Tamiya Spitfire Mk.I (neu)

Diskutiere Tamiya Spitfire Mk.I (neu) im Props bis 1/48 Forum im Bereich Bauberichte online; "Spitfire? Kenne ich nur brennend!" ... war einmal die Rede eines Modellbau-Kollegen. Das fand ich schon vor langer Zeit nicht nach meinem...

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  1. #1 Andreas Beck, 16.03.2019
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    "Spitfire? Kenne ich nur brennend!" ... war einmal die Rede eines Modellbau-Kollegen. Das fand ich schon vor langer Zeit nicht nach meinem Geschmack. Ein formschönes Flugzeug, mit einer historischen Bedeutung - sicherlich 100000mal als Modell gebaut, abgegessen und schlicht langweilig. Die neue Tamiya Spit wollte ich dennoch ausprobieren, für € 19,xx (ohne Porto) bei einem japanischen Internethändler geordert war das gute Stück Mitte Januar auf dem Basteltisch. Und es machte richtig Laune... Im Folgenden einige Eindrücke und Kommentare.

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    Das Cockpit macht bei durchschnittlichen Ansprüchen die Beschaffung von Zurüstteilen überflüssig. Es ist Dank einer Ätzplatine alles vorhanden. Die Lochdurchbrüche in den Spanten und den Sitzträgern sind selbst gefertigt. Der Einsatz von Klebstoff beschränkte sich auf einige Kleinteile, alle Hauptkomponenten sind Dank der sagenhaften Passgenauigkeit nur gesteckt.
     
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  3. #2 Andreas Beck, 16.03.2019
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    Der Zusammenbau verlief absolut problemlos, einige Bemerkungen muss ich aber noch loswerden, ebenso ein paar Erfahrungen mit diversen Flüssigkeiten und Abziehbildern. Der Rumpf ist einschließlich Höhenflossen (ohne Ruder) einschließlich Abschlusslackierung fertig. Die komplette Hauptflügelkonstruktion kann saugend schmatzend eingesetzt werden, ebenso die restlichen Abdeckungen etc.
     
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  4. #3 Andreas Beck, 16.03.2019
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    Dies ist insofern nicht ganz unwichtig, als die von der Rumpfmitte zu den Höhenleitwerksspitzen reichenden seitlichen Antennenkabel leicht zugänglich auf der Rumpfinnenseite verankert werden können. Sie sind noch nicht gespannt.

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  5. #4 Andreas Beck, 16.03.2019
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    Das Hauptfahrwerk wird in die ersichtliche Aussparung als ein Bauteil eingesetzt und anschließend die Beplankung eingesetzt. Die Kühler passen wie schon erwähnt perfekt in ihre Plätze. Eine Sicherung mit Revell Contacta o.ä. ist vollkommen hinreichend.

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  6. #5 Andreas Beck, 16.03.2019
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    Externe Bauteile:
    Die Auspuffpötte des Bausatzes sind sehr gut dimensioniert und detailliert, aber die Außenschalen der Endstücke für den mittleren und den vorderen Topf werden aus formtechnischen gründen aufgeklebt, die Enden müssen aufgebohrt werden. Ich habe es probiert, entschied mich dann aber doch für die Teile von Eduard.

    Die Höhenflossen enschl. Ruder sind im Bausatz ein Bauteil und müssen in dieser Konfiguration vor der Montage des Seitenruders eingesetzt werden. Da ich die abgespannten Seitenantennen (s.o.) nicht stumpf aufkleben wollte, sondern die "sichere Lösung" mit einem durchbohrten Führungskanal bevorzuge, wurden die Ruder kurzerhand abgesägt. Da die frühen Ruder auch in den Eduard Bausätzen vorhanden sind (und bei den Mk. IX und ff nicht verwendet werden) kommen diese zum Zuge. Die Passung stimmt, außerdem ist die Vorderkannte der Ruder wundervoll gerundet und die abgesägten teile müssen nicht nachgearbeitet werden.
     
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  8. #6 Andreas Beck, 16.03.2019
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    Die Lackiererei:
    Modelle mit rauer Oberfläche ("Orangenhaut") oder notorischen, oftmals nur schwer wahrnehmbaren, "Strukturen" auf der Oberfläche (oft bei ICM Kits) erhalten einen Überzug mit Standox 1K Primer/Füller aus dem Automobilhandel. Die zähflüssige Masse wird mit Nitroverdünnung auf die angebrachte Viskosität gebracht und mit der unverwüstlichen Badger 150 (0,3mm oder 0,4mm) aufgetragen. Die Grundierung trocknet sehr schnell und kann schon nach 20 Minuten mit Micromesh auf den gewünschten Glanzgrad poliert werden. Unschöne Stellen, isb. an Klebenähten werden erbarmungslos offen gelegt und mit Acryl Autospachtel nachbehandelt. Die Standox-Grundierung verhindert bzw. dämpft das Schrumpfverhalten des Spachtels deutlich. Die einzige minimale Spachtel- und Schleifarbeit fiel bei der Motorabdeckung an.

    Die eigentliche Lackierarbeit erfolgt mit Schmincke Professional Airbrushfarben. Diese sind nach Auftrag sofort trocken, reib und wasserfest. Die Farben sind rein wasserbasiert, also ohne Alkohol, Aceton oder Amoniak. Allerdings sind sie gegen das Anlösen durch MicroSol empfindlich! Daher erfolgt vor dem Aufbringen der Decals eine "Versiegelung" mit Future o.ä.. Der Versiegelungslack wird mit Wasser verdünnt. Die Schmincke Farben werden mit der HS Infinity aufgetragen (und in diesen empfindlichen Apparat kommt nichts anderes hinein!). Mittlerweile habe ich ca. 90 Farbtöne im Repertoir. Mit der Diskussion um die "richtigen" Farbtöne bin ich durch - endgültig. Die Spezialisten, die aus einem Schwarz-Weiß-Foto einen Farbton herauslesen, geben nur noch Anlass für ein amüsiertes Lächeln.

    Das Abschluss-Finish war ein Experiment: Mit den bisher von verwendeten 1K Mattlacken war ich nicht so recht zufrieden, also wieder ab in den Automobil-Profi-Sektor: Nach einigen Experimenten an alten Modellen fand ich folgendes Prozedere zufriedenstellend: 2 Teile Herterich Mattlack und 1 Teil Herterich Härter und Verdünnung dieses Gemisches mit handelsüblicher Nitro-Verdünnung auf die gewünschte bzw. durch die Düsengröße diktierte Viskosität. Auftrag mit Badger 150 (ausnahmsweise auch mal Evolution). Vorsicht beim Sprühen ! Ein wirklich hauchfeiner Auftrag reicht völlig aus, wenn ein zweiter Auftrag nötig sein sollte, die erste Schichte gut antrocknen lasen!. Der Mattlack hat eine sehr lange Aushärtungszeit, ist aber absolut robust, schlag- und kratzfest.

    Kanzelrahmen klebe ich mit Material, das ich bei "Klebeland" kaufe, ab (Tamiya-Typ, 3M Flexband). Zur Erzielung einer ausreichenden Deckung verwende ich derzeit Mr.Paint Farben (Acryl, Aceton-basiert). Mr. Paint Farben trocknen sehr schnell und haften zuverlässig. In einem zweiten Arbeitsgang wird Schmincke aufgetragen.

    Für diese oder jene Detailgestaltung und für die Stoßkanten (stark mit Terpentinersatz verdünnt) haben die herkömmlichen Farben (bevorzugt Humbrol) noch immer ihre Daseinsberechtigung.

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  9. #7 Andreas Beck, 17.03.2019
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    Decals/Abziehbilder/Nassschiebebilder (auf wen geht diese bescheuerte Wortschöpfung zurück?):

    Verwendet wurden die berüchtigt dicken Decals aus dem Bausatz (einige Wartungshinweise/Stencils)
    XTRADECALS (Hannants) 48143 für Hoheitszeichen taktische Buchstaben
    Barracudacols 38375 (Cartograf - Druck) für einige Stencils,

    als Weichmacher MICRO-SOL und Daco (strong). Beide Weichmacher funktionieren mit den drei Decal-Typen, das Daco-Produkt hat aber weniger Wirkung und hinterlässt mehr Spuren nach Gebrauch.
    Trotz des erfolgreichen Einsatzes des Micro Mittels gab es Überraschungen.
    Die Tamiya Decals legten sich trotz der Dicke gut in die Konturen, der Trägerfilm stand aber nach der Austrocknung erheblich hervor, so dass ich an eine Entfernung der Decals dachte.
    Die XTRADECLAS reagierten hinsichtlich des Trägerfilms sehr gut, kein Silbern, nur an sehr wenigen Stellen musste ich im halbtrockenen Zustand mit dem Swanmorton Skalpell etwas nachhelfen. Anders verlief es bei den farblichen Bereichen. Hier musste überall mit dem Skalpell nachgeholfen werden. Besonders übel verhielten sich die grauen Buchstaben. Das SOL löste feine Partikel an der Kontktfläche zwischen Modelloberfläche und Decal, was in hässlichen Pickeln resultierte.
    Eine besondere Enttäuschung waren die Barracuda Declas, an mehreren Stellen kam es zum Silbern. Trotz Anliften des Trägerfilms und mehrfachen Einsuppen mit SOL trat kaum eine Verbesserung ein. Es half nur das Ausbessern mit Farbe.

    Eine Erlösung und Erleichterung brache der Abschlusslack (s.o.) mit dem Herterich-Lack. Er schluckte alle Flecken und Fleckenränder , die durch die Weichmacher entstanden waren. Noch überraschender war die Wirkung hinsichtlich der dicken Tamiya Decals. Die "hochstehenden" Ränder des Trägerfilms verschwanden vollständig!
     
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