Heinkel He-162 "Volksjäger"

Diskutiere Heinkel He-162 "Volksjäger" im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Seit ich Teile diese Maschine in der Seegrotte Hinterbrühl sah, fasziniert mich dieser Jäger. Ich las in diversen Quellen, dass das Flugzeug noch...
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Seit ich Teile diese Maschine in der Seegrotte Hinterbrühl sah, fasziniert mich dieser Jäger. Ich las in diversen Quellen, dass das Flugzeug noch in geringer Stückzahl zum Einsatz kam und sogar drei Abschüsse erzielte.

Weiß jemand wo die Abschüsse stattfanden und welche Flugzeugmuster abgeschossen wurden? Auch wer sonst noch interessante Fakten zur Maschine hat kann sie hier posten.
 
Baron von Wien

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Hallo Bregenzer!

Zu der He 162 gibt es doch einiges an Literatur! Zu dem Thema Abschuß ja oder nein wurde auch schon so einiges geschrieben. Möglicherweise gelang Rudi Schmitt tatsächlich ein Abschuß. Hier ein Link zu dem Thema: Quelle: www.pilotenbunker.de Tatsache ist, das JG 1 wurde gegen Ende des Krieges noch mit He 162 ausgerüstet. Im Mai 1945 wurden diese in Leck den Alliierten übergeben.

Tschüss, Simon
 
Maik

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leider verstorben<br><img src="http://www.flugzeug
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Es gibt keine wirklich bestätigten Abschüsse. Das Thema hatten wir hier auch schon irgendwo, versuche es mal mit der Suchfunktion.

Die Maschine sollte ursprünglich von frisch ausgebildeten jungen Piloten aus der HJ geflogen werden, es stellte sich aber heraus dass sie sehr schwer zu fliegen war und nur sehr erfahren Piloten mit Ihr zurecht kamen. Oft wird die Bezeichnung "Salamander" verwendet - es scheint aber wohl so zu sein, das in zeitgenössischen Quellen (Flugbücher) nur die Bezeichnung "Spatz" auftaucht, die wohl auch von Heinkel so vergeben wurde. Die Bezeichnung "Salamander" bezieht sich wohl auf das mit diesem Tarnnamen versehene Produktionsprogramm.
 
PeWa

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Zu diesem Thema sei die aktuelle "Jet&Prop" zu empfehlen! Dort wird unter anderem von einem ehemaligen Piloten berichtet! ;)
 
bregenzer

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Vielen Dank! Leider kann ich mir umfangreiche Literatur momentan nicht leisten (Schüler und Führerschein ist keine gute Kombination! :D )
 
Ghostbear

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Tja, das ist natürlich doof. Aber 5,60€ ist ein Maximenu bei McDo, auf das man verzichten kann, um sich die J&P zu kaufen. Ich sammle J&P seit der erste Ausgabe von 1991. Da war ich auch noch Schüler. ;) ;)

Die aktuelle Ausgabe ist unbedingt zu Empfehlen, denn Gerhard Hanf sagt u.a. interessante Dinge über die Flugeigenschaften und kann den Abschuß der Tempest nicht bestätigen, da er nie eine He162 mit den Flächen wackeln gesehen hat, was ja das Zeichen für einen Abschuß war.

Andererseits kann es natürlich sein, dass der Pilot aufgrund der nervösen Flugeigenschaften in Bodennähe keine Mätzchen machen wollte und ganz normal gelandet ist. Das ist jetzt meine Einschätzung.

Gerhard Hanf sagt zur Fluggeschwindigkeit, dass die He162 nicht viel über 600 km/h ging.

In dem Flugzeug Profile Heft über die He162 stand, dass sich nach dem Krieg ein englischer Soldat mit dem Schleudersitz aus einer erbeuteten Maschine rausgeschossen hat....tot! Die Maschine stand nämlich auf dem Boden.
 
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Ein paar Zeitschriften kann ich mir schon noch leisten. ;)

Ich dachte eher an diese 20-30€ Bücher...

Wackelten die Piloten bei der Landung mit den Flügeln oder wie war das?
 
Ghostbear

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Ja, für jeden Abschuß ein Überflug mit wackelnden Tragflächen. Die Engländer haben ne Rolle gemacht, aber das wollte man wohl nicht kopieren.... :FFTeufel: :FFTeufel: :FFTeufel:
 
Hotte

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Stimmt Leute,

das mit dem Abschu? ist nicht geklärt.
Sicher soll aber sein, das die He 162 mit dem JG 1 noch Einsätze geflogen hat.
Das tollste an der Maschine ist wohl, in welch kurzen Zeit sie erdacht, geplant und in Serie ging. Die Maschine soll aber bei weitem nicht ausgereift gewesen sein. Den Bericht von Gerhard Hanf habe ich auch gelesen :?!
Kann mir das aber kaum vorstellen. Die He 162 wurden von USAAF, RAF und auch den Russen nachgeflogen. Über die brit. Versuche habe ich mal was gelesen, und da wurde die V max mit über 800 km/h angegeben. Kann mir nicht vorstellen das der Vogel nur knapp über 600 kam. Vielleicht ein Druckfehler, kommt öfters vor bei Jet & Prop.

Das die HJ für diesen Vogel gedacht war ist auch Richtig,
daher ja der Name "Volksjäger"

Hotte
 
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Das mit dem Überflug kapier ich noch nicht ganz. Was brachte das? Wenn er fünf Minuten später eh landete konnte er es ja ganz einfach erzählen. Oder war die Quote an erfolgreichen Landungen zu gering? :FFTeufel:

Das mit den 600 km/h ist vielleicht auf Konstruktionsmängel, bzw. schlampige Verarbeitung zurückzuführen.

Habe die Alliierten diese Maschinen eigentlich einfach so nachgeflogen, oder führten sie erst Umrüstungen vor für höhere Sicherheit durch? Das war doch gefährlich, schließlich wussten die doch nicht so genau, wie sie mit den Triebwerken umgehen mussten usw...

Und da setzte man wirklich 16-jährige der HJ rein? Die waren mit dieser schwer zu fliegenden Maschine doch hoffnungslos überfordert. Wie sah deren Ausbildung aus? Das war doch eine elende Verschwendung von Mensch und Maschine.

Wurden die Maschinen eigentlich nur in Hinterbrühl gefertigt?

Werde mir morgen mal die aktuelle Ausgabe von Jet & Prop besorgen. ;)
 
Hotte

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Das mit dem Überflug und dabei mit den Flächen wackeln war bei der Luft waffe ein Ritual. Dadurch wurde halt schon vor der Landung das Signal zum "Feiern" gegeben.

Das mit Konstruktionsmängel, bzw. schlampige Verarbeitung kann logo auch sein. Montags - Flieger gab es immer mal,
wie heute ein Montags - Auto :FFTeufel:
Aber das wäre sicher in Jet & Prop auch so geschrieben worden,
wenn das der Fall bei Gerhard Hanf gewessen wäre.

Zumindest die RAF ließ ihre Beutemaschinen, nach Möglichkeit immer von dt. Warten betreuen und holte sich auch Tipps bei dt. Piloten.
Aber so weit ich weiß kam es zu einigen Unfällen mit He 162 und auch Me 163 bei der RAF.

Ja gedacht wa die He 162 für die Hj :(
Aber soweit kam es zum Glüch nicht mehr :)
Das JG 1 war die erste Einheit die den neuen Jäger bekam.
Später sollte von dieser Einheit dann Schulungen durchgeführt werden,
bei den dann auch die Flieger HJ teilgenommen hätte.
Der Volksjäger war aber eine Maschine die ihre Macken hatte.
Schön zu lesen auch in den Rodeike Bänden JG 1 / JG 11.
Die Heinkel war sicher nur was für erfahrene Piloten, die die Maschine auch zu nutzen und zu beherrschen wußten.

Hotte
 
Baron von Wien

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Die He 162 Spatz wurden in Wien Schwechat (Heinkel Werke Süd), in der Hinterbrühl (Werk Languste), in Rostock, Bernburg, Nordhausen und Oranienburg gefertigt. Die genauen Zahlen wieviele Maschinen in den jeweiligen Werken produziert wurden ist mir jedoch nicht bekannt!

Die Prototypen der He 162 wurden jedenfalls in Wien Schwechat getestet.

Ich interessiere mich im Moment auch sehr für die He 162. Arbeite zwar nicht an einem Modell, aber an einem neuen Farbprofil.

Tschüss, Simon
 
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hallo,

ich denke das "flügelwackel" ritual stammte noch aus den besseren tagen der luftwaffe. gegen kriegsende war die deutsche luftüberlegenheit dahin und treibstoff wenn überhaupt noch etwas verfügbar war sehr knapp (jedenfalls an den meisten stellen). bei der damaligen lebensdauer der strahltriebwerke tickte während des betriebes ja ständig die uhr :FFEEK: . könnte mir also denken dass viele piloten froh waren nach einem einsatz so schnell wie möglich wieder unten zu sein und nicht noch überflüge nach einem abschuss geflogen sind.

gruss,
florian
 
Ghostbear

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Hotte schrieb:
bzw. schlampige Verarbeitung kann logo auch sein. Montags - Flieger gab es immer mal,
wie heute ein Montags - Auto
Die Maschinen wurden zum Großteil von ungelernten Zwangsarbeitern gebaut und dazu noch unter menschenverachtenden Umständen. Ich denke, dass die meisten Flieger deshalb "Montagsflieger" waren. Bei Steuerflächen kann schon eine Fertigungsabweichung von ein paar Millimetern katastrophale Folgen haben.

Ein Beispiel ist die schlechte Montage der Querruder bei dem Me262 Nachbau. Ab einer gewissen Geschwndigkeit in einem höheren Geschwindigkeitsbereich war die Rollkontrolle um die Längsachse stark eingeschränkt und nur mit hohem Kraftaufwand zu bewerkstelligen. Das kann man in irgendeiner Flieger Revue nachlesen.
 
Wolfgang Henrich

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Der Aussage dass es keine Abschüße gegeben hat, weil keiner mit den Flächen gewackelt hat, stehe ich auch eher skeptisch gegenüber. Ich sehe es auch wie Florian, dass man zu de rZeit andere Sorgen hatte als flügelwackelnd über den Platz zu donnern. Tatsache ist dass es bisher keine bestätigten Abschüsse gibt. Was die Flugleistungen angeht, so gibt es auch deutlich andere Aussagen. Zu empfehlen ist da das Buch von Eric Brown, einem englischen Testpiloten, der die He 162 nach dem Krieg mehrfach flog. Nach seiner Aussage erforderte die He 162 einen guten Piloten, war dafür aber auch prinzipielle ein wirklich gutes Flugzeug. Sein Urteil über die Maschine ist geradzu überschwenglich.
Bei der RAF kam es zu einem Unfall mit der He 162 durch einen Pilotenfehler. Mit der Me 163 kam es zu keinen Ünfallen, da diese Maschine nicht schraf geflogen wurde sondern nur im Segelflug erprobt wurde. Allerdings kam es dabei wohl zu der einen oder anderen harten Landung.

Das mit der schnellen Entwicklung muss man auch ein wenig differenzierter sehen. Natürlich ist die Maschine schnell gebaut worden, aber Heinkel hatte auch seinerzeit mit einem fast fertigen Profekt an der Ausschreibung teilgenommen. Das heißt es wurde schon viel im Vorfeld gemacht.
 
bregenzer

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Das müsste jedenfalls ein sehr Interessanter Abschuss gewesen sein, wenn die wirklich ne Tempest erwischt hat... :FFEEK:

Die hatte doch auch diese "demoralisierenden" 30mm Kanonen der Me-262, oder?

Wozu dienten eigentlich diese roten Pfeile auf dem Bug? Um den unerfahrenen HJ-Jungen klar zu machen wo vorne war? :rolleyes:

Was die Lebensdauer der Triebwerke anging, lag die soweit ich weiß bei ca. 25 Stunden und wenn der Pilot den Schubhebel mal zu temperamentvoll nach vorne schob, konnte es angeblich passieren das ihm das Triebwerk um die Ohren flog, was bei der Lage des Triebwerks direkt über dem Rumpf und wahrscheinlich auch den Tanks eher schlechte Auswirkungen gehabt hätte... :FFEEK:

Welche Teile waren denn nun aus Holz? Da ich plane das Revell Modell zu bauen wäre das wegen der Alterung gut zu wissen. Soweit ich in Hinterbrühl sah, waren die Tragflächen aus Holz?!
 
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Wolfgang Henrich schrieb:
Der Aussage dass es keine Abschüße gegeben hat, weil keiner mit den Flächen gewackelt hat, stehe ich auch eher skeptisch gegenüber.
Hallo allerseits,

1945 wurden die Jet Flugplätze während des Starts und der Landung der Turbo’s immer durch eine Gruppe Propellerjäger geschützt. Ständig waren in diesen Gebieten Horden von Mustang, Thunderbolt, Spitfire, Typhoon und Tempest unterwegs um die Jet’s während der kritischen Phase der Landung zu erwischen.

Unter diesem massiven Druck und dieser tödlichen Bedrohung kommt doch kein Pilot einer He 162 auf die lebensmüde Idee einen Abschuß durch eine muntere Siegesrolle oder eine lustiges Wackeln über dem eigenen Platz anzuzeigen.
Groteske Vorstellung : Ein Pilot kommt (im Mai 1945 !!!) in Feierstimmung von einem Einsatz zurück wackelt über dem eigenem Platz munter herum während die deckenden Propellerjäger gerade von einer Abteilung P 51 zur Sau gemacht werden, dazu die eigene 2 cm Flugplatz Flak die, mit allem was die Rohre hergeben, dazwischen hält und die Warte und das Bodenpersonal schwenken noch jubelnd die Mützen?

Absurd.

Wurden im Mai 1945 überhaupt noch irgend welche Abschüsse ganz offiziell nach dem alten Verfahren anerkannt ? Wer soll denn da für so was noch zuständig gewesen sein ?

Ich denke mit der He 162 wurde noch gekämpft, es kam zu Luftkämpfen und es kam zu Verlusten im Luftkampf. Da ist es doch s e h r wahrscheinlich, dass auch Gegner abgeschossen wurden. Aber wir werden es wohl nie sicher erfahren...


Grüße

Bernhard
 
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