Monino

Diskutiere Monino im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; ... kann mich den Erfahrungen von Nachbrenner nur anschließen. Mein Know how von 2013: Zu beachten wäre aber, daß doch ein früher Start in...

fliegerantonow

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... kann mich den Erfahrungen von Nachbrenner nur anschließen.
Mein Know how von 2013:
Zu beachten wäre aber, daß doch ein früher Start in Moskau notwendig ist. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es einen Zug (schnell) und einen , der an allen Stationen hält. Du solltest die erstere Variante wählen. Denke auch daran, daß ein Akku für den Fotoapparat nicht reicht. Manchmal helfen auch einige kleine Geschenke, wenn man mit dem Museumspersonal spricht/etwas näher an bestimmte Objekte heran will.
Habe zwar selbst noch keine organisierte Reise von Moskau aus gemacht, aber sie stehen in Verdacht, daß bei 4h Museeumsbesuch die An- und Abfahrt mit gerechnet wird - da wird es schon recht eng.
Bin auf deine Erfahrungen gespannt; will im August nach Monino.


 
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KurtTank

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Hallo Ihr beiden!

Danke für eure Antworten. Ich kann es kaum noch abwarten; Sonntag gehts nach Monino. Laut übersetzter Homepage haben die Sonntags von 9 Uhr bis 14 Uhr, sehe ich das richtig? Sollte mir zunächst reichen; zumal ich meine Holde dabei habe :rolleyes1: Leider ist die Homepage aber alt; hat jemand die aktuellen Öffnungszeiten?

Ich werde dann über meine Erfahrungen berichten und schreibe auch zur Anreise. Ich habe mich für den Expresszug entschieden; die 22 Haltestellen der normalen Bahn schaffe ich nicht :blink:

Grüße!
 
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fliegerantonow

Testpilot
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Sonntag gehts nach Monino. ... Sonntags von 9 Uhr bis 14 Uhr, sehe ich das richtig?
Grüße!
Na dann viel Spaß! Die Zugfahrt dauert ca. 1,5h. Da kann die Restzeit im Museum recht knapp werden - es ist ja auch ein großes Freigelände.
Wenn du mit den Öffnungszeiten sicher gehen willst, frage doch mal im Hotel, ob sie im Museum anrufen können.
 
KurtTank

KurtTank

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Ich bin wieder zurück aus Moskau und war am Sonntag in Monino. Bin noch immer schwer beeindruckt was dort zu sehen ist! Ein ganzes Museum voller "Neuheiten"; das wird mir mein Leben lang wohl nicht mehr passieren. Ich kann daher nur jedem empfehlen das Museum zu besuchen; zumal Moskau auch einen Besuch wert ist ;)

Vielen Dank für eure Hilfe! Anbei nun meine Hinweise zur Anfahrt und dem Museum selbst. Für alle Interessierten im Forum und fürs ewige Internetarchiv... Wundert euch bitte nicht, dass ihr ab sofort gesiezt werdet. Ich werde diesen Text auch für meinen ausführlichen Bericht auf unserer Homepage Airventure.de verwenden :)

Noch ein Lob an das Museumspersonal: Ich habe an der Kasse nach einem Taxi gefragt und mit Händen und Füssen einen Zug nachgemacht. Das nette Mütterchen hinter der Kasse hat uns nun ein Taxi gerufen und die komplette(!) Zeit mit uns darauf gewartet. Sie hat anschließend dem Taxifahrer das Ziel erklärt und auch direkt für uns den Preis auf 70 Rubel fixiert, damit wir nicht über's Ohr gezogen werden. Absolut herzlich! Das die uns nicht noch ein Bütterchen geschmiert hat war alles :)

------

Allgemeine Infos:
In Moskau (und auch in Monino) ist es üblich, dass an jeder Haltestelle Personal vor Ort ist. Im Notfall ist also immer jemand greifbar. Gehen Sie aber nicht davon aus, dass man Ihnen auf Englisch oder gar Deutsch helfen kann. Ich hatte während meiner fünftägigen Moskau Reise jedoch keinerlei Probleme, obwohl ich kein einziges Wort Russisch spreche. Die Namen der Haltestellen sind in Moskau inzwischen generell in Kyrillischen und Lateinischen Lettern aufgeführt, jedoch nicht in Monino. Drucken Sie sich die Russischen Namen der Wegpunkte aus und nehmen Sie diese mit. Sicherheitsbedenken brauchen Sie nicht zu haben; der Zug ist tagsüber gut besetzt und unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von einer Deutschen S-Bahn. Alle Informationen sind Stand Mai 2017. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Anfahrt:
Fahren Sie zunächst zur Metro Station Komsomolskaja (Комсомольская) mit der Linie 1 oder 5. Achten Sie nun auf die Hinweisschilder im Boden und folgen sie diesen in Richtung Jaroslawler Bahnhof (Ярославский вокзал). Direkt vor dem Eingang befinden sich Automaten (nur Russisch) und Verkaufsschalter. An einem der Schalter kaufen Sie eine Hin- und Rückfahrt nach Monino (Монино). Dies ist einfacher, als in Monino eine weitere Fahrkarte zu kaufen. Gehen Sie aber davon aus, dass nur Russisch mit Ihnen gesprochen wird. Zeigen Sie am Schalter daher auf einem Stück Papier oder mit dem Smartphone Ihre Route: „Ярославский вокзал → Монино → Ярославский вокзал“. Sie bekommen nun einen Ausdruck mit ihrer Fahrkarte und einem Barcode. Für die Hin- und Rückfahrt habe ich 246 Rubel pro Person bezahlt.

Hinweis: Es gibt noch einen Expresszug, der 15 Minuten schneller ist. Ich habe diesen vor Ort jedoch nicht nehmen können. Somit beziehe ich mich auf den "normalen" Zug.

Der Eingang zu den Gleisen befindet sich direkt neben den Schaltern. Scannen Sie den Barcode und suchen Sie den Zug nach Monino. Da Sie bis zur Endstation fahren, wird der Zug direkt mit „Монино“ auf den Anzeigetafeln geführt. Es handelt sich um einen Kopfbahnhof und vor jedem Gleis ist eine solche Anzeigetafel zu finden; daher ist es fast unmöglich den falschen Zug zu nehmen. Die Zugfahrt dauert ca. 70-80 Minuten. Da Sie bis zur Endstation fahren, können Sie die Zeit getrost sinnvoll nutzen.

In Monino angekommen, verlassen Sie den Bahnhof in Fahrtrichtung rechts über die Überführung. Sie müssen hierbei erneut Ihre Fahrkarte scannen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie bekommen vor Ort ein Taxi und zeigen dem Fahrer ein Foto des Museums oder den Namen. Die Fahrt kostet den Einheimischen 70 Rubel. Mehr als 200 Rubel sollten daher auch Sie nicht bezahlen. Aber wie immer gilt: den Fahrpreis am besten vorher aushandeln, notfalls mit Stift und Papier.

  2. Sie laufen zu dem Museum, was ca. 30 Minuten dauern wird. Nutzen Sie hierbei bitte unbedingt Ihr Smartphone als Navigation, oder nehmen Sie eine detaillierte Karte mit. Sofern möglich, sollten Sie die Funktion „Offlinekarten“ (z.B. bei Google Maps) nutzen, um die Karte von Monino schon zu Hause auf Ihr Gerät zu laden. So fallen vor Ort keine teuren Handygebühren beim Navigieren an.
Das Museum:
Der Eintritt in das Museum Kostet derzeit 200 Rubel. Fotografieren ist uneingeschränkt erlaubt und kostet keinen Aufpreis. Es gibt einen kleinen Shop und einen Getränkeautomaten. Die Toiletten befinden Sie etwas versteckt links VOR dem Haupteingang in einer Nische; sie müssen dafür ein Stück über den Rasen laufen. Die Sanitären Anlagen befinden sich in einem vernünftigen Zustand, erfüllen aber keine hohen Ansprüche. Sollten Sie später beim betreten der Hallen oder des Außengeländes angesprochen werden, so möchte man vermutlich Ihre Eintrittskarte kontrollieren. Diese also unbedingt aufheben und griffbereit halten. Das Museum ist Mittwochs bis Sonntags von je 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Montags und Dienstags ist das Museum geschlossen.

Rückfahrt:
Beim verlassen des Museums können Sie an der Kasse nach einem Taxi fragen, das man Ihnen gerne rufen wird. Die nun folgende Frage lautet vermutlich „Wohin?“ und Sie zeigen ein Foto des Bahnhofs, oder machen wie Ich mit Händen und Füssen einen Zug nach. Korrekter wäre aber natürlich die offizielle Bezeichnung der Bahn: „Elektritschka“. Am Bahnhof von Monino zeigen Sie Ihre Fahrkarte dem Personal, um zu erfahren von welchem Gleis der Zug nach Moskau abfährt. Sie fahren erneut bis zur Endstation.
 
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eggersdorf

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Eine weitere Halle in Monino ist so gut wie fertig eingerichtet. Zur Zeit ist diese aber noch nicht offen, am Tag der VVS war es aber kurzzeitig möglich einen kleinen Blick rein zu werfen.
bestens , der J an
Was ist den mit den Exponaten in dieser Halle, also wie ist der Zustand derselben (Flugzeuge restauriert bzw. mit neuer Farbe versehen)? Diese Halle scheint schon das ganze Jahr geschlossen zu sein und zum Tag der WWS scheint sie auch nicht offiziell wieder eröffnet zu sein. Vielleicht am 9. Mai 2018?
 
Nachbrenner

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Ich hatte ja schon geschrieben das die Halle noch nicht offen ist. Einen Termin für die Eröffnung gab es nicht. Die Maschinen sind alle frisch gemacht und es wurden teilweise noch Arbeiten an diesen ausgeführt.Fragt nicht nach Details dieser Arbeiten, konnte nur kurz rein.
bestens , der Jan
 
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Wenn einen die Wege schon nach Moskau führen, sollte immer auch Zeit für einen Ausflug nach Monino sein. So bestiegen auch wir die Elektritschka und ließen uns durch Podlipki/Koroljow hindurch, am Sternenstädtchen und am Flugplatz Tschkalowsk vorbei hin nach Monino fahren.
Und es gibt immer wieder Neues zu entdecken, so wie diese MiG-15bis-Sch - eine der wenigen (4?) Schlachtflugzeugversuchsversionen der MiG-15

oder dank einer "im Gelände" stehenden Fahrgasttreppe (sie diente früher der Regierungsstaffel) ein seltener Blick auf das Cockpit der Tu-128


Axel
 
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Außerdem eröffneten sich völlig neue, unverstellte Blicke. Der unscheinbar herumstehende Mi-6 ist der allererste Hubschrauber, an dem man versucht hat, Rotorblätter zu verbauen, die aus mehreren Teilen zusammengefügt wurden. Zu sehen ist dies nur an den kleinen Verdickungen in den Blättern (siehe roter Pfeil)


Und endlich hatte ich, dank des netten Museumsmitarbeiters Aleksej auch mal einen unverstellten Blick auf den Mi-10



Axel
 
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Am Nachmittag rollte die oben genannte Fahrgasttreppe durch das Museum und blieb vor der Tu-144 stehen. Ein wenig mit anfassen beim finalen Positioniereren und ein paar nette Worte mit den Jungs, die die Treppe brachten - und schon war auch endlich mal der Weg zur MiG-21I (analog) frei.



Höchst interessant für mich war die neben dem Bugfahrwerkschacht befindliche Antenne, die in ihrer Form sehr denen der Parametersender an den frühen sowjetsichen Raumflugkörpern ähnelte. Wahrscheinlich diente sie zu ähnlichen Zwecken:



Axel
 
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Aber wenn die Leiter schon an der Tu-144 steht... oben ein Herr winkt und ruft "Komm!!", dann kann man doch gar nicht widerstehen:

Der Bordingenieur des Vögelchens hatte einen beachtlichen Uhrenladen:

Dagegen wirkt der Arbeitsplatz der Piloten regelrecht aufgeräumt



Man beachte, die Elektrik funktioniert schon wieder, auch das Navigationsdisplay zeigt schon wieder etwas an. Wenn man sich vor Augen hält, daß in den 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts die Maschine innen drin "klimperklar" war, ist dies ein beachtlicher und bewundernswerter Fortschritt. Laut Auskunft des Technikers, der sich ganz stolz eine dreiviertel Stunde für mich Zeit nahm, verfügte die Tu-144 über einen digitalen Flugrechner, mittels dessen sie hätte selbstständig landen können. Das Panel dazu befindet sich in der Mitte zwischen den Piloten. Werden im Landeanflug die Canards ausgefahren, dienen die daran befindlichen Ruder als Querruder und die eigentlichen Querruder an den Tragflächen werden zu Bremsklappen...
Da im Landeanflug der Spielraum der Längsneigung nicht wirklich groß ist zwischen normalem Anstellwinkel und der Gefahr, mit dem Heck aufzusetzen, hat man extra in der Strebe zwischen beiden Piloten einen speziellen großen und gut ablesbaren Längsneigungsmesser installiert, auf dem die maximale Neigung deutlich rot markiert ist


Soviel mal ein paar kurze Eindrücke, eine kleine (eher gar nicht so kleine) Überraschung hielt das Museum jedoch noch bereit, dazu jedoch später

Axel
 
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Was ist den mit den Exponaten in dieser Halle, also wie ist der Zustand derselben (Flugzeuge restauriert bzw. mit neuer Farbe versehen)? Diese Halle scheint schon das ganze Jahr geschlossen zu sein und zum Tag der WWS scheint sie auch nicht offiziell wieder eröffnet zu sein. Vielleicht am 9. Mai 2018?
Die Halle war auch am 08.Mai 2018 noch geschlossen. Nach Auskunft des netten Museumsmitarbeiters, der mich mit dort hinein nahm, scheitert es noch an der Fertigstellung des letzten, hinteren Bereiches der Halle, dort sollen die Li-2 und die A-20 ihren Platz finden. Während erste schon ihren Platz gefunden zu haben schien (was ich so hinter dem Vorhang erkennen konnte), steht letztere immer noch im Außenbereich. Einen Termin zur Eröffnung konnte ich jedoch auch noch nicht in Erfahrung bringen.

Axel
 
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@Pirat ,
die Aufnahmen sind wieder einmal großartig. Mich/uns wirst Du auf den Aufnahmen jedoch vergeblich suchen, denn wir waren vier Tage zuvor (am 05. Mai) in Monino.:)

Axel
 
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