MiG15/17/19

Diskutiere MiG15/17/19 im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Die vergammelt ja jetzt leider in Lärz...
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scialfa

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Mal zur Gechichte der MiG 15 in der DDR. Wenn ich die Veröffentlichung im Fliegerrevue Sonderheft und bei Veith richtig zusammenfasse befanden sich im Frühjahr 1953 ca 100 MiG 15 auf Flugfeldern der VP Luft/Aero.Klub, wurden ausgepackt und mit einigen Maschinen wurde erste Platzrunden gedreht. Es befand sich somit im Frühjahr 53 eine nicht geringe Menge an Strahljägern MiG 15, zu dieser Zeit ein noch sehr modernes Flugzeug, fast im Bestand der aufzubauenden DDR-Lufstreitkräfte. Da ja bis heute immer wieder diverse Bedrohungsszenarien für diese Wiederbewaffnung herhalten, wie sah denn damals die bundesdeutsche Ausstattung mit Strahljägern aus? Durch Veränderung der sowjet. Haltung zur DDR nach Stalins Tod wurden die MiGs um den 17. Juni 53 weggeflogen, die Entscheidung fiel wohl aber bereits vorher. In LSK-Hände kam die MiG 15 dann wohl erst im Herbst 1956, mit Maschinen aus tschechischer Produktion. Wie groß war denn letztendlich der Bestand an sämtlichen MiG 15 Varianten in der NVA?
 
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Mal zur Gechichte der MiG 15 in der DDR. Wenn ich die Veröffentlichung im Fliegerrevue Sonderheft und bei Veith richtig zusammenfasse befanden sich im Frühjahr 1953 ca 100 MiG 15 auf Flugfeldern der VP Luft/Aero.Klub, wurden ausgepackt und mit einigen Maschinen wurde erste Platzrunden gedreht. Es befand sich somit im Frühjahr 53 eine nicht geringe Menge an Strahljägern MiG 15, zu dieser Zeit ein noch sehr modernes Flugzeug, fast im Bestand der aufzubauenden DDR-Lufstreitkräfte. Da ja bis heute immer wieder diverse Bedrohungsszenarien für diese Wiederbewaffnung herhalten, wie sah denn damals die bundesdeutsche Ausstattung mit Strahljägern aus? Durch Veränderung der sowjet. Haltung zur DDR nach Stalins Tod wurden die MiGs um den 17. Juni 53 weggeflogen, die Entscheidung fiel wohl aber bereits vorher. In LSK-Hände kam die MiG 15 dann wohl erst im Herbst 1956, mit Maschinen aus tschechischer Produktion. Wie groß war denn letztendlich der Bestand an sämtlichen MiG 15 Varianten in der NVA?
Etwa 180 im Verhältnis 2 (Schulmaschinen) zu 1 (Jäger).
Es werden mehr gewesen sein. Genauere Anzahl ist unbekannt.
Zunächst war Schulung neuer Kader angesagt.
"Besitzstand" 1953 ist auch nicht geklärt.
 
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scialfa

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Also ich habe bei Veith dann doch noch die Zahl 177 insgesamt gefunden, 120 UTI und 57 bis. Diverse Quellen, unter anderem auch Kopenhagen schreiben was von Herbst 56 bzgl. der offiziellen Einführung. Ob 53 überhaupt schon ein Besitzstand geplant war? Flogen nicht die ersten Luftfahrzeuge der VP-Luft noch mit Rotem Stern oder gänzlich ohne Nationalitätenkennung?
 
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Mal zur Gechichte der MiG 15 in der DDR. Wenn ich die Veröffentlichung im Fliegerrevue Sonderheft und bei Veith richtig zusammenfasse befanden sich im Frühjahr 1953 ca 100 MiG 15 auf Flugfeldern der VP Luft/Aero.Klub, wurden ausgepackt und mit einigen Maschinen wurde erste Platzrunden gedreht. Es befand sich somit im Frühjahr 53 eine nicht geringe Menge an Strahljägern MiG 15, zu dieser Zeit ein noch sehr modernes Flugzeug, fast im Bestand der aufzubauenden DDR-Lufstreitkräfte. Da ja bis heute immer wieder diverse Bedrohungsszenarien für diese Wiederbewaffnung herhalten, wie sah denn damals die bundesdeutsche Ausstattung mit Strahljägern aus? Durch Veränderung der sowjet. Haltung zur DDR nach Stalins Tod wurden die MiGs um den 17. Juni 53 weggeflogen, die Entscheidung fiel wohl aber bereits vorher. In LSK-Hände kam die MiG 15 dann wohl erst im Herbst 1956, mit Maschinen aus tschechischer Produktion. Wie groß war denn letztendlich der Bestand an sämtlichen MiG 15 Varianten in der NVA?
Also ich habe bei Veith dann doch noch die Zahl 177 insgesamt gefunden, 120 UTI und 57 bis. Diverse Quellen, unter anderem auch Kopenhagen schreiben was von Herbst 56 bzgl. der offiziellen Einführung. Ob 53 überhaupt schon ein Besitzstand geplant war? Flogen nicht die ersten Luftfahrzeuge der VP-Luft noch mit Rotem Stern oder gänzlich ohne Nationalitätenkennung?
Ich wiederhole mich:
Es werden mehr gewesen sein.
Genauere Anzahl ist unbekannt.
"Besitzstand" 1953 ist auch nicht geklärt.
 
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Da ja bis heute immer wieder diverse Bedrohungsszenarien für diese Wiederbewaffnung herhalten, wie sah denn damals die bundesdeutsche Ausstattung mit Strahljägern aus?
Zu dieser Zeit gab es noch keine Bundeswehr, die wurde erst zum 5.Mai 1955 gegründet.
Also gab es auch noch keine Flugzeuge unter Westdeutscher Flagge
 

scialfa

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Das ist mir durchaus geläufig. Mir fällt nur auf, das in diversen Darstellungen zur KVP der Fakt der Lieferung der ersten MiG´s 1953 zwar dargestellt wird, ein Vergleich zur westdeutschen Seite oder gar eine Wertung unterbleibt. Die Argumentation ging ja zu DDR-Zeiten soweit, das erst die böse Bundeswehr gegründet wurde und die Gründung der NVA eine Reaktion darauf war. Das auf Plätzen der VP-Luft bereits im Frühjahr 53 sehr moderne Strahljäger standen, die ja durch Korea ihren Ruf hatten, und deutsche Piloten auf ihnen zumindest erste Platzrunden drehten, das stört(e) wahrscheinlich immer den Systemvergleich...
 
Veith

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Mmmmh, vielleicht geht es auch ohne Polemik (huch :FFTeufel:).

Die KVP war als "Kaderschmiede" gedacht, da die zukünftigen Streitkräfte der DDR nicht auf die kriegserfahrenden Kader der Wehrmacht zurückgreifen konnte und wollte. Ich hatte das mal vor Jahren so formuliert: "Die Ist‐Stärke der VP‐Luft wird [Dezember 1952] mit 4.954 Mann, d.h. 2 Generale, 884 Offiziere, 585 Offiziersschüler (Kursanten), 488 Unteroffiziere und 2.995 Soldaten, angegeben. Von den Offizieren haben zwar ca. 42 Prozent bereits in der Wehrmacht gedient, jedoch die wenigsten als Offiziere bzw. in der Luftwaffe ‐ die Qualifikationen mußten weitgehend neu erworben werden."

Die Ende März / Anfang April 1953 ca. 100 in Kisten verpackt gelieferten MiG-15 hätten tatsächlich eine neue Qualität dargestellt und die reinen Lehrregimenter zur potentiell schlagkräftigen Truppe wandeln können.

Knackpunkt war der Tod Stalins am 05.03.1953, welcher einen sowjetischen Kurswechsel und das vorläufige "Aus" für DDR-"Strahljäger" mit sich brachte. Es müssen immer die Rahmenbedingungen und vor allem der jeweilige "große Bruder" mit betrachtet werden, der ja auch in beiden deutschen Staaten stationiert war und teilw. noch ist. So schlug die UdSSR am 15.08.1953 die Einberufung einer Friedenskonferenz, Bildung einer provisorischen gesamtdeutschen Regierung sowie freie gesamtdeutsche Wahlen vor, vergeblich wie wir wissen.

BTW DDR-Hoheitszeichen gab es erst nach Gründung der NVA (S/R/G - Rhombus) ab September 1956, mit Emblem ab Oktober 1959.
 
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