfG Björn
 
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A340-313X schrieb:
Als erstes mache ich ein Panel für den EC-135.

Die Grundrisse habe ich schon mit einem CAD-Programm gezeichnet. Was muss dann auf die Rückseite?

mfG Björn
Könntest du nicht lieber eins für die Lama machen? Mein EC 135 ist schon fertig :FFTeufel: .

@n/a:
Danke für den Tipp.
 

A340-313X

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Lama = Allouette II ?

Mal schauen was ich machen kann. Kann aber für nichts garantieren!!!

In was für einen Maßstab?

Das EC-Panel ist meine erster Versuch.

MfG Björn
 
BauAir

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A340-313X schrieb:
Lama = Allouette II ?
Grundsätzlich ja, technisch gesehen aber eher eine Allouette II mit dem Triebwerk der Alouette III ... äußerlich nur aus der Nähe zu unterscheiden ...
 
BauAir

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Deino schrieb:
Keine Sorge ... ist tatsächlich so !!! Nur weil dieses "Wässerchen" Metall frißt, macht es noch lange nichts Deinen Fingerchen ! :FFTeufel:

Chemisch gesehen liegt das nur am unterschiedlichen Redoxpotential der Beteiligten Metalle bzw. Metallionen !

Leider besteht bei solchen Dingen immer noch zu sehr das Bild von "alien-artigen" Säuren, die sofort jedes Gewebe auflösen ....

Gruß, Deino :D
Naja, also unbedingt Hautkontakt möchte ich damit nicht haben. Zudem gibt es bei vorhin genanntem Händler auch ein sogenanntes "Schnellätzmittel" - welches für den Anfänger geeigneter sein soll, da die Ätzzeit etwa halbiert wird und die Flüssigkeit nicht getrübt wird ... man kann den Ätzvorgang quasi beobachten.

Außerdem sieh Dir bitte einmal auf ARC die Bilder des Pierre Greutert an ... was der alles an Schutzmaßnahmen auffährt ... vielleicht ein wenig übervorsichtig, aber besser als leicht beschädigt ... auch die Dämpfe während des Ätzens dürften nicht gerade "heilsame Wirkung" haben ... klar, Absauganlagen etc helfen wiederum ... also so ergibt dann eine Investition die andere ... kommt immer darauf an, was man alles in seiner Wohnung haben will ... oder auch nicht.

Trotzdem haben mich die doch relativ hohen Kosten der ganzen Anlage(n) um das Ätzen herum, bisher davon Abstand halten lassen.

Was ich allerdings auch noch (bei passender Gelegenheit) testen werde, ist die "Lohnätzung" bei selbigem Händler ... erscheint mir alternativ auch verfünftig zu sein ...
 
BauAir

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Tip:

Fertige zuerst einen einfachen Druck auf Papier an um das Teil auch einpassen zu können ... Dabei kannst Du natürlich auch gleich ein wenig Farbe ins geschehen bringen um das Teil in seiner entgültigen Gestaltung besser einschätzen zu können. Das erscheint mir bei komplexeren Gebilden sehr sinnvoll ... vor allem läßt sich so die Konstruktion leicht überprüfen ...
 
papasierra

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A340-313X schrieb:
Mensch, das sieht ja klasse aus - prima umgesetzt :HOT .

Ich bin schon auf das Endprodukt gespannt und habe dann wohl endgültig keine Ausrede mehr, mein nächstes Projekt in Angriff zu nehmen.
 
BauAir

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Frage an diejenigen, die schon geätzt haben und so ihre Erfahrungen damit haben:

Sollte soetwas nicht eher so aussehen ???


... noch ohne Halterahmen ... das Graue stellt jenen Bereich dar, der nur angeätzt werden soll ...
 
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