Interflug A310

Diskutiere Interflug A310 im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Moin, ein A310 der Interflug wurde in den frühen neunziger Jahren bei einem "Zwischenfall", der fast zum Totalverlust führte, "verbogen", soll...

Moderatoren: Skysurfer
  1. Acela

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    Moin,

    ein A310 der Interflug wurde in den frühen neunziger Jahren bei einem "Zwischenfall", der fast zum Totalverlust führte, "verbogen", soll heissen der Rumpf ist bis heute krumm. Weiss einer welche Maschine das heute bei der BW ist und ob der Flieger wegen dieser damaligen Überbelastung heute irgendwelche Einschränkungen hat?
     
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  3. #2 EDGE-Henning, 26.10.2005
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2005
    EDGE-Henning

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    Ja, war Gert's (Na jetzt wohl eher Frau Merkel).
    Keine Beschränkungen.
    Gab aber auch andere Props. Z.B. mit dem FMS. Das war nur für 12 Stunden Programmiert. IF flog aber länger. Gab dann wohl neue Software.
     
  4. Acela

    Acela Testpilot

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    Dann müsste es 10+21 sein, oder?

    Weisst Du was für Schäden genau damals auftraten?

    Mache z.Zt. nen B-Lehrgang, deswegen hatten wir diesen Zwischenfall heute beim Thema AP und FMS kurz umrissen...
     
  5. #4 EDGE-Henning, 26.10.2005
    EDGE-Henning

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    Schicke mir mal E-Mail addy, habe darüber eine Pressemeldung irgenwo
     
  6. #5 SlowMover, 29.10.2005
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2005
    SlowMover

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    Es ist/war jetzige 10+23. Strukturelle Schäden gab es trotz der erheblichen Limitüberschreitungen keine. Naja, das "verbogen" Gerücht hält sich recht hartnäckig, aber die fliegt wohl gut geradeaus... :TD:
     
  7. Nobbse

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    was war denn damals genau passiert?
     
  8. Acela

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    Die Piloten haben im Anflug einen TOGA gemacht. Der Autopilot hat dementsprechend Schub gegeben und die Nase hochgezogen. Der Anstellwinkel kam den Piloten aber zu hoch vor, weswegen die versucht haben, über das Höhenruder korrigierend entgegenzuwirken. Diese Korrektur hat der AP natürlich bemerkt und durch Verstellung des ganzen Stabilizers seinerseits entgegengewirkt. Jedenfalls war der Stabilizer am Ende bis Anschlag getrimmt, der Flieger stand fast senkrecht in der Luft bis er über die Tragfläche abgekippt ist. Das ganze ist dann noch 3 mal passiert.

    Mangelnde Erfahrung der Piloten war eine der Ursachen dafür...
     
  9. #8 dg1000flyer, 06.11.2005
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    Ähm also das ist wirklich so passiert??? Klingt mir etwas zu extrem mit der Flieger stand fast senkrecht in der Luft bis er über die Tragfläche abgekippt ist...und dann noch 3 mal??? na ob das mal so richtig ist. Denn wenn das direkt im Anflug passiert sein soll, dann hätte es beim Abkippen über die Fläche mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einen Crash gegeben. Oder kannst du ne ungefähre Höhenangabe machen? Und wie siehts aus mit der Aussage noch 3 mal...Will ja nicht sagen dass du misst erzählst, aber vieleicht kann mir das noch wer anders so bestätigen.

    MFG
    Martin
     
  10. Acela

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    Daten aus dem dazugehörigen Artikel:

    Durchstarthöhe war 472 Meter, bei 1318 Meter erfolgt das Abkippen, nach einem Sturzflug beginnt bei 453 Metern der erneute Steigflug, diesmal bis 1763 Meter. Es folgen Sturzflug der bei 541 Meter endet, wieder ein Steigflug, diesmal bis 2241 Meter. Das ganze passiert dann noch einmal, ohne zutun der Piloten.

    Das Problem war, das der Autopilot beim ersten Durchstarten wie erwähnt den Stabilizer bis Anschlag getrimmt hat, bei erreichen der eingestellten Durchstarthöhe schaltete sich der AP aber automatisch ab - das haben die Piloten aber nicht gemerkt, und sind die ganze Zeit mit Maximum Pitch Up Trimmung geflogen, weswegen der Flieger immer wieder in den Steigflug ging...

    Das Problem trat auch an anderen Fliegern auf, einige davon erlitten dadurch Totalverlust...
     
  11. #10 Flashbird, 06.11.2005
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    Das stimmt schon so.Ist wohl im Anflug auf Moskau passiert,wenn ich mich recht erinnere.Die Story stand auch schon in Flugrevue und Flieger Revue.
     
  12. #11 EDGE-Henning, 06.11.2005
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    Der Vorfall ist Amtlich! Personen, welche dabei waren sind bekannt. Thema wird in Zukunft Online kommen.
     
  13. #12 dg1000flyer, 06.11.2005
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    Ok mit den Höhenangaben kann ich da schon mehr mit anfangen und mir das auch vorstellen. Also sei mir nicht böse aber ohne diese Angaben klang es schon etwas komisch...
     
  14. ramier

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    War das nicht der tragische Unfall mit dem japanischen A300-600 wenn ich mich recht erinnere, wo die Piloten erfolglos gegen den Autopiloten gekämpft haben.
     
  15. #14 EDGE-Henning, 06.11.2005
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    Ich würde nicht nur den Piloten die Schuld geben. Die Trainingsverfahren besierten damals, und teilweise auch heute noch, auf der Annahme, ein EFIS ("Glascockpit") sei wesentlich leichter zu bedienen. Ich meine, und auch andere, es ist nur anders. Und die Wartung ist einfacher. Und Leute die jahrelang Analog flogen und das im Schlaf kennen, waren eben Überfordert.
    Die meisten EFIS-Cockpits, wie bei der 737-300/400/500 lassen sich z.B. auch auf einen Quasi-Analog Modus schalten, weil es einige bevorzugen, andere nur eine "Analog-Zulassung haben - die Classic 737 gibts ja auch mit Uhrenladen.
     
  16. ramier

    ramier Astronaut

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    @ Henning

    Ich gab ja nicht den Piloten die Schuld, ich erinnere mich dunkel dass es Probleme mit den Autopiloten gab, da die Maschine immer wieder stieg, während die Piloten probiert haben manuell die Maschine zu landen.
     
  17. #16 EDGE-Henning, 06.11.2005
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    Habe ich auch nicht aufgefasst, jedoch wurde in der Vergangenheit immer so Diskutiert.

    Analog zum Hapag-Loyd Airbus, wo ich heute noch der Meinung bin, das Airline mitschuldig ist.

    Ich bin zwar nur ein Dummer Trucker, aber in den Flugzeug-Cockpits ist es inzwischen genauso wie im LKW-Gewerbe. Und ich kenne das: Fahren Sie bitte, sollte es Probleme geben, wir helfen. Aber Der Ruf der Firma steht auf dem Spiel. Gott Sei dank (?) hat es mich insgesamt nur einige Tausender (aus meiner TAsche) gekostet. Tote wären schlimmer.
     
  18. ramier

    ramier Astronaut

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    Bei Hapag gebe ich Dir total recht, dass die Gesellschaft mit die Verantwortung trägt.
     
  19. #18 beistrich, 06.11.2005
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    Hallo

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  21. Acela

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    Der war doch aus! Nachdem ersten TOGA Manöver hatte sich der AP bei erreichen der eingestellten Go Around Höhe automatisch abgeschaltet. Das hatten die Piloten aber nicht bemerkt, und da der AP den Stabi inzwischen bis Anschlag getrimmt hatte, stellte sich der Flieger immer weiter in den Wind und die Piloten dachten der AP arbeitet immer noch gegen sie...

    Erst nach dem 4. abkippen wurde eher zufällig die Trimmung von Hand korrigiert und erst dann war der Flieger wieder unter Kontrolle...
     
  22. Nobbse

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    Dann gab es wohl mehrere Vorfälle, denn in der mdr-Doku vom letzten Montag berichtete auch eine IF Stewardess von einen A310 Vorfall während eines "Testfluges" für IF in 1989 - an Bord waren wohl ausschliesslich IF Mitarbeiter.

    Es soll wohl noch ein Instrukteur von Airbus aus Toulouse mit an Bord gewesen sein.

    Weiss dazu jemand mehr?
     
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