Convair B-58 Hustler

Diskutiere Convair B-58 Hustler im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Typische-B-58-Mission.pdf Ein persönlicher Bericht mit vielen Details aus dem Piloten-Alltag in einer Zeit, die wenig Einschränkungen hatte.
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Hagewi

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Es gab ja mal die Frage, ob man eine F-111 mit Tragflächen hinten landen könnte. Die Antwort war, das dies der Landung mit einer B-58 entsprechen würde.
 
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Alien
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Sehr lehrreich der Artikel. Schon ein sehr außergewöhnliches Flugzeug. :TOP:
 
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Flint

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Gibt es den Artikel auch in englischer Sprache?
 

phantomas2f4

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Es gab ja mal die Frage, ob man eine F-111 mit Tragflächen hinten landen könnte. Die Antwort war, das dies der Landung mit einer B-58 entsprechen würde.
.....dürfte für PA 200 Tornado ähnlich gelten...
Klaus
 

Flint

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Genau,
so wie die Valkyrie XB-70

...schief....ach ja...damals...

Wenn mal alte YT Filme der Luftfahrtmessen der 60er ansieht, kann einem schwindlig werden.
Was für eine Vielfalt an Firmen und Typen.
Und es wurde einfach alles gebaut, was die die Phantasie eines Luftfahrt - Ingenieurs hergab.
 
Herby

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Es gibt Flugzeuge, die sind ihrer Zeit voraus. Diese Flugzeuge werden dann meist auch vorzeitig ausgemustert.
Oder gar nicht in Dienst gestellt: siehe CF-105 Arrow, North American (X)B-70 Valkyrie oder BAC TSR-2, vermutlich die drei besten Flugzeuge, die nie in Serie gebaut wurden.
 
Jeroen

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Das gleiche geschah auch mit der B-1A Erstflug 23 Dezember 1974. Ab/in 1978 sollten 244 gebaut werden, tatsachlich aber nur 4 (oder 5?) Stuck. 30 Juni 1977 wurde die Produktion stiilgelegt. Der Anfangsentwurf war von 1962 und 1966 war sie auch schon stilgelegt worden

1981 wurde sie dann doch noch weiter entwickelt in der 3% grossere B-1B die auch langsamer war, die dann in 1986 in Dienst gestellt wurde.
 
Schorsch

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Oder gar nicht in Dienst gestellt: siehe CF-105 Arrow, North American (X)B-70 Valkyrie oder BAC TSR-2, vermutlich die drei besten Flugzeuge, die nie in Serie gebaut wurden.
Die XB-70 brauchte man nicht, die war auch lange noch nicht fertig entwickelt.
Die CF-105 ebenso nicht.
Und die TSR2 hat ihren Ruhm auch vor allem ihrer Streichung zu verdanken.
Solche Flugzeuge haben stets den Vorteil, dass sie den ganzen Ärger eines Serienprogramms vermieden haben.

Die B-58 war ein unglaublich kompliziertes Flugzeug. 10 Jahre später hätte man dank neuer Systemtechnik vieles besser machen können.
 

Sens

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Das gleiche geschah auch mit der B-1A Erstflug 23 Dezember 1974. Ab/in 1978 sollten 244 gebaut werden, tatsachlich aber nur 4 (oder 5?) Stuck. 30 Juni 1977 wurde die Produktion stiilgelegt. Der Anfangsentwurf war von 1962 und 1966 war sie auch schon stilgelegt worden

1981 wurde sie dann doch noch weiter entwickelt in der 3% grossere B-1B die auch langsamer war, die dann in 1986 in Dienst gestellt wurde.
Die B-1B wurde für den Angriff im Tiefst-Flug optimiert und verzichtete auf den geregelten Lufteinlass. Damit war in der Höhe bei Mach 1,3 Schluss.
B-1B Lancer
Die B-58 hatte ja schon gezeigt, dass man in dem Bereich bei Mach 0,92 am transsonischen Optimum war.
 
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...

Die B-58 war ein unglaublich kompliziertes Flugzeug. 10 Jahre später hätte man dank neuer Systemtechnik vieles besser machen können.
War das auch der tiefere Grund für die recht hohe Anzahl von 30 Prototypen/Testmaschinen ?
 

Sens

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"Als Konkurrenzentwurf trat dabei die Boeing XB-59 auf. Diese wurde jedoch Ende 1952 gestrichen und die Convair B-58 in Auftrag gegeben. Die Convair B-58 Hustler hatte ihren Erstflug am 11. November 1956"
Indienststellung: 15. März 1960

.Wenn man bedenkt, was da alles an neuer Technik zum Einsatz kam, dann kann man nur staunen. Etwa die Hälfte der Testmaschinen wurde noch auf der Serienstandard gebracht. Als reiner Atomwaffenträger waren die Unterhalskosten zu hoch, als unter Kennedy der Wechsel zur Flexible Response statt fand.
 
Schorsch

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Alien
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War das auch der tiefere Grund für die recht hohe Anzahl von 30 Prototypen/Testmaschinen ?
Die B-58 war seinerzeit das bei weitem komplexeste fliegende System der USAF. Man bedenke wie damals Flight Testing gemacht wurde: Filmkamera auf analoges Messinstrument und hinterher muss eine arme Sau das Ding Frame für Frame auswerten. Nebst der reinen Flugerprobung mussten ja auch die taktischen Systeme erprobt werden, nebenbei eine ganz neue Taktik. Das stumpfe hinfliegen und Klappen aufmachen geht ja nicht. Mit den Nachbrennern kann ich binnen einer Minute ein Mission Suicide machen (Missionsabbruch da nicht ausreichend Fuel), indem ich im Climb die Dinger zu lange anlasse. Da die B-58 als elementarer Bestandteil der Abschreckung galt, galt die Devise "mehr hilft mehr".
Die B-58 war auch ein Grund, warum anschließend die B-70 und die B-1 gestrichen wurden.
 

alois

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Die B-58 war eher so etwas wie ein Rennauto. Für nur eine spezielle Sache zu gebrauchen. Dadurch, dass sie keinen Bombenschacht hatte, konnte man nur eine fette Atombombe irgend wo hin bringen und das wars. Technisch eine top Leistung, aber vom Gebrauchswert her eher mau. Ähnlich auch die B-70. Ihr Konzept hat sich mit der Einführung von Fla-Lenkwaffen überholt. Ein Rennauto aller erster Güte mit High Tech bis zum geht nicht mehr, aber auch nur als Atombomber zu gebrauchen für Missionen, die eher ICBMs vorbehalten sind. Im Tiefflug wäre der Vogel nicht zu gebrauchen gewesen. Als Cruise-Misse-träger war die B-52 effektiver und günstiger. Einzig die Arrow hätte ein guter Abfangjäger werden können, mit guter Reichweite für das große Kanada. Und die TSR-2 hätte sicherlich auch ein gutes Eindringflugzeug abgegeben. Aber hätte man die TSR-2 gebaut, hätte man die Tornado nicht gebaut.

Was Bomber angeht, hat Bill Gunston ein nettes Buch über die Bomberentwicklungen geschrieben. Sehr lesenswert, wo er beschreibt welche Schwierigkeiten die Entwickler hatten und wie sie zu ihren Lösungen gekommen sind.
 
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Mir nicht ganz klar, wie das im Detail funktioniert hat.

Mit diesem riesigen Unterrumpfbehälter konnte man Überschall fliegen ? Oder war erst Überschall möglich, nachdem dieser auf dem Rückweg abgeworfen wurde ?
 

Sens

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Die B-58 war genau für die Doktrin der 50 iger konzipiert. Sie konnte in den 60 igern bis zu 5 Atombomben gegen 5 unterschiedliche Ziele zu Einsatz bringen. Siehe die neun Stunden Mission mit Tanker-Unterstützung zu Beginn. Bis in die 70iger gab es noch keinen Gürtel für Fla-Raketen in großer Höhe für große Teile der SU und noch viel weniger in niedriger Höhe. Sie war schlicht zu aufwändig im täglichen Betrieb. Eine B-58 hatte höhere Kosten je Flugstunde als eine B-52. Ihr Nachfolger war übrigens die FB-111. Robert McNamara, US-Verteidigungsminister von 1961 bis 1968, wollte die F-111 für alle Teilstreitkräfte durchsetzen. Auch der kostspielige Vietnam-Krieg sorgte dafür, dass nun verstärkt auf die Kosten von Waffensystemen und ihren Nutzen=Vielseitigkeit geschaut wurde.
 

mel

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Dadurch, dass sie keinen Bombenschacht hatte, konnte man nur eine fette Atombombe irgend wo hin bringen und das wars.
Was heisst hier das wars? Mehr als eine Atombombe braucht man eigentlich nicht.
Aber man konnte 4 weitere Atombomben mitführen bei Bedarf. https://i.pinimg.com/originals/66/51/c0/6651c0a70c5cd91395fa4bdc40d0a8c4.jpg

Im Tiefflug wäre der Vogel nicht zu gebrauchen gewesen.
Wie im verlinkten Bericht zu lesen ist, wurden sowohl Missionen in grosser Höhe mit Mach 2 als auch Tiefflugprofile mit Mach 0.93-0.95 geflogen.


Mir nicht ganz klar, wie das im Detail funktioniert hat.

Mit diesem riesigen Unterrumpfbehälter konnte man Überschall fliegen ? Oder war erst Überschall möglich, nachdem dieser auf dem Rückweg abgeworfen wurde ?
Mit dem Behälter konnte man Mach 2 fliegen.
Das übliche Missionsprofil hat für die letzten 100nm zum Ziel einen Anflug mit Mach 2 vorgesehen. Dann den Pod mitsamt Waffe abwerfen und mit Mach 2 raus.
Ich gehe davon aus, dass clean mehr als Mach 2 möglich gewesen wären.
 
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