24.06.2019 zwei Eurofighter in MV kollidiert und abgestürzt

Diskutiere 24.06.2019 zwei Eurofighter in MV kollidiert und abgestürzt im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Was für eine Bordkamera? Was für Bilder in Echtzeit? Und wo sollen diese Bilder in Echtzeit vorliegen?

Talon4Henk

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Ein Unterstützung aus der Luft, kann auch bedeuten, dass man zusätzlich mit der Bordkamera die Sachlage zum Zwecke der Unfall-Klärung dokumentiert. Wovon ich aus gehe, dass man die Bilder im Fliegerhorst in Echtzeit sehen kann, und auch Aufzeichnet.
Was für eine Bordkamera? Was für Bilder in Echtzeit? Und wo sollen diese Bilder in Echtzeit vorliegen?
 

78587?

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Was für eine Bordkamera? Was für Bilder in Echtzeit? Und wo sollen diese Bilder in Echtzeit vorliegen?
Wie was ? keine Aufzeichnung bei einer Schulung/Übung um das später auswerten zu können ?
Video-Übertragung hat doch heute jedes Dröhnchen für den Hausgebrauch.

Ist dem wirklich so, dann überrascht mich das ?


.
 
amsi

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Natürlich gibt es eine Bordkamera.
Da wird aber nix in Echtzeit übertragen.
 

Talon4Henk

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Wie was ? keine Aufzeichnung bei einer Schulung/Übung um das später auswerten zu können ?
Video-Übertragung hat doch heute jedes Dröhnchen für den Hausgebrauch.
Es gibt eine HUD Kamera, damit wird hinterher auch die Ausbildung unterstützt, die schaut aber wie der Name bereits andeutet durch die HUD, also nach vorne. Wenn ich damit also die Fallschirme aufnehmen möchte muss ich meine Nase und damit meinen Vektor auf diese richten, wohl eher nicht zielführend.
Und nein, es gibt keine Echtzeitdatenübertragung, was dies allein für die Luftfahrzeuge an Frequenzmanagement nötig machen würde stellst Du Dir wohl etwas zu einfach vor, auch die Menge an Daten die da anfällt.
 
amsi

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Ist das denn nicht so wie bei der Formel 1?:smiley_wall:

Manche sollten sich echt mal aus ihrer Computer/Videospielewelt verabschieden und sich eine sinnvolle Beschäftigung suchen.
Sorry, wollte eigentlich keine Härte rein bringen.
Talon4Henk hat es richtig beschrieben (und ausführlicher als ich). Danke dafür.
 

78587?

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Es gibt eine HUD Kamera, damit wird hinterher auch die Ausbildung unterstützt, die schaut aber wie der Name bereits andeutet durch die HUD, also nach vorne. Wenn ich damit also die Fallschirme aufnehmen möchte muss ich meine Nase und damit meinen Vektor auf diese richten, wohl eher nicht zielführend.
Und nein, es gibt keine Echtzeitdatenübertragung, was dies allein für die Luftfahrzeuge an Frequenzmanagement nötig machen würde stellst Du Dir wohl etwas zu einfach vor, auch die Menge an Daten die da anfällt.
Dank für die Antwort
Ich denke das kennst du dann noch nicht:

War jetzt der Meinung, dass wenn "Airbus" das öffentlich zeigt, so ein ähnliches System schon eingebaut ist, bzw als Option zum Nachrüsten anbietet.

.
 
amsi

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Space Cadet
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Das ist ein Filmchen das durch die ALA 11 erstellt wurde mit einer nicht Bordeigenen Kamera. GoPro oder so etwas.
 
AMeyer76

AMeyer76

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Laage
Das sind 3D 360 Grad Video Filme. Dabei werden GoPro Kameras an der Decke der Kabinenhaube montiert und ein 3D Film erstellt. Mit Hilfe einer VR Brille kann man dann den Flug mitverfolgen. In Laage im zivilen Terminal gibt es vom Geschwader eine Ausstellung. Dort kann man das mal ausprobieren. Ist ziemlich cool.
Hat daher nichts mit dem Eurofighter zu tun und die Einrichtung dürfte dem Piloten normalerweise nerven, glaube ich.
 
AE

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Der Schirm kann einen nicht unter Wasser ziehen.
Warum nicht? In meiner Sprungausbildung konnte der das sehr gut. Das Verhalten bei Wasserlandungen wurde trainiert. Vor dem Eintauchen vom Schirm samt Gutzeug lösen und im Freien Fall die letzten Meter ins Wasser ...


Jetzt als löschwütiger Mod der an allem Elend der Welt schuld ist.:
Bitte keine lustigen Smileys und bei diesem traurigen Ereignis etwas weniger Schärfe in der Debatte. Dass hier Laien mit äußerstem Engagement zu Werke gehen, müssen die Fachleute leider aushalten; so leid mir das auch tut. Ob die die gar keine Ahnung haben sich etwas zurückhalten könnten und eventuell nur Fragen stellen? Naja, Wünsche darf man noch haben?
 
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Chopper80

Chopper80

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Warum nicht? In meiner Sprungausbildung konnte der das sehr gut. Das Verhalten bei Wasserlandungen wurde trainiert. Vor dem Eintauchen vom Schirm samt Gutzeug lösen und im Freien Fall die letzten Meter ins Wasser ...
Beim Seasurvival wurde nur von der Gefahr erzählt, bei Wind durchs Wasser gezogen zu werden. Daher schnell auf den Rücken drehen, Beine spreizen und so schnell wie möglich die Kappe abtrennen. Das wurde in der Halle kräftig am "Schlepplift" geübt und dann beim Open Sea exerziert. Das meinte sicherlich @Talon4Henk auch. Der Schirm als solches geht ja nicht unter und zieht einen gen Meeresgrund.

C80
 
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Beim Seasurvival wurde nur von der Gefahr erzählt, bei Wind durchs Wasser gezogen zu werden. Daher schnell auf den Rücken drehen, Beine spreizen und so schnell wie möglich die Kappe abtrennen. Das wurde in der Halle kräftig am "Schlepplift" geübt und dann beim Open Sea exerziert. Das meinte sicherlich @Talon4Henk auch. Der Schirm als solches geht ja nicht unter und zieht einen gen Meeresgrund.

C80

Genau so üben wir es heute auch noch. Trennung vom Gurtzeug erst im Wasser.

Wenn der Flieger ins Meer stürzt
 

Talon4Henk

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Ganz einfach, da das Schirmmaterial weniger Dichte als Wasser hat schwimmt es oben und zieht einen nicht nach unten, und das Wasser was in den Schirmstoff eindringt hat dieselbe Dichte wie das umgebende Wasser, macht den Schirm also im Verhältnis zum Wasser nicht schwerer.
 
AE

AE

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Also wird heute anderes Schirmmaterial verwendet als zu meiner Dienstzeit. Der schlimmste Fall war, wenn die Kappe direkt über einen landete und einen komplett abdeckte -> Ausbildung: Abtauchen und vom Schirm wegschimmen.
Danke
 

Talon4Henk

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Also wird heute anderes Schirmmaterial verwendet als zu meiner Dienstzeit. Der schlimmste Fall war, wenn die Kappe direkt über einen landete und einen komplett abdeckte -> Ausbildung: Abtauchen und vom Schirm wegschimmen.
Danke
Ausbildung zu meiner Dienstzeit: toten Mann machen, nicht mit den Beinen schlagen, eine Schirmschnur suchen und an dieser ziehen und damit den Schirm über sich drüber wegziehen, da mit sich durch Schwimmbewegungen in den Schnüren verheddert.
 
MiGCap

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Also wird heute anderes Schirmmaterial verwendet als zu meiner Dienstzeit. Der schlimmste Fall war, wenn die Kappe direkt über einen landete und einen komplett abdeckte -> Ausbildung: Abtauchen und vom Schirm wegschimmen.
Danke

Wir üben beim Sea Survival, uns unter dem aufschwimmenden Schirm entlangzuhangeln bzw. ihn über sich hinwegzuziehen, um unter der Kappe hervorzukommen. Immer schön an den Leinen entlang bis zur Mitte und von da aus zum Rand, um nicht im Kreis zu schwimmen. Beine ruhig halten, um sich nicht zu verheddern.

Edit: Talon4Henk war schneller.
 

macfly

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Der Schirm kann einen nicht unter Wasser ziehen.
Ich habe das lediglich aus dem o.g. Spiegel-Artikel der damaligen Zeit zitiert. Dort ist das ganze allerdings verkürzt wiedergegeben. Wer es ganz genau wissen möchte: ausführlich wurde der Unfall damals im Verteidigungsausschuss des Bundestags behandelt. Der Bericht des Ausschusses ist heute öffentlich einsehbar:
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/05/014/0501438.pdf

Dort steht genauer, wie das gemeint war - und wie der Schirm den Piloten "unter die Wasseroberfläche drückte" (Seite 8 des Berichts):

"Nach dem Eintauchen ist der Pilot dann bei einer herrschenden mittleren Windgeschwindigkeit von 16 kn und bei einer Wellenhöhe von mindestens einem Meter vom aufgeblähten Fallschirm durch das Wasser gezogen worden, wobei der ausgerissene, aber aufgeblasene Schwimmwestenkragen das Gesicht und den Körper noch zusätzlich unter die Wasseroberfläche drückte.
...
Die Auffassung des Ausschusses, daß Oberleutnant Arndt handlungsfähig auf die Wasseroberfläche aufgekommen ist, wird insbesondere noch durch das pathologisch-anatomische Gutachten von Oberfeldarzt Professor Dr. med. Krefft gestützt...
"
 

Talon4Henk

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Aha, so ergibt das ganze Sinn. Solche Unfälle sorgten dann z.B. dafür, dass genau dieses Szenario im Überleben See geübt wird.
 
Chopper80

Chopper80

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Also wird heute anderes Schirmmaterial verwendet als zu meiner Dienstzeit.
Ich weiss zwar nicht wann Deine Dienstzeit war, aber mein erstes Seasurvival habe ich vor 40 Jahren gemacht und da wurde es genauso gemacht wie von @MiGCap und @Talon4Henk beschrieben. Nur das Zusammenbinden von Arm und Bein kannte ich noch nicht...

C80
 

edge

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Ausbildung zu meiner Dienstzeit: toten Mann machen, nicht mit den Beinen schlagen, eine Schirmschnur suchen und an dieser ziehen und damit den Schirm über sich drüber wegziehen, da mit sich durch Schwimmbewegungen in den Schnüren verheddert.
Ausbildung zu meiner Zeit, auf den letzten 10-20m über Wasser Gurtschloss öffnen, dann sitzt man nur noch im Gurt. Bei Wasserkontakt der Füße aus dem Gurtzeug drehen. Bei Schirmen mit Schnelltrenner Schirm bei Wasserkontakt der Füße trennen. Der Wind treibt dann in beiden Varianten den Schirm weg von der Person.
Sachstand ist leider, daß es bei den Herausschüssen über Wasser immer einen sehr hohen Anteil an Ertrinkungstoten gab.

Die von AE beschrieben Variante mit Abtauchen und unter den Schirm durchschwimmen funktioniert bei Auftriebshilfen wie Schwimmwesten oder Frankenstein leider nicht. Man kann damit nicht tauchen und poppt an der Oberfläche wie ein Korken. Unter dem Schirm gefangen ist so die Wahrscheinlichkeit zu ersticken oder in Bauchlage zu ertrinken sehr hoch.
 
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Talon4Henk

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Es ging darum, was man machen sollte nachdem man, aus welchem Grund auch immer, unter seiner Schirmkappe im Wasser liegt.
Das man bei einer Wasserlandung darauf vorbereitet sein sollte sich sofort nach der Landung aus dem Gurtzeug zu befreien ist eine andere Geschichte.
Trotzdem habe ich es so gelernt, dass man ins Wasser einen normalen Landefall macht.
 
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