Raketen mit passivem Radar-Zielsuchkopf?

Diskutiere Raketen mit passivem Radar-Zielsuchkopf? im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Hallo Gibt es schon Boden/Luft-Boden (Hyperschall)-Raketen mit passivem Radar-Zielsuchkopf? MfG Nameless
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Hallo

Gibt es schon Boden/Luft-Boden (Hyperschall)-Raketen mit passivem Radar-Zielsuchkopf?

MfG
Nameless
 
Gargelblaster

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Die Hellfire als Luft Boden, aber Hyperschall schafft die nie ;)
Ne HARM hat auch nur nen Suchkopf.

Wie soll ne hyperschall schnelle rakete mit nem passiven Suchkopf funktionieren?
Die brettert mit Mach 5 oder schneller durch die athmosphäre und müsste dann die ganze Zeit durch eine Radaremmission eines Radars gesteuert werden (eher unwahrshcinlich das des klappt)

MfG

GB
 
Nameless

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Nutzen passive Radars nicht auch Fernseh- und Radiorundfunk sowie Mobilfunk?


MfG
Nameless
 
Gargelblaster

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Passive radarsucher schalten endweder auf nen radar auf (HARM) oder das zeil wird durch das bordeigene Radar beleuchtet.
ach du meinst so ein komplett passiv radar.
Sowas ist noch nicht serienmässig und noch recht sperrig und schwer.

MfG

GB
 
Gargelblaster

Gargelblaster

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schon, aber bau des mal in ne rakete ein ;)
Ist noch nen Prototyp.
 

Voyager

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Russland hat da wohl etwas entwickelt:
Das russische bodengestützte Flugabwehrsystem S-400 "Triumf" (NATO: "SA-20")
Die erste Batterie der S-400, welches eine Weiterentwicklung der S-300 darstellt, wird heuer operationell. Das System ist in der Lage ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen bis 3.500km Reichweite sowie Flugzeuge im C4ISR-Spektrum (AWACS, JSTARS, Jammer, etc.) auf große Distanzen (bis 400km) zu bekämpfen.

http://www.airpower.at/news04/0518_passivnaya/index.html
 
Gargelblaster

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Ui, super link!

Echt interessant, nur das ist halt schwierig
Und dass die Herstellerstaaten - wie auch bei den MANPADS - bezüglich einer Proliferation dieser Technologie an "wer-auch-immer-zahlt" keine Bedenken haben, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei.
 
Markus_P

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Nameless schrieb:
Man darf sich das aber jetzt auch nicht so vorstellen, daß dieses System auf einmal eine B-2 auf dem Schirm anzeigen kann, wie eine 747 bei einem konventionellen Radarsystem. Die von Dir angeführten Systeme empfangen m.W. die Reflexionen ohnehin vorhandener elektromagenetischer Wellen (Funk,Radio,Mobilfunk) und können wohl den Anteil heraussuchen, der von bewegten Objekten reflektiert wurde... dahinter stecken ein recht komplizierte Auswertungs-Algorithmen und auch das Personal braucht sicher eine gute Ausbildung. Über die Anwendbarkeit z.B. über der Sahara, wo der Äther relativ "sauber" ist, läßt sich streiten. Daß diese Technologie allerdings in einen Suchkopf paßt, der zudem autonom sein Ziel finden kann, bezweifle ich für absehbare Zeit. Eher vorstellbar wäre ein System, daß einen Flugkörper ferngelenkt in die Nähe des gegnerischen Flugzeuges bringt, um dort z.B. einen hochempfindlichen IR/UV-Suchkopf aufschliessen zu lassen.

B-2 und F-117 waren zu keiner Zeit "unsichtbar" für Radarsysteme, ihre Rückstrahlsignatur ist nur so stark minimiert, daß sie in normalen Radar-Betriebsmodi unterdrückt wird. Wer sein Radar so einstellt, daß jeder Vogel angezeigt würde, sieht zwar vor lauter Echos nichts mehr, aber ein 500kn schneller Vogel würde evtl auffallen :FFTeufel:
 
Nameless

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Markus_P schrieb:
Wer sein Radar so einstellt, daß jeder Vogel angezeigt würde, sieht zwar vor lauter Echos nichts mehr, aber ein 500kn schneller Vogel würde evtl auffallen :FFTeufel:
Das habe ich mir auch schon öfter gedacht.
Haben Radarsysteme denn einen Filter, der alle "Vögel" die z.B. unter 500 km/h fliegen aussiebt?
 
Markus_P

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Das mit dem 500 Knoten Vogel war ein etwas überspitztes Beispiel Das Signal, das eine Radarantenne empfängt, ist erstmal ein Gewirr von Reflexionen, die es zu interpretieren gilt, früher wie heute. Moderne Rechensysteme mit komplexen Algorithmen nehmen dem Radarbediener sicher immer mehr von dieser Arbeit ab bzw bereiten das Signal auf geeignete Weise auf, so daß es leichter ausgewertet werden kann, so werden z.B. Objekte, die ihren Standort nicht ändern, ausgeblendet, Mustererkennungen durchgeführt, um z.B. schnelle, geradlinige Bewegungen zu erkennen, etc. pp.
Früher mußte man sich darauf beschränken, schwache Signale auszublenden, den Rest mußte das geschulte Auge des Auswerters übernehmen.


Zur Passiv-Ortung: Die Stealth-Technologie der 80er/frühen 90er (also B-2/F117) beruht darauf, einen Teil der Radarwellen zu absorbieren, und den Rest vom Sender weg zu reflektieren. Der minimale Teil, der wieder beim Radargerät ankommt, gleicht der Signatur eines Vogels, wird also normalerweise mit dem allgemeinen Rauschen herausgefiltert.

Sind aber Sender und Empfänger einer Radaranlage weit voneinander entfernt, funktioniert dieses "einfache" Stealth-Prinzip nicht mehr, es gibt Bereiche, in denen Stealth Flugzeuge leicht ortbar wären. Allerdings wären derartige Radarkomplexe sehr aufwändig (und angreifbar, da aktives Radar) und bei Kenntnis ihrer Position könnten die kritischen Bereiche auch gemieden werden.

Dieses Grundprinzip wurde nun aufgegriffen, nur nutzt man als Sender die (in Industriestaaten) allgegenwärtigen Emitter elektromagnetischer Wellen und wertet die eingehenden Signale aus, unterdrückt die direkt empfangenen Wellen, etc... auch hier kann man Muster auswerten, Dopplereffekt und Polarisation (ähnlich wie bei Licht, daß von einer Wasseroberfläche reflektiert wurde, die Wellen sind alle gleich ausgerichtet) spielen meines Wissens auch eine Rolle. Alles zusammen ergibt dann mögliche Signale, die z.B. ein Stealth Flugzeug sein können, was z.B. Abfangjäger dann verifizieren müßten
 

Voyager

Guest
Ironie Anfang

Es ist ja auch heute noch so, daß ein Objekt, dass mit Mach 10 oder schneller über den Schirm eines CRC huscht, als Reflexion ausgeblendet wird. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Deswegen haben es die UFOs auch so einfach :FFTeufel:

Ironie Ende
 
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