Vought F6U Pirate – Pavla 1:72

Diskutiere Vought F6U Pirate – Pavla 1:72 im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Dieses Teil hat es mir angetan, als ich den Artikel von Wolfgang Mühlbauer in Flugzeug Classic [1] gelesen habe. Projektiert wurde dieser Typ...
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Alien
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Dieses Teil hat es mir angetan, als ich den Artikel von Wolfgang Mühlbauer in Flugzeug Classic [1] gelesen habe. Projektiert wurde dieser Typ schon 1944 als erster trägergestützter Jäger der US Navy mit Strahlantrieb. Um die nach dem Erstflug (2. Oktober 1946) festgestellte unzureichende Leistung zu steigern, wurde im November 1947 erstmalig ein Nachbrenner eingesetzt. Positiv hervorzuheben ist noch die besondere Beplankung mit Aluminium-Balsa- bzw. Glasfaser-Balsa-Verbundplatten, ein weiteres technologisches Novum seiner Zeit.

Außer den drei Prototypen, die mehrfach modifiziert werden mussten, wurden 30 Serienmaschinen bestellt und gebaut. Diese wurden aber nie bei der Navy eingesetzt, da ihre Entwicklung und Herstellung bis 1950 gedauert hatte, dass sie technisch überholt waren. Einige Maschinen wurden als Versuchsflugzeuge eingesetzt; der Rest, kaum geflogen, direkt verschrottet.

Für mich trotzdem ein interessantes Vorbild für einen frühen Jet.

Referenzen
  1. Wolfgang Mühlbauer: Glückloser Freibeuter, Flugzeug Classic, August 2022
  2. Richard Koehnen: Chance Vought F6U Pirate, Naval Fighters No. 09, Steve Ginter books, 1983
  3. Vought F6U Pirate - Wikipedia
 
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Alien
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Bausatz
Laut scalemates.com gibt es von fünf Herstellern 1:72-Bausätze für die Vought Pirate. Kaufen konnte ich den von Pavla.

Vom ersten Eindruck her, hat man sich Mühe gegeben, und eine ausführliche, mehrseitige Anleitung produziert (bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt).

 
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Alien
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Die Decals sind überwiegend weiß. Bei den feinen Stencils (z.B. J, S, T, U, V auf dem Bogen) scheint man es sich aber einfach gemacht zu haben, denn dort erkenne ich nur weiße Rechtecke anstelle von Schriftzeichen.



Sehr zarte Gravuren zieren die glatten Oberflächen!



Für die Klappen kommt mir das etwas zu zurückhaltend vor. Nachgravieren sollte sich aber machen lassen.



Wie nicht anders zu erwarten: Flash everywhere

 
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Begonnen wird mit dem Sitz, was ätzend werden könnte.



Und den Seitenkonsolen, für die es noch Polystyrol-Teile zum drunter kleben gibt.



Abgesehen davon, dass das alles für meine Begriffe viel zu fitzelig und daher kaum hantierbar ist, zeigt eine Passprobe im Rumpf, dass man den Sitz samt Metallrückwand gar nicht in den Rumpf bekommt. Vermutlich hat man vergessen, dass die seitlichen Lappen an Teil M8 nach hinten umgeklappt werden sollten, um den Sitz schräg zu stellen und seitlich festzukleben. Außerdem ist die ganze Baugruppe 1 viel zu lang (auch im Vergleich zum gezeichneten Sollzustand in der Anleitung).
 
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Mir bleibt nichts anderes übrig, als zur Schere zu greifen, und unter dem Sitz alles abzuschneiden, was man eh nicht sieht. Das geht natürlich nicht ohne Bruch und die entsprechenden Kommentare meinerseits. Nach Beruhigung des Bauherrn fällt auf, dass es dem Blechsitz an Fleisch fehlt. Zum Glück gibt es das Polystyrol-Teil mit der Nr. 6, das als Sitz gedacht war, bevor es die Ätzteile gab. Wenn ich das zu Recht feile, müsste es als Kopf- und Sitzpolster durchgehen.



In etwa so. Da fehlen bloß noch die Sitzgurte.



Nicht vergessen darf man Bleiballast im Bug. Ein fünf-Gramm-Klötzchen vom Reifenhändler findet in drei Teile zerlegt, bequem Platz.

 
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Das Problem bei vielen Ätzteilen ist, dass der Ersteller oft die megadicken Rumpfwände nicht berücksichtigt, deshalb muss ich auch oft die Wände vorher viel dünner schleifen, dann geht's meistens sehr gut.......Viel Glück mit deiner F6U Pirate...!:thumbup:
 
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Eine weitere Katastrophe zeichnet sich am Lufteinlauf ab, obwohl der Bausatz hier Polystyrol- und Ätzteile zum Verschließen vorsieht.



Hier die „besondere Qualität“ von Seiten- und Höhenleitwerk, die entlang des gravierten Striches noch irgendwie zusammenfinden sollten.



Da die Rumpfwände sehr dünn sind und nicht einfach so zueinander finden, habe ich ihnen Laschen gegönnt. Am Heck gab‘s eine Kreisscheibe aus 1mm PS, weil es mir zu mutig erschien, da einfach das Ätzteil mit der Nr. 35 direkt einkleben zu wollen.



Das Instrumentenbrett nach Behandlung der Folienrückseite mit weißer Farbe und Trockenmalen der geätzten Vorderseite.

 
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Aber das Loch im Rumpf ist zu schmal für alles was ich dafür bisher vorbereitet habe. Ich brauche nicht nur mehr Platz an den Seiten sondern auch weniger vom Sitz. (Wenn sich der Spritzgussrumpf an die drunter liegende Zeichnung halten würde, dann würde es wohl passen.)






 
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Alles an der Seite raus und ein Klötzchen in die Mitte, um den Rest des Sitzes zu halten.



dann habe ich nur das Notwendigste im seitlich offenen Rumpf, von hinten nach vorne platzsparend eingebaut



Inzwischen habe ich nachgemessen: Der Bausatzrumpf ist um 2,5 mm schlanker als in der Zeichnung. Blöd, wenn Formenbauer und Ätzteilkonstrukteure andere Datensätze verwenden. Komischerweise passte das Instrumentenbrett in der Breite ohne Amputation.



Dann schließen wir den ersten Akt des Dramas und machen ein Seilpferd, damit ein möglicher Pilot schon mal Turnübungen machen kann.

 
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Es heißt, eine Hochzeit sollte gut vorbereitet werden. In diesen Schlitz soll die Unterseite des Flügels. Der kann aber dann bloß vorne und hinten mit dem Rumpf verklebt werden. Außerdem sind die Wandstärken von Rumpf und Einsatz unterschiedlich. Also bereite ich zwei Stützen vor, damit mir der Flügel nicht ins Loch „fällt“.



Die Idee dahinter ist die, den Triebwerkseinlauf ohne die Oberseite des Flügels einbauen zu können. Mangels Referenzpunkten braucht man dafür die Rumpfseiten.

 
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Innen am Rumpf gibt es die Ätzteile 28 und 29 für die Grenzschichtzäune.



Die passen nicht so ganz toll. Was aber vor allem fehlt, das ist eine strömungsgünstige Ausrundung aller Ecken und Kanten, wie man sie am einzigen Relikt der Maschine in Pensacola, FL beobachten kann: IPMS Nederland - Walk around - Vought F6U Pirate. Das könnte mit Flüssigspachtel final gelingen?



Aber ein paar Spalte sind vorher noch zu verschließen.

 
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Gefällt mir sehr gut, was Du da machst. In gerade diesem Bereich hatte ich mir nicht so viel Mühe gemacht, als ich den Pavla Kit mit seinen ätzend winzigen Ätzteilen 2012 gebaut habe. Da habe ich festgestellt:
Der Haubenmechanismus fehlt bei Pavla völlig, überhaupt ist diese Kontur nicht wirklich getreu dem Original. Es gab aber auch keine vernünftigen Bilder von dieser Partie - das ist heute sicher besser. Da man aber durch die Haube da gut hinschauen kann,sollte ein Mechanismus da rein: irgendeinen Zylinder wird es schon gegeben haben. Dazu steht in den Quellen, dass in dieser Gegend auch Komponenten der Klimaanlage eingebaut waren...
Es gibt also noch viel zu tun!
Und ich wünsche Dir, daß Du die Decals retten kannst: die hatten bei mir einen Hang sich explosionsartig auf dem wassr zu verteilen.

Guten Erfolg - ein toller Flieger, so wirklich anders und wohl auch kaum mehr als mx ca. 20h je Exemplar geflogen....
 
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Decalretter vorsorglich drauf ist schon "gebucht"!

Cockpitdetails sind in [2] zu er-kennen/-ahnen
 
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Für den Fall, dass ich nochmals eine tiefgezogene Haube brauche, gieße ich einen Stempel für eine mögliche „Sicherungskopie“.



Da das Fahrwerk laut Zeichnung in [2] zwischen zwei Holmen aufgehängt ist, schließe ich den Fahrwerksschacht nach vorne und hinten auch noch entsprechend ab. Der Raum in Richtung Rumpf liegt hinter den verschlossenen Klappen für die Räder und wurde deshalb vorsorglich schwarz gemalt.



Dann kommt „der Deckel drauf“.

 
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So langsam wird es Zeit, dass hier mal wieder etwas geht.
Das Verschließen der Spalte am Leitwerk mit Wachs ist noch die einfachste Übung. Hat aber trotzdem Wochen gedauert, bis ich Zeit dafür fand.



Gunze Mr Surfacer 800 als Flüssigspachtel in den Triebwerkeinläufen verlangt nach ein paar Tagen Trockenzeit noch nach Nacharbeit, aber die Ausgangsidee, damit die Innenecken auszurunden, wird im Prinzip erfüllt.

 
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Mit z.B. Magic Sculp wäre das ohne Nacharbeit auch möglich gewesen....
 
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