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Diskutiere Lufthansa im Airlines Forum im Bereich Einsatz bei; Ich denke, die Verbundenheit mit dem Unternehmen geht heute wirklich verloren. Ich erinnere mich an einen Bekannten Swissair Angestellten. er...
Ernst Dietikon

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Ich denke, die Verbundenheit mit dem Unternehmen geht heute wirklich verloren. Ich erinnere mich an einen Bekannten Swissair Angestellten. er sagte, es sei schon enorm, was da gearbeitet werden müsse. Aber wenn man dann lese "Swissair Airline number one." Es stellt einem schon auf. Er fühlte sich auch als ein Teil der besten Airline und war auch für eine grossen Einsatz bereit. Später wurde dem Swissair Chef Brugisser gesagt, diese verbundenheit mit dem Unternehmen sei verloren gegangen. Da antwortete er so ungefähr, die Arbeit sei ein Job, den man mache. Nicht mehr. Die spezielle Verbundenheit sein eine Sache von gestern. Swissair gibt es nicht mehr.

Gruss
Ernst
 
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FastEagle107

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Bleibt aber die Frage, ob es in einer globalisierten Welt und ihrem ungezügelten Kapitalismus überhaupt eine Wahl gibt. Ich denke, darüber könnte man bierabende lang nachdenken und käme doch zu keinem Ergebnis.
Welche Wahl, zwischen was?
Mit dem diskutieren hast du wahrscheinlich recht.
 
mcnoch

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Das Management hat da viel weniger die Wahl als viele glauben wollen. Am Ende entscheiden die Kunden bei ihrer Buchung, was sie wollen und was nicht. Und wenn sie nicht buchen, dann muss die Firma darauf reagieren. Und da es nur einem kleinen Teil der Kunden auf etwas anderes als den Preis bei annehmbarer Qualität ankommt, ergeben sich dann bestimmte Entwicklungen wie von selbst.
 
Alpha

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Ich denke, es ist von beidem etwas. Natürlich haben sich Airlines und Passagiere in den letzten Jahren gegenseitig in Richtung "Hauptsache billig!" erzogen. Aber das entschuldigt nicht jedes Management-Verhalten und jede (scheinbare/kurzfristige) Einsparung. Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass die LH vor Corona ungünstig aufgestellt war (die Gewinne der letzten Jahre sprechen für sich) - während aber der Abbau von Tarifverträgen etc. schon in diesen Zeiten lief. Das sind keine Ideen aufgrund Corona. Ebenso geht niemand davon aus, dass die Fliegerei dauerhaft auf dem Niveau von 2020 verharrt - es gibt eine zunehmende Anzahl Impfstoffe, Medikamente und Tests. Telekonferenzen haben ihre Grenzen gezeigt, China ist (mal wieder) voraus und hat beinahe vor-Corona Flugbetrieb. LH steht auch dieses Jahr nicht am Abgrund (wurde dafür ja staatlich gestützt) - verhält sich aber sowohl intern den Mitarbeitern als auch anderen Airlines gegenüber so rücksichtslos, als wäre morgen der LH-Untergang unausweichlich.

Das Problem der inneren Kündigung und absinkenden intrinsischen Motivation zeigt sich er zeitverzögert so richtig. Sobald der Flugbetrieb nur einigermaßen wieder läuft kommt es, wie eh und je, erheblich auf die Motivation und den Einsatzwillen der Mitarbeiter an. Fast das gesamte "Produkt" der LH kommt letztlich durch Wirken von Menschen zustande - das ist nicht, wo man mal eine Maschine aktiviert und die dann einfach laufen lässt.

Wir leben ja eigentlich gerade nicht in einem "ungezügelten Kapitalismus" - und von der Globalisierung profitieren wir (derzeit noch) stark. Es wird einem nur aus einer Seite gern eingeredet, dass die bestehenden Zügel einer sozialen Marktwirtschaft so arg einschränkend seien. Und der Staat dürfe ja gern mit Milliarden-Krediten stützen - aber mitreden oder untersagen, dass auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgeflaggt wird, dass dann doch bitte nicht... :-D
Aber wie Intrepid schon sagt: das ist ein eigenes, riesengroßen Thema ;-)
 
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Ich will nochmal auf die vermeintliche "Wahl" der Manager und CEO's eingehen. Ich denke es ist die Wahl zwischen Firmenkultur und Profit (?) gemeint, die Firmenchefs angeblich treffen müssen. Ich stimme dem allerdings nicht zu. Ein Chef muss nicht diese Wahl treffen. Er/sie muss nicht die Firmenkultur aufgeben, um mehr Geld zu machen (oder um erfolgreich zu sein oder was auch immer die Messlatte ist). Man kann das ganze auch vereinen oder mindestens geschickt ausbalancieren. Eine positive Firmenkultur wird sich immer auch positiv auf die Mitarbeiter auswirken, welche wiederum dann mehr gewillt sind sich einzubringen oder auch mal mehr zu leisten. Das wiederum bringt den Laden voran.
Leider sind heutzutage allerdings die Zahlen und Graphen und Excel Tabellen wichtiger als das Wohlfühlgefühl der Mitarbeiter. Es wurde schon erwähnt, dass es in keiner Bilanz aufgeführt wird und dass relativ kurzfristige Chefs, ohne emotionale Bindung zur Firma sich nicht viel darum scheren.
Das ist leider die Grosskonzernlandschaft, in der wir heute leben. Das heißt aber noch lange nicht, dass das auch so richtig ist. Aber wir sind schon so daran gewöhnt, dass Chef sein heute mehr Erbsenzähler ist als Menschenführer, dass wir fuer diese schlechte Art der Fuehrung sogar Entschuldigungen machen ("die armen Chefs haben ja keine Wahl"). Das lernen die Bosse von morgen anscheinend auch schon früh und verhalten sich dann entsprechend. Der Mensch steht im Mittelpunkt weil er da hin gehoert, wichtig ist und dort die beste Arbeit abliefert. Für viele scheint er dort aber im Weg zu stehen und viele scheinen dem zuzustimmen.

Tut mir leid, wieder etwas off topic.
 

Michael aus G.

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Leider sind heutzutage allerdings die Zahlen und Graphen und Excel Tabellen wichtiger als das Wohlfühlgefühl der Mitarbeiter. Es wurde schon erwähnt, dass es in keiner Bilanz aufgeführt wird und dass relativ kurzfristige Chefs, ohne emotionale Bindung zur Firma sich nicht viel darum scheren.
Das ist leider die Grosskonzernlandschaft, in der wir heute leben. Das heißt aber noch lange nicht, dass das auch so richtig ist.
Da hast du leider recht. Es wird Zeit den neoliberalen Kitsch mal zu überdenken. Wir müssen Wert auf eine langfristige und organische und nicht auf kurzfristige investorengetriebene Entwicklung legen. Dazu echte soziale Marktwirtschaft mit Regularien, zur Teilhabe aller. Aber das erträgt Großkapital in seiner Machtgier nicht und faselt dann immer von der Bedrohung durch den Kommunismus.
 
mcnoch

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Wie nicht anders zu erwarten, aber doch sehr deutlich.
 
macfly

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Interessant ist allerdings auch folgende Meldung - das geht in der öffentlichen Wahrnehmung leider ziemlich unter. LH hat den staatlichen Kredit inzwischen fast komplett zurückgezahlt und durch Kredite privater Investoren (zu besseren Konditionen) ersetzt. 300 Flugzeuge, die der Staat für den Kredit verpfändet hatte, sind damit wieder "frei" - einige davon will die LH nun verkaufen. Den Anteil, den der Staat über eine stille Einlage an die LH gegeben hat, hat die LH bisher nicht angetastet. Die LH geht aber davon aus, dass sie die staatlichen Hilfen im Verlauf der Krise noch brauchen wird:

 
mcnoch

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Der Weg in die Zukunft ist kein unbekannter. Da die Zahl der Business-Reisen stark sinken wird, war dies vorgezeichnet.
 
Alpha

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Interessant, wie da die Streichung von 40.000 Arbeitsplätzen ausgerechnet im Spiegel bewundert wird. Wäre ja auch ein Jammer, wenn die Rendite sinkt. Die Glaubwürdigkeit der Begründung "Touristen statt Geschäftsreisende " wird für alle schwer nachvollziehbar sein, die im Ansatz die Unterschiede der Marktgrößen kennen. Das ist ein wenig so, als ob der FC Bayern behaupten würde, man müsse sich jetzt auf das Geschäft mit den Fanblock-Dauerkartenbesitzern konzentrieren.

Und gleichzeitig wird mit aller Macht das Monopol der innerdeutschen Flugverbindungen verteidigt und auch innereuropäische Stadtverbindungen mit Druck gegen Konkurrenz gehalten - selbst bei finanziellem Verlust. Ist mir neu, dass die Verbindungen Hamburg-Frankfurt oder Madrid-Frankfurt im wesentlichen von Touristen genutzt wird. Wer sich ein wenig auskennt kann nur erstaunt mit dem Kopf schütteln...
 
bladov

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Ja das LH an seinen Kunden spart erlebe ich selber. Ich warte jetzt seit fast einem Jahr auf meine Ticketkostenerstattung. So geht man mit langjährigen Kunden nicht um. Mich würde interessieren wieviel Kunden bis heute auf ihr Geld warten.
 
lutz_manne

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"Künftig sollen mehr Fernreisen mit einer Zugfahrt beginnen: Angesichts wachsender Kritik an klimaschädlichen Inlandsflügen verbessern Lufthansa und die Deutsche Bahn ihre Zusammenarbeit. Durchgehende Tickets und schnellere ICE-Direktverbindungen sollen Fernflugpassagiere dazu bringen, mit dem Zug zum Drehkreuz Frankfurt zu reisen."

Schön und gut. Der Vorstand der Bahn muss aber mal verstehen, dass es nicht unbedingt auf Geschwindigkeit ankommt. Das kommt nur an zweiter Stelle. In erster Stelle muss die Bahn zuverlässig und pünktlich sein! Und zwar bei jeder Wetterlage.
 
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"Künftig sollen mehr Fernreisen mit einer Zugfahrt beginnen: Angesichts wachsender Kritik an klimaschädlichen Inlandsflügen verbessern Lufthansa und die Deutsche Bahn ihre Zusammenarbeit. Durchgehende Tickets und schnellere ICE-Direktverbindungen sollen Fernflugpassagiere dazu bringen, mit dem Zug zum Drehkreuz Frankfurt zu reisen."

Schön und gut. Der Vorstand der Bahn muss aber mal verstehen, dass es nicht unbedingt auf Geschwindigkeit ankommt. Das kommt nur an zweiter Stelle. In erster Stelle muss die Bahn zuverlässig und pünktlich sein! Und zwar bei jeder Wetterlage.
Das geht gegen die Regionalflughäfen, von wo aus man direkt fliegen könnte. Lufthansa will mit der Bahn alle Passagiere zu ihren Drehkreuzen holen, um damit anderen Fluggesellschaften die Kundschaft abznehmen.
 

Michael aus G.

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Interessant ist allerdings auch folgende Meldung - das geht in der öffentlichen Wahrnehmung leider ziemlich unter. LH hat den staatlichen Kredit inzwischen fast komplett zurückgezahlt und durch Kredite privater Investoren (zu besseren Konditionen) ersetzt.
Lustig das LH die besseren Konditionen der Privaten nicht bekommen hatte, als sie die gebraucht haben. Sondern erst, NACHDEM mit Staatskohle gerettet wurde. Und ohne gewinnbringenden Grund steigen die Privaten da plötzlich auch nicht ein... :wink2:
 
mcnoch

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Lustig das LH die besseren Konditionen der Privaten nicht bekommen hatte, als sie die gebraucht haben. Sondern erst, NACHDEM mit Staatskohle gerettet wurde. Und ohne gewinnbringenden Grund steigen die Privaten da plötzlich auch nicht ein... :wink2:
Das war primär ein Zeitproblem, wie so oft, wenn plötzlich eine Schieflage auftritt.
 
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Bislang ist für viele Umsteiger die Bahn nur dann eine Option für die Anreise zum Hub, wenn die Zugfahrt 2 Stunden nicht überschreitet. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Gleichzeitig verteidigt LH aber ihr Monopol im innerdeutschen Flugverkehr mit allen Mitteln - es geht also wohl eher um Markanteile als um ein Umweltpolitisches Feigenblatt. Da der Umgang mit diesem Monopol aber derzeit von EU-Gerichten untersucht wird könnte der Grund für die Bahn-Aktion durchaus auch der Versuch sein, diese als Alternative darzustellen und das eigene Flugmonopol zu verteidigen. Freiwillig wird LH weder die wichtigen innerdeutschen Strecken abgeben, noch damit dafür sorgen, dass an den großen Hubs Slots frei werden, die die Konkurrenz schon lange gern hätte.
 
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