Wasserlinie in Plexiglas ausschneiden (lassen)

Diskutiere Wasserlinie in Plexiglas ausschneiden (lassen) im Tips u. Tricks Forum im Bereich Modellbau; Moin! ...Ich möchte meine 1:350 Tamiya Enterprise so in eine 145x40cm große Plexiglas-/Acryl-Scheibe einpassen, daß nur das "Überwasserschiff"...
stingray77

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Moin!
...Ich möchte meine 1:350 Tamiya Enterprise so in eine 145x40cm große Plexiglas-/Acryl-Scheibe einpassen, daß nur das "Überwasserschiff" sichtbar bleibt - das Unterwasserschiff soll aber unterhalb der Platte erhalten bleiben... Dafür müsste die Platte der Wasserlinie folgend ausgeschnitten werden.

Ich habe schon bei einer Firma angefragt, die Plexiglas-/Acryl-Scheiben auch mit individuellen Ausschnitten liefert. Dafür brauchen die aber eine DXF-Datei... (Nach Schablone, wie ich es eigentlich geplant hatte, fertigen sie nicht...)
Selbst Ausschneiden ginge auch - aber das wäre mir (weil nur mit Stichsäge zu machen) zu grob...

Kann mir jemand mit ner DXF-Datei weiterhelfen, wenn ich (erst mal) die Schablone fertig habe? Oder wie komme ich da sonst ran?
Sonst irgendwelche Vorschläge, wie ich dem beikomme? …Das Unterwasserschiff abschneiden will ich allerdings nicht - vielen Dank!
 
bladov

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Man kann z.B. in Corel Draw oder Illustrator eine Vector Grafik erstellen oder importieren und dann als DFX- AutoCAD Datei abspeichern.
 
stingray77

stingray77

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Hm, vom Regen in die Traufe... Von Corel Draw hab' ich zumindest schon mal gehört - aber auch nie benutzt... !?!?

Im Moment stelle ich mir vor, zunächst eine Schablone des Ausschnitts zu erstellen - von der kann ich dann im Abstand von 1cm (oder mehr/weniger - je nach "Schwung" der Wasserlinie) entlang der Mittellinie die Breite des Ausschnitts messen... Und wie bekomme ich die Maße dann in welche-Software-auch-immer?

Sorry, aber das ist so gar nicht meine Kernkompetenz.... :wacko:
 

xklausrichter1

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Hallo,

wenn du mir eine Bemaßung in dieser Art schickst kann ich für dich eine *.dxf Datei erstellen.



Viele Grüße
Micha
 
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stingray77

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COOL!!! :thumbup:
Wenn Du mir ein paar Tage Zeit gibst, mach' ich die Schablone und mail' Dir die Maße (per PN)...
Vielen Dank, Micha! Du hast was gut bei mir. :thumbsup:
 

xklausrichter1

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Hab dir ne PN mit meiner Mailadresse geschickt. Die Maße bitte in mm!
 
Stovebolt

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Du musst keine Schablone machen. Es reicht, wenn du alle 5cm oder so die Rumpfbreite auf Höhe Wasserlinie misst? Kann man mit einem Messschieber machen.
In CAD werden die Punkte dann über eine Spline verbunden und als DXF exportiert.
Wenn du von einer Schablone misst, dann erzeugst du einmal einen Übertragungsfehler beim Erstellen der Schablonenkontur, eine Abweichung beim Ausschneiden und einen Messfehler. So wird das zu ungenau.
Gruß!
 
stingray77

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Eine Spline (vermute ich mal) ist die geschwungene Linie, die die Messpunkte statt mit kurzen Geraden verbindet!?
Und alle 5cm nur? Holla - ich hatte eher mit 1cm gerechnet...
Danke! Auch ein wertvoller Tip... Ist nur vorn am Wulstbug nicht ganz so leicht (obwohl der bei der Enterprise nicht sooo üppig ausfällt)
 

odlanair

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In 1:350 meint er alle 5 mm die Breite nehmen. Und mit wenig Kraft am Messschieber, sonst wird es zu schmal. :sleeping1:
 
stingray77

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Das passt eher in mein Weltbild...... 200 Meßpunkte auf (okay auf Höhe der Wasserlinie nicht ganz) 100m Länge! :cool1
 

xklausrichter1

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Eine Spline (vermute ich mal) ist die geschwungene Linie, die die Messpunkte statt mit kurzen Geraden verbindet!?
.................
In den CAD-Systemen werden alle Punkte mit Koordinaten (x,y bei 2D; x,y,z bei 3D) im Arbeitsbereich definiert.

Eine gerade Linie wird im CAD mit Start- und Endpunkt beschrieben (2 Werte). Ein Bogen wird mit 4 Werten definiert: Mittelpunkt, Radius, Start- und Endpunkt und hat einen konstanten Radius.
Eine Spline ist dagegen eine fortlaufende gebogene Linie ohne gleichbleibenden Radius und wird deshalb mit (theoretisch) unendlich vielen einzelnen Punkten definiert. Beim Speichern als dxf wiederum werden die Splines "runtergerechnet" und auch noch mal beim konvertieren ins NC-Programm der entsprechenden Werkzeugmaschine. D.h. die Spline wird durch die CAD Programme in viele kleine Bögen (s.o. -> mit 4 Parametern beschrieben) zerlegt.

Da ein Schiffsrumpf ja mit großen Radien recht sanft geschwungen ist braucht man auch nicht so viele "Stützpunkte" für die Spline. Bei einer Länge von etwa 1000mm bei deinem Modell halte ich es für ausreichend, auf relativ geraden Stücken alle 20-30mm und nur auf den stärker gewölbten Abschnitten alle 10-15 mm einen Messpunkt zu setzen.

Viele Grüße
Micha
 

xklausrichter1

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Ich würde das Modell auf einem Tisch gerade ausgerichtet hinstellen. Daneben parallel in einem definierten Abstand zur Längsachse ein Holz/Profil/whatever was die Höhe der Wasserlinie hat und auf der Oberseite die Abstände für die Messpunkte hat. Jetzt kannst du alle xx mm den Abstand zwischen Profil und Rumpf messen.

 
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HoHun

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Moin!

Vielleicht wäre in diesem Zusammenhang auch eine Konturenlehre (Profillehre) erwähnenswert ... damit kann man unregelmäßige Formen mit je nach Lehre recht vielen Meßpunkten übertragen. Die Lehre kann man dann z. B. auf einen Scanner legen und einfach einscannen.

Ob sich die Anschaffung natürlich für eine einmalige Anwendung lohnt ...

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
Stovebolt

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Ich hatte die CVN-65 mal in 1/720 von Revell, Ich kann mich nicht erinnern, daß der Rumpf derart starke Konturwechsel auf Höhe Wasserlinie macht, die 5mm Messpunktabstand erfordern. Was auch unlogisch ware für die Effizienz eines Schiffrumpfs.
Wenn sie maßstäblich gut umgesetzt ist, dann sind das auf der Konstruktionswasserlinie bei einem Maßstab von 1/350 und 50mm Messabstand über die Rumpflänge 18 Messtellen. Das ist völlig ausreichend.
Spantenpläne aus dem Modellbau haben auch keine Dichte von 5mm bei solchen Maßstäben und die früher klassisch verleimten Leisten an den Spanten stellen im Prinzip nichts anders dar als die Spline im CAD.
Gruß!
 
stingray77

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Ihr seid echt großartig! Vielen Dank..... (vor allem schon mal Dir, Micha!)

Ich habe jetzt rd. 100 Meßpunkte genommen (10mm Abstand). Ich will das aber noch mal verifizieren - mir sind da noch zu viele "Dellen" drin... :w00t:
Ist ganz schön Arbeit...

Hier mein Versuchsaufbau:



Ich hab' auch nur die Backbord-Seite abgemessen - ich geh' mal davon aus, daß der Rumpf eine kongruente Wasserline hat...…..
 
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stingray77

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Und diese Schachtel hier (da waren mal M-8 Hutmuttern drin) ist von unschätzbarem Wert, weil a) die richtige Höhe der Wasserlinie (guter Zufall) und b) durch die schräge Form, komm' ich an jede Stelle der Wasserlinie ran!

 
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stingray77

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...und ein Vergleich der von der Enterprise abgenommenen Wasserlinie mit der der Nimitz (der Trumpeter-Kit läßt sich auch als Wasserlinien-Modell bauen - also hab' ich einfach mal das separate Unterwasserschiff über meine Meßpunkte gelegt) zeigt immense Unterschiede! :biggrin:
Gut, daß ich nicht einfach das als Template genommen hab'!
 
stingray77

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So, es ist dann doch noch (erheblich) aufwendiger geworden... Als ich nämlich meine ersten Messpunkte in eine Profilschablone (halber Rumpf) übertragen und mal an den Rumpf gelegt habe, war das überhaupt nicht (mehr) stimmig.....

Also doch eine Schablone gebaut:
  • zunächst einen Ausschnitt etwas größer als Rumpf aus ner großformatigen Pappe geschnitten (die hatte ich schon lange extra dafür zu Seite gelegt)
  • die Pappe dann auf Niveau der Wasserlinie "unterfüttert", so daß Schiffsrumpf und Pappe auf "gleicher Höhe" auf der Arbeitsfläche stehen
  • Schiffsrumpf und Pappe mit Wasserwaage horizontal (längs und quer) ausgerichtet
  • und dann flache Karton-Stücke bündig zum Rumpf auf den Karton geklebt
So habe ich nach und nach eine Schablone zum Rumpf hergestellt...

 
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stingray77

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Am Heckspiegel habe ich mit einer Konturenlehre gearbeitet...



und "nebenher" auch markiert, wo die Mittellinie (Tamiya-Gussnaht) ist.

Auf dem Bild hier sieht man noch den nicht horizontal ausgerichteten Rumpf.....
 
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