1/32 Do 27 – Revell

Diskutiere 1/32 Do 27 – Revell im Props ab 1/32 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Auf mehrfachen Wunsch (Hallo, Anirac!) gibt es wieder einmal eine Bausatzbesprechung von mir. Wie könnte es auch anders sein, es handelt sich um...

  1. Barrie

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    Auf mehrfachen Wunsch (Hallo, Anirac!) gibt es wieder einmal eine Bausatzbesprechung von mir. Wie könnte es auch anders sein, es handelt sich um ein Modell der von mir so heiß und innig geliebten Do 27. Allerdings bin ich diesmal meinem üblichen Maßstab (1:72) untreu geworden, nachdem es mir endlich (!) gelungen ist, ein Exemplar der "großen" Do zu ergattern.

    Auf geht's!
     

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  3. Barrie

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    Zum Original schreibe ich an dieser Stelle nichts, da verweise ich in meiner grenzenlosen Faulheit nur auf meinen ersten Bericht zur Do 27 von Huma sowie auf die Do-27-Seite von Martin Rulffs.

    Das Modell der Firma Revell stammt laut Copyright-Angabe aus dem Jahre 1989 und ist inzwischen längst aus den Regalen der Kaufhäuser verschwunden. Ob zu Recht, dazu später mehr ...

    Der Karton hat einen Deckel und ein stabiles Unterteil, so wie es sich gehört. ;) Da der Bausatz inzwischen vergriffen ist, werden bei eBay mitunter echte Liebhaberpreise bezahlt. Ich denke, man sollte auf eine Größenordnung von 30...40 Euro gefaßt sein. :eek:
     

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  4. Barrie

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    In der Schachtel befindet sich ein Klarsichtbeutel mit vier Spritzlingen aus sprödem olivgrünem Kunststoff, einem aus ebenso sprödem beige-braunem Kunststoff sowie einem mit den Klarsichtteilen. Daneben liegt ein Beutel mit zwei Gummireifen für das Hauptfahrwerk, ein Decalbogen und (natürlich!) die Bauanleitung.

    Aufgrund der bereits geschilderten Menge sowie der Größe der Bauteile konnte ich zum ersten Mal nicht den gesamten Schachtelinhalt gleichzeitig fotografieren. Deshalb muß ich mir mit einer Fotomontage behelfen.
     

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  5. #4 Barrie, 07.01.2005
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2005
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    Die Bauteile weisen erhabene (im Sinne von: nicht versenkt ;) ) Details auf. Der Detaillierungsgrad entspricht dabei allerdings eher "meinem" Maßstab, nämlich 1:72! Die Nieten geben hier allerdings eher Sinn.

    Der Innenraum ist betont schlicht gehalten, wobei keinerlei Textur vorhanden ist. Die Steuerorgane sind doch eher grobschlächtig zu nennen und vermutlich wirklich einfach um den Faktor 2,25 hochskaliert worden.

    Mich würde interessieren, woher die Idee für diese bequemen Sessel kam. Denn mit der Wirklichkeit hat dieses Gestühl, zumal in Anbetracht der vorgeschlagenen Versionen (s.u.), nun wirklich nichts zu tun!
     

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  6. #5 Barrie, 07.01.2005
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2005
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    Naja, immerhin ist an das markante Trimmrad gadacht worden. Manche Zeitgenossen meine, daß es an eben diesem Trimmrad liegt, daß alle zukünftigen Ju-52-Piloten der Lufthansa (bzw. -Traditionsflug) auf der Do 27 eingewiesen werden ...

    Soweit ich die Einzelteile nachmessen (und die Maße summieren) konnte, scheinen die äußeren Abmessungen zu stimmen. Wenn man allerdings nach Revell geht, so wäre ein "Modell-Original" allerdings fast einen halben Meter zu breit. Anscheinend sollte hier die schiere Größe ("<o>39,0 cm") als Qualitätsmerkmal eingesetzt werden ... Man könnte sich fragen, warum überhaupt Nachkommastellen angegeben werden, wenn dann doch um ganze Zentimeter "gemogelt" wird. :confused:

    Von den Maßen zur Form: Das "Gesicht" (= die Cowling) erscheint ein wenig kantig, und der Haltering für den Propeller stört. Keinerlei Niederschlag hat das charakteristische Getriebe des Lycoming GO-480B1A6 ("G" für geared, also "mit Getriebe") gefunden, das dieser flachen, gelochten Scheibe weichen mußte.

    Definitiv falsch ist aber der Propeller, welcher allenfalls zu Quasi-Prototypen, der Do 25, passen könnte: Die Luftschraube ist zu klein im Durchmesser, und die Blätter sind zu spitz sowie zu flach. Der Hartzell-Verstellpropeller waren an der Wurzel wesentlich massiver sowie stärker verwunden.

    Der Spinner (nicht ich, Anm. d. Verf.) ist zu kurz und zu spitz. Zudem ist die Wabenstruktur im Vergaserlufteinlauf zwar recht nett, aber definitiv zu weit vorn, was dieser Öffnung definitiv die Tiefe nimmt. Außerdem ist letzterer von den Proportionen her falsch.

    *seufz*
     

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  7. Barrie

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    Auf der Schachtel kann man unter die Cowling schauen, ...
     

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  8. #7 Barrie, 07.01.2005
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2005
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    ... was prinzipiell beim Modell auch geht. Die Frage ist nur, ob man es auch will. Bislang war ich immer davon ausgegangen, daß das "O" in der Typenbezeichnung GO-480B1A6 für opposite flat steht, also auf einen Boxermotor hinweist.

    Wenn man sich aber die beiden Hälften des Motorblocks ansieht, so stellt man fest, daß hier ein V6 eingebaut werden soll. :eek: Oder nicht doch lieber schwarz gefärbter Schaumstoff, um die Tiefe des Motoraumes vorzutäuschen ..?
     

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    Aber nicht nur Flugzeug-"Gesichter" sind ein Hobby von mir, sondern auch die verschiedenen Versioenen der Do27. Ein schneller "Probebau" mit Tesafilm zeigt nicht nur schlechte Paßgenauigkeit, sondern auch eine reinrassige Version -A4/A5/B5, zu erkennen am langen Sporn sowie der breiten Spur. Auch die görßeren Räder sind vorhanden, auch wenn diese fast ein wenig zu groß geraten sind.

    Leider werden als Bemalungsvarianten nur Maschinen der Version -A1 vorgeschlagen, so daß auch die Decals nicht ohne weiteres nutzbar sind.
     

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  10. Barrie

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    Es werden am Ende der elfseitigen Bauanleitung drei Bemalungsvarianten vorgeschlagen, die sich alle auf Maschinen der Bundeswehr vom Typ Do 27-A1 beziehen.

    Eigentlich sind es keine echten Varianten, da zwei davon bis auf die Markierungen identisch sind (Gelboliv/Basaltgrau/Leuchtorange). Vermutlich sollten Heer, Luftwaffe und Marine abgedeckt werden. Die Farbangaben sind allerdings mindestens hinsichtlich der Rumpfunterseiten nicht korrekt: Für alle drei Maschinen wird eine mattgraue Unterseite angegeben. Dabei hatten die ursprünglich auf der Oberseite komplett oliv gestrichenen Dos eine blaue Unterseite, während die oliv/grauen Dos eine silbergraue Unterseite (RAL 7001) aufwiesen.
     

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  11. Barrie

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    Es gibt noch eine ganze Reihe von "Besonderheiten" zu erwähnen:
    • Die Vorflügel sind insofern inkorrekt wiedergegeben, als daß der Spalt auf der Unterseite genauso weit hinten liegt wie oben.
    • Der Decalbogen ist sehr umfangreich, allerdings sind die Decals teilweise nicht registerhaltig, sprich verdruckt.
    • Durch das Zusammenpacken der Spritzlinge sind die Klarsichtteile verkratzt (s.u.). Glücklicherweise sind die Gummireifen separat verpackt ...
    • Der Rumpf besteht aus einer Bodenbaugruppe und zwei Seitenteilen. Die Trennstelle verläuft entlang der Farbgrenze Tarnung/Unterseitenfarbe.
    • Die Paßgenauigkeit ist, soweit ich bislang probiert habe, grauenhaft.
    • Die Ruder sind beweglich, alle Türen und Cowlingklappen lassen sich öffnen.
    • ...
     

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  12. Barrie

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    Leider habe ich mich diesmal nicht an ein Konzept gehalten, so daß die Vorstellung ziemlich durcheinander geraten ist. Auch die teilweise vorhandenen Sinkstellen habe ich nicht extra erwähnt, genauso wenig wie die Klebelaschen an der Dachverglasung, die die Transparenz dieses "luftigen" Bauteils ganz gehörog herabsetzen.

    Ich muß gestehen, daß mich dieser (lang ersehnte!) Bausatz ziemlich enttäuscht hat. Im Prinzip wurden die Chancen, die der große Maßstab bietet, nicht im Geringsten genutzt. Vielmehr macht es den Eindruck, daß eine Art "Spielzeug" geschaffen wurde, worauf auch die gnazen beweglichen Teile hindeuten. Dies hat natürlich klobige "Scharniere" zur Folge ... Den völlig vermurksten Motor erwähne ich nicht weiter ...

    Ich denke, daß dieser Bausatz viele ernsthafte Modellbauer und Do-Fans vergrault hat. So gesehen ist es vielleicht nur recht und billig, daß ihn Revell vom Markt genommen hat. Vemutlich läßt er sich auch nicht "einfach" nachbessern. Trotzdem ist es schade, daß ein so bedeutendes Flugzeug wie die Dornier Do 27 so wenig Aufmerksamkeit von Seiten des Modellbaus erfährt.

    Dennoch: Ich denke, es ist möglich, aus diesem Bausatz ein Modell zu bauen, das die Wesenszüge der klassischen Do 27 wiedergibt. Man muß nur etwas weiter weggehen.

    Fazit: Ein überaus mäßiges 1:72-Modell in Groß! ;)

    Barrie

    Die gab es. Wenn ich mich recht entsinne, konnte damit auch die berühmte D-ENTE von Bernhard Grzimek gebaut werden. Naja, man sollte sie angeblich bauen können ...

    Dadurch, daß die Teile eine -A4,-A5 oder -B5 wiedergeben, ist da ein aufwändiger Umbau vonnöten.

    Barrie ;)
     
  13. #12 ...starfire, 08.01.2005
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    Also ich habe die Do inzwischen in beiden Versionen vorliegen, sowohl als Bundeswehr als auch als D-ENTE-/Feuerwehr-Version.

    Zu den Decals kann ich noch sagen: Praktisch unbrauchbar, da sie nach knapp 14 Jahren einen äußerst üblen Gelbstich aufweisen.

    Ich hab die Do schon mal zu Anfang meiner Modellbau-"Karriere" gebaut (im Sinne von zusammengeklebt, ca. 1991). Ich war damals schon nicht davon begeistert, aber das Resultat sah für mich aus wie eine Do 27 und das reichte mir dann auch...
     
  14. #13 dg1000flyer, 13.10.2009
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    Ja, Revell legt den Vogel Oktober 2009 wieder neu auf. Leider wohl in den alten Formen und somit nicht vergleichbar mit ihrer wunderschönen PA18...
    Habe Revell angeschreiben, ob man evtl. zu der D-ENTE auch Abziehbilder der Luftwaffen Traditions-Do 55+46 packen könnte, da beide Flieger ab 2009 öfter mal zusammen zu sehen sein werden. Aber bis jetzt hat Revell leider nicht geantwortet...

    Habe gestern eine Antwort von Revell bekommen.
    Aufgrund von "Patentschutz" für die D-ENTE / Zebra Do wird es nur diese eine Version geben und zusätzliche Decals für die Traditions Do der Luftwaffe wären auch zu aufwändig und kostenintensiv.
    Zumindest zweiteres glaube ich nicht so ganz, da es ja Decales der BW schon gegeben hat und nur Zahlen und LTG62 Wappen getauscht werden müssten.

    www.do27-wunstorf.de
     
  15. #14 Skyservant, 13.10.2009
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    Hört sich gut an!!! Falls du Infos oder Vorlagen für die Erstellung der Decales brauchst, meld dich. Oder komm mal wieder auf ne Runde vorbei!
    Hast du gesehen, dass nach der 55+46 jetzt das D-ENTE Projekt auch fertig ist? Hatte nach 31 Jahren ihren Erstflug. Bilder gibt es auf www.do27-wunstorf.de (D-EAWW/D-ENTE). Bleibt nur zu hoffen, dass wir das letzte Do27 Projekt D-EMEJ auch bald in Gang bekommen, damit sie nicht so verloren in der Ecke liegt.

    Viele Grüße,
    Markus
     
  16. Theo

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    Es gab einmal in einer uralten "Kit" einen excellenten (Um)baubericht zu diesem speziellen Modell. Autor ist/war Harald Ziewe, der damals für Kit sehr viel gemacht hat. Leider kann ich nicht sagen, welche Ausgabe das war, aber den Bericht habe ich noch (ausgeschnitten und abgeheftet, für so was hatte ich mal Zeit). Jedenfalls hat der Ziewe an dem Modell auch keinen Stein auf dem anderen gelassen, was Barrie's Einschätzung (ist ja auch schon etwas her) bestätigt.
     
  17. #16 Skyservant, 13.10.2009
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    Tja, ist leider wirklich so, dass man damals bei der Do27 nicht so genau gewesen ist und sehr viele Dinge optisch nicht passen! Hätte mir auch eine neue Version gewünscht die so perfekt ist, wie die Pa18 von Revell!!! Aber es ist eine tolle Größe und dann muss man halt selber umbauen.
    Für dg1000flyer mal ein Bild aus der Heimat. Alles schon ziemlich her, seit ich sie gebaut habe. D-EDNW hat heute wieder die alte Bundeswehrkennung 55+46 und D-EAWW ist mittlerweile D-ENTE.
    Wird also Zeit, dass es neue Bausätze und Decales gibt :)
     

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  18. #17 dg1000flyer, 13.10.2009
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    Wie gesagt um Decals kümmere ich mich, den Bausatz werden wir wohl entsprechend umbauen bzw. aufwerten müssen.

    Hier wird auch grad eine Do restauriert...ist aber nur 1:72.
     

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  19. #18 ...starfire, 17.11.2009
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    Die Bauanleitung für die aktuelle Auflage ist bei Revell als pdf verfügbar:
    http://www.revell.de/manual/04745.PDF

    Interessanterweise scheinen für die Räder diesmal keine Gummireifen beizuliegen, statt dessen befindet sich (offensichlich aus einem anderen Bausatz [welchem?]- ) ein zusätzlicher Gussast mit - Schleudersitzen :eek: sowie diversen Fahrwerksreifen in der Schachtel.
     
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    Die Wiederauflage der Do27 von Prof. Grzimek gibt es jetz wohl auch mit Schleudersitzen. :eek:
    Oder wie soll man den weisen Spritzling (Bild 5) in dieser Vorstellung sehen? :?!
     
  22. JP-7

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    Die Sitze stammen aus dem Tomcat Bausatz Revell 04770. Da muss man sich wirklich an den Kopf greifen. Da geht jemand die alten Formen durch nur um ein paar passende Reifen zu finden weil die Gummireifen out-of-date sind. Zum Glück befanden sich die Räder nicht am Spritzling mit den Rumpfteilen der Tomcat, da hätte man ja glatt n'en ganz großen Karton gebraucht.

    Gruß

    Frank
     
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