Das Goldene Zeitalter der zivilen Luftfahrt - Dewoitine D.338 von Broplan in 1/72

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Vor ein paar Tagen, als die zweite Welle nur von den Lauterbachs wahrgenommen wurde, hatte ich ein paar Modellbauer zu Besuch. Das Thema Vacu kam auf mit allen Vorurteilen, was mich zu einem spontanen Workshop hinriss. Die D.338 lag schon lange genug herum.


Staub wegpusten, wieder die Schachtel aufmachen und die armen Teile aus der Sardinendosen-ähnlichen Broplan -Umgebung nehmen - so siht es da aus für die Hauptteile.


Da fehlt noch der Rumpf und die nicht sonderlich erfreulichen Spritzgußteile, die uns als Vacu glücklicherweise erspart bleiben.



Ein Höhenruder markieren, ausschneiden und nass schleifen, nur zur Übung. Hier das Ergebnis:



Zwei Dinge sind hier anzumerken:
  • Das Klebeband zur Führung des Teiles, denn es ist sehr flach, ohne den "Griff" wären die Fingerkuppen eher durchgeschliffen als das Teil.
  • Der weiße Rahmen daneben: So wird man belohnt, wenn man den Fortschritt des Schleifens immer wieder kontrolliert und dort, wo die schwarze Linie sich weniger von hinten zeigt, einen Hauch mehr Druck hin gibt beim Schleifen. Mal ehrlich: ein Glücksfall, wenn sich der Überstand dann so am Stück ablöst. Prost!

Erst mal zum Warm-Werden ein wenig Geschichte:

Frankreich gehörte ja nicht nur zu den ersten in der Luftfahrt aktiven Ländern, sondern hatte auch nicht zuletzt wegen der Kolonien eine sich schnell entwickelnde Organisation von Luftfahrtgesellschaften. 1933 kam es zum Zusammenschluss der wesentlichsten zur Air France, die somit eine Menge verschiedener Typen erbte, die oft auch technologisch nicht aktuell waren und als einmotorige Flugzeuge nicht mehr dem Sicherheitsdenken der Dreißiger entsprachen. Eine neue Flotte war zu gründen: Schnell, bequem und zuverlässig mit großer Reichweite, dazu noch rentabel, so sollten die neuen Flieger sein. Dewoitine hatte mit dem Modell 332 im Jahr 1932 eine Antwort, die sich schließlich mit der weiterentwickelten D.338 auch erfolgreich durchsetzen konnte. Wer mehr wissen will, bemüht Wikipedia oder die diversen anderen Quellen: Hier die mir zur Verfügung stehenden:

  • Les Avions Dewoitine, Raymond Danel & Jean Cuny, Docavia 17, Edition Larivière
  • Le Fanatique de l’Aviation ‚235 und 236
  • Les avions de transport civil francais, Pierre Gaillard, Minidocavia #3, Editions Larivière
  • Icare 106 Air France et son Histoire 1933-1983, tome 1
  • L’Aviation Civile Francaise 1919-1933, Photothèque No.1, Avia editions
  • Passenger Aircraft and their Ineriors 1910-2006, John Stroud, Scoval Publishing
Modelle im einzig richtigen Maßstab, also 1/72, gibt es nicht so viele: ich kenne nur den Vacu-Bausatz von Broplan, die auch die D.333 anbieten.

Durch den schönen Erfolg mit dem ersten Teil ließ sich mein Kumpel aber auch nur zu der Aussage hinreißen, er bleibe mal lieber bei Spritzguss. Wo es doch so super geht! Gleich mal was Aufwendigeres - wir wissen ja, je größer und unterschiedlicher die Formen (flach brauch viel, senkrecht wenig Druck) umso höher die Chancen es mal wieder zu versieben.



Ging auch gut! Hier habe ich was neues probiert und die "Griffe" durch Sheet-Streifen verstärkt, das verteilt den Druck besser, geht prima!
Es gibt ja noch viel zu tun - sportlicher als Vacu ist keine andere Modellbauform. Und der Muskelkater morgen, ah, herrlich...
 
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Gilmore

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Mit meiner CANT Z-506 habe ich ja auch schon ein klein wenig Vacu-Erfahrung. Deine Lösung für Griffe zum Schleifen der Tragflächenteile ist genial, das merke ich mir! Mein nächstes Vacu-Modell wird sicher davon profitieren. Und vor allem den Vacu-Bastlern sei gesagt: Schleifen ist der Zen des Modellbaus.
 
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Der gute Zen...
Jedenfalls hab ich mein Fitnessprogramm erfüllt! Hier die Flächen mit Motorträgern und Rädern (ja, sie sind tatsächlich rund!! Das ist eher selten in solchen Bausätzen, da habe ich schon Zweifel gehabt, dass rund richtig ist).



Und Zen die Zweite: Rumpf und die Spritzgussteile. Die lasse ich mal eingepackt, sie sollen euch nicht schon am Anfang erschrecken.



Der lange Rumpf ist ja auch ein Vacu. Kommt ja aus dem Lateinischen, vacuum ist das Leere. Das hat Broplan denn auch umgesetzt. Bei dem Spottpreis braucht man doch keine Inneneinrichtung für die Passagiere! Und da es drei verschiedene Bestuhlungsprogramme gab, spart man sich eben die Entscheidung.
Nicht ganz: es gibt so etwas wie ein Cockpit!



Bis zum ersten Schott ist Broplan, dann schon Eigenbau. Ist Euch schon mal passiert, dass Cockpits nicht in die Rümpfe passen? Wohl dem, der daran denkt, dass er einen Tiefenmesser hat!



So können die Innenteile passend gemacht werden, keine Spalte, und der Rumpf schließt ordentlich. Wirklich?



Ja, passt genau, nur ein paar Zehntel mussten abgenommen werden. Aber das sollte man noch wissen: Die Mittelkonsole, auf den ja der reichliche (wenn auch im Kit nicht vorhandene) Schalter- und Hebelkram sitzt ist hauchdünn. Passiert gern mit Teilen die Senkrecht aus der Platte gezogen werden. Klar, woher soll das Material kommen? Ich hab es mit Spachtelmasse gefüllt, da knittert nichts und die Hebelchen dürfen in Löchlein. Später mal.
 
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Sachen gibts...
Der Broplan Kit enthielt definitiv Klarsichtteile, also ein Sheet und eine tiefgezogene Kanzel sowie Decals - WEG!
Eigentlich bin ich da nicht so traurig: die Decals waren sowohl extrem einfach als auch teilweise verwischt, also unbrauchbar. Die Kanzel wird wohl um Gegensatz zu den anderen Teilen über eine Positivform gezogen und es mangelte ihr daher an der nötigen Schärfe an den Kanten - mäßig brauchbar. Schade ist es um das Sheet-Teil, die sind polierbar und das gibt es nicht oft.
Trotzdem müssen die Fenster rausgeschnitten werden. Trotz NEUEM Skalpell empfiehlt sich eine Unterlage - hier ein Holzbock.
Um die Konturen besser sehen zu können, habe ich sie mit Panel Line behandelt.



Eine Seite ist geschafft, auch im Cockpit. Da dort nur ebene Fenster sind wird das hoffentlich besser werden als mit der Vacu-Kanzel. Die Tür ist auch schon raus, denn man soll reinsehen können, zumindest ins Vestibül.



Zwischen den Hälften sind schon ein paar Teile für die Inneneinrichtung: das schwarze sind Armaturenbrett und Hebelkonsole aus dem Kit, dahinter Schotts und Sitze, die ich mal für ein anderes Projekt gemacht hatte und die hier vielleicht auch passen.
Ich habe mich für die F-ARIB entschieden, die nach Saigon flog. Daher 6 Sitze in vis-à-vis Anordnung und dahinter 6 Einzel-Liegesitze. Zuerst die übliche Recherche - mal sehen wer was sagt zur Inneneinrichtung. Da gibt es ein schickes Bild, eine Zeichnung, deren Farben nach der Erinnerung von Fluggästen gewählt wurden.


Alles klar, oder?
 
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urig

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sehr elegant!

sozusagen eine zweite Welle der "Belle Époque" 😎
 
FireBomber1961

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Hallo Zivilist, und schon wieder...schätze, einen Vacu mag man oder nicht - oder eben diese elegante Konstruktion. Farblich finde ich sie, auch wenn viel Alulack drauf war/drauf soll, sehr attraktiv. Aber wie ich auch sehe, hast du gerade einen wirklich guten Lauf mit Vacus und der hier scheint noch passable Oberflächen zu haben. Wieder eine gute Arbeit :applause1:und toitoitoi für die weiteren Schritte, ich folge mit Bewunderung und Interesse:hello::thumbup:
 
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Nichts ist klar, wenn wir und sie s/w-Fotos anschauen:


Das sind Bilder der Langstrecken-Variante wie oben in der Zeichnung. Wir sehen in den Fotos, dass der Sitzbezug deutliche heller ist als die Wangen und das Material lässt eher Stoff vermuten. Also werden sie Sitze hellgrau lackiert. Ich sehe 6 Sessel mit dicker Polsterung für den hinteren, schlankere Doppel- und Einzelsitze für den vorderen Bereich vor.



Und wir sehen in den Fotos weiterhin, dass im Bereich der Nackenrolle sehr dunkles Material verwendet wurde, dunkleres als für die Wangen. Also bauen wir uns zuerst die Einzelsessel passend. Die Nackenrolle ist mittig flach, nur am Rand aufgestellt. Meine Sitze werden also von links nach rechts so verändert:
  • Sitzrücken gerade ablängen
  • verlängern für die Nackenrolle
  • mit Halbrundprofil die Öhrchen anbauen
  • die Öhrchen passend feilen
  • Sitz 3-farbig lackieren
  • fertiger Sitz mit den Nackenrollen ein wenig wie die Vorlage.


Man darf sie nicht zu genau ansehen, aber sie machen schon was her, denke ich.



Jetzt kommen die Böden und Schotts dran und die Inneneinrichtung, denn außer den Sitzen und Sesseln war da ja noch mehr für den tagelangen Flug.
 
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Norboo

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Die Idee, die "Öhrchen" mit dem Halbrundstab herstellen, ist genial. Ich habe die Maschine ja auch im Bau, aber natürlich in 144 und kann mir das ersparen.

trotzdem sehe ich hier gerne zu, weil das eine oder andere Goldkorn wohl doch abfällt.
 
urig

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die werden (viel zu) gut! (dafür, dass man trotz Tür nur wenig davon sehen wird)
 
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Wer keine Inneneinrichtung vorsieht, könnte doch trotzdem dem albernen Wunsch der Modellbauer eben nach einer Inneneinrichtung Rechnung tragen. Broplan ist da konservativ - Kundenwunsch?? Reicht doch, wenn es zumindest mal einen Bausatz gibt!! Jedenfalls ist der Holm so nicht brauchbar, denn er würde eine extrem hohe Schwelle bedingen


und in den Fotos sind von hinten bis ins Cockpit für mich nur 3 Stufen zu sehen.



Das mag jetzt nicht so schlimm aussehen, die Treppen sind ja verdammt hoch. Aber daneben sind die Sitze mit Blickrichtung hinten an der Schottwand und auf gleichem Niveau wie die anderen. Mit der Position des Holms - richtig für die Stabilität des flatterigen Vacu-Flügels - geht das nicht.
Man kann den Holm aber ausschneiden - die Markierungen dazu sind auf dem ersten Foto ja schon zu sehen.
Allerdings sollte dann eine Versteifung eingebaut werden. Ein 4-Kant Profil aus dem Evergreen-Angebot war zu dieser Aufgabe bereit, nachdem es etwas beschnitten und abgedünnt wurde.



So geht es doch mit den Sitzen!



Ein Blick durch die Fensteröffnungen zeigt, das geht so!



Dann kann ich mich jetzt den Innereien im Detail widmen, will heißen der Einrichtung des Serviceabteils zwischen Cockpit und Passagierraum und vor allen der Lackierung.
 
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Gilmore

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Den Holm hätte ich da lieber doch nicht ausgeschnitten, wie auf dem Orig.-Foto zu sehen ist, ist der ganz schön hoch. Und die rückwärtsgewandten Sitze sind anscheinend neben der Treppe. Außerdem: Das sieht nachher keine Sau!
 
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ja, ich sehe das auch so, dass der Holm oben bis zur Unterkante der Fenster reicht (also, so wie außen)
 
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Dann schauen wir mal genau hin, wo die Sitze denn nun wirklich sind. Zugegeben, durch das Fenster ist das nicht so klar zu erkennen, aber hier:



Der Holm liegt auf der Passagierseite des Spants! Und der muss da sein, denn das ist die einzige Stelle ohne Fenster in diesem Bereich. Nutzt also nichts, wenn die Höhe ok wäre - leider nur eben nicht an dieser Stelle!
Also wurde der Boden (nicht kit-Teil) mit dem Holm (kit -Teil) verbunden und die Sitze darauf montiert.



Nur in dieser Anordnung ist eine Vorbild-gerechte Anordnung der Sitze möglich, und die sieht man durch die Fenster recht gut.Im Rumpf sieht das dann korrekt aus.



Zwischen Cockpit und Passagierkabine war noch ein Service-Abteil, dazu die kurzen Fenster. Hier gab es Kleiderschrank, Postkisten und einen "Kühlschrank" mit Anrichte und Gläserhaltern.
Im Cockpit muss es auch einen Platz für den Navigator / Funker gegeben haben. Fotos dazu habe ich nicht gefunden, aber Beschreibungen. Wer es also besser weiß - das ist der Moment, sich zu outen und mir zu helfen! Broplan sieht nur den Hebelkasten, ein Armaturenbrett und 2 Sitze vor. Den Rest muss man selber machen.

Da kann man stundenlang rumfummeln, so eine Art Puppenstuben-Ersatz. Wenn das keine Vorlage ist für freundliche Anmerkungen?!



Gläser etc fehlen noch, und es gab scheinbar sogar einen Trolley, "barman" genannt. Fehlt auch noch.
 
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wo sind denn nun die im Foto in #10 gezeigten drei Stufen ?
 
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wo sind denn nun die im Foto in #10 gezeigten drei Stufen ?
Gute Frage! aber kommen wir zuerst zur heutigen Kurzarbeit - bei so gutem Wetter hat de Garten Vorfahrt...
Die Öffnung für die Fenster hatte ich ja ausgeschnitten. Jetzt klebe ich da einen Teil davon wieder rein. Also nicht wirklich, aber eben die senkrechten Fensterstreben. Nach langem Studium der Fotos kann ich nicht erkennen. dass die Fenster plan mit der Außenhaut waren. Da die Seitenwände deutlich unter 1mm dick sind, kann man da die Verglasung von innen reinkleben, viel einfacher als einpassen und die Fensterstreben mit Gravur und Lack darzustellen. Ihr wißt ja wie es geht, und da gäbe es ja sicher viele Wege. Ich mach es mit einem Evergreen Streifen von 1mm Breite und 0,5 Dicke, die in dieser genialen Lehre abgelängt werden und dann einfach mit einem Klebebandstreifen positioniert verklebt werden.



Übrigens sieht man hier auch sehr schön die Position für die Durchführung des Holms: genau hinter dem Schott.
Fleißarbeit an einer Seite beendet und die Verglasung mal provisorisch montiert - für mich geht das.



Da war doch noch was? Richtig, fehlende Stufen. Da musste ich einen Kompromiss eingehen. Ist zwar richtig, dass die Stufen zwischen den Sitzen sind. Aber die Sitze sind auch genau dort, wo der Holm ist. Also wurde der Holm soweit ausgeschnitten, dass immer noch genügend Stabilität bleibt - weiter wäre es nicht gegangen ohne Metall. So ist der Boden hinten auf Höhe des Einstiegs und steigt hinten leicht an - so dass 2 Stufen dran glauben müssen.



Und da ich keine Doku für die Höhe des Bodens im Serviceabteil habe, bin ich mal von Stehhöhe ausgegangen, also gleiche wie der ausgesägte Holm. Ich könnte jetzt am Schott noch einen Holm vortäuschen, 2 Stufen rauf, dahinter wieder 2 runter, die Dritte wäre dann die zum Cockpit. Wenn der Holm an der richtigen Stelle gewesen wäre, und nur einige polnische Heilige mögen wissen, warum Broplan ihn da nicht hingesetzt hat, dann hätten wir kein Thema.



Also: Rot = Broplan, Grün = Dewoitine!

Ich bau' aber den "Fake-Holm" erst dann ein, wenn zur Geometrie des Servicebereichs belastbares vorliegt.
Hoppla, da habe ich was wichtiges vergessen: Der Flügel passt oben zu unten (geht doch!!) und saugend und schraubend an die Markierung am Rumpf, sogar im korrekten Winkel! Die können schon was, die Broplaner! Sollten sie nur öfter zeigen...
 
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trotz der Widrigkeiten seitens des "Bausatzes" gefällt mir die Kabine sehr gut !
 
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Dann lass ich das mal so.
Bevor die Fenster montiert werden, lackiere ich meine Modelle gern. Das verringert oft die Abklebearbeiten und eventuelle Beschädigung der Glasteile beim Schleifen. Aber da hat ja jeder seine eigene Methode, und das ist sicher die Beste.
Der zweite Flügel ließ sich genauso gut fügen wie der erste. Zum Verkleben habe ich übrigens das hier benutzt:



Der gute Kibri Plastik Kleber ist günstig, ergiebig und sehr dünnflüssig - wie eine Verdünnung. Wahrscheinlich ist es auch eine.
Jedenfalls kann ich die zusammengehefteten Flächenhälften mit der Spritze von innen an den Klebestellen erreichen und für die Spitze der Fläche einlaufen lassen - nicht zu viel, lieber zitzerlweise. Die Kapilarwirkung tut dann da ihre.
Geht Euch wahrscheinlich auch so - das gibt wieder einen Schub, Du möchtest die Teile unbedingt zusammen sehen. Ist ja auch nötig, um die Passform zu beurteilen.



geht auch ohne Holm - zunächst mal fürs Lackieren.
Das Gerät hat eine Anmutung wie ein Rennflugzeug: Ich finde diese Form mit dem breiten und langen Rumpf, den die Form der Fenster noch verstärken, schon irgendwie sexy.



Schöne weiße Welt- aber jetzt wird alles ganz schwarz werden - kein Füller, gleich Lack.
Schaun wir mal...
 
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Die schöne weiße Welt war in schwarz pickelig und hatte dazu noch Streifen in Längsrichtung. Also kommt nach der Schleiforgie zur Freistellung der Einzelteile noch die Geduldsprobe: Schleifen zur Verbesserung der Oberfläche. Hier kann der Modellbauer erahnen, wie mies die Oberfläche "natur" ist. Was heißt "natur" eigentlich auf polnisch?


Das Ding war Naturmetall mit unterschiedlichen Tönen, da geht diese Oberfläche gar nicht. Shaut Euch mal die Sache in der Vergrößerung an:



Ich bin entzückt! Lackieren war noch nie meine Welt, und dann so was. Gute Nacht!
 
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da kannst Du Dir glatt das "Pre-Shading" sparen :HOT:
 
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Naja, Preshading hatte ich nicht vor, aber wenn das für die Lackierung mit AK Xtreme sinnvoll ist, lerne ich gerne dazu.
Vorsichtshalber habe ich die traditionelle Methode gewählt: Schleifen, grundieren, schwarz lackieren, schleifen, schwarz lackieren, silber lackieren.



Jetzt ist sie zwar glatt, aber die ohnehin unregelmäßigen und konturarmen Gravuren habe ziemlich gelitten. Nachgravieren ist bei dem dünne Broplan-Zeug eher kritisch.
Aber kommen wir zu etwas entspannenderem: das Cockpit besteht ja bei Broplan aus dem Insturmententräger, der Mittelkonsole und 2 Sitzen - Jede Menge Spielwiese, um sich um Originalnähe zu bemühen. Machen wir später.
 
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Thema:

Das Goldene Zeitalter der zivilen Luftfahrt - Dewoitine D.338 von Broplan in 1/72

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