Verlorene Atombombe

Diskutiere Verlorene Atombombe im US-Streitkräfte Forum im Bereich Einsatz bei; Tagesschau.de vom 12.11.2008: http://www.tagesschau.de/ausland/atomwaffe100.html

Moderatoren: TF-104G
  1. #1 Monitor, 12.11.2008
    Monitor

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  3. Grimmi

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    Naja, das ist ja nicht die einzige A-Bombe die während des Kalten Krieges auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist - in Spanien ist glaube ich mindestens noch eine in einem Sumpfgebiet.

    Und nochmals Spanien - am 17. Januar 1966 sind nach einer Kollission einer B-52 mit ihrem Tankflugzeug 2 Atombomben (andere Quellen reden von H-Bomben) bei Palomares zerplatzt und je eine ganz auf den Boden und eine ins Mittelmeer gefallen (letztere wurde erst 80 Tage nach dem Unglück geborgen).

    Insgesamt werden aus der Zeit des Kalten Krieges noch bis zu 6 Bomben (je nach Quelle) als verschwunden gezählt - nur von den NATO-Staaten.
     
  4. Grimmi

    Grimmi Alien
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  5. Grimmi

    Grimmi Alien
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    Zu den noch vermissten Bomben steht da:

    Ein B-36-Bomber muss nach mechanischen Problemen und dem Abschalten dreier Triebwerke eine 'Dummy-Atombombe' (mit Uran statt Plutonium) aus 2400m Höhe über dem Pazifik abwerfen - der nichtnukleare Teil des Sprengkopfs explodiert beim Aufprall. Es ist nicht bekannt, ob die restliche Bombe jemals geborgen wurde.

    Nach drei versuchten Notlandungen musste eine mit ner Sabre kollidierte B-47 ihre Mk15-Bombe über dem Atlantik abwerfen. Erst 2004 wurde sie vermutlich entdeckt, aber noch nicht geborgen.

    Eine Skyhawk rutschte samt B43-Bombe und Pilot vom Träger Ticonderoga in knapp 5km tiefes Wasser - 300km von Okinawa entfernt

    Ist vom Threaderöffner auf deutsch beschrieben worden
     
  6. #5 Reinhard, 12.11.2008
    Reinhard

    Reinhard Guest

    "Ein B-36-Bomber muss nach mechanischen Problemen und dem Abschalten dreier Triebwerke eine 'Dummy-Atombombe' (mit Uran statt Plutonium) aus 2400m Höhe über dem Pazifik abwerfen - der nichtnukleare Teil des Sprengkopfs explodiert beim Aufprall. Es ist nicht bekannt, ob die restliche Bombe jemals geborgen wurde."

    Wieso ist sowas ein Dummy???
     
  7. DDA

    DDA Alien

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    Ich vermute mal (ich weiß es aber wirklich nicht), die Dummy- Bombe enthält abgereichertes Uran statt des Plutoniums, damit das Gewicht ähnlich ist. Ansonsten hat man das Problem, auf das Volumen des Bombenkörpers eine ähnliche Masse zu bekommen (Dichte Uran 19.16 g/cm³ Pu 19.816 g/cm³ im Vergleich dazu Blei 11.34 g/cm³). Wozu dann allerdings Sprengstoff darin sein soll....

    Axel
     
  8. #7 Reinhard, 12.11.2008
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Das mit dem Gewicht leuchtet mir ja ein.Aber für ein Atomwaffen-Dummy braucht man ja eigentlich nicht so genaue ballistische Eigenschaften wie beim Original.
    Ich vermute,das Ding ist nicht explodiert,sondern beim Aufprall am Boden auseindergefallen und das Uran wurde in der Gegend verstreut.
    Das wäre aber auch irgendwie ein hirnrissiger,gefährlicher Konstruktionsfehler.
     
  9. #8 pok, 12.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2008
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    Es war wohl ein abwerfbarer Dummy, der, wenn man den Anspruch hat sein Ziel exakt zu treffen natürlich auch die gleichen aerodynamischen und ballistischen Eigenschaften haben muss. Der konventionelle Sprengstoff hilft den Einschlag durch Blitz und Rauchentwicklung zu kontrollierten. Die Verteilung von Uran im Zielgebiet ist aus heutiger Sicht "politisch incorrect" aber nicht gefährlich oder bedenklich.
    Die Boeing 707 und soweit ich weiß auch die Boeing 747 hat Urangewichte in den Tragflächen. Bei katastrophalen Unfällen werden auch diese in der Umwelt verteilt. Ich denke die Druck- und Wärmeentwicklung bei solchen Zwischenfällen sind um mehrere Groessenordungen gefaehrlicher als das Schwermetall.
     
  10. #9 Schorsch, 23.11.2008
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    Wenn nach etwa 40 Jahren von 200 Überlebenden eine Reihe an Krebs erkranken, dass ist das statistisch die absolute Normalität. Eine Verseuchung mit Plutonium würde zu charakteristischen Krebsarten führen.

    Der Artikel enthält daneben einiger Fehler, gut, dass ist bei solchen Sachverhalten ja die Regel.

    Eine nukleare Waffe am Boden des Meeres irgendwo im Nirgendwo ist so gefährlich wie ein Stein. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein anderes Land diese versucht zu bergen geht gegen null. Und 1968 gab es glaub ich wenig, was die Großmächte voneinander lernen konnten in Punkto Waffenbau. Andere Dinge hingegen waren interessant, und da wurden ja atemberaubende Summen investiert (siehe versuchte Bergung von K-129).
     
  11. EDCG

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    Das 'erst' passt in diesem Zusammenhang nicht so richtig. Das war
    mit den Mitteln der damaligen Zeit schon eine beachtliche technische
    Leistung einen so kleinen Gegenstand wie die Bombe im ca. 800m tiefen
    Meer zu lokalisieren und zu bergen.


    Diese Summen standen in keinem vernünftigen Verhältnis zum
    möglichen Gewinn an Erkenntnis. In dem Buch 'Jagd unter Wasser'
    von Sonntag und Drew heisst es zum 'Projekt Jennifer':
    '... dass die CIA nach einem Projekt suchte, das Hunderte Millionen
    Dollar zu Hughes schleusen würde, um Nixons hohe politische Schulden
    zu begleichen.'
    Die Glomar Explorer wurde ja auf Howard Hughes Werft gebaut.
    Von Seiten der Marine bestand wohl nur die Absicht einige Geräte
    und die Sprengköpfe zu bergen. Keinesfalls das gesamte (völlig
    veraltete und daher uninteressante) Boot.
     
  12. #11 Schorsch, 05.12.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.11.2016
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    Ich bin bei solchen Büchern immer etwas skeptisch, da die Quellen teilweise ihre eigene Agenda haben. Projekt Jennifer war sicherlich nicht wirklich kosteneffektiv, allerdings kann man das für viele Projekte des CIA behaupten. Hätte man geschafft, K-129 komplett aus dem Ozean zu heben, hätte man allerdings in der Tat wertvolle Erkenntnisse über Raketentechnik und Bombentechnik bekommen, wahrscheinlich vor allem, dass die Sowjets in vielen Dingen weit weit hinten lagen (speziell die Kombination von R-11 (=SCUD-A) mit übergroßer Nutzlast [sowjetische Wasserstoffbombe] und dem lausigen Golf-II U-Boot). 1968 hatten die aber glaub ich schon bessere Raketen.

    Richtig ist weiterhin, dass praktisch alles in K-129 bereits am Tage seiner Versenkung veraltet war. Eigentlich waren die Dinger Schrott in Serie produziert, wenn man sie gegen das hält, was zur gleichen Zeit von US Werften hergestellt wurde (wo richtige SSBN mit richtigen SLBM ab Anfang der 60er im Dienst waren). Aber das wusste die US Marine wahrscheinlich gar nicht, man nahm ja Ende der 50er und Anfang der 60er die Stärke der sowjetischen nuklearen Streitkräfte eh viel größer an als die tatsächlich waren (Stichwort: bomber gap, missile gap).
     
  13. styx69

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  14. #13 Unwissend, 06.11.2016
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    Verlorene Atombomben

    Nach Schätzungen von Greenpeace gingen etwa 50 Atombomben im kalten Krieg verloren.
    Elf A/H Bomben vermissen die USA heute noch offiziell.

    Grüße Frank
     
  15. #14 atlantic, 11.11.2016
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    Bomber Lücke oder Raketen Lücke.......
    Das Militär wusste bestimmt ganz genau über ihren Gegner und seine Möglichkeiten bescheid, nur wie soll man seinem volk sonst erklären das man mal wieder das neueste und teuerste kaufen will was die Industrie gerade auf Wunsch des Militärs gebaut hat.

    ist doch heute noch so............
    will ich aufrüsten, so erfinde ich einfach, das mein potenzieller Gegner weit weit bessere Waffentechnik hat als ich.:wink:
    ( oder alternativ hat er Chemiewaffen.......... :TD:
     
    Mirka73 gefällt das.
  16. #15 lowdeepandhard, 12.11.2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.11.2016
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    Ach je ach je. Mal die "Lügenpresse-Wir sind das Volk-Die da oben"-Brille abnehmen und bedenken, wie weit a) die damalige Aufklärungstechnik und -organisation und b) dementsprechend der Einblick in die damaligen sowjetischen Rüstungsprogramme überhaupt möglich war.

    Da war sicher einiges an Panikmache dabei, vorrangig aber eben deswegen, weil man nicht so genau wusste, was hinter dem Eisernen Vorhang eigentlich genau los war. Siehe auch der MiG-25-scare Ende der 60er. Da braucht man nicht irgendwelche Verschwörungstheorien auszupacken.
     
  17. #16 Lockheed, 12.11.2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.11.2016
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    Was gerne ignoriert wird ist die Tatsache das im sogenannten kalten Krieg besonders in den 50ern - 70ern nicht wenige Leute in den Streitkräften der USA am liebsten einen Erstschlag geführt hätten .... wenn man sie gelassen hätte.
    Das ging soweit das die Provokationen u.a. der Air Force fast den III. Weltkrieg ausgelöst hatten .... Es ist vor allem wohl Glück das dies nicht passiert ist.

    Diese Hardliner haben natürlich auch die entsprechende Propaganda mit verbreitet. Spätestens nach dem die USA die "Dicoverer" Stelliten des Keyhole Programs im Einsatz hatten wußte man schon recht genau was tatsächlich Sache ist.
    Davon hat man dann als Unbeteiligter 30 Jahre später erfahren .....
     
  18. Henry

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    ... das ist aber kein US-Problem , das gab es auch bei den Russen ..... und die konnten wesentlich leichter spionieren ..
    Nur da wirst du es nie erfahren ...

    Henry
     
  19. #18 ColdWar, 12.11.2016
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  21. #19 Michael aus G., 12.11.2016
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    leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
    Noch nie was von Gary Powers gehört ?! :wink:
     
  22. #20 lowdeepandhard, 12.11.2016
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    Und was hat der mit denen zu tun, die da so bedeutungsschwanger angeblich den Dritten Weltkrieg wollten?

    Gary Powers war letztlich, etwas überspitzt ausgedrückt, das Gegenstück zum sowjetischen Agenten, der sich im Laden ein paar Zeitungen kaufte oder mal in einer West-Liegenschaft einen Tag der offenen Tür besuchte.
     
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